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Minimalismus im Kleiderschrank – alltagstauglich statt perfekt

Minimalistisches Lleben klingt oft nach weißen Wänden, nur zehn Kleidungsstücken und kompletter Selbstdisziplin. Im Alltag geht es den wenigsten Minimalist_innen um diese Askese.

Es geht viel mehr darum, wenig unnötigen Ballast zu haben und trotzdem gut angezogen, praktisch und authentisch durchs Leben zu gehen. Minimalismus im Kleiderschrank heißt nicht Verzicht um jeden Preis. Er entsteht durch Klarheit.

Was minimalistischer Stil bei Kleidung bedeutet

Ines Meyrose - Outfit 2024 - blau-weiß gepunktete Bluse - dunkelblaue Sommerhose - helle Sneaker

Minimalismus ist nicht langweilig. Auch nicht automatisch neutral, teuer oder skandinavisch. Für mich zeigt sich minimalistischer Stil vor allem darin

  • bewusst auszuwählen.
  • weniger zu besitzen.
  • Dinge vielseitig zu nutzen.
  • Qualität vor Menge zu setzen.
  • einen roten Faden sichtbar zu machen.

Das betrifft Kleidung genauso wie Einrichtung, Accessoires oder Alltagsroutinen. Wenn ich morgens ohne Nachdenken zur dunkelblauen Hose greifen kann und weiß, dass fast jede Bluse dazu passt, ist das für mich minimalistischer Stil.

Warum minimalistischer Stil den Alltag erleichtert

Minimalismus im Kleiderschrank - gleiche Bügel helfen beim Überblick

Viele Menschen besitzen zu viel von dem, was sie eigentlich gar nicht tragen oder nutzen. Die Folgen sind

  • volle Schränke.
  • schwierige Entscheidungen beim Anziehen.
  • Fehlkäufe.
  • Unruhe.
  • das Gefühl von nichts zum Anziehen.

Minimalismus reduziert für mich die Momente, in denen ich morgens vor dem Schrank stehe und nichts zum Anziehen habe. Weil fast alles miteinander funktioniert, finde ich schnell etwas Passendes. Deshalb spart Minimalismus Zeit und Energie. Gute Kombinationen entstehen schneller durch den vollständigen Überblick. Einkäufe erfolgen gezielter.

Gleichzeitig wird sichtbarer, was wirklich Freude macht und zum eigenen Leben passt. Fehlkäufe kristallisieren sich schnell heraus und werden direkt wieder aus dem Haus geschafft. Auch das gehört dazu: sich zeitnah von Dingen zu trennen, die nicht verwendet werden.

Minimalismus beginnt nicht mit Ausmisten

Seidentuch mit Paisley-Muster in Multi-Tangerine - lebendiger Mix mit Orangetönen plus Rot, Lachs, Blau, Petrol, Grün und Gelb - Farben mit Muster kombinieren: Gelb, Cremeweiß, Orange, Rot, Blau, Petrol finden sich im Farbfächer wieder

Der größte Denkfehler: erst alles auszusortieren und dann minimalistisch zu werden. Oft funktioniert es besser andersherum: zuerst zu erkennen, was wirklich gebraucht und geliebt wird. Danach ergibt sich der Rest fast von selbst. Hilfreiche Fragen sind

  • Was trage ich tatsächlich gern?
  • Worin fühle ich mich souverän?
  • Welche Farben kombiniere ich automatisch?
  • Welche Materialien mag ich auf der Haut?
  • Was passt wirklich zu meinem Alltag?

Wenn du dadurch merkst, welche Teile du nicht mehr trägst, fällt das Aussortieren leichter.

Ein minimalistischer Kleiderschrank braucht keinen festen Zahlenwert

Ines Meyrose - Outfit 2025 - weite Sommerhose / weite Jeans kombiniert mit flachen Sandalen und blauer Bluse

Eine Capsule Wardrobe mit exakt 33 Teilen funktioniert für manche Menschen hervorragend. Für andere gar nicht. Entscheidend ist nicht die Anzahl der Dinge, sondern deren Nutzbarkeit. Ich mag Ordnung im Kleiderschrank, aber keine starre Capsule Wardrobe. Ein gut funktionierender minimalistischer Kleiderschrank enthält für mich

  • passende Größen.
  • Farben, die sich unkompliziert kombinieren lassen.
  • Stilrichtungen, die miteinander funktionieren.
  • Kleidung für den echten Alltag statt für ein Leben, das du gerne führen würdest. Alltag ist das Schlüsselwort.

Das Leben besteht überwiegend aus Job, Freizeit und ganz normalen Tagen – nicht aus festlichen Einladungen. Meins besteht aus Kundenterminen, Homeoffice, Hundespaziergängen, Zeit zu Hause und Restaurantbesuchen.

Dank meiner halbjährlichen Kleiderschrankinventuren habe ich einen Überblick, wie viel Kleidung ich besitze. Dabei mache ich mir Gedanken, wovon ich mehr habe, als ich nutze, und ob etwas für einen unkomplizierten Alltag fehlt. In Summe habe ich lieber wenige Sachen, die ich oft trage.

Farben im Kleiderschrank bewusst wählen

Ines Meyrose - Outfit 2025 - Orange und Dunkelblau mit Jogpant und Oversized-Jacke

Viele minimalistische Garderoben wirken deshalb ruhig, weil die Farben zusammenpassen. Das bedeutet nicht automatisch nur Schwarz, Weiß, Beige oder Grau. Auch eine farbige Garderobe wirkt minimalistisch, wenn

  • die Farben miteinander harmonieren.
  • Wiederholungen entstehen – Stichwort Farbklammer.
  • Kontraste bewusst eingesetzt werden.

Wer seine besten Farben kennt, kauft gezielter und kombiniert einfacher. Bei mir dominieren zum Beispiel Dunkelblau, Braun und Orange den Kleiderschrank.

Weniger Kleidung – mehr Qualität

Knopfloch mit vielen Stichen

Minimalismus scheitert schnell an schlechter Qualität. Ein Pullover, der nach drei Wäschen unförmig aussieht, verursacht mehr Frust als Nutzen. Ich ärgere mich deutlich länger über schlechte Qualität als über einen höheren Preis beim Kauf. Deshalb lohnt sich der Blick auf

  • Material.
  • Verarbeitung.
  • Passform.
  • Alltagstauglichkeit.
  • Kombinierbarkeit.

Das heißt nicht automatisch teuer. Die Qualitätsmerkmale guter Kleidung können auch günstige Dinge erfüllen.

Minimalistische Outfits brauchen Persönlichkeit

Ines Meyrose - Outfit 2025 - Herbst-Trend Strick - Twinset modern interpretiert - Blau und Petrol kombiniert - mit Nickituch - Portrait

Viele minimalistische Looks wirken austauschbar, weil Persönlichkeit fehlt. Gerade kleine Dinge machen oft den Unterschied wie

  • ein markanter Lippenstift.
  • Hingucker-Brillen.
  • ein auffälliges Schmuckstück oder spannend kombinierter Schmuck.
  • ungewöhnliche Farbkombinationen.
  • charaktervolle Stoffe.

Minimalismus funktioniert langfristig nur, wenn der Stil nach der eigenen Person aussieht und nicht nach einem Einrichtungskatalog. Sonst sieht der Kleiderschrank zwar übersichtlich aus, fühlt sich aber fremd an. Wirf einen Blick auf deine Stilreise und finde den roten Faden deiner Outfits.

Kleidung bewusster kaufen statt impulsiv shoppen

Ein minimalistischer Stil entsteht selten durch perfekte Planung, sondern bessere Kaufentscheidungen. Vor einem Kauf frage dich, um potenzielle Fehlkäufe zu vermeiden

  • Möchte ich es morgen direkt tragen?
  • Passt es zu mindestens drei vorhandenen Teilen?
  • Fühle ich mich darin wirklich wie ich selbst?
  • Ersetzt es etwas oder erweitert es nur das Chaos?
  • Mag ich nur die Idee davon oder wirklich das Teil?

Shopping-Checkliste

Shopping-Checkliste – Auswahlkriterien für Kleidung – Copyright Ines Meyrose – www.meyrose.de

Diese Shopping-Checkliste nutze ich vor dem Kauf neuer Kleidung. Warum diese Kriterien für mich wichtig sind und wie ich damit Fehlkäufe vermeide, steht im verlinkten Beitrag. Erstelle deine eigene Checkliste mit Auswahlkriterien für Kleidung.

Minimalismus darf nicht nur bequem sein, er soll es!

Manche Menschen leben Minimalismus unnötig streng. Stil darf praktisch sein, Kleidung gemütlich. Lieblingsstücke dürfen getragen aussehen – lässig, aber nicht nachlässig. Nicht jede Ecke des Lebens braucht Perfektion. Ein minimalistischer Alltag funktioniert besser, wenn er entlastet statt kontrolliert.

Weniger Kleidung, mehr Klarheit

Minimalistischer Stil entsteht nicht durch möglichst wenig Besitz, sondern gute Entscheidungen. Weniger kaufen, aber besser. Klarer, persönlicher. Praktisch und schön. Genau darin liegt oft die größte Erleichterung im Alltag.

Wie sieht es mit Minimalismus in deinem Kleiderschrank aus?

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31 Antworten auf „Minimalismus im Kleiderschrank – alltagstauglich statt perfekt“

Du weißt, dass ich nicht unbedingt die Inkarnation von Minimalismus im Kleiderschrank bin.
Aber ich würde kühn behaupten, dass 85% meiner Kleidungsstücke miteinander Matchen würden.
Ich finde deinen klaren Kompass immer wieder super, aber ich liebe es, Kleidung zu sichten, zu kaufen und eine gute Auswahl zu haben. Dabei würde ich nicht bestreiten, dass es zu viel ist.
Aber dass etwas nicht passt, das gibt es hier auch nicht. Schon gar nicht zu eng. Das macht auch nur Frust.
Deine Tipps finde ich allesamt super und auch, dass Minimalismus für dich keine Doktrin ist.
Denk an diesem Wochenende an mich, mein Herz ist weit offen bei dem Wetter 😍
Liebe Grüße
Nicole

Du lebst Minimalismus im Stil und Maximalismus in der Auswahl :).

O.K. – mein letzter Gedanke, wenn ich mich in der Sonne auflöse, geht an dich!

Liebe Ines!
Wenn ich die Fotos deiner Blusen und Shirts im Schrank sehe, dann bin ich ein bisschen neidisch. Das sieht alles so klar aus und bei mir ist es noch ein bisschen chaotisch. Ich hätte es gerne einfacher morgens und natürlich beim Einkaufen. Immerhin berücksichtige ich schon, dass ein neues Teil zu mindestens 3 anderen Teilen passen soll (neben all den anderen Eigenschaften, die ein Oberteil für mich gerne haben sollte.)

Aber ich liebe bunte Muster, die ein bisschen durcheinander aussehen. Wenn ich nun so eine Hose anziehe (die rote kennst du), dann muss der Rest einfarbig sein. Dasselbe gilt, wenn ich bunte Blusen anziehe und das mag ich sehr. Dann muss der Rest einfarbig sein.
Aber ich mag auch die Ringel. Die passen dann zu einfarbigen Hosen und Blusen/Jacken. Dazu geht dann auch ein buntes Tuch.
Ich habe also nicht nur Ober- und Unterteile, die beliebig kombinierbar sind und ich könnte nicht im Dunkeln irgendetwas herausgreifen. Vielleicht ergibt sich mit der Zeit an welcher Stelle ich besonders gerne die Muster trage. Dann würde es einfacher werden.

Der 2. Gedanke, der mich zur Zeit umtreibt, ist die Frage nach einer 2. neutralen Farbe. Bisher ist es nur Creme. Ein helles Braun für mich gibt es seit einiger Zeit nicht. Leuchtendes Blau auch nicht. Ob ich Jeansblau möchte, weiß ich nicht.

Insofern bin ich noch weit entfernt von Klarheit in meinem Kopf und in meinem Schrank.

Ich wünsche dir ein schönes sonniges Pfingstwochenende!
Ganz liebe Grüße,
Kathrin

Bei der neutralen Farbe bist du dem ausgeliefert, was die Mode anbietet. Ein helles Braun gibt es im Moment durchaus. Leuchtendes Blau sehe ich wenig und Jeansblau kann zu verwaschen sein für dich. Dann schau lieber nach Karamell/Hellbraun.

Dein Schrank wird immer voller und weniger untereinander kombinierbar sein als meiner, weil es deiner ist. Du brauchst mehr Vielfalt und mehr Hinguckerteile für die extravaganten Stilelemente bei dir. Mein Stil ist reduzierter in jeder Hinsicht. Nicht für jede_n ist Minimalismus richtig. In der Fülle nicht zu viel Chaos und zu wenig zusammen passendes zu haben, tut dann dennoch gut.

Sonnige Pfingsten auch für dich!

<>
Ich schließe mich dem Kommentar von Nicole an und dieser Satz wäre auch mein Credo! Du hast das hervorragend zusammengefasst.
Ich werde immer besser und auf dem Weg dahin ist eine Secondhand Plattform gerade mein ständiger Begleiter und ich verdiene mir Spaßgeld dazu, das ich ab und an in ein Stück investiere, das trotz Luxus den Kleiderschrank maximal in mehrere Richtungen aufwertet.
Frohe Pfingsten vom Strand ☀️
Susanne

Upps, der Satz ist wohl verloren gegangen…
Du lebst Minimalismus im Stil und Maximalismus in der Auswahl…

😊

Der Satz ist von mir und beschreibt Nicoles Kleiderschrankinhalt.

Super, wenn du noch etwas Ertrag beim Verkaufen hast. Dann sammelt sich nicht zu viel an und die Kosten bleiben im Rahmen.

Hab eine schöne Zeit am Meer!

Guten Tag Ines, super zusammengefasst und auch für mich, die die Vielfalt liebt, ist der Post sehr unterhaltsam. Das muss dir mal einer nachmachen. Ich brauche viele verschiedene Teile, weil ich Mode einfach liebe. Seit ich mehr auf die Kombinierbarkeit achte, finde ich immer schnell einen Look. Bewege ich mich mal aus meiner Komfortfarbwelt, versuche ich mindestens 3 Kombinationen mit dem Teil zusammenzubauen. Gelingt es, kaufe ich. Ja überlegter als früher kaufe ich ein. Ich erkenne, dass ich früher Teile gekauft habe, weil es die in meiner großen Größe einfach gab. Heute mit mehr Auswahl ist es einfach besser und mein Geschmack hat sich verändert. Dein Hinweis auf die Stilreise erinnert mich daran, es als natürlich anzusehen. Mir gefallen nicht mehr all meine Accessoires und älteren Kleidungsstücke, die mir jetzt passen würden. Die kommen nach und nach weg, so wie sie mir in die Hände kommen. 🤭
Ich wünsche Dir ein wunderschönes Wochenende, ein kühles Plätzchen, liebe Grüße Tina

„Ich erkenne, dass ich früher Teile gekauft habe, weil es die in meiner großen Größe einfach gab.“

Das kenne ich auch noch und es war bei mir der Grundstein für die Kleiderschrankinventuren. Ich hane mit Größe 46/48 alles gekauft, was mir ansatzweise gefiel UND passte, weil ich nie wusste, wann ich wieder etwas finde. Das wurde auf Dauer dann aber doch zu viel. Ich habe zwar keine Dachen gekauft, die mir nur halb gefielen, aber die Auswahl war dennoch total eingeschränkt. Ich hätte gerne auch andere Sachen getragen, die es nicht gab.

Es ist so schön, dass dir jetzt die volle Vielfalt der Mode zu Füßen liegt.

Hab auch ein schönes Wochenende! Mit Schatten … Hier war es heute knallheiß, aber morgen soll es schon wieder angenehmer sein.

Ja genau. Gefallen haben mir die Sachen, aber sie waren untereinander oft nicht gut zu kombinieren. Aber ich möchte mich nicht beschweren, ich hatte einige Lieblingssachen, die ich jetzt aber nicht mehr tragen würde. Anfangs habe ich mich noch schwer getrennt, aber jetzt ist es ganz einfach.
Dir fiel das sicher auch leicht?
Morgen soll es bei uns noch heißer werden, aber in der Nacht gehen die Temperaturen wenigstens gut zurück. Gut für dich, dass es bei euch wieder etwas abkühlt.
Gute Nacht.

Nein, mir ist das nicht generell so leicht gefallen, die Sachen gehen zu lassen, weil ich sie an sich mochte und sie teils sehr teuer waren. Verschenkt habe ich sie sehr gerne, vieles ist bei einer Freundin und ihrer Mutter gelandet, zwei Jacken bei Schwiegermutter. Schwieriger war es mit den Sachen, für die es keine Abnehmerin gab, weil die Farben oder Stil nicht gepasst hätten. Die habe ich noch länger in der Freizeit getragen und irgendwann entsorgt. Das waren Blusen und ein paar Hosen.

Guten Morgen 😁 das sind genau die Sachen, die ich jetzt noch mal schauen muss. Die Sachen, die ich nicht in einen Secondhand geben oder sonst weitergeben kann. Meist sind es Shirts. Ich brauche einfach nicht sooo viele Schlafshirts und Zuhausesachen wie ich jetzt habe. Die bekomme ich in Jahren wohl nicht abgetragen, weil ich jetzt auch gern mal Zuhause etwas der neu für mich Teile trage, weil die nicht wie Säcke aussehen. Hier ist dann doch ein zu viel noch da an großen Sachen.Und ich habe festgestellt ich mag meine Kaschmirstrickjäckchen nicht mehr tragen. Die sind eigentlich auch wirklich gut getragen. Ich muss mal schauen ich habe mal von einer Kaschmiraltkleiderrücknahme gelesen.

Solche Shirts habe ich im Urlaub ein letztes Mal getragen und dort in den Müll getan. Die zu großen Wollsachen habe ich Sozialkauhaus abgegeben.

sorry ich nochmal, hab was gefunden, werde ich testen. Gute Sache denke ich.
[Link vom Admin entfernt]

Gute Sache an sich. Zu beachten sind aber auch die anfallen Transportkosten für das Unternehmen und die Ökobilanz des Versands. Im Sozialkaufhaus abgeben, ist da aus meiner Sicht besser.

Hallo, Tina,
die Idee, die Sachen nach Stoffmaterial einsammeln zu lassen finde ich richtig gut. Aber leider gibt es hier im Norden keine Abholung. Meine guten Sachen, die ich aus verschiedenen Gründen nicht mehr tragen möchte, habe ich bis vor Kurzem in unserem Sozialkaufhaus abgegeben. Das ist jetzt geschlossen, Personalmangel.
Das Rote Kreuz fällt mir noch ein und einmal pro Jahr veranstaltet unsere Kirchengemeinde eine Sammlung für Bethel in Bielefeld. Da werde ich dieses Jahr meine Sachen abgeben.
Ich hoffe so, dass mit besserer und gezielterer Auswahl weniger anfällt, dass ich aussortieren muss oder erst, wenn es nicht mehr in Ordnung ist.
Liebe Grüße!

So schön be- und geschrieben, liebe Ines. Du lebst einfach Deinen guten Minimalismus.
Ich war mal mit einer Gruppe von Frauen eine Woche zum Bildungsurlaub in einem Frauenkloster und wir durften auch in die Klausur und haben dort den Kleiderschrank einer Nonne gesehen, die vorher im Zivilleben Apothekerin war. Sehr im Gedächtnis geblieben ist mir, dass sie sagte: „Das Anziehen geht so einfach, ich weiß immer, was ich anziehe. Da muss ich mir garnichts denken dabei, das ist so erleichternd.“
Ja, so kann frau das Thema auch sehen 🙂
Mein Schrank hat immer das gewisse Chaos, aber das wird sich auch nicht mehr wirklich ändern, bin ich doch nun so alt damit geworden.
Umso interessanter finde ich Modelle wie Deins oder das von anderen Frauen incl. Ordensfrau…
Herzlich,
Sieglinde

Mit dem Kleiderschrank der Nonne könnte ich unter diesem Gesichtspunkt bestens leben. Farben Dunkelblau oder Dunkelbraun und Cremeweiß bitte.

Offenbar brauchst du ein bisschen Chaos im Schrank. Dann möge es bleiben!

Liebe Ines,
das Problem „ich habe nichts anzuziehen“ habe ich auch nicht. Ich wundere mich manchmal, wenn Freundinnen das sagen, von denen ich weiß, dass sie deutlich mehr Kleidung besitzen als ich.
Mir ist auch wichtig, dass ich alles gut kombinieren kann. Wenn wir auf dem Boot sind, ist meine Garderobe ziemlich minimalistisch, aus naheliegenden Platzgründen. Dort beschränke ich mich auch immer auf zwei Farben, blau in Variationen und weiß. Dann kann ich gut kombinieren. Zuhause freue ich mich dann über mehr Auswahl.
Eine Ecke im Kleiderschrank ist festlicher Kleidung vorbehalten. Manche Dinge trage ich nur ein- oder zweimal im Jahr. Da sie aber teils schon über 10 Jahre alt sind, geht das für mich in Ordnung.
Deine Checklist finde ich klasse. Auf meine gehört auch noch: Wie aufwendig ist die Pflege des Kleidungsstücks.
Liebe Grüße
Britta

@Anlasskleidung Klar trägt man die nicht jede Woche. Umso schöner, wenn deine immer mal wieder ans Licht kommt und du nicht zu jedem Anlass etwas Neues kaufst.

@Pflege der Kleidung! Guter Punkt! Es gilt bei mir tunlichst Kleidung zu meiden, die in die Reinigung muss. Zeit, Kosten, Chemieeinsatz – alles blöd. Für einen Winterwollmantel oder Abendkleid ist das O.K. – für ein Sommerkleid nicht.

„Kleidung für den echten Alltag statt für ein Leben, das du gerne führen würdest.“ – den Satz sage ich mir immer wieder. So oft sehe ich Kleider, die mir sehr gefallen würden, für die es in meinem Leben aber einfach keine oder viel zu wenige Anlässe gibt. Ich habe zwei Kleider im Schrank, die – wenn überhaupt – nur einmal im Jahr zum Einsatz kommen. Hergeben würde ich sie nicht. Aber es braucht definitiv nicht mehr davon. Wenn man sich bewusst macht, was im eigenen Alltag wirklich gut funktioniert, hat man automatisch weniger Schrankleichen im Einkaufskorb. Das mit der Qualität ist das zweite Thema… Einer der Gründe, warum ich am liebsten vor Ort einkaufe. Die Überraschungen der letzten Jahre waren einfach zu frustrierend. Papier ist geduldig – Online-Produktbeschreibungen auch…😉
Liebe Grüße!

Ein sehr nachdenkenswerter Beitrag, liebe Ines. Ich bin auch nicht ganz so minimalistisch unterwegs. Was ich aber gemerkt habe, dass bei weniger Bekleidung mir mehr Kombinationsmöglichkeiten einfallen. Ich glaube, unser Gehirn ist mit Überfluss überfordert. Mir geht es häufig so: ich habe so viele schöne Sachen, was ziehe ich denn heute tolles an.
Ein wenig unsicher bin ich bei Farbkombinationen, z. B. Apricot mit Orangerot. Ich finde es gut, mein Mann schüttelt den Kopf. LG Caro

Dass unser Gehirn von viel Auswahl schneller überfordert ist, als wenn man aus wenigen Sachen kombinieren möchte, sehe ich auch so.

Toll, dass du deine Kleidung so gerne hast.

Apricot mit Orangerot geht super! Zieh es doch einfach an, wenn du ohne deinen Mann unterwegs bist.

Hallo, Caro!
Meine Unterstützung bei apricot mit orange-rot ist dir gewiss!
Liebe Grüße!

Du hast es sehr schön zusammengefasst. Jedenfalls bist du immer gut und hübsch angezogen. Dein Kleiderschrank ist vermutlich viel weniger voll als meiner. Aber ich denke, dass ich trotz meiner Fülle immer schnell etwas Passendes finde, wenn ich es brauche.

Wenn ich nur nach meinem Alltag gehen würde, wären überwiegend Jogginganzüge in meinem Schrank. Den überwiegenden Teil meines Alltags verbringe ich zuhause im Homeoffice.

Damit wäre ich nicht glücklich. Deshalb ziehe ich mich auch zum Einkaufen schön an.

Liebe Grüße
Sabine

Danke für dein Kompliment!

Dein Sortiment an bequemer Kleidung ist das, was andere an Blusen und Pflichthosen im Schrank haben, wenn sie in konventionellem Umfeld arbeiten: Arbeitskleidung. Ich finde deine selbstgemachten Sachen immer besonders schön.

Auch im Urlaub (aus dem ich gestern zurück gekommen bin) ist Minimalismus im Kleiderschrank von Vorteil.
Es ist schnell gepackt, es passt alles zusammen und lässt sich somit auch immer wieder anders kombinieren.
Ganz so minimalistisch wie du bin ich zwar noch nicht, aber ich lerne immer wieder gerne dazu.
Danke für deinen wertvollen Beitrag!

Gern geschehen! Wenn ich in den Urlaub fahre, ist mein Schrank aus dem Saisonbereich nahezu leer :).

Bewahre dir Erholung!

Liebe Ines,
bei den bisschen Minimalisten bin ich auch dabei.
Warum „bisschen“?
Nun ich besitze einen Kleiderschrank mit 120 cm Breite. Da passt alles rein.
Viele sagen ist das wenig …
Ich staune aber immer wieviel Auswahl ich dennoch habe.

Mir reicht das auch vollkommen.
Dabei setzte ich auch gern auf die Klassiker die einfarbig oder gestreift sind.
Ein paar auffallende Kleiderstücke gibt es auch, die kann man dann mit den Basics wunderbar kombinieren.

Herzliche Grüße
Jutta

Solange die Sachen zusammen passen, braucht man nicht viel. Ich bin immer wieder überrascht, was für Berge an Kleidung einige Menschen besitzen und wie wenig sie davon wirklich tragen. Die berühmten 80:20 sind da keine Seltenheit, sondern Standard.

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