Ideen für den Ehering Verstorbener #5 Omas Ehering

Ehering der Oma für die Enkelin umgearbeitet mit einem Saphir

Gastbeitrag von Rokizo

Diese Geschichte ist ein wenig pragmatischer als die zum Konfirmationsring :-). Meine große Schwester verliebte sich in eine sündhaft teure Lammfelljacke. Da unsere Mutter der Meinung war, dass meine Schwester diese Jacke nun unbedingt tragen sollte, sponserte sie die Hälfte.

Ehering der Oma für die Enkelin umgearbeitet mit einem Saphir

Da es bei uns immer eine gleiche Geschenkeanzahl/Geldbetrag gab, musste noch etwas Schönes für mich her. Da ich auch schon damals Schmuck sehr wertschätze, ließ unsere Mutter den Ehering ihrer verstorbenen Mutter umarbeiten und er zauberte mir am Heiligabend ein Lächeln ins Gesicht. Da er ein eher klassischer schlichter Ring ist, habe ich ihn viele Jahre sehr gerne getragen.

Auch hier ein schönes Geschenk mit einer liebevollen Geste!!

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Ideen für den Ehering Verstorbener #4 Trauerring

Trauerring aus Eheringen gearbeitet

Copyright Foto: Gabriele

Gastbeitrag von Gabriele

Die Anfrage von Ines zur Artikelreihe „Eheringe von Verstorbenen“ hat mich sehr berührt, haben unsere Männer doch zusammen Tennis gespielt und wir uns so kennengelernt. Mir schossen gleich viele Gedanken durch den Kopf und so habe ich spontan zugesagt.

Wir hatten unsere Eheringe in einer kleinen Goldschmiede in Hamburg-Harburg anfertigen lassen. Die geschwungene Form ist ungewöhnlich und gefiel uns besonders. Der Ring passt sich so wunderbar an den Finger an. Die Oberfläche war strukturiert, ist aber inzwischen völlig abgetragen.

Ich hatte bereits über einige Jahre Goldschmiedekurse in der Volkshochschule in Harburg belegt und dort auch Schmuck umgearbeitet. So wurden aus Armbändern zum Beispiel Broschen, Anhänger, Ohrstecker und Ringe. Als mein Mann nach 16 Jahre Ehe starb, war es für mich keine Option den Ehering meines Mannes an einer Kette um den Hals zu tragen. Aber schnell reifte der Gedanke, beide Ringe zu vereinen – für mich ein Teil der Trauerarbeit.

So sägte ich aus dem größeren Ring an beiden Seiten ein Stück heraus – zum Glück blieb die Gravur erhalten – und lötete die beiden Teile wieder zusammen. Dadurch ist die geschwungene Form an den Seiten nicht mehr ganz harmonisch, aber das stört mich nicht. Aus den beiden Reststückchen habe ich die Perle geschmolzen und diese zwischen beide Ringe gelötet. Irgendwie hat es sich gefügt. Ich muss aber gestehen, dass mir die Kursleiterin beim Löten zur Seite stand. Es war eine tränenreiche Arbeit und die letzte Goldschmiedearbeit, die ich seither gemacht habe.

Zunächst habe ich den Ring auf dem Ringfinger der linken Hand getragen, wie meinen Ehering zuvor. Irgendwann habe ich ihn vergrößern lassen und trage ihn nun auf dem Mittelfinger, aber nicht mehr jeden Tag. Wenn ich nur einen Ring haben dürfte, dann wäre es aber auf jeden Fall dieser. Er erinnert mich an eine wunderbare Zeit, an den lieben Menschen, den ich verloren habe, und er gibt aber auch Hoffnung, dass Neues entstehen kann.

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Ideen für den Ehering Verstorbener #3 Konfirmationsring

Ehering verstorbener Eltern – umgearbeitet mit Saphir

Gastbeitrag von Rokizo

Im April 1989 wurde ich bei Schneeregen konfirmiert. Als einzige in unserer Familie und auf meinen ausdrücklichen Wunsch! Meine große Schwester wäre an diesem Tag lieber ihrem Hobby nachgegangen, jedoch musste sie diesem besonderen Tag beiwohnen :-).

Beim geladenen Mittagessen in der „Grander Mühle“ bekam ich mein zweites großes Familienschmuckstück überreicht: meinen heute noch immer gern getragenen und zweifellos auffälligen Ring, der häufig als Gesprächsstarter dient, wenn er das erste Mal gesehen wird.

Ehering verstorbener Eltern – umgearbeitet mit Saphir

Meine Mutter ließ für meine Schwester und mich aus den Eheringen – unser Vater war bereits verstorben – sowie aus ihrem Krankenschwesterausbildungsabschlussgeschenkarmband jeweils einen selbst entworfenen Ring bei unserem Lieblingsgoldschmied anfertigen. Die Steine brachte unser Vater Jahre zuvor von einer seiner Geschäftsreisen mit. Meine Ringform war an mein damaliges Hobby Pferde/Reiten angelehnt.

Ehering verstorbener Eltern – umgearbeitet mit Saphir

Ich verbinde ihn mit einem großartigen Tag und einer liebevollen Geste. Meine Tochter schielt schon heute auf ihn und zum Glück wird es noch einige Zeit dauern bisher ihr passt :-)).

Am Donnerstag zeige ich in der Artikelserie einen zweiten Ring, der aus dem Ehering meiner Oma gefertigt wurde. Hier geht es zu den anderen Artikeln der Reihe: Ideen für den Ehering Verstorbener.

Ideen für den Ehering Verstorbener #2 Geschwisterringe

Eheringe der verstorbenen Eltern umgearbeitet für Geschwister

Copyright Foto: Silke “stilleleserin” auf Instagram

Gastbeitrag von Silke –  stilleleserin auf Instagram

Unsere Eltern haben sich 1960 verlobt und 1961 geheiratet, ein Jahr später kam ich auf die Welt und ein weiteres Jahr darauf meine Schwester. Die Eheringe aus Rotgold waren damals sehr modern. Meine Schwester und ich fanden sie immer sehr klobig. Wir hätten nie gedacht, dass sie mal zu einem sehr besonderen Schmuckstück für uns werden.

Eheringe der verstorbenen Eltern vor der Umarbeitung für Geschwister

Copyright Foto: Silke “stilleleserin” auf Instagram

Meine Mutter hat ihren Ehering getragen bis sie friedlich in unserer Mitte eingeschlafen ist. Eine Goldschmiedin hat die Ringe der Eltern nach unseren Ideen für uns umgearbeitet. Die Ringe wurden gestaucht und damit an unsere Ringgrößen angepasst. Eine silberne Platte wurde aufgesetzt und ein Stein unserer Wahl eingearbeitet: bei mir ein Aquamarin und bei meiner Schwester ein Turmalin. Wir lieben unsere Ringe und die Gravur erinnert an die Liebe der Eltern, die wir nicht nur in uns tragen, sondern nun auch zum Anschauen haben.

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Ideen für den Ehering Verstorbener – Artikelreihe

Statementring mit Mondsteinen, Saphiren und einer Perle gearbeitet aus Eheringen in Weißgold für die Witwe – Goldschmied Neugebauer

Die Überschrift ist ein Suchbegriff, der zu diesem Blog geführt hat. Auf Suchbegriffe gehe ich in den letzten Monaten ab und an in der Reihe Suchbegriffe, die auf diesen Blog geführt haben ein. Als ich begonnen habe, zu diesem Suchbegriff etwas zu antworten, wurde der Text schnell so lang, dass ich lieber einen eigenen Artikel daraus machen wollte. Dieser Artikel wurde im Handumdrehen so lang, dass mir die Idee einer Artikelreihe kam.

Gastbeiträge von Leserinnen und ein Aufruf zur Blogparade

Weil mir spontan direkt drei Leserinnen einfielen, die umgearbeitete Eheringe von Verstorbenen tragen, habe ich die Frauen gefragt, ob sie Lust haben, Gastbeiträge für die Serie zu schreiben. Sie hatten, was mich natürlich sehr freut. Es ist schön, wenn Leser nicht nur lesen, sondern auch selbst etwas einbringen.

Wenn Du auch einen passenden Ring hast und Lust, einen Gastbeitrag zu schreiben, setze ich die Serie gerne damit fort. Du bist Bloggerin und möchtest das Thema in Deinem Blog aufgreifen? Hinterlasse bitte einen Link zu Deinem Artikel unter diesem Beitrag, ich trage ihn dann in der Artikelliste hier ein.

Was kann man mit Eheringen nach dem Tod des Partners machen?

Früher war es üblich, dass die Witwe den Ring des verstorbenen Ehemanns zusätzlich zu ihrem eigenen Ehering trug. So war deutlich sichtbar, dass sie Witwe ist. Dazu wird entweder den Ehering des Mannes an die Ringgröße der Frau angepasst und die Ringe werden voreinander getragen oder die Ehefrau trägt des Ring des Manns an einer Kette. So sehe ich das auch heute noch oft bei älteren Damen.

Während ich das schreibe fällt mir auf, dass ich keinen Witwer kenne, der sich Gedanken über das weitere Tragen des Eherings seiner Frau an seinem Körper gemacht hat. Mag vielleicht daran liegen, dass Männer oft zuerst sterben oder sich weniger aus Schmuck und Symbolen machen als Frauen. Wer Töchter hat, lässt manchmal die Ringe umarbeiten, um sie von ihnen weiter tragen zu lassen. Wenn aus zwei Ringen einer werden soll, kann das sichtbar bleiben oder sie können komplett verschmolzen werden zu einem ganz neuen Schmuckstück.

Ideen für den Ehering Verstorbener

Heute starte ich die Artikelreihe, in der Du hier im Blog Schmuckstücke siehst, die aus Eheringen Verstorbener gefertigt wurden. Manchmal sind beide Eheleute bereits verstorben, bei einigen Ringen ist nur einer Verwitwet.

Blogparadenbeiträge findest Du bei

Hast Du Dich mit dem Thema schon mal beschäftigt? Wie stehst Du dazu?

Zu Gast bei der Notaufnahmeschwester

Krankenhaus Patienenarmband

Kennst Du den Blog der Notaufnahmeschwester? Zwischen schallendem Lachen und Tränen der Rührung ist alles dabei, wenn ich ihre Beiträge lese. Heute findest Du bei der Notaufnahmeschwester einen Gastbeitrag von mir:

Aus dem Wartezimmer der Notaufnahme

Was hast Du für Erfahrungen mit Notaufnahmen im Krankenhaus?

P.S. Danke an alle, die mich begöscht und mit mir gelitten haben.
P.P.S. Danke an Bärbel für die Idee, die Erlebnisse live zur Ablenkung aufzuschreiben.
P.P.P.S. Inzwischen bin ich wieder wohlbehalten zu Hause und arbeitsfähig.

Die schönen Seiten des Älterwerdens – Gastbeitrag

Gabriele Plank mit Sando

Gastbeitrag von Gabriele zur Blogparade Die schönen Seiten des Älterwerdens

Das Leben ist ein laufender Prozess, wobei der Zahl an gelebten Jahren zu viel Bedeutung beigemessen wird.

In allen Abschnitten des Lebens kommt es zu neutralen, positiven und negativen Geschehnissen, die bestenfalls zu einer Reifung des Menschen führen. Dieser Reifungsprozess führt zur Weiterentwicklung unabhängig von gelebten Jahren. Ergebnis dieses Reifungsprozesses sind Akzeptanz und Gelassenheit für die Endlichkeit des Lebens.

Alt fühle ich mich erst, wenn es keine älteren Menschen mehr als mich in meinem Umfeld gibt.

Leben, lieben, lachen, hier und jetzt!

Alles Liebe
Gabriele und Sando

Danke an Gabriele für diesen Gastartikel und das Foto! Du findest Gabriele und Sando auf Instagram als Gaby Plank.

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