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Aufsparen oder aufbrauchen : Welcher Typ bist Du?

Aktualisierte Fassung eines Beitrags aus 2018

BSF Friederike 800er Silberbesteck

Die Hose nur für gut, das Geschirr für Besuch, Weingläser für besondere Momente, Pralinen im Schrank bis über das MHD hinaus – gibt es solche Sachen bei Dir?

Bei mir nicht. Und deshalb koche ich für mich, auch wenn ich alleine bin, und verwende gute Gläser und Geschirr jeden Tag. Weil ich es mir wert bin. In meinem Elternhaus habe ich die ersten 15 Jahre nur von versilbertem Silberbesteck gegessen, weil wir gar kein anderes besaßen.

Das Besteck hatte meine Mutter seit ihrer Konfirmation für die Aussteuer gesammelt und das wurde benutzt. Als sie gestorben ist, war das so abgenutzt, dass es ich es nicht haben wollte. Und genau dafür war es da: Um benutzt und aufgebraucht zu werden.

Aufsparen für die Erben?

Die Teile des Aussteuerbestecks aus 800er Silber von meiner Oma, die nicht im Krieg verkauft wurden, habe ich 1991 quasi unbenutzt geerbt. Völlig sinnfrei aus meiner Sicht, dass meine Oma immer mit billigem Besteck gegessen hat, obwohl sie das schöne Silberbesteck besaß.

Alleine aus der Geschichte habe ich gelernt, dass ich nichts aufspare. Ich bin der Typ für einen Keks sofort als zwei später. Wer weiß, ob die Kekse später noch gut sind oder nicht jemand anders sie gemopst hat! Mein Vater ist mit 37 gestorben, meine Mutter mit 58. Ich bin 52 und habe keine Erben, die nicht ausreichend versorgt sind.

Worauf will ich warten?

BSF Friederike 800er Silberbesteck - Kaffeelöffel

Mir macht Verwenden mehr Freude als Ansehen. Die silbernen Teelöffel von meiner Oma liegen in der Küchenschublade beim Edelstahlbesteck, das wir ansonsten verwenden. Zum Glück hat meine Oma in den 1920ern mit Friederike ein zeitloses Design von BSF ausgewählt, das ich auch heute noch wunderschön finde. Bis in die 1990er war es sogar noch nachkaufbar.

Kuchengabeln brauche ich selten, die Messer, Gabeln und Löffel von dem Besteck sind mir im Alltag zu groß. Von diesen Teelöffeln aber esse ich am liebsten. Sie vertragen sogar den Geschirrspüler und die beste Nachricht für alle Silber-Schoner ist: Wenn Du Gegenstände aus Silber im Alltag verwendest, laufen sie kaum an. Verwenden erspart Dir das Putzen!

Es geht nicht darum, Dinge über Gebühr zu strapazieren. Bei der Gartenarbeit trage ich keinen Brillantring und auch kein neues T-Shirt. Aber bei sachgerechter Benutzung gehen im Alltag meiner Erfahrung nach weniger Dinge kaputt, als bei gemeinen Einbrüchen geklaut werden oder bei übervorsichtiger Verwendung zerbrechen.

Totgeschonte Kleidung wird oft nicht mehr getragen, weil sie schlichtweg nicht mehr passt oder einem nicht mehr gefällt. Deshalb besitze ich primär Dinge, die ich im Alltag verwenden kann und möchte. Für die wenigen Dinge, die wirklich für besondere Momente sind, schaffe ich mir diese Anlässe.

Link-up Vintage – Kleidung, Accessoires, Möbel und mehr

Das ist mein Beitrag zu Sunnys Blog-Linkup zum Thema Vintage. Sie sammelt dort bis zum 31. Januar 2023 Blogbeiträge, die von alten Dingen handeln: Kleidung, Accessoires, Möbel … Fast 100 Jahre altes Besteck aus Mitte der 1920er Jahre ist definitiv Vintage, oder?

Wie hältst Du es damit: zu Tode schonen oder verwenden?

27 Antworten auf „Aufsparen oder aufbrauchen : Welcher Typ bist Du?“

Oh ja definitiv Vintage 😁
Ein schöner Beitrag, der den ein oder anderen vielleicht jetzt aufrüttelt. Ich bin auch dafür alles aus dem Schrank zu holen und zu benutzen. Bei Geschirr und Gläsern gibt es für mich kein zu gut zum täglichen benutzen.
Das Silberbesteck ist wirklich sehr hübsch und es wäre schade wenn es in einem Kasten verschwinden würde und nie benutzt würde.
Ich wünsche Dir einen schönen Dienstag, liebe Grüße Tina

Großartig, dass Du auch alles verwendest. Geschirr aufzuheben für gut führt meistens dazu, dass es zu selten verwendet wird und man es irgendwann nicht mehr leiden mag und 1000 neuwertige Teile davon im Schrank hat, die man eigentlich gerne loswerden möchte.

Zum Loswerden haben ich Sonntag einen spontanen Anfall gehabt. Durch eine Erinnerung auf Instagram habe ich ein Anti-Gerümpelbuch nochmal quer gelesen und das Ergebnis war:

6 Kaffeetassen mit Untertassen vom Hauptgeschirr – hier wird nur aus Bechern getrunken, hat die Nachbarin mit gleichem Geschirr genommen.

8 Suppentassen vom Hauptgeschirr – sind schlecht stapelbar und wir essen nicht gerne aus der zylindrischen Form, gehen noch zur Nachbarin oder ins Sozialkaufhaus.

12teiliges antikes versilbertes Besteck mit 6 Kuchengabeln und Suppenkelle – es ist groß und damit im Alltag nicht angenehm zum Essen und wir haben in groß ein schöneres von Oma aus Vollsilber, wenn wir Lust auf großes Besteck haben, bleibt in der Familie.

1 versicherte Servierschale mit Deckel – geerbt, wird nicht mehr verwendet, bleibt in der Familie.

6teiliges Fischbesteck mit Griffen aus Bein – geerbt, in 19 Jahren nicht einmal verwendet – habe ein noch schöneres Fischbesteck aus Silber, das auch nur extrem selten benutzt wid, bleibt in der Familie.

1 Quicheform – zerkratzt, ist jetzt nach 30 Jahren Gebrauch im Müll.

1 große Keramikschüssel mit Deckel – wird schon lange nicht mehr verwendet, ist im Müll und nicht im Sozialkaufhaus, weil die Glasur leichte Risse hatte.

20 Stoffservietten – verwaschen und seit Corona mag ich die nicht mehr benutzen – sollte die Lust wieder kommen, gibt es dann schöne neue.

1 dunkelblaue Jeans, die ich seit zwei Jahren nicht mehr trage – geht ins Sozialkaufhaus.

1 Poncho – meine Grünphase hat schon lange Pause – hat eine Herbstfarbtypleserin bekommen.

1 Strickjacke, die mir seit sieben Jahren zu groß ist und deren Ärmel beim Waschen nicht gerade kürzer geworden sind – geht ins Sozialkaufhaus. Das war das letzte Kleidungsstück aus Vor-Zausel-Zeiten.

Fazit

Der Kücheneckschrank, indem die Küchensachen lagen, ist jetzt noch übersichtlicher bestückt. Es stehen weniger Auflaufformen ineinander, was die Entnahme leichter macht, außerdem muss ich mich für eine schwere Form nicht mehr so strecken, um sie aus dem Fach zu angeln. Die Espresso-Untertassen, die nur für Besuch mal benutzt werden, sind direkt zugänglich und stehen nicht mehr in zweiter Reihe.

Ja, Sachen fressen kein Brot – siehe https://www.meyrose.de/2021/11/25/warum-dinge-doch-brot-fressen/ – aber aus luftig bestückten Schränke lassen sich Dinge besser entnehmen/reinlegen. Das deutlich verringerte Gewicht im Schrank trägt zu seiner Haltbarkeit bei. Das Gewicht des aussortieren Bestecks und Geschirrs ist enorm. Der Karton mit dem Besteck und der versilberten Schüssel, die in der Familie bleiben, wiegt alleine schon 6 kg.

Leider vergesse ich immer Vorher-Bilder zu machen, weil ich vorher nie denke, dass die Veränderung so deutlich wird. Aber das Hinterherbild gefällt mir und ich freue mich, die vier Kartons aus dem Eingangsbereich zu den Empfängern zu schaffen. Von mir gibt es die Sachen frei Haus geliefert 😀.

Dir auch einen schönen Donnerstag!

PS: Es folgten auf die Dinge eben noch
1 Brille – Müll
1 Brillenetui – Müll
2 Ringe – Sozialkaufhaus
Leere Kartons samt Füllmaterial, die keiner mehr braucht – Müll

Es ist immer wieder krass, was in einem optisch spärlich eingerichtetem Haushalt immer noch überflüssig ist … allerdings bräuchten wir inzwischen objektiv wirklich weniger Schrank-/Regalraum als früher …

jetzt habe ich total Lust auf ausmisten bekommen. 🤭 Irgendwas muss morgen dran glauben.

Demnächst gibt es zu dem Thema Ausmisten einen separaten Beitrag – ausgelöst durch meine Ausmistwelle am Wochendende :). Es geht nicht darum, dass man was weggeben soll, was man mag und benutzt, sondern sich von Dingen zu befreien, die unnütz sind oder einen sogar räumlich oder geistig belasten. Bin gespannt, was Dir zum Opfer fällt.

Mittlerweile: Aufbrauchen und benutzen. Stamme aber aus einem ‚für gut‘ Haushalt. Zur Hochzeit und zur Verlobung haben wir ein ebensolches Besteck und Geschirr gesammelt- wird jetzt Alltags benutzt wie du weißt.
Außer Abendkleidern trage ich ausnahmslos alles, wann immer ich es mag- auch beim Putzen. Obwohl ich in meinem Hinterstübchen jetzt doch den Wunsch nach einem kleinen Schwarzen verankert habe.
Bei den Kindern hatte ich früher anfangs immer ein Outfit für gut- das dann meistens bei gut auch super Flecken bekam.
Nein: Life is too short for long faces und aufbewahren.
Ein sehr cooler Beitrag und das Bild mit dem Löffel, solche Fotos liebe ich.

Einen schönen Dienstag und liebe Grüße
Nicole

Da habe ich wohl Glück, dass das Wehren gegen für gut bei mir eine Generation eher eingesetzt hat. Meine Mutter war in der Hinsicht so genervt von ihrer, dass das für sie nur selten eine Option war.

Als ich Kind war, gab es für gut neue Sachen und die durften wir danach dann im Alltag ganz normal tragen. Weil es in meiner Familie wenig elegante Anlässe gab, war das so gut machbar. Für wirklich feierlich hatten wir immer eine weiße Spitzenblusen und einen dunkelblauen Falten- oder Trägerrock. Das durften wir beides nicht im Alltag tragen, aber alles andere. Und die Sachen wurden weitervererbt, als meine Schwester und ich herausgewachsen waren. Zwei Teile je Kind finde ich in Ordnung zum Schonen, zumal meine Schwester ja meine Sachen geerbt hat. Das war Kleidung für Weihnachten, Hochzeiten und sowas.

Freut mich, dass Dir die Bilder gefallen. Ich liebe diese Rose in unserem Garten.

Dir auch einen schönen Dienstag!

Ich bin tendenziell für aufbrauchen, habe im Alltag aber meine Lieblinge, die am meisten genutzt werden – auch beim Geschirr.

Meine Klamotten trage im Alltag fast alle. Das “Problem” sind die Katzen. Haare und Kratzer an der Kleidung kommen nicht so gut. Von daher schlüpfe ich zu Hause zumindest in olle Büxen. Die Oberteile sind nicht ganz so empfindlich.

Liebe Grüße
Sabine

Im Blazer würde ich auch nicht mit den Katzen kuscheln und Stretchhosen sind ziemlich gefährdet bei den Krallen, das kenne ich noch aus meinen Jahrzehnten mit Katzen im Haushalt. Aber Jeans und andere Oberteile haben bei mir zum Glück nur selten Schaden genommen. Dein Kleidung muss in Dein Leben passen – also katzentauglich sein. Deshalb trage ich mit dem Hund im Alltag auch keine Stretchhose mehr – die ziehen wie blöd Haare an. Bleiben heil, aber unschön.

Bei uns wird nichts geschont. Im ehemaligen Kinderhaushalt nicht und nun mit Enkeln auch nicht.
Aber es gibt noch einiges, das wir nicht mehr brauchen, da werde ich noch ausforsten, Du hast ja wieder mal toll vorgelegt! Toll, was Du noch alles weggeben hast und auch noch dazu persönlich lieferst.

Das einzige, was bei uns nur an Weihnachten rauskommt, sind die Weihnachtsteller. Die werden wir am Samstag nochmals rausgeben zum “Late-Christmas-Raclette” mit Kindern und EnkelInnen. Dann wird es auch endlich die Bescherung geben… 🙂

Bei Kleidung habe ich Anlasskleidung für Beerdigungen z.B., die ziehe ich tatsächlich nur dafür an, wie schwarzer Mantel z.B. Den habe ich schon ewig, aber da es ein einreihiger Blazermantel ist, kommt der für mich nie aus der Mode. Aber auch ins Theater ziehe ich gern dasselbe an. Da wir kein Abo haben, merkt das auch kein Mensch… 🙂

Wir haben lange diesselben Sachen. Irgendwie gehören die zu uns. Und wenn sie kaputt gehen, versuche ich tatsächlich die gleichen oder ähnliche wieder zu bekommen. Meine Änderungen kommen eher über Tischwäsche und Servietten z.B. Das gibt immer neue Akzente.

Schöner Post mit schönen Fotos!
Liebe Grüße
Sieglinde

Bin froh, wenn die letzten Kartons ausgeliefert sind – davon ist bis Monatsende auszugeben. Steht alles fertig gepackt bereit.

Weihnachtsgeschirr habe ich nicht, aber wenn man Weihnachten und die Adventszeit zelebriert, verstehe ich, dass das etwas Schönes sein kann.

Und wenn jemand Deinen Mantel wieder erkennen würde, dann wärst Du halt wieder „die in dem schwarzen Mantel“ – macht doch nichts. Dass Du Dinge, die Du viele Jahre hättest, gerne ähnlich ersetzen würdest, kenne ich von mir auch. Klappt nur schwer.

Freut mich, dass der wiederverwendete und aktualisierte Beitrag heute so gut ankommt!

“Für gut” ist hier gar nix. Hier ist alles für das ganz normale Leben – und daran, dass das gut ist, arbeiten wir 😉
Aus meiner Kindheit kenne ich das anders. Da gab es selbstverständlich Kleidung “für gut”, es gab Geschirr “für gut” und mein Onkel und meine Tante hatten sogar ein zweites Wohnzimmer “für gut”. Das war nur an hohen Feiertagen geöffnet.
Vor ein paar Wochen habe ich ein altes Silberbesteck entdeckt, das ich vor einigen Jahren geerbt habe und das in einer Schublade vor sich hin lag. Ich habe es gereinigt und seitdem wird es täglich benutzt. Und zu Weihnachten gab es neues Porzellan und neue Gläser. Die alten Dinge sind nun nicht “für schlecht”, sondern die bekommt Kind, klein, wenn es auszieht, zusammen mit dem alten Besteck. Win-win quasi.
Liebe Grüße
Fran

Eine gute Stube haben ich das letzte Mal Ende der 1990er in Vierlanden in einem Bauernhof gesehen. Da durfte ich sogar drin Speisen :). Es gab ansonsten eine Art Wohnküche – also eine große Sitzbank-Tisch-Ecke in der Küche und ein Wohnzimmer für den Alltag. Mag sinnvoll sein, wenn man ständig doch noch irgendwo vom Feld Dreck an sich hat. Aber bei Schreitischtätern und Beratern? Könnte ich mir nicht vorstellen.

Wie schön, dass Dein Silber jetzt endlich auch benutzt wird. Das erspart das nächste Putzen desselben direkt mit. Und die Kindern dürfen es dann deutlicher gebraucht erben, wenn es soweit ist.

Dein Beitrag kommt genau richtig. Meine Mutter hatte ein Faible für schöne Dinge, die immer und überall genutzt wurden. Das Meißner ebenso, wie das Silberbesteck. Nix von vor 1945, weil meine Familien von beiden Seiten geflüchtet waren. Ein Grund, dass sie wohl auch ein bisschen gesammelt hat. Ihren Haushalt hat sie in meinem Haus hinterlassen, noch kann ich darüber nicht verfügen, es wohnt noch ihr Lebensgefährte mittendrin. Aber ich hab schon einen inneren Plan, was gehen, was bleiben darf. 2 Haushalte möchte ich auf Dauer nicht verwalten. Ich habe mir für die nächsten Wochen Ausräumaktionen in meinem jetzigen Wohnung vorgenommen, von Geschirr über CDs, Büchern und Möbeln. Vor etlichen Jahren hatte ich mich schon mal extrem reduziert und freue mich auf eine neue Aktion. Ich suche noch ein Sozialkaufhaus, in Berlin nicht ganz einfach
LG Susanne

Das klingt nach einen super Plan, in Deinen aktuellen bewohnten Räumen zu beginnen. Dann kannst Du mit der Energie im Haus weitermachen, wenn es soweit ist.

Bei einigen Dingen von Deiner Mutter wird es vermutlich ein paar Runden brauchen. Meine ist vor 19 Jahren gestorben und erst jetzt ist dieser letzte Schwung gegangen. Man braucht für einige Teile inneren Abstand. Wie erfreulich, dass Deine Mutter die schönen Dinge auch benutzt hat. Das braucht alles den passenden Moment und innere Klarheit dafür.

CDs besitze ich seit einigen Monaten nur noch genau eine. Alle anderen sind im Müll gelandet. Ich habe sie einfach alle ewig nicht mehr gehört und mir fehlt keine einzige davon.

Warum ist es schwierig, in Berlin ein passendes Sozialkaufhaus zu finden? Die Internetsuche zeigt einige an. Sind die Betreiber nicht nach Deinem Geschmack? Hier gibt es drei in der Nähe und ich bringe die Sachen meist ins gleiche. In einem dürfen nur Menschen mit Bedürftigkeitsnachweis einkaufen (fußläufig in meinem Stadtteil, Ort gut – aber das finde ich doof) und in den beiden anderen jeder, aber Bedürftige zahlen weniger (Nachbarort in Niedersachsen, würde lieber in meinem Stadtteil spenden und den Laden unterstützen, aber das Konzept finde ich erheblich besser, deshalb fahre ich meist dorthin).

Moin, CDs haben 5 Bennoregale voll, zwei Drittel davon Klassik, mein Mann hat viele aus Leidenschaft gesammelt. Ich fange einfach mit meinen an, ev. lässt er sich davon anstecken. Wir hören tatsächlich nur noch selten.
Ich habe letztes Jahr etliche Dinge in die Ukrainehilfe gegeben, das ist etwas ausgelaufen. Klamotten gehen zu Humana, für die Haushaltsdinge muss ich mich umsehen. Wird schon.
LG

Wie in einem vorherigen Kommentar bereits erwähnt, die Rosen-Fotos samt Silberlöffel sind wunderschön!!
Ich gehöre zum Team “aufbrauchen/verwenden” oder an die Kinder (sofort!!) weitergeben, wenn ihnen etwas besonders am Herzen liegt.
Meine Mutter sagte immer: “Mit warmer Hand schenken ist besser als mit kalter Hand, so bekommt man die Freude darüber noch mit.”

Danke! Geben mit warmer Hand sagte meine Mutter auch immer dazu aus genau dem Grund. Das sehe ich auch so. Da haben Deine Kinder Glück mit Dir!

Hallo Ines,
ein schöner Beitrag und wie gut, dass Du immer wieder daran erinnerst, auszumisten und nur die Dinge zu behalten, die genutzt werden (oder besonders schwer geliebt).
Ich habe jetzt angefangen, alten Schmuck, den ich schon vor 30 Jahren von meiner Mutter geschenkt bekommen habe, an meine Nichten weiterzugeben. Manche Stücke sehen an jungen Frauen einfach gelungener aus. Auf jeden Fall haben sie sich gefreut und waren auch überrascht.

Das Nicht-Aufsparen ist eine beständige Lebensübung für mich.
Schöne Grüße
Susa

Im Prinzip verwende ich alles, aber ich habe einige Dinge, die ich nur in bestimmten Situationen benutze. Nicht, dass ich es als Erbe behalten möchte, sondern weil ich zu bestimmten Anlässen etwas Besonderes haben möchte. Ein Beispiel: Ich habe ein besonderes Set aus goldenem Besteck und Gläsern. Ich benutze es nicht jeden Tag, weil ich andere dafür habe. Was Mode, Klamotten, Schmuck usw. betrifft, nutze ich alles ohne Probleme. Das einzige Problem ist, dass mir die Möglichkeit fehlt, bestimmte Dinge von höherem Wert zu tragen, wie zum Beispiel Schmuck. Ich werde sicher nicht mit ihnen in einen Supermarkt gehen. Es sind Stücke, die ich von meiner Mutter geerbt habe, die ich von meinem Mann bekommen habe usw. Für die Liebe, die ich für sie habe, wird es schwierig für mich sie zu verkaufen – lass es meine Kinder tun! 😉
Liebe Grüße,
Claudia

Klingt schön. Dass das goldene Set für etwas Besonderes ist, finde ich auch. Wie das Weihnachtsgeschirr – das benutzt man auch nicht jeden Tag. Oder mein verbliebenen Fischbesteck.

Wissen Deine Kinder, dass sie den Schmuck nach dem Erben verkaufen dürfen, wenn Sie das möchten? Das würde Ihnen solche Entscheidungen gewiss erleichtern.

Aufbrauchen, ganz klar.
Ich bin hier ein gebranntes Kind. Mein Ex-Mann und ich bekamen mal vor Jahren eine Flasche Champagner geschenkt. Wir öffneten sie nie, weil wir sie für einen besonderen Moment aufheben wollten. Und kein Moment was ihm und mir besonders genug. Nun, vielleicht war das ein Spiegel der Beziehung, denn nach 28 Jahren war’s dann vorbei. Den Champagner hat er dann beim Auszug mitgenommen…

Heute passiert mir das nicht mehr. Mein neuer Mann und ich feiern das Leben und unsere Beziehung und machen Momente zu besonderen Momenten.

Das einzige, das ich aufbewahre, ist ein Etuikleid für Feierlichkeiten. Dieses Kleid ist mir für den Alltag unpraktisch und zu fein.

Schöner Beitrag übrigens!

Lieben Gruß
Sabine

Die Flasche Champagner ist ein perfektes Beispiel dafür, dass Aufspüren seine Tücken hat. In 28 Jahren kein dafür würdiger Moment? Das ist wirklich ein Zeichen. Und der Champagner wird vermutlich jetzt eh nicht mehr schmecken.

Feiere das Leben bitte weiter!

Liebe Ines,
aufsparen für die Erben? NEIN! Meine Mutter starb mit 41 und mein Vater mit 64. Was hatten die vom Leben gehabt, ausser arbeiten? Nichts! Ich bin 55 und wir haben keine Erben und dennoch vergesse ich immer das Leben. Trotz vieler Notoperationen, da sind solche Artikel wie deine zu aufrütteln sehr gut. Was wäre, wenn ich jetzt…. Ich mag nicht daran denken. Aber so erging es einer Bekannten im Dezember mit 56 Jahren. Das wühlt immer noch in mir. Also dann lebe ich doch lieber und reise nach Sylt, wo ich mich am wohlsten fühle. Gern würde ich dort leben. Herzliche Grüße, Elke

Bis 2020 hätte ich auch am liebsten auf Sylt gelebt – jetzt nicht mehr. Die Insel hat sich im Lauf der Pandemie so verändert, dass ich mit ihr erst einmal durch bin. Kannst meinen Platz da haben :).

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