Imageberatung: Business-Looks für Hundternehmer

Paul Hütehundmischling

Franziska vom Lieblingsrudel und Pedi von HundeNerd haben sich einen Beitrag zu Business-Looks für Hundternehmer gewünscht. Die Frage entstand auf Facebook im Zusammenhang mit meinem Interview im Hundternehmer-Blog. Heute also ein Beitrag für Hundehalter oder Menschen, die im Hundeumfeld arbeiten.

Jeans + T-Shirt = Beratungsresistenz?

Pedi schrieb, dass sie der Beitrag veranlasst hat, über ihre “(hust) Fashion” nachzudenken und dass der Jeans/T-Shirt-Look wahrscheinlich Zeichen von Beratungsresistenz sei. Franziska bekannte sich ebenso zur Beratungsresistenz, gab allerdings zu, dass wenn sie jemanden hätte, der sie einkleiden würde, sie neue Looks auf jeden Fall ausprobieren würde. Die Herausforderung habe ich natürlich gerne auf Wunschliste 2018 genommen und mache mich hier an die Erfüllung.

Was ist ein Business-Look?

Ein Business-Look ist das äußere Erscheinungsbild, das Du in Deinem Arbeitsumfeld abgibst. Dazu gehören Kleidung samt Schuhen und Accessoires, Frisur und Make-up. Auch wenn die meisten Menschen zuerst bei Business-Outfits an klassische Bürooutfits à la Hosenanzug oder Kostüm denken, ist das weit von der Realität in vielen Jobs entfernt. Business heißt nicht Büro und Büro heißt nicht Hosenanzugpflicht.

Welches Image möchtest Du haben?

Wenn jemand im Hundeumfeld arbeitet – mit Hunden, ihrer Ernährung oder Zubehör zum Beispiel, möchte er sicher einen anderen Eindruck vermitteln als jemand, der einer kaufmännischen Dienstleistung nachgeht. Dennoch ist ein Hundternehmer ein Unternehmer, der am Ende Kunden haben und Gewinn erzielen möchte. Dazu gehört neben Leidenschaft für die Sache ein Erscheinungsbild, das zum gewünschten Image passt. Im Marketingstudium hat mein Dozent Dozenten Andreas Zehnder dazu gesagt:

“Das IMAGE entsteht aus der Ganzheit aller richtigen und/oder falschen Vorstellungen über Dich:

  • Du bist, was Du bist.
  • Du tust, was Du bist.
  • Du zeigst, was Du bist.
  • Du sprichst, was Du bist.”

Ein Ergänzung von mir: Du trägst, was Du bist.

Wofür stehst Du?

Überlege Dir genau, was zu Dir passt. Dazu gehören nicht nur Farben, die zu Deinem Farbtyp oder Image passen, und der Stil der Kleidung, sondern zum Beispiel auch Marken. Passen eher Marken zu Dir, die auf Nachhaltigkeit bei Materialien und Produktion achten? Oder ist eine besonders moderne Ausstrahlung wichtig oder Designermarken passen zu Dir? Überlasse das nicht dem Zufall. Ich mag es zum Beispiel, wenn Marken möglichst nicht zu erkennen sind. Das geht nicht immer, aber in jedem Fall hält mich eine zu laute Markenkennzeichnung vom Kauf ab.

Die Qualität Deiner Kleidung kann Rückschlüsse auf Dein Produkt zulassen, wenn Du eins verkaufst. Wenn Deine Kleidung lose Fäden hat, würde ich keine von Dir gefertigte Leine kaufen, weil ich Bedenken hätte, dass die dann auch bald lose Fäden bekommt. Natürlich hat das eine mit dem anderen nichts zu tun. Ich kann mein Urteil aber nur auf Basis der Informationen fällen, die mir vorliegen. Und dann verbindet mein Gehirn lose Fäden und schließt vom einen Fakt auf die andere Vermutung. Achte also bitte auf Qualtitätsmerkmale guter Kleidung.

Mein Business-Look für Hundternehmer

Ines Meyrose #ootd 20160603 mit Sneakern Kety von Natural Feet / Tessamino, Jeans Please, T-Shirt Armor Lux, Hoodie Bloomings, Lederjacke Lindgroen, Handtasche Krupka - Foto: Gunda Fahrenwaldt

Copyright Foto: Gunda Fahrenwaldt

Ich habe eine Weile überlegt, welches Outfit ich für Dich wähle. Bekanntermaßen habe ich kein Problem damit, selbst Jeans + Ringelshirt zu tragen. Ich finde das keinesfalls per se lieblos kombiniert. Dabei achte ich allerdings darauf, dass die Jeans gut sitzt und das Ringelshirt in bester Qualität ist – siehe Beitrag RADIKAL MINIMAL #6 T-Shirt und Grundausstattung #2 T-Shirts. Darüber, dass beides sauber ist und die Schuhe geputzt sind, brauchen wir nicht zu reden, oder?

Ines Meyrose #ootd 20160228 mit Ringelshirt von Armor Lux, Lederjacke von Lindgroen, Jeans von Please und Camper-Boots

Am Ende habe ich entschieden, dass die rote Lederjacke bei dem Look der entscheidende Faktor ist. Die drei Outfits um die Lederjacke herum sind klassischer, sportlicher oder romantischer durch das Oberteil darunter und die Accessoires. Die Lederjacke im Bikerstil ist zeitlos im Schnitt. Die Farbe verstärkt eine selbstbewusste Ausstrahlung. Und die braucht ein Hundternehmer! Nimm eine satte Farbe, die Dir gut steht. Vom Homeoffice über die Hunderunde bis zum Kundentermin im Hundeumfeld bist Du damit gut angezogen. Fazit:

Trage ein Statement-Teil und lenke damit vom Jeans + T-Shirt Look ab

Ines Meyrose #ootd mit Wollstola Soraya von Eva Schreiber in der Farbe fango

Keine Angst vor roter Kleidung

Hunde sehen Farben anders als Menschen, unser Rot erscheint Ihnen Gelb. Deine Hunde werden keine Angst vor Dir bekommen, wenn Du in der krassen Farbe Rot vor Ihnen auftauchst. Im Beitrag Hundeblick: Wie sehen Hunde die Welt? erfährst Du mehr darüber.

Erste-Hilfe-Tipps

  • Fusselrollen mit Klebefolie entfernen Hundehaare von Kleidung am effizientesten. Nicht umweltfreundlich, funktioniert aber. Oder hast Du einen besseren Tipp für mich?
  • Hütehunde Paul und Amy auf der Rücksitzbank im Skoda CitigoWenn Du Dein Auto ab und an mal mit dem Staubsauger in Berührung kommen lässt. hast Du eine Chance auf einen halbwegs hundehaarfreien Fahrer- und Beifahrersitz (wenn der Hund da sonst auch nicht sitzt) und kommst sauber beim Kunden an. Mein Zausel – hier mit seiner Freundin Amy – fährt auf der Rückbank mit. Eine Matte hält Haare und Staub halbwegs auf der hinteren Bank.
  • Mit einem nassen Wischlappen kannst Du Flecken von Kleidung viel besser entfernen als mit Papiertüchern. Ein weiterer Vorteil an der Lederjacke ist, dass sie unempfindlich ist und nicht schmuddelig wird, sondern Patina bekommt. Bis zu einem gewissen Grad …

Was ist Dein Hundternehmerlook? Was empfiehlst Du den Beiden?

Buchreview: Ihr perfekter Auftritt

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Ihr perfekter Auftritt: Erfolgreich durch Farbe, Stil, Image (Affiliate-Link)
von Waltraud Böhme

An Kleidung und Umgangsformen führt kein Weg vorbei, wenn man beruflich erfolgreich sein möchte. “Wer sich richtig anzieht, zieht die richtigen Menschen an.” schreibt die Autorin im Vorwort so treffend. Oder wie mein Mann gerne sagt: “Jeder bekommt die Kunden, die er verdient.”

Wenn das Außen zum Innen passt

Waltraud Böhme schreibt, dass wer bei Farben und Stil passend gekleidet sei, Komplimente für sich und nicht für sein Aussehen bekäme (Seite 45). Das unterschreibe ich sofort. Der Unterschied zwischen ich finde Dein Kleid schön und ich finde Dich attraktiv ist immens, oder? Um das zu erreichen, kannst Du auf viele Dinge achten.

Farbe

In Teil I stellt die Autorin Farben mit ihren Wirkungsbereichen vor in Kultur, Sprache, Psychologie, Räumen, Kunst und Kleidung. Der allgemeine Teil ist ausführlich, der Teil zu Farbtypen bei Menschen knapp gehalten. Anschauliche Beispiele machen die Texte lebendig. Es gibt im Anhang des Buchs ein Literaturverzeichnis, zu dem mir allerdings die Bezüge in den Texten fehlen.

Stil + Image

Teil I umfasst Stil, Image und Dresscodes. Der Teil zu Stiltypen bei Menschen wird nur kurz angerissen, sechs Seiten inkl. Bildern sind für meinen Geschmack zu wenig dafür. Da entschädigt auch der zweiseitige Persönlichkeitstest im Anhang dazu nicht. Der Teil zu körperlichen Proportionen kommt ebenfalls meines Erachtens nach zu kurz. Auf Dresscodes und Kleidung im beruflichen (Büro-)Umfeld geht die Autorin umfassend ein. Das Thema Image – also der Eindruck, den andere Menschen von uns bekommen – das Bild, das sie sich von uns machen – findet an mehreren Stellen Raum. Die Autorin weist auf für mich angenehme Weise immer wieder darauf hin, dass Kleidung und Auftreten eine große Rolle haben.

Nonverbale Kommunikation

Zum Auftreten gehört neben der Kleidung die Körperspräche in den Bereich der nonverbalen Kommunikation. Mein Gegenüber bekommt einen Eindruck von mir aufgrund von Kleidung, Gestik, Mimik und Haltung. Dann erst hört er irgendwann meine Stimme und vielleicht sogar, was und wie ich etwas sage. In Teil III wird der Bereich Körpersprache anschaulich betrachtet. Entsprechende Umgangsformen schließen das Auftreten ab. Dazu werden Beispiele aus der beruflichen Praxis vorgestellt.

Businesskleidung

Bücher über Farben, Stil und Image gibt es viele. Meine Empfehlungen findest Du dazu bei image&impression unter Tipps & Tricks => Buchempfehlungen. Dieses Buch von Waltraud Böhme wird dort einen Platz darin finden in der Rubrik Businesskleidung für Männer und Frauen, weil der Schwerpunkt des Buchs im geschäftlichen Bereich liegt.

Fazit

Das große DIN A4 Format gefällt mir. Das Buch ist schön aufgemacht und ich spüre beim Lesen die Begeisterung der Autorin für das Thema. Gut gefällt mir ebenfalls, dass Fotos einige Aussagen illustrieren und dass es für Männer und Frauen gleichermaßen geschrieben ist. Wer sich eine professionelle Farb- und Stilberatung sparen und anhand des Buchs selbst erarbeiten möchte, wird dabei meiner Einschätzung nach nicht die gewünschte Anleitung finden. Wer ein Buch für Image und Auftreten sucht, wird gute Anregungen erhalten.

(Affiliate-Link)

Das Buch wurde mir vom R. G. Fischer Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

Buchtipp: heute – schöner: Die besten Tricks und Styling-Tipps der TV-Expertin

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heute - schöner: Die besten Tricks und Styling-Tipps der TV-Expertin (Affiliate Link)
von Eva Köck-Eripek

… und noch ein Buch über Stilberatung & Imageberatung

Du weißt, dass ich die meisten davon gelesen und viele unter Büchertipps vorgestellt habe. Ich lese sie zum einen aus beruflichem Interesse als Imageberaterin. Dabei interessiert mich, wie Kolleg_innen arbeiten und was für Ansichten sie zu bestimmten Aspekten haben. Zum anderen empfehle ich Blogleser_innen und potenziellen Kund_innen gerne Bücher zum Thema, wenn sie (noch) keine persönliche Beratung buchen möchten. In den kommenden Tagen stelle ich Dir noch ein paar neue Bücher dazu vor.

Eva Köck-Eripek ist in Österreich Imageberaterin und Stylingexpertin des ORF in der Sendung HEUTE SCHÖNER!. Die Sendung kenne ich nicht, habe aber das Buch gekauft und gelesen.

Stilberatung und Farben in der Kleidung

Nach einer kurzen Einführung in Stilrichtungen mit einem kleinen Test dazu gibt es einen ausführlichen Bereich zur Wirkung und Einsatz von Farben – unabhängig vom eigenen Farbtyp. Für die Farbtypbestimmung wird eine persönliche Beratung empfohlen, was ich gerne unterstreiche. Für Einsteiger in das Thema ist der Bereich übersichtlich und leicht verständlich gestaltet.

Stylingberatung

Gut gefällt mir das Kapitel “Das richtige Styling”, in dem die Autorin Dos & Don’ts beim richtigen Sitz von Kleidung und deren Details betrachtet, die in den meisten mir bekannten Ratgebern fehlen. Es gibt keine Kategorisierung in Figurtypen, sondern einzelne Aspekte werden betrachtet unter dem Gesichtspunkt, die zu betonen oder davon abzulenken. Das anschließende Kapitel über Accessoires könnte für meinen Geschmack ausführlicher sein.

Die 4 Elemente bei Kleidung

Hervorragend finde ich das Kapitel “Geheimnisse einer tollen Erscheinung”. Die vier Elemente bei Kleidungsstücken – Farbe, Schnitt, Material und Muster – sind kein Geheimnis. Aber es ist eine Kunst, sie jeweils auf persönliche Tauglichkeit zu prüfen und einzuordnen. Dazu gibt die Autorin anregende Beispiele.

Kleiderschrankinventur

Zur Durchführung einer Kleiderschrankinventur, Planung neuer Anschaffungen und der inneren Haltung findest Du zum Abschluss kurze Tipps.

Fazit

Ein lesenswertes Buch für Einsteiger in das Thema. Die pragmatische Art der Autorin gefällt mir. Es findet einen Platz in meinen Buchempfehlungen bei image&impression. Die Zielgruppe sehe ich bei Frauen Ü40, die an Ihrem Kleidungsstil und ihrer Wirkung auf Menschen damit arbeiten möchten. In dem Buch findest Du viele konkret formulierte Fragen an Dich als Leserin zu den jeweiligen Themen, die Dich auf neue Gedanken dazu bringen werden.

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dies & das #9

Ihr seid die Besten

Bachelorarbeit_MeinkenDanke an Euch Leserinnen, dass einige sich für ein Interview für die Bachelorarbeit der Studentin zur Verfügung stellen. Es haben sich 8 Kontakte für Präsensinterviews und ein Skype-Angebot ergeben. Damit dürfte sich etwas anfangen lassen. Ich freue mich, dass Ihr meine Einstellung teilt, dass motivierte junge Menschen zu unterstützen sind.

Es wird bunt

Gutscheinmuster Kreide von image&impression e.K.Bei image&impression gibt es ein neues Gutscheinmotiv. Gutscheine für Beratungen oder Geldbeträge, die bei image&impression gekauft werden, erhalten das Motiv als Vorderseite. Die Rückseite bekommt den individuellen Text für den bestellten Gutschein. Der Austausch eines Druckers zog nach sich, dass die bisherigen Karten im A5-Format nicht mehr von mir auf der Rückseite bedruckt werden können. Ich habe die Veränderung genutzt, um ein neues Motiv im Format DIN lang zu gestalten. Wenn Ihr eine Imageberatung oder etwas anderes von mir verschenken möchtet, sieht der Gutschein dann aktuell so aus.

Pressearbeit

Die neue Frühlingsmode ist in den Läden eingezogen und jedes Jahr stellt sich die Frage: Welche Schuhe trage ich dazu? Dazu habe ich dem dpa Themendienst ein Interview als Stilberaterin gegeben, das in diversen Zeitungen online und offline in einem Artikel zitiert wird. Wer gedruckte Artikel dazu sieht, darf mir gerne einen Tipp geben, weil ich die als Belege sammle. Die erste Online-Veröffentlichung dazu habe ich hier gesehen:

Rhein-Neckar-Zeitung
16. Februar 2016
“Von Purismus bis Folklore: Die Schuhtrends im Frühling und Sommer”
Stilberaterin im Artikel

Freut Ihr Euch auch schon auf den März? Der Frühling naht!

Buchtipp: Frauen und Kleider

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Frauen und Kleider: Was wir tragen, was wir sind (Affiliate-Link)
von Leanne Shapton, Sheila Heti, Heidi Julavits und 561 weiteren

Das Buch geht gerade durch die Presse und weil die Frage, warum Menschen was tragen für mich als Imageberaterin elementar ist, wollte ich es unbedingt lesen und habe es gekauft. Die Autoren haben einen Fragebogen entwickelt und hangeln sich mit über 500 Frauen aus aller Welt gemeinsam dadurch. Es geht um Möglichkeiten, sich mit Kleidung auszudrücken.

International in jeder Sichtweise

Es ist eine “Liebeserklärung an die emotionale Sprache, die Kleider sprechen” (Umschlagseite). Einige Interviewpartner beantworten viele Fragen, oft steht nur eine Frage im Zentrum mit Antworten ganz verschiedener Frauen. Mal ist es ein Satzfetzen, mal eine tiefgründige Betrachtung. Es sind zwar ein paar bekannte Namen dabei, aber die meisten Gesprächspartner sind ganz normale Frauen. Die Auswahl der Frauen ist international – auch in Bezug auf Religionen und deren Kleidungsaspekte sowie Ausdrucksformen von Homo-/Bisexualität und Transgenderfrauen.

Lockere Frauenrunde

Das Buch liest sich wie ein Gespräch mit guten Freundinnen über das, was wichtig ist, was schutzbedürftig ist und schräge Weg, wie wir zu denen wurden, wie wir jetzt gerade sind. Es sind lustige und nachdenkliche Geschichten um Kleider und Menschen. Es ist tiefgründig und leicht zugleich.

Für Leseratten und abends-nur-kurze-ein-paar-Zeilen-Leserinnen

Die Kapitel sind kurz und die Statements lesen sich wie Kurznachrichten. Deshalb kann man das Buch gut sowohl am Stück als auch als eine Kurzgeschichtensammlung immer mal wieder weiter lesen. Mich fesselt es schnell so, dass ich beim Lesen die Zeit vergesse. Beim Lesen bin ich total in die Leben der Frauen eingetaucht, auch bei nur wenigen Sätzen. Die Worte haben mich völlig in ihren Bann gezogen und ihre Emotionen erleben lassen.

Bilder im Kopf

Fotos von ganzen Menschen oder Outfits sind übrigens kaum in dem Buch, es sind eher ein paar Accessoires oder Kleidungsstücke als eine Art Sammlung abgebildet. Die haben für mich allerdings eher den Charakter einer Illustration des Buchs. Der eigentliche Inhalt steht in den Köpfen der Frauen.

Zitate, die mir aus der Seele sprechen

  • “Die, die sich gut anziehen, tun es, weil sie sich Gedanken machen.” (Sheila Heiti, Seite 9) Das passt zu meiner These, dass es keine Zufälle gibt.
  • “Etwas, das mich an Modezeitschriften stört, ist, dass sie Frauen dazu ermutigen, andere Frauen zu kopieren. … Die unwiderstehlichsten Frauen sind die, die herausfallen, die am meisten sie selbst sind und am wenigsten wie andere Frauen.” (Leanne Shapton, Seite 11) Alle spannend gekleideten Frauen, die ich persönlich kenne, haben kein Look-alike.
  • “Frauen in Kleidern erzählen Geschichten.” (Heidi Julavits, Seite 11) Manchmal viel mehr, als man vielleicht preisgeben möchte?
  • “Vielleicht sollten wir das Projekt Kleidergarten nennen.” (Heidi Julavits, Seite 14) Leannes Shaptons Gedanken dazu, dass Kleidergarten einleuchte, weil er mit den Jahreszeiten gehe, man ihn hege und pflege, Unkraut jäte und dünge, finde ich schön. Der Begriff Kleidergarten gefällt mir viel besser als Kleiderschrank.
  • “Menschen mit Stil behalten immer ein Gefühl für diesen potentiellen Neuanfang, das Gefühl, zu wissen, wie es geht, aber auch ständig neu zu lernen, wie es geht.” (Alexander Nagel, Seite 175) Stil heißt nicht, immer das Gleiche zu tun oder machen. Stil unterliegt ebenso wie Mode ständiger Veränderung. Man kann seinen Stil behalten, aber nicht immer die gleichen Sachen tragen oder machen. Alexander Nagel nennt “Stil das Stadium, in dem man die Trennung von Körper und Geist am wenigsten spürt.” (Seite 174). Deshalb sind Menschen, die als stilvoll wahrgenommen werden, oft schwer im Detail zu beschreiben. Es ist nicht ein Detail, es ist das Ganze, das wirkt.

Fazit

Wer sich mit seiner Kleidung, seiner Wirkung auf sich selbst und auf andere, beschäftigen möchte, wird in dem Buch Gedankenanstöße finde. Es hilft, sich selbst zu verstehen.

Warum kleidet Ihr Euch so, wie Ihr es tut?

(Affiliate-Link)

P.S.

Es ist schön, sich in einigen Macken wieder zu erkennen. Ich bin also nicht die Einzige, die nach Möglichkeit alle Etiketten und Labels von Kleidung entfernt (Molly Murray, Seite 225). Neu gelernt habe ich das Wort Schrankstuhl von Nina Moog (Seite 380). Das ist bei mir der, auf dem sich die getragenen Sachen der Woche sammeln, die nicht direkt in den Wäschekorb wandern.

Buchreview: Mein schönstes Ich

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Mein schönstes Ich: Persönlicher Stil als Weg zum Selbst (Affiliate Link) von Veronika Wimmer

Diese Empfehlungen von Amazon auf Basis gekaufter Bücher liebe ich, Datenübertragung hin oder her. Weil ich nur noch selten in den Buchhandel vor Ort gehe, bekomme ich viele Neuheiten mit bei Themen, die mich interessieren – unter anderem Bücher über Typberatung. Diese neue Buch zum Thema von Veronika Wimmer, Gründerin von ImagoBerlin, ist insofern spannend, als dass es eine wirkliche Ergänzung zu anderen Büchern am Markt darstellt. Deshalb habe ich mich gefreut, dass der Kreuz-Verlag (Werbung) mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Ganzheitlicher Ansatz

Veronika Wimmer beleuchtet viele interessante Aspekte, wie sich Frauen und Männer nach Außen so zeigen können, wie sie sich Innen fühlen. Der Blick auf Körper und Seele ist dabei stets liebevoll und wertschätzend. Mein erster Gedanke, dass das Buch etwas esoterisch sein könnte, hat sich (zum Glück) nicht bestätigt. Veronika Wimmer ist Hakomi-Therapeutin und das ist der Sprache zu spüren, z.B. an der typischen Therapeuten-Formulierung “was braucht’s”. Wer sich daran nicht stört, kann in Inhalte eintauchen, die sicher auch gerade wegen dieses Backgrounds so tief- und feinsinnig sind.

“… Kleidung ist der Spiegel seiner inneren Haltung und ein Symbol dessen, was der Mensch über sich selbst denkt.” (Veronika Wimmer)

Dem kann ich nur zustimmen und jeden ermutigen, sich auf die Reise zum Ich zu machen. Die im Buch zitierten Worte von Johannes Itten “Einen Menschen zu seinen Farben führen heißt, ihn zu sich selbst zu führen.” kann ich ebenso unterstreichen. Denn jemand, der seine Farben trägt, hat eine ganz besondere Ausstrahlung. Im Buch werden Anregungen gegeben, anhand eines Vier-Parameter-Systems die eigene Farbpersönlichkeit zu entdecken. Am Ende kommen dann 26 Grundtypen heraus, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte.

Stilwelten

Die Stiltypen der Autorin sind erheblich breiter gefächert als die sonst übliche grobe Einteilung in sportlich-romantisch-klassisch-extravagant. Sie stellt viele individuelle Stilwelten vor, die häufig eine ungewöhnliche Mischung ergeben, so dass gerade Personen, die sich im üblichen Schema nicht wiederfinden, ihren Platz finden können. Meine Stilwelt ist nach dem Buch übrigens klar-schlicht, sinnlich, natürlich und still.

Für Farb- und Stilwelten werden prominente Personen beispielhaft aufgeführt, um eine konkrete Vorstellung zu bekommen, ob es auch zu einem selbst passt. Leider sind keine Fotos dabei und ich kenne mindestens 20% der Personen nicht (mein Mann auch nicht und wir haben sehr unterschiedliche Interessen).

Proportionen harmonisieren

Ein Kapitel beschäftigt sich mit dem Thema Proportionen. Es werden konkrete Tipps gegeben, wie welche Körperbereiche durch schaffen und verringern von Volumen, Streckungen und kleinen Änderungen auszugleichen sind. Zeichnungen verdeutlichen das anschaulich.

Eigener Stil im Job

Das Kapitel Stil im Beruf könnte für meinen Geschmack etwas aussagekräftiger sein. Damit meine ich keine Beschreibung von Dresscodes oder Must Haves (was beides kein Thema dieses Buchs ist), sondern gerade für Individualisten, die sich in dem Buch wieder finden werden, konkrete Tipps, wie sich die persönliche Stilwelt im Arbeitsumfeld abbilden lässt, wenn es da optische Widersprüche oder eben doch Dresscodes gibt.

Fazit

Ein spannendes Buch für alle Leser_innen, die Ihren Kleidungsstil verfeinern und Ihre Ausstrahlung verstärken möchten.

Die Aussagen der Autorin sind zum Teil ziemlich komplex verschachtelt und für Einsteiger ins Thema oder Endverbraucher meiner Einschätzung nach nicht immer ganz zu verstehen. Wer sich mit dem Thema Farben und Stil in der Kleidung schon etwas auseinandergesetzt hat, wird jedoch mit Sicherheit spannende Anregungen und Impulse finden, die den eigenen Horizont hier und da etwas erweitern.

(Affiliate Link)

Das Buch habe ich gerne in dieses Amazon-Affilaite-Link-Widget aufgenommen*

Spricht Euch das Buch an?

  1. * Falls die Liste nicht erscheint, bitte einen Moment warten – das Widget braucht ein bisschen für die aktuelle Erstellung. Wenn trotzdem nichts zu sehen ist, bitte eine E-Mail an mich senden. Dann maile ich gerne ein PDF der aktuellen Bücherliste. []

Gelesen: Finde Deinen Stil

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Finde deinen Stil - Farbe, Stil und Styling für Einsteiger (Affiliate Link)
von Imageberaterin Anneli Eick

Immer diese Vorschläge von Amazon: Wer das gekauft hat, hat sich auch dafür interessiert … und schon wieder habe ich ein neues Buch gekauft … Schließlich interessieren mich Bücher zum Thema Typberatung aus eigenen Sicht als Beraterin und Sicht meiner Leser_innen und Kund_innen. Dieses Buch hat als Zielgruppe Frauen, die eher Einsteiger ins Thema sind.

Anneli Eick schreibt selbst in der Einleitung, dass es viele Bücher zu diesem Thema gibt und die Inhalte für Leserinnen oft schwer zu umsetzen sind. Kleidung ist optisch und haptisch – somit schwer in Buchstaben zu verpacken. Außerdem kann kein Buch alle Leserinnen ansprechen und alle Fragestellungen zum Thema aufgreifen. Da stimme ich meiner Berufskollegin zu: Die Bücher sind entweder zu speziell oder zu allgemein. Das ist auch der Grund, warum mein eigener Buchentwurf zu diesem Thema noch bei weitem nicht präsentabel ist. Umso gespannter war ich zu lesen, wie die Autorin das Problem lösen wird.

Es gibt in meinem Blog auch wieder mal Kommentare, dass man solche Beratung nicht bräuchte oder solche Bücher nicht lesen würde. Da kann ich nur sagen: Super! Herzlichen Glückwunsch! Wer von Haus aus ein Gespür für Äußeres mitbekommen hat und sich Techniken, z.B. zum Schminken, im Elternhaus oder bei Freundinnen abgucken konnte, hat es gut. Es gibt aber auch Frauen, die das nicht gelernt habe. So kommt es, dass mich 40jährige für Make-up-Beratungen buchen und sich kaum trauen zu gestehen, dass sie nicht wissen, wie man Lidschatten aufträgt oder Mascara. Das sind dann auch die Kundinnen, die mich wegen meines recht natürlichen Looks bei Make up auswählen. Doch zurück zum Buch: Genau für solche Einsteiger, die sich dem Thema vorsichtig nähern wollen, ist es geeignet, um sich einen Überblick zu verschaffen.

Das Buch aus dem Stiebner Verlag gibt einen Einblick in Farbtypen und Stiltypen. Problemzonen werden nicht näher behandelt. Die Stiltypen sind meiner Meinung nach etwas merkwürdig definiert, damit meine ich z.B. den Fokus auf der Körperlänge. Bei Ausschnittempfehlungen wird die Gesichtsform nahezu außer Acht gelassen. Bei den Stiltypen sind fast nur grazile Frauen beschrieben, aber nicht jeder mit etwas mehr hat eine Rubens-Figur und ist über 1,70 m. Das Buch ersetzt keine persönliche Beratung, weil das Problem – wie immer dabei und auch bei Online-Tests – die eigene Einschätzung und Interpretation ist.

Zur Kleiderschrankinventur gibt die Autorin hilfreiche Tipps, z.B. eigene Sachen zu fotografieren und Collagen damit zu basteln. Das wird schön anschaulich beschrieben und ist eine nette Anregung. In Internet machen das einige gerne mit Polyvore. Mit den eigenen Kleidungsstücken und Accessoires ist das jedoch unter Umständen viel hilfreicher.

Es gibt viele Stylingtipps für Accessoires, die ich sehr gelungen finde. Am besten gefällt mir an dem Buch, dass es so reich bebildert ist. Zu jedem Stiltyp gibt es viele Fotos von z.B. passenden Tops, Shirts, Pullovern, Strickjacken, Blusen, Hosen, Westen, Röcken, Kleidern, Blazern, Schuhen und Accessoires. Da die Fotos alle von ALBA MODA sind, gehen sie eher in eine etwas damenhaftere Richtung. Trotzdem sind die unterschiedlichen Stilrichtungen deutlich zu erkennen. Fotos haben den Vorteil, aktuelle Mode zeigen zu können. Der Nachteil liegt darin, dass das Buch in einigen Jahren optisch überholt wirken wird – was bei dem zeitlos erfassten Thema nicht nötig wäre.

Fazit

  • Für Einsteiger, die kein konkretes Beratungsergebnis wünschen: lesenswert.
  • Für Frauen, die schon mal typberaten wurden und eine Auffrischung wünschen: vielleicht lesenswert. Kann mal wieder neue Inspirationen geben – aber auch verwirren mit den diversen Stiltypmischungen, die vorgestellt werden.
  • Für Berater_innen: Nichts Neues. Aber das ist auch nicht der Anspruch des Buchs.

Deutliche, klare Aussagen machen das Buch leicht lesbar, einige Leserinnen werden sich an vielen soll und müssen stören. Wenn man das überliest und für sich lockerer interpretiert, macht das Lesen Spaß. Die Leidenschaft der Autorin für das Thema wird nicht nur in vielen Ausrufungszeichen deutlich.

Was ist Eure Erwartung an solche Bücher?

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Diese Bücher zum Thema finde ich lesenwert – Amazon-Affiliate-Link-Widget

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