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Lifestyle Persönliches

Auf meinen Teller kommt kein …

  • Rindfleisch (außer bei gemischtem Hack), Lamm, Pferd, Wild samt Kaninchen und Hasen, Innereien, Zunge, Füße, Eisbein, Weißwurst, Leberwurst, Blutwurst und alles andere aus der Ecke, Pasteten, kalte Hackbällchen, alles in Aspik
  • Wachteln, Strauss
  • Schnecken
  • Thunfisch, Tintenfisch, Aal, Dorsch, roher Fisch (also Sushi), eingelegter Fisch wie Matjes und Hering, Fischbrötchen außer mit Lachs, Labskaus
  • gekochte und gespiegelte Eier, glitschiges Rührei (also keine Carbonara)
  • herzhafte Geschmacksrichtung süß-sauer
  • Mayonnaise (auch nicht in Salat- oder Grillsoßen), Remoulade, Butter oder andere Streichfette auf Brot (außer wenn die Butter geschmolzen ist wie bei Knoblauchbrot)
  • kalter Käse (aber gerne geschmolzen auf Aufläufen und Nudelsoßen)
  • Kapern, Sardellen, Oliven (außer deren Öl, das liebe ich), Peperoni (außer getrocknet zu Chilipulver gemahlen), süßer Senf
  • Estragon, Anis, Meerrettich, Wasabi, Ingwer
  • rote Beete, Staudensellerie, Fenchel, Kürbis (nur püriert in Suppen)
  • Bananen, Birnen, Litschi, Physalis
  • Schwarz- und Vollkornbrot, belegte Schnittchen (dann ich esse lieber trockene Brötchen)

Nur in kleinen Mengen esse ich …

  • rohe Tomaten (außerdem müssen sie immer entkernt sein, auch wenn sie gekocht sind), Wurzeln, Paprika, Zwiebeln – das alles gegart liebend gerne in großen Mengen
  • Avocado
  • rohes Obst

Die kleinen Mengen haben nichts mit Geschmack zu tun, sondern weil ich davon einen kratzigen Hals bekomme – Kreuzallergie mit Heuschnupfen. Diese Sachen mag ich durchaus gerne.

Warum diese Anti-Liste?

Wir waren kürzlich zum Grillen bei Nachbarn eingeladen, die mich nicht so gut kennen. Es kam vorab die Frage, ob es etwas gibt, was wir gar nicht essen. Solche Fragen sind der pure Stress für mich, denn wer bereut nicht umgehend, eine Einladung ausgesprochen zu haben an jemanden, der mit einer solche Liste auf die Frage antwortet?

Nun ist beim Grillen ja das Gute, dass man seinen Teller selbst befüllt und nicht zu nehmen braucht, was man nicht mag. Außerdem haben wir eine Gemüsebeilage und den Nachtisch mitgebracht, ich würde also in jedem Fall satt werden. Wenn bei fremden Menschen oder in Lokalen bei Geschäftsessen vollständig aufgefüllte Teller serviert werden, kann das schon anders aussehen.

Ich wollte mich also um die Antwort drücken, kam damit aber nicht durch. So habe ich dann spontan angefangen, diese Liste zu erstellen und einen Blogbeitrag daraus zu machen. Wenn das nächste Mal jemand fragt, versende ich den Link. In der Hoffnung, dann nicht ausgeladen zu werden.

Damit mir das nicht wieder passiert

Die lustigste Geschichte dazu fand vor vielen Jahren bei Freunden statt, als wir uns noch nicht so gut kannten. Wir wurden vorab gefragt, ob wir Lamm essen. Mein Mann ja, ich nein. Ich sagte, dass ich gerne Beilagen esse und mich Ofenkartoffeln und Gemüse, was es dazu geben sollte, vollständig glücklich machen würden. So ist es nämlich: Ich brauche keine Extrawurst, ich möchte einfach nur das essen, was ich mag, und Beilagen liebe ich.

Wir waren also bei den Freunden und irgendwann rief der Mann aus der Küche, wie ich mein T-Bone-Steak haben wollen würde. Ich rief zum Scherz rare – in der Annahme, dass es eine Scherzfrage sein, denn das ich seit 35 Jahren kein Rindfleisch – außer in gemischtem Hack – mag und erst recht nicht mit dem Hauch eines Bluttropfens auf dem Teller, weiß wirklich jeder. Dachte ich.

Dann sah ich, wie er ein riesiges Steak in Richtung Pfanne befördern wollte und rief halt. So hatten die beiden am nächsten Tag ein großes Mittagessen, ich durfte endlich zufrieden sein mit den Beilagen und seitdem ist die Geschichte ein Running Gag.

Wenn Du Dich fragst, was meine Eltern falsch gemacht haben: Die haben alles versucht und spät aufgegeben. Viele der Dinge mochte ich sogar als Kind, aber als Teenager irgendwann nicht mehr. Dafür mag ich jetzt andere Sachen, Spinat zum Beispiel, die ich als Kind nur unter Tränen gegessen habe. Und ich habe all diese Sachen probiert, teilweise mehrfach.

Es gibt noch allerdings etwas, dass ich nicht einmal probieren möchte: Froschschenkel, rohe Austern, Würmer und Insekten jeglicher Art.

Gleiches Recht für alle

Weil ich mich freue, wenn Freunde sich merken, was ich gar nicht mag, gebe ich mir im Gegenzug natürlich genauso Mühe, mir die Abneigungen und Besonderheiten zu merken. Ich weiß also genau, wer keinen Senf, Zimt, Bananen, Rosenkohl, Tomatenkerne, Himbeeren, Hühnereiweiß, rohe Äpfel oder Haselnüsse essen möchte oder darf.

Damit ich Gäste bei uns im Haus nicht in die Lage bringe, vor einer geschmacklichen Grässlichkeit zu sitzen, frage ich nicht so vertraute Menschen immer vorher, ob sie wissen möchten, was es gibt. Wer Überraschungen möchte, hat selbst schuld.

Alle anderen bekommen die Rezepte oder Angaben zu den Grundzutaten vorab gesendet mit der Bitte O.K., leichte Änderungswünsche oder neue Vorschläge. Das erhöht die Chance auf zufriedene Gäste am Tisch deutlich.

Niemand mag alles

Viele Menschen sagen, dass sie alles essen würden. Mein Mann gehört zu denen. Aber wenn man jemanden besser kennt, kann die Liste der Dinge, die nicht unbedingt sein müssen, auch schnell ziemlich lang sein. Alles, was ich mag, findest Du übrigens in meinem Foodblog Leckerei bei Kay.

Was isst Du gar nicht?


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30 Antworten auf „Auf meinen Teller kommt kein …“

Gar nicht, also überhaupt niemals, esse ich Frösche und Schnecken. Der Pressesprecher einer italienischen Firma hat bei einem Besuch dort mal zwei Tage lang versucht, Schnecken in mich reinzuquatschen. Er hat es nicht geschafft.
Ansonsten gibt es natürlich Dinge, die ich nicht soooo gern mag, aber grundsätzlich esse ich tatsächlich eine Menge Dinge bzw. probiere sie wenigstens.
Andernfalls würde ich hier auch verhungern. Ich habe nämlich keine Ahnung, was in meinem täglichen Essen drin sein wird – das Kind kocht und ich esse lediglich. Und das Kind experimentiert sehr gern und isst halt alles – außer, es kommt vom Tier. Ergo: Ich habe im letzten Jahr die Erfahrung gemacht, dass
a) vegane Küche sehr, sehr lecker ist und
b) Dinge, die auf meiner Beliebtheitsskala nicht so ganz weit oben standen wie etwa Fenchel oder rote Beete durchaus sehr lecker sein können – es kommt halt auf die Zubereitung an.

Liebe Grüße
Fran

Schnecken hat man mir mal untergejubelt als Pilze in Kräuterbutter. Ich fand das so widerlich, dieses gummiartige Zeug im Mund. Genauso ging es mir mit kleinen Tintenfischen. Dabei fällt mir noch was ein für den Teil der Sachen, die ich nicht mal probieren möchte: rohe Austern.

Dass es bei einigen Sachen auf die Zubereitung ankommt, finde ich auch. Rosenkohl ist dafür ein gutes Bespiel. Zwischen total verkocht bis nur kurz in Blattform in Butter geschwenkt liegen Geschmackswelten.

Hallo Ines,
je exotischer, desto nein.

Froschschenkel, Würmer, usw. nicht mal ein Gedanke dran, aber auch Schnecken, Meeresfrüchte, Austern, usw. – nein.

Ansonsten ist meine Nicht-essen-Liste nicht so lang. Lamm und Kaninchen mag ich auch nicht.

Je einfacher, desto lieber.
Ein Teller Pellkartoffeln mit grüner Soß’, als Nachtisch Milchreis mit Zucker und Zimt und ich springe auf die Einladung an.

Dann gibt es natürlich Sachen, die ich lieber esse und welche, die ich nicht so gern mag. Eine Abneigung habe ich wirklich gegen die oben genannten.

Was gar nicht geht, ist einem etwas unterzujubeln, wie in deinem Fall Schnecken als Pilze. Finde ich nicht gut. Allein die Höflichkeit würde es mir verbieten, das sofort auszuspucken.

Liebe Grüße
Claudia

Bei den Schnecken wusste ich erst nach dem Schlucken, was das war. Da bin ich dann ziemlich ausgeflippt, dass derjenige das gewagt hat.

Auf die Idee, Würmer zu essen käme ich auch nicht. Bei Muscheln habe ich mich lange geweigert, sie zu probieren, weil ich Angst vor der Konsistenz hatte (dass sie wie bei Tintenfisch wäre). Eine Freundin, die meine Essensgewohnheiten seit über 35 Jahren kennt, hat mich dann mal überredet, Venusmuscheln zu kosten, die sie auf ihrer Pasta hatte, und mir hoch und heilig versprochen, dass die Konsistenz eher wie bei gebratenen Scampi wäre (die ich liebe). Was soll ich sagen: Sie hatte recht. Danach habe ich mich dann auch an andere Muscheln herangetraut. Gegarte Austern könnte ich mir also sogar vorstellen zu kosten, aber keine rohen. Eine Zeitlang habe ich Pasta mit Vongole dann wirklich ganz gerne gegessen, aber ich vertrage von den Muscheln nur kleine Mengen, sonst rutschen sie durch.

Die einfachsten Gerichte sind mir auch die liebsten. Pellkartoffeln mit Kräuterquark oder auch einfach nur mit geschmolzener Butter und Meersalz könnte ich ständig essen – mein Mann zum Glück auch.

PS: Habe eben beim Einkaufen endlich Bananen gesehen, damit der Beitrag jetzt auch passend illustriert ist :). Die Frau im Gemüseladen hat gelacht, als ich ihr gesagt habe, wofür ich das Foto gerne machen würde, und gerne zugestimmt.

PPS: Das war auf dem Rückweg von der zweiten Corona-Impfung. Endlich war der Termin … ich habe sooo darauf gewartet. Jetzt möge es bitte noch ohne doofe Nebenwirken verlaufen und irgendwann gibt es ja vielleicht auch sogar mal wieder digitale Impfzertifikate …

Also Bananen und Apfelsinen mag ich sogar sehr gern, am liebsten im Obstsalat. Das war nett von der Gemüseladenfrau. 🙂

Dann wünsche ich dir, dass du die zweite Impfung gut verträgst. Schon’ dich ein bisschen und mach’ langsam.

Die digitalen Impfzertifikate wird es irgendwann sicher wieder geben. Wenn das alles wieder freigeschaltet ist. Du weißt ja, wir leben im digitalen Zeitalter ( außer mir, ich lebe analog, wo ich kann ), das wird sicher wieder möglich sein. Manche Arztpraxen stellen für ihre Patienten auch Impfzertifikate aus.

Hauptsache, du verträgst die Impung. 🙂 Der herkömmliche Pass gilt ja auch.
LG

Das ist eine klare Ansage und macht es Gastgebern einfacher.
Bei Einladungen, die wir geben, versuchen wir immer ein Hauptgericht, aber wenigstens Beilagen zu bieten, die sehr weit verbreitet sind und meistens den Geschmack treffen. Bei uns im Süden sind das oft Kartoffeln oder Knödel (im Fränkischen Klöße) und Salat. Kürzlich bei unserem großen Fest hatten wir die Speisekarte entsprechend gestaltet und natürlich auch vegan und vegetarisch dabei. Der Renner aber war halt doch das fränkische Schäufele (von der Schweineschulter) mit Kloß und Salat. 🙂
Wir kochen auch sehr gern etwas mit Reis oder Couscous und mit viel Gemüse und Putenfleisch oder Hühnchen. Das mögen unsere Gäste auch gern. Und Fleisch kann man ja weglassen, wenn man möchte.
Grillen ist auch einfach, weil man ja Gemüse auch so gut grillen kann, wie Du schon schreibst.
Einem etwas unterzujubeln finde ich ganz ungut. Geschmack ist eben verschieden und das sollte man respektieren.
Ich mag auch keine Meeresfrüchte und Tintenfische, Schnecken und Froschschenkel… Aber ich mag Fisch.
Je älter ich werde, desto kleiner wurde meine “Magichnicht-Liste”. Mein Geschmackserleben hat sich wesentlich erweitert. Das finde ich sehr schön.
Herzlich, Sieglinde

In der Konsistenz – denn die ist neben dem Geruch (ich kann den Geruch von Bananen noch nicht im Raum ertragen, wenn jemand in Seminar eine Bananenschale in den Mülleimer im Raum wirft, stelle ich den Eimer vor die Tür) ein wichtiger Faktor – finde ich Meeresfrüchte und Tintenfisch erheblich anders als Fisch mit Gräten (wie man die Abgrenzung auch immer nennt). Dass ich keinen Dorsch mag, habe ich in einer quasi Blindverkostung kennengelernt. Bei Pannfisch kommen verschiedenen gebratene Fischfilets auf den Teller (das, was wie Küche am dem Tag gerade so über hat). Da hatte ich zweimal einen Fisch dabei, den ich gar nicht mochte, den ich mein Mann mir abgenommen hat, der ihn lecker fand. Beim zweiten Mal habe ich gefragt, was das ist und die Information bekommen, dass es Dorsch ist. Bei Thunfisch ertrage ich weder Geschmack noch Konsistenz noch Geruch. Hellen Fisch und Lachs hingegen mag ich gerne. Alles immerhin durch Probieren herausgefunden …

Bei Euch würde ich bestimmt immer etwas Leckeres finden!

Letztes Jahr haben wir ja eine geführte Tour durch die gute Küche von Nürnbergs Altstadt gemacht und ich habe es auch verbloggt im letzten November. Das Essigbrätlein, ein echt fränkischer Name, hat sich 2 !! Sterne erkocht und das praktisch “nur” mit Gemüseküche. Das ist einfach großartig. Und wir durften auch was probieren, so edel! Zu meinem Geburtstag bekam ich nun dort ein Essen von meinem Mann geschenkt… das wird bestimmt wunderfein!***

Hallo Ines, ich esse keine Meeresfrüchte, keinen Tintenfisch und keinen Hering. Außerdem esse ich kein Schweinefleisch. Damit hatte ich mal ein unschönes Erlebnis. Ich war mit meinem Ex-Partner zu einem Grillabend bei einem Kollegen von ihm eingeladen. Nicht zum ersten Mal und die Gastgeber wussten, dass ich kein Schwein esse und hatten das sonst auch berücksichtigt. An dem besagten Grillabend mit vielen Gästen gab es Spanferkel am Spieß, ausschließlich. Dazu nur trockene Brotscheiben und ein wenig Bohnensalat, der kaum für alle Gäste gereicht hat. Als die Gastgeberin mein entsetztes Gesicht sah, meinte sie, es gebe diesmal nur Spanferkel und ich müsste halt sehen wie ich satt werde. Pizzaservice war damals leider noch nicht so verbreitet, sonst hätte ich mir auf eigene Rechnung eine Pizza bestellt. Ich bin dort nie wieder hingegangen. Seitdem nehme ich mir immer etwas zum Grillen mit, wenn wir eingeladen werden. LG Caro

Das ist wirklich ein unschönes Erlebnis. Das war von der Gastgeberin gar nicht nett. Die hätte ich auch nicht gerne wieder besucht. Wir waren auf dem Rückweg vom Grillen schon zweimal im Imbiss unterwegs auf dem Weg nach Hause, weil das Essen auch nicht gereicht hat. Einmal kann einem das bei einer Feier ja passieren, aber zweimal? Es war derselbe Haushalt, in dem das passiert ist …

Was zum Grillen selbst mitzunehmen, ist in jedem Fall eine gute Lösung.

Ich verhungere oft bei Barkassenfahrten bei Veranstaltungen, wenn es auf einem Schnittchen anstatt dem angekündigten Buffet mit (für mich) leckeren Sachen gibt. Ist mir schon mehrfach passiert. Seitdem nehme ich auf solche Veranstaltungen eigene Brötchen und eine Dose mit Mandeln für Notfälle mit … auf dem Schiff hat man sonst nämlich auch verloren, da liefert keiner hin …

Liebe Ines, ich esse alles sooo gerne. Aber ich darf nicht.
Ich habe eine starke Histamin Intoleranz, die bis zu Ohnmacht führen kann. Nach 7 Jahren Odyssee bei Ärzten und in Kliniken kam das vor ein paar Jahren endlich raus . Seitdem geht es mir deutlich besser.
Die Liste, was ich nicht vertrage ist sehr lang…
Immer eine Herausforderung für Gastgeber, aber ich will auch keine Extrawurts und bringe was mut. Gute Freunde wissen Bescheid und fragen immer nach, was ich sehr liebevoll finde, aber es ist nicht selbstverständlich und ich erwarte es auch nicht.
Ich selber frage auch immer nach, wenn ich einlade.
Das ist kein Problem, sich darauf einzustellen.
Dein Beitrag ist super und hat mich ermutigt.
Alles Liebe, Angie

Freut mich, dass der Beitrag Dich ermutigt hat! Es gibt immer einen Weg, der alle am Tisch zufrieden macht. Ich stelle mich beim Essen auch gerne auf meine Gäste ein.

Liebe Ines

ich gebe zu, ich habe manchmal Probleme mit den Essenswünschen in meinem Bekanntenkreis. Das hängt aber weniger mit dem zusammen, was die Leute nicht essen, als mit den damit verbundenen Eigenarten.

Zum einen mag ich es gar nicht, wenn man aus dem eigenen Essverhalten ein Tischthema machen möchte. So interessant ist niemand, dass er eine Tischgesellschaft mit ausführlichen Schilderungen beschallen muss, warum er was nicht isst und weshalb bloss der andere solche Sachen essen kann.

Zum anderen mag ich es nicht, wenn die Fraktion der Nichtesser meinen Teller naserümpfend betrachtet (was? das isst du?) oder alternativ ungefragt und herzhaft probiert.

Ansonsten suche ich gerne nach einem Gericht, was alle mögen.

Schnecken und kleine Vögel esse ich auch nicht, Austern kann ich nichts abgewinnen. Mir ist da ein gemischter Salat viel lieber.

liebe Grüße

Verena

„Zum einen mag ich es gar nicht, wenn man aus dem eigenen Essverhalten ein Tischthema machen möchte.“

So geht mir das auch, deshalb wollte ich auch nicht gerne sagen, was ich alles nicht essen würde.

Bei uns Bekanntenkreis finde ich inzwischen eher die Getränkevorlieben schwierig als die Essensvorlieben. Mal ist es lieber dieses alkoholfreie Bier, beim nächsten Mal aber das, Bier-Mix-Getränke und Hefeweizen gibt es bei uns nie, weil wir da die übrigen Flaschen nie trinken würden. Da habe ich schon darum gebeten, spezielle Getränkewünsche bitte selbst mitzubringen. Bei uns gibt es Leitungswasser, Apfelsaft, Orangensaft, Rotwein, Weißwein, meinetwegen auch Rosé, Prosecco Portwein, Aperol und Whisky (nicht für mich). Das sollte im Normalfall reichen, oder?

Liebe Ines,
Das ist in der Tat eine lange Liste. Aber was ich mag ist, dass du dich dann auch ‚nur‘ mit Beilagen ‚zufriedengibst‘. Und dass du jetzt einen Link verschicken kannst..
Ich werde im Alter experimentierfreudiger, aber es gibt no-gos: Schnecken, Muscheln (Allergie), Sushi, Aal, Krabben, Kaviar, Eisbein.. wahrscheinlich auch anderes, aber das fällt mir spontan ein.
Hab einen schönen Tag und liebe Grüße
Nicole

Oh, Eisbein mag ich auch nicht … das könnte ich auch noch ergänzen … und alles in Aspik … aber sowas bekommt man auch ja eher selten vorgesetzt, es sei denn man geht zum Hamburger Eisbeinessen der Schiffsmakler und Reeder … da gab es aber auch immer eine Alternative zum Eisbein … zum Glück!

Liebe Ines, das ist eine lange Liste. Ich esse auch einige Sachen nicht, sei es weil sie mir nicht schmecken oder weil sie mich ekeln. Das Ekeln ist hauptsächlich bei tierischen Produkten. Da habe ich oft Probleme wenn ich drüber nachdenke. Schnecken, Frösche, Insekten, die meisten Meeresbewohner esse ich nicht. Lamm, Kalb, Hase, Innereien, Huhn geht grad so…. kann ich nicht essen. Zu süß, zu jung… vegetarisch ist für mich oft die beste Variante. Obst und Gemüse liebe ich. Pasta, Reis, Kartoffeln am liebsten ganz unkompliziert zubereitet.
Am liebsten habe ich wenn ich einfach essen darf was ich möchte und niemand drauf achtet. So wie Du Dir das wünschst.
Endlich die 2. Impfung! 😁 Impfzertifikate gibts bei uns immer noch. Im Norden nicht? Ich erstelle täglich so einige.
Liebe Grüße Tina

Hase kann auch direkt auf meine Liste. Wenn ich nicht so viel sagen will, was ich nicht esse – bei Überraschungsmenüs in Restaurants zum Beispiel (nicht, dass ich sowas freiwillig bestellen würde, aber als Gast passiert einem das ja manchmal), sage ich meistens, dass ich vegetarisch essen möchte. Das umschiftt viele Gefahren.

Die Praxis stellt keine Zertifikate aus und die Apotheken dürfen gerade nicht wegen der Sicherheitslücke, die vor einer Woche aufgedeckt wurde.

Meine Freunde und die Familie wissen Gott sei Dank, was ich mag und was nicht. Es wird sogar für mich immer eine Portion Salat ohne Tomaten abgefüllt. Das finde ich sehr nett. Ansonsten ist aber meistens immer etwas dabei, was ich gern esse. Bei Fleisch bin ich nicht wählerisch. Schweinefleisch mag ich zwar nicht so gern, esse es aber. Mit Obst kann man mich insgesamt jagen. Bei Nachtisch mit Obst verzichte ich einfach oder frage, ob ich eine Portion Eis ohne Obst bekommen kann. Muscheln und Schnecken sind ebenfalls nicht meins. Calamaris beim Griechen mit Knobisoße schon.

Liebe Grüße Sabine

Gut so, dass Deine Vorlieben bekannt sind. Bei Salat kann man ja auch ein bisschen fischen, wenn man was davon nicht möchte. Wenn Tomaten, Oliven, rohe Zwiebelringe (Peperoni gehören auch noch auf die Liste …) bei mir landen, zum Beispiel beim Griechen beim Beilagensalat, wandern die vorm Essen direkt auf den Teller meines Mannes herüber. Der freut sich!

Hui, das ist wirklich eine lange Liste.

Dagegen erscheine ich ja geradezu pflegeleicht: Ich esse seit ca. 30 Jahren keine Tiere. Auch keine Bestandteile, z.B. Gelantine.

Ansonsten theoretisch alles. Nur ungern: Kohl jeglicher Art, rohe Paprika, überreife Bananen, Weißbrot/helle Brötchen.

Ja, gegen mich ist da fast jeder pflegeleicht 🙂 .

Ohne Kohl ist saisonale, regionale Ernährung im Winter ja auch nicht gerade einfach. Magst Du Möhren und Kartoffeln?

Danke für die Liste, ich werde mich erinnern, wenn du eines Tages bei mir eingeladen bist!
Ich habe zwei Gruppen von Freunden, die sich jeden Monat zum Mittag- oder Abendessen treffen. In diesem Fall weiß jeder bereits, was jeder mag und was nicht.
Ich bin da ganz pflegeleicht, esse fast alles, aber da gibt es so einiges was ich nicht mag, wie z.B. Sushi, Rosenkohl, wovor es mich ekelt und was ich nicht mal anfassen würde, z.B. Blauschimmelkäse, Blutwurst, Zunge, Innereien, Schnecken, usw.!
Liebe Grüße,
Claudia

🙂

Endlich nochmal jemand außer mir, der kein Sushi mag!

Zunge … absurde Vorstellung. Füße kommen mir auch nicht auf den Tisch.

Meine Liste ist noch erheblich länger 🙂 Wenn jemand mich fragt, sage ich meist, ich esse vegetarisch (was es am besten trifft) oder vegan (da kann dann eigentlich nichts mehr schief gehen, weil glibberige Eier dann auch nicht passieren. Allergien habe ich tatsächlich keine, aber ich mag schlicht kein Fleisch und keine weichen Eier. Früher war das bei Einladungen echt ein Drama und immer Thema, heute ist die Akzeptanz deutlich höher.
Meine Eltern haben auch viel versucht-erfolglos. Meine Schwester ißt übrigens alles (wenn auch nicht alles gerne, schätze ich mal). Meine jüngste Tochter hat sich bezüglich Vorlieben mir angepasst, meine Große und ihr Mann leben vegan. Und mein Mann hat diverse Allergien. Also gar nicht so einfach, uns einzuladen 🙂
Wie schon erwähnt, ist die Akzeptanz heute viel größer bei Besonderheiten beim Essen und es sind viel mehr Alternativen bekannt. So haben wir zuletzt bei meiner Schwiegermutter schnell einen Humus gezaubert, damit die Veganer nicht ausschließlich Marmelade essen mussten. Früher hätte man weder gewusst, wie das geht noch die passenden Zutaten im Haus gehabt.
Schöne Grüße
Andrea

Ich habe in den 1990ern jahrelang vegetarisch gelebt. In Süddeutschland kam es auf Reisen dann vor, dass ich mir im Lokal eine doppelte Portion Kroketten bestellt habe als Abendessen, weil es sonst nichts gab. In Norddeutschland konnte man wenigstens noch Gemüse dazu bestellen. Tatsächlich bestelle ich mir auch heute noch gerne einfach vegetarische Beilagen gemixt als Hauptgericht,zum Beispiel beim Griechen, wenn das geht. Aber zum Glück gibt es heute wirklich oft gute Alternativen in Lokalen. Und in denen, die wir besuchen, kennt man meine Vorlieben eh und der Kellner gibt sich die Bestellung samt meiner Sonderwünsche selbst auf. Wenn ich Euch jemals einlade, gibt es ein Buffet mit Selbstbedienung und vorher einen Zutatenchecheck.

Wie Fran sagt, es kommt auf die Zubereitung und wohl auf die eigenen Geschmacksgewohnheiten an. Ich habs nicht so mit Gemüse. Das eine mag ich, das andere gar nicht. Und nein. Ich bin “nicht so der Beilagenesser in dem Sinn”. Gibt es Ente, Gans oder Wild kann ich für die anderen Gäste nur hoffen, dass es genügend Fleisch gibt. Denn mit Kartoffelknödel und Blaukraut kann man mich tatsächlich jagen. Fleisch esse ich alles. Tatsächlich am liebsten Lamm, Reh und Rind. Innereien, Euter, Zunge, Lunge, Kuddeln oder so ein Zeug allerdings eher nicht.
Was aber “eigentlich dazu gehören würde”, wenn man den Rest vom Tier durchaus gerne essen will.
Exotisches wie Schlange, Austern, Schnecken, Strauß, Affenhirn, Känguru muss ich allerdings auch nicht haben. Das exotische was ich je gegessen habe, waren Seesterneier, meereswarm und roh.

Rudi sagt, wenn Ihr uns mal besucht, gibt es Aligator. Das sei sehr lecker und schmeckt wie Huhn.

BG Sunny

Strauss mag ich ich auch nicht, fällt mir gerade ein. Alligator habe ich noch nicht gekostet.

Wo hast Du denn Seesterneier gegessen? Schmeckt vermutlich wie Kaviar, oder? Kaviar kann ich essen, mache ich aber nicht freiwillig.

Was die Resteverwertung des Tiers angeht, verlasse ich mich auf den Hund. In der Tierfutterindustrie wird das verwertet.

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