Werbung – Rezensionsexemplar

Ein Samstag im August
Birgit Bachmann
Hardcover, mit Schutzumschlag, 256 Seiten
978-3-442-76364-1
Erschienen am 12. August 2026 im btb Verlag (Werbung). Ich habe es als E-Book gelesen.
„Elvira und Jobst sind auf der Heimreise aus dem Urlaub, als sie an einer Autobahnraststätte ein junges Pärchen kennenlernen, dessen Wagen liegengeblieben ist. Obwohl sich Elvira skeptisch zeigt, bietet Jobst den beiden an sie mitzunehmen – nicht ahnend, dass er und Elvira dadurch in ein Familiendrama hineingeraten, das ihre Ehe auf den Prüfstand stellen wird.
Auch für Elviras Schwester ändert sich an diesem Wochenende im August alles, als ihre Mutter ein lange gehütetes Geheimnis lüftet. Und Kathi, Elviras Schwägerin, verliert in den nächsten Wochen nicht nur ihren Job, sondern auch die Geduld mit ihrer angeheirateten Familie.
Im Verlauf eines Spätsommers sind die Frauen der Familie Wortmann dazu gezwungen, ihre Beziehungen neu zu vermessen. Und über der norddeutschen Tiefebene zieht ein Sturm auf, der alle Gewissheiten hinwegfegen wird.“
Verlagstext Birgit Bachmann, Ein Samstag im August, btb Verlag 2026
Ein Sommerroman nach meinem Geschmack: kurz, knackig, auf den Punkt gebracht. Norddeutsche Atmosphäre. Frauen und ihre Bedürfnisse stehen im Vordergrund, aber auch die Männer der Familie von jung bis alt werden gehört. Dabei erzählt Birgit Bachmann nicht nur einfach eine Familiengeschichte aus verschiedenen Perspektiven, sondern zeigt, wie unterschiedlich dieselben Ereignisse von den Beteiligten wahrgenommen werden.
Elvira fragt sich, was sie damals beim Kennenlernen in ihrem Mann gesehen hat. Was war davon die Wahrheit und was nur eine Interpretation, geprägt von ihrer eigenen Lebenswelt (vgl. Seite 39 im E-Book)? Diese Frage zieht sich für mich wie ein roter Faden durch den Roman. Auch die anderen Frauen der Familie stehen an unterschiedlichen Punkten in ihrem Leben und hinterfragen Beziehungen, Erwartungen und die Rolle, die sie darin selbst einnehmen.
Mir gefällt, dass dabei niemand nur in die Rolle der Guten oder Bösen gesteckt wird. Die Figuren haben ihre Gründe, ihre blinden Flecken und ihre eigene Sicht auf die Dinge. Dadurch sind sie glaubwürdig und interessant.
Am Ende steht die Erkenntnis, dass alle die Welt um sich herum interpretieren und niemand davor gefeit ist, falsche Schlüsse zu ziehen, selbst wenn man genau hinschaut (vgl. Seite 231 im E-Book). Das ist für mich der Gedanke, der über die eigentliche Familiengeschichte hinausgeht. Wir kennen immer nur unsere eigene Version der Geschichte.
Dieser Sommer hat alle Familienmitglieder verändert. Nun liegt es an ihnen, sich als Familie in allen Verzweigungen zu akzeptieren, zu bewahren und Teile neu zu definieren. Sie sind einander verbunden und finden dabei miteinander neue Wege.
Magst du Familienromane, in denen sich Beziehungen und Rollen neu sortieren?
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8 Antworten auf „Lesetipp: Familienroman mit norddeutscher Atmosphäre und starken Frauenfiguren“
Ja, auf jeden Fall mag ich genau solche Geschichten gerne. Das Buch kommt auf meine Liste.
Bei Familiengeschichten habe ich auch amerikanische Autorinnen und ihre etwas langsamere Erzählweise neu zu schätzen gelernt.
Viel Spaß beim Lesen! Mein aktueller u lesender Roman ist aus Amerika. Stelle ich demnächst vor.
Auf jeden Fall mag ich diese Art von Romanen. Das Buch begegnete mir gestern auf Instagram und ich bin sehr am überlegen, es mir zu kaufen.
Schau mal in die Leseprobe beim Verlag. Dann merkst du schnell, ob es dir liegt.
Wow, das klingt richtig gut. Ich mag Familiengeschichten und diese klingt irgendwie besonders.
Sonnige (!!!!) Grüße am Dienstag
Nicole
Ich denke, dass es dir gefallen würde.
Ein Buch über starke Frauen ist immer gut. Könnte mir also auch sehr gefallen. Aber ich habe noch viel zu viel anderen Lesestoff…
Merk ich mir aber vor.
Herzlich,
Sieglinde
auf alle Fälle hast du mich neugierig gemacht. Ich bin mir nicht sicher, aber die Leseprobe schaue ich mir mal an. Da merke ich oft, ob es passt oder nicht.
Ich wünsche Dir einen schönen Abend, liebe Grüße Tina