Werbung – Rezensionsexemplar

NORDLICHT – Das fremde Gesicht
Der siebte Fall für das deutsch-dänische Ermittlerteam Boisen & Nyborg
Anette Hinrichs
Originalausgabe, Taschenbuch, Klappenbroschur, 480 Seiten
ISBN 978-3-7341-1209-6
Erschienen am 18. März 2026 bei blanvalet (Werbung)
Eine Leseprobe und Bestellmöglichkeiten bei diversen Händlern findest Du auf der Verlagswebsite. Ich habe das Buch als E-Book gelesen.
„Eine schreckliche Mordserie zieht sich vom deutsch-dänischen Grenzland bis nach Kopenhagen: Ein Pferdezüchter im nordfriesischen Süderlügum wird aufgehängt im Stall entdeckt, ein Gastronom im dänischen Tøndern sitzt tot an einem gedeckten Tisch, in Kopenhagen treibt die Leiche eines Geschäftsmanns nackt im Hafenbecken. Alle Opfer sind qualvoll erstickt. In ihren zugeklebten Mündern findet sich ein Foto mit einem fremden Gesicht.
Verlagstext, Hinrichs, Nordlicht Das fremde Gesicht, blanvalet 2026
Was verbindet die Opfer und welches Motiv verfolgt der Mörder? Die Ermittler der Sondereinheit GZ Padborg stehen vor einem Rätsel. Der Druck wächst, als eine weitere Leiche auftaucht. Und ausgerechnet Rasmus Nyborg scheint nicht bei der Sache zu sein und bringt sich mit Nachforschungen zu einem ganz anderen Fall in Gefahr …“
Unter dem Schlagwort Nordlicht findest Du alle Buchvorstellungen von mir aus der Reihe. Die Krimi-Serie lese ich besonders gerne, weil ich die Gegend in Norddeutschland um Flensburg und Süddänemark kenne, in der sie spielt. Dieser siebte Band lässt sich als eigenständiger Fall lesen, weil die Mordserie im Vordergrund steht. Trotzdem ist es natürlich schön, die Hintergründe zu den Hauptfiguren zu kennen.
Der siebte Teil der Reihe von Anette Hinrichs startet direkt düster und bleibt es auch. Die Mordserie ist von Anfang an konsequent durchdacht. Die Taten sind brutal, aber nicht reißerisch beschrieben. Genau das sorgt für Spannung.
Die Frage ist von Mord zu Mord: Wer ist auf dem Foto abgebildet, das bei der Leiche gefunden wurde? Es sind herausgerissene Teile eines Fotos, auf dem jeweils ein Jugendlicher zu sehen ist. Schnell ist zu ahnen, dass es sich um ein Gruppenbild handelt. Es ist aber immer nur eine Person zu sehen. Es ist weder zu erkennen, wie viele Personen insgesamt auf dem Gesamtbild sind, wo es aufgenommen und aus welcher Zeit es genau stammt. Spannende Fragen, deren Antworten zur Lösung des Falls führen.
Vibeke und Rasmus klären den Fall wieder einmal zusammen auf, wobei in diesem Band im Nebenplot Rasmus im Vordergrund steht. Er versucht herauszufinden, wer seinem Sohn Anton vor dessen Tod Drogen verkauft hat, die ihn in den Tod haben springen lassen. Kann es die gezielte Rache eines serbischen Mafiabosses gewesen sein? Der Versuch einer Kontaktaufnahme über alte Undercover-Kreise bekommt ihm nicht gut. Vibekes Privatleben spielt im aktuellen Band nur am Rand eine Rolle.
Der Fall selbst entwickelt sich schlüssig. Die Spuren führen in unterschiedliche Richtungen und ergeben am Ende ein rundes Bild. Meine erste Vermutung der Zusammenhänge ist aufgegangen, die Täter_in habe ich nicht durchschaut. Die Auflösung ist logisch und fügt sich gut zusammen. Sie kommt ohne unnötige Wendungen aus. Das Ende lässt mich sofort auf einen achten Band hoffen.
Ist das ein Krimi für Dich? Kennst Du die Serie?
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12 Antworten auf „Lesetipp: Mordserie mit rätselhaften Fotos“
Ich kenne die Serie nicht und du kennst mich, was nordische Krimis angeht. Also: Ist das ein Buch für mich oder eine Geschenkidee?
Ich finde es klasse, dass du so dranbleibst und die Handlung liest sich auch wirklich gut
Liebe Grüße
Nicole
Für dich ist die Serie nichts. Dein Mann startet am besten mit Band 1. Falls du noch ein Ostergeschenk suchst :).
„Nordlicht“ kenne ich noch nicht – aber allein die Konstruktion mit dem fragmentierten Foto als Mordserie-Verbindungsstück hat mich sofort neugierig gemacht. Das ist genau die Art von Rätsel, bei dem man merkt, dass die Auflösung eigentlich sekundär ist. Solange der Weg dorthin klug gebaut ist.
Dass du als Imageberaterin ausgerechnet eine Serie liebst, die in einer Gegend spielt, die du persönlich kennst – das macht den Unterschied beim Lesen, glaube ich. Orte, die man schon mal gerochen hat, lesen sich anders als Kulissen.
Dein Hinweis, dass sich dieser siebte Band auch eigenständig lesen lässt, ist für Neueinsteiger Gold wert. Wobei ich mich bei guten Reihen immer frage, ob man wirklich bei Band 7 anfangen will, oder ob man nicht doch lieber von Anfang an dabei sein möchte – auch wenn man weiß, dass es Zeit kostet. Ich gehöre eher zur zweiten Fraktion.
Apropos Fotos als Rätsel: Auf meinem Blog habe ich mich einmal mit der Frage auseinandergesetzt, ab wann das Festhalten eines Moments das Erleben selbst verdrängt – das passt hier irgendwie thematisch in die Nachbarschaft: Filmgenuss ohne Spoiler
Danke für die Empfehlung.
Ja – der Lokalkolorit macht beim Lesen immer einen Unterschied.
Liebe Ines,
ich habe noch nichts von der Nordlicht-Serie gelesen, aber ich mag es, wenn Krimis spannend, nicht allzu brutal, die Auflösungen schlüssig sind und im Hintergrund auch einiges „menschelndes“ über die Ermittler zu erfahren ist. Klingt also gut für mich!
Alles Liebe und Monakrauler, Traude
Ich kann mir gut vorstellen, dass du die Serie magst. Wenn du ganz lesen möchtest, fängst du am besten bei Band 1 an.
Die Gegend kenne ich ja inzwischen auch recht gut. Insofern wäre es schon ein Krimi für mich.
Band 7 als Einstieg, das klingt witzig.
Herzlich,
Sieglinde
Band 1-6 lesen sich besser im Zusammenhang – Band 7 ist neben Band 1 der einzige, den ich zum Solo-Lesen empfehle.
Liebe Ines, ja das wäre eine Reihe für mich. Merke ich mir für den Urlaub, da habe ich auch eine Krimibuchreihe regelrecht verschlungen. Alle 2 Tage brauchte ich den nächsten Band. Jetzt warte ich auf Nachschub. 🤭
Liebe Grüße Tina
PS Newsletter ist neu, oder?
Serien in einem Schwung zu lesen ist super! Ja, der Newsletter ist neu. Habe endlich ein kostenfreies DSVGO-konformes Plug-in gefunden und hatte Zeit, es zu implementieren. Bin gespannt, wie der Newsletter angenommen wird.
Super, habe mich natürlich gleich angemeldet .
Gute Nacht!
Danke dir!