Nachlese Blogparade & ein Ü90-Interview: Die schönen Seiten des Älterwerdens

Ines Meyrose mit Gerlinde am 91. Geburtstag

Die Idee für die Blogparade Die schönen Seiten des Älterwerdens kam durch eine Suchanfrage, die zu meinem Blog führte. Danke an Unbekannt dafür! Das Thema hat offenbar den Zeitgeist getroffen. Es gibt viele Teilnehmer, berührende Beiträge und Kommentare. Zum Aufruf der Blogparade haben

  • meyrose – fashion, beauty & me
  • Zeitlos Bezaubernd – “Die Spontanität und die Zeit, die ich nun nach meinen Ansprüchen planen kann, empfinde ich als großes Geschenk.”
  • Sabine Gimm – “Sei selbstbewusst. Sag, wenn es genug ist!”
  • Oceanblue Style – “Älterwerden bedeutet Sichtbarkeit”
  • Happyface313 – “Meine Meinung sagen zu können und darauf zu pfeifen, was andere denken ist definitiv eine schöne Seite des Älterwerdens!”
  • Fran-tastic – “Ha, die Frau, die mich da anguckt, sieht richtig gut aus. “
  • Sunny’s side of life – “Ich treibe dahin, die Sonne scheint mir auf den Pelz und das Leben trägt mich.”
  • acht stunden sind kein tag – “Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mit wenig auskomme, dass es die kleinen Dinge am Wegrand – auch im übertragenen Sinne – sind, die mir Freude bereiten.”

eine Woche lang nacheinander Beiträge veröffentlicht. Im Lauf der Blogparade haben sich weitere Bloggerinnen angeschlossen. Es freut mich dabei besonders, dass die Blogparade Kreise außerhalb meiner Filterblase des Bloggerversums gezogen hat. Die zitierten Worte der Bloggerinnen haben mein Herz besonders berührt.

Anschlussbeiträge aus der Zeit der Blogparade findest Du bei

  • Betsi, die bunte Kuh – “Die beste Sache am Älterwerden ist die zunehmende Gelassenheit.”
  • Bunt wie das Leben – “Älter werden tut nicht weh!”
  • Le mode de Kitchi – “ungeheure Freiheit, die eine aktive Frau im Herbst ihres Lebens hat”
  • Crossdresser Jennifer Behrs feminin & modisch – “In meiner Jugend war ich ein schüchterner Knabe, inzwischen sehe ich mich als selbstbewußte Frau an.”
  • 50 Looks of LoveT. – “Wenn wir Herz zeigen, wird das immer alles überstrahlen.”
  • Frau Sabienes –  “Alt ist man erst, wenn man sich und das Leben aufgegeben hat.”
  • Bananenschneckerl – “Und so werde ich auch weiterhin versuchen, eine glückliche »alte Schachtel« zu sein, in deren Innern sich die köstlichsten Pralinen verstecken.”
  • Nilas BlogGedanken – “Das ganze Leben ist wie ein spannendes Buch, jeden Tag blättert das Schicksal eine vollgeschriebene Seite mit vielen persönlichen Geschichten um.”
  • Claudias Welt – Wir müssen einfach positiv bleiben, denn das Leben ist nicht grausam sondern überwiegend schön und die Realität ist, wollen wir länger leben, haben wir keine andere Chance als dem was da kommen mag zu begegnen.”
  • Rund um Ludwigsburg – “wie wir altern, das ist vor allem Kopfsache”
  • Mein neues Lebensgefühl – “Ich bin mutiger geworden und selbstbewußter.”
  • Frauenzimmer 50plus – “Das erfüllt mich mit großer Dankbarkeit für all die schönen Dinge, die ich sehen und erleben darf.”
  • Tinaspinkfrifay – “Ich lasse die Kirche im Dorf.”
  • Hauptsache warme Füße! – “Das Leben ist so bunt, wie du dich traust, es auszumalen.”
  • Gabriele immerschön. – “Schönheit verändert sich nur, sie geht nicht verloren.”
  • Gabriele Plank – “Alt fühle ich mich erst, wenn es keine älteren Menschen mehr als mich in meinem Umfeld gibt.”
  • Liebstöckelschuh – “Des weiteren schenkte mir die Weitsichtigkeit auch diesen unendlich altersweisen Blick. Ihr wisst schon, dieser besonnene Blick über die Brillenränder hinweg, dem fast niemand standhalten kann.”
  • Geschenke, Schwiegermutter & so – “die Freude an der Zukunft”
  • Dällerin – “Nein, ich muss der Jugendlichkeit nicht hinterher jagen oder trauern!”
  • Weibswort – “Meine FamilienGeschichte ist Geschichte”

Älterwerden aus Sicht einer 91-Jährigen

Bei der Blogparade war in einigen Beiträgen ein Aspekt, dass der Blick aufs Älterwerden davon abhängt, wie alt man ist. Gerade zwischen 40, 50 und 60 scheinen in der Wahrnehmung bedeutende Unterschiede zu liegen. Aber wie sieht das mit Ü90 aus? Die wenigsten Menschen erleben das.

Meine Schwiegermutter Gerlinde, Du kannst sie aus den Beiträgen Rettet die Lachfalte #1 und Der 91. Geburtstag kennen, geht auf die 92 zu. Das Restaurant ist gebucht, die Party geplant. Ich finde, in dem Alter ist jeder Geburtstag zu feiern! Die verschiedenen Sichtweisen haben mich auf die Idee gebracht, Gerlinde zu dem Thema zu befragen.

Interview mit Gerlinde, Ü90, Mutter von 2 Kindern, Oma von 2 Enkelkindern, Witwe

Was bedeutet Älterwerden für Dich?

Älterwerden ist für mich, wenn man es noch schafft, alles alleine hinzubekommen. Wenn man dann noch im Köpfchen klar ist, ist es gut. Positiv am Älterwerden ist, dass man Zeit hat. Wenn Du willst, stehst Du um 7 Uhr auf. Wenn nicht, halt um 7.30 Uhr oder später. Du bist keinem Rechenschaft schuldig, brauchst keine Rücksicht mehr zu nehmen.

Wenn man dann noch die Hobbys hat, dann finde ich es doch ganz schön. Ab und zu eine kleine Reise, kein schlechtes Gewissen wegen flexiblem Tagesablauf, sich mal was Schönes kaufen – einfach wie heute zwei Paar Schuhe nehmen, obwohl nur eins geplant war – das sind kleine Freuden. Wichtig finde ich, auch über sich selbst Lachen zu können.

Darf man sagen, dass Du alt bist?

Na klar, mit fast 92 ist man eindeutig alt und es ist ja keine Schande. Ich finde, ab 85 fängt alt sein an, vorher war ich auch nur älter.

Was war das bisher schönste Alter für Dich?

Ab 80 bis 85 fand ich es am schönsten. Da lebte Hilde noch, meine älteste Schulfreundin. Wir haben gemeinsam viele Unternehmungen gemacht.

Was war das schönste Erlebnis Deines Lebens?

Dass ich trotz meines hohen Alters noch zwei recht gut gelungene Kinder bekommen habe. Bei den Geburten war ich 36 und 38, mein Mann 40 und 42.

Was möchtest Du noch erleben?

Ich stelle keine großen Ansprüche mehr. Mir ist klar, dass es mit fast 92 jeden Tag vorbei sein kann. Aber die nächste Reise fürs Frühjahr ist bereits ist Planung. Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Danke, liebe Gerlinde, für das Interview!

Nachzügler willkommen

Du hast es bis zum 30. Oktober 2017 nicht geschafft, einen Beitrag zu schreiben oder erst jetzt von der Blogparade erfahren? Hinterlasse Deinen Beitragslink als Kommentar. Dann trage Dich in der Liste hier nach. Jetzt hast Du so viele Artikel, durch die Du Dich in Ruhe klicken und lesen kannst, dass ich Dir bis Freitag dazu Zeit lassen möchte. Dann geht es hier weiter mit einem Beitrag über die perfekte Hosenlänge.

Viel Spaß beim Lesen!

Die schönen Seiten des Älterwerdens – Gastbeitrag

Gabriele Plank mit Sando

Gastbeitrag von Gabriele zur Blogparade Die schönen Seiten des Älterwerdens

Das Leben ist ein laufender Prozess, wobei der Zahl an gelebten Jahren zu viel Bedeutung beigemessen wird.

In allen Abschnitten des Lebens kommt es zu neutralen, positiven und negativen Geschehnissen, die bestenfalls zu einer Reifung des Menschen führen. Dieser Reifungsprozess führt zur Weiterentwicklung unabhängig von gelebten Jahren. Ergebnis dieses Reifungsprozesses sind Akzeptanz und Gelassenheit für die Endlichkeit des Lebens.

Alt fühle ich mich erst, wenn es keine älteren Menschen mehr als mich in meinem Umfeld gibt.

Leben, lieben, lachen, hier und jetzt!

Alles Liebe
Gabriele und Sando

Danke an Gabriele für diesen Gastartikel und das Foto! Du findest Gabriele und Sando auf Instagram als Gaby Plank.

Blogparade: Die schönen Seiten des Älterwerdens

Ü40 Bloggerin Ines Meyrose 20170903 auf der Seebrücke Timmendorfer Strand Teehaus

Der Beitrag Suchbegriffe, die auf diesen Blog geführt haben #1 ist Auslöser für diese Blogparade. Jemand hat nach den schönen Seiten des Älterwerdens gesucht und kam damit auf meinen Blog. Bisher gab es keinen expliziten Beitrag dazu. Künftig finden Suchende nicht nur diesen hier, sondern weitere Artikel dazu bei anderen Bloggerinnen.

Es bloggen über die schönen Seiten des Älterwerdens

Nun kommen wir zu meinem Beitrag. Was ist denn nun schön am Älterwerden? Sicher alles eine Frage der Perspektive. Meine Sichtweise ist die einer 46-jährigen Frau, die in Hamburg am Stadtrand mit Mann und Hund lebt, berufliche Freiheit als Selbständige lebt und versucht, sich das Leben so angenehm wie möglich zu machen.

10 schöne Seiten am Älterwerden für mich

  1. Ich habe viele besondere Sachen erleben dürfen. Meine Unbucket-List ist gut gefüllt.
  2. Jede meiner Lachfalten ist verdient.
  3. Die Kinderfrage wird mir nicht mehr gestellt. Weder, warum ich keine habe oder will, noch die Frage, ob ich schwanger sei. Dazu hat Chrissie in diesem Jahr einen lesenswerten Beitrag verfasst, auf den ich gerne hinweise: Wenn Frauen keine Kinder wollen.
  4. Ich gehöre zwar zu der Generation, deren staatliche Rente ein Witz sein wird im Vergleich zu den Lebenshaltungskosten, dafür konnte ich aber Wohnraum erwerben, als er noch bezahlbar war.
  5. Mir ist deutlich egaler, was andere Menschen über mich denken, als noch vor 15 Jahren. Da ist zwar noch Spielraum nach oben, aber der gedankliche Weg passt.
  6. Die Freiheit zu haben, weiterhin kindische Dinge zu tun wie Schaukeln, Zuckerwatte essen und Schokoeiszauber lieben.
  7. Es gibt negative Erlebnisse, die mir in diesen Leben nicht noch mal passieren können. Die überstanden zu haben ist positiv und dass sie nicht nochmal passieren können auch. Konkretes Beispiel: Die Pflege der leiblichen Eltern.
  8. Im Bett den Bauch einziehen? Ist keine Option mehr.
  9. Einfach mal machen als Lebensmotto zu haben. Aus Erfahrung zu wissen, dass auch ungute Entscheidungen nicht den Kopf kosten. Also bisher jedenfalls nicht … sonst könnte ich das hier nicht schreiben.
  10. Ein Gespür dafür entwickelt zu haben, welche Menschen mir gut tun.

Mach mit!

Veröffentliche bis zum 30. Oktober 15. Oktober 2017 einen Beitrag zu dem Thema und hinterlasse den Link dazu bei diesem Beitrag als Kommentar. Nach Abschluss der Blogparade schreibe ich einen Nachlesebeitrag, in dem alle Beiträge erwähnt werden.

Was sind für Dich die schönen Seiten des Älterwerdens?

Nachlese Blogparade “Klassische Armbanduhren”

Bruno Söhnle Damenuhr Stellina 17-22114-941 Automatik Bicolor Stahl mit Gold

Armbanduhren sind trotz sichtbarer Uhrzeiten um uns herum und am Smartphone offenbar immer noch zeitgemäß. Ob nun das klassische Modell, gesammelte modische Objekte oder Taschenuhren – bei der Blogparade Klassische Armbanduhren wurde einiges gezeigt. Besonders habe ich mich über die Gastbeiträge gefreut von Leser_innen, die keinen eigenen Blog haben.

Die klassischen Uhren der Teilnehmer_innen


Danke für die schönen Beiträge und Inspirationen!

Blogparade Winterwonderland

elablogt-winterwonderland-blogparade

Ela ruft auf zur Blogparade Winterwonderland und in Hamburg hat es im Januar sogar geschneit für das Fotoshooting! Natürlich bin ich gerne dabei und stelle mich in die Schneeflocken.

Ines Meyrose #ootd 20170114 Winterwonderland

Making Off – aus dem Eheleben einer Bloggerin

Der Tag war bis dahin etwas wechselhaft in Stimmung und Wetter. Ein kleiner Einblick in das Eheleben mit einer Bloggerin, die ihren Mann zum Fotografieren nötigt bittet.

9 Uhr

Das Wetter sieht gut aus. Es liegt seit gestern Schnee, der zwar tauen soll, aber es könnte noch für Schneebilder im Neugrabener Moor reichen.

10 Uhr

Ich weiß noch gar nicht, was ich überhaupt anziehen möchte für die Blogparade. Mein Kleiderschrankinhalt ist so gering gefüllt mit Wintersachen, dass sie alle Blog schon zu sehen waren. Den blauen Wollmantel kann bald auch keiner mehr sehen, wenn ich den noch öfter zeige – auch wenn er bisher gut ankommt.

Bei dem Beitrag zu Weinrot hatte ich erwähnt, dass ich den weinroten Pullover gerne in noch zwei anderen Farben gekauft hätte, wenn schöne da gewesen wären. Am Vortag habe ich bei AC AppelrathCüpper tatsächlich zwei schöne Rollkragenpullover von deren Eigenmarke gefunden. Im Alstertal-Einkaufszentrum hatte ich Glück und wurde von einer echten Perle bedient.

Jetzt habe ich also diesen Rolli in Koralle (reduziert auf 70 Euro) neu und noch einen aus reinem Kaschmir in Marineblau (nicht reduziert, schweigen wir lieber über den Preis – aber ich bin mir zu 100% sicher, dass die Modemathematik aufgehen wird). Keine Sorge, ich habe keinesfalls nur etwas Neues gekauft, um etwas zum Bloggen zu haben – aber der Zeitpunkt spielte mir in die Hände.

Ines Meyrose #ootd 20170114 Winterwonderland

Für die neuen Pullover haben mich alte verlassen, weil sie erheblich zu groß waren.
Falls jemand auf die Idee kommt, dass dieser Rolli auch knapper sitzen könnte: Nein, die Schultern passen in Größe 42 genau und am Bauch darf es gerne locker sitzen bei mir. Eine Nummer kleiner spannt er am Busen und Rücken und zieht unter dem Arm – was sofort zu Verfilzung führt bei Wolle. Hätte ich erheblich weniger Busen, würde eine kleine Nummer passen. Habe ich aber nicht.

10:30 Uhr

Ich gehe duschen und schminke mich fotofein. So richtig mit flüssigem Make-up und vollem Hautprogramm.

10:45 Uhr

Es schneeregnet und stürmt. Ich ärgere mich für die Mühe mit der Schminke. Lohn des Bloggerinnenehemanns: Eine aufgehübschte Frau an Wochenendtagen mit Fotoshootings auch ohne externe Termine. So hat der gute Mann außer einer zufriedenen Frau auch optisch etwas davon.

Ich scherze noch, dass mein Mann sich mit der Kamera unter unseren riesigen Regenschirm stellen könnte, während ich mich einschneien lasse. Innerlich habe ich mich von Fotos an dem Tag zu diesem Zeitpunkt bereits verabschiedet.

12:30 Uhr

Es klart kurz auf, blauer Himmel zeigt sich. Schnell das gerade fertige Rührei herunterschlingen und die Kamera holen!

13:00 Uhr

Bloß keine Zeit verlieren. Nicht ins Moor fahren. Fix den Hund spaziergehfertig machen und in die Fischbeker Heide hinterm Haus laufen. Gleich an der Hundewiese machen wir erste Bilder mit Schnee im Hintergrund. Sie sehen O.K. aus auf dem Kameradisplay und ich bin zufrieden.

Jetzt ist endlich der Hund dran, seinen Spaziergang zu bekommen. Ein Stückchen weiter fällt mir der Hintergrund mit den Holzpflöcken ins Auge. Er ist viel schöner als der vorherige und das Wetter hält. Wir machen erste Bilder und dann fängt es an zu schneien.

Ich habe Spaß im Schnee und mein Mann steht ohne Regenschirm mit der Kamera da und fotografiert einfach immer weiter. Ein paar Regentropfen sind eh viel harmloser für Kameras als zum Beispiel Sand. Muss sie abkönnen und konnte sie auch. Und dann war es perfekt: *** Mein persönliches Winterwonderland ***.

Ines Meyrose #ootd 20170114 Winterwonderland

Outfit Winterwonderland

  • Strickjacke Scandic (2011)
  • Rollkragenpullover 70 % Wolle / 30 % Kaschmir AC AppelrathCüpper (2017)
  • Jeans Please! (2015)
  • Stiefel Krupka (2015)

Diese Jeans stecke ich im Winter ganz gerne mal in Stiefel hinein. Zum einen ist sie unten so schmal, dass ich sie sonst nur zu Stiefeletten tragen kann, zum anderen mag ich den Look mit den Stiefeln zu langen Strickjacken und Strickmänteln. Von einigen Männern weiß ich, dass sie ein paar Sachen nicht gerne sehen, die Frauen klasse finden. Dazu gehören neben Ballerinas und Keilabsätzen in die Stiefel gesteckte Hosen.

Wie trägst Du Stiefel im Winter zu Jeans am liebsten?

Bi mi to Hus

Küche

Ein bisschen neugierig sind wir doch alle, wie anderen Menschen leben, oder? Nicht umsonst ist Das perfekte Dinner so beliebt. Sunny hat zur Blogparade Dahoam is dahoam eingeladen. Ergebnis ihres Brainstorming dazu sind diese Fragen, die ich gerne beantworte. Dass die Fragen in der Ihr-Form gestellt sind und nicht in der hier sonst im Blog üblichen Du-Form, behalte ich bei, weil ich zu zweit lebe. Das passt also.

Wenn Du schon länger Leser_in dieses Blogs bist, dann weißt Du bereits einiges davon, denn ich mache aus diesen Sachen kein Geheimnis. Im Modejahr 2016 gab es im Januar beim Thema Cocooning Einblicke in mein Wohnzimmer. Einige Leser_innen waren auch bereits bei mir zu Hause. Die können dann gerne kommentieren, ob ihr Eindruck zu meiner Darstellung passt. Der Abgleich von Selbst- und Fremdbild ist immer wieder spannend. Kommen wir also zu Sunnys Fragen.

Ines Meyrose #modejahr2016 Cocooning im Januar

Haus oder Wohnung?

Reihenhaus in Staffelgeschosshausbauweise. In jeder Ebene gibt es Treppen innerhalb der Ebene. Dadurch wirkt das Untergeschoss hell und luftig. Man kann einmal durchs Haus durchgucken. Weiter oben führt das zu teilweise recht hohen Decken. Das Schlafzimmer hat eine Deckenhöhe von 3,60 m mit einer langen Schräge. Ansonsten ist das Haus innen größer als es von außen aussieht. Der Garten – im Hausgebrauch als parkähnliche Anlage verunglimpft – vorne und hinten ist winzig. Das Haus lebt von seiner gut getarnten Höhe und Tiefe.

Stadt oder Land?

Heidschnuckenherde in der Fischbeker Heide / Hamburg

Hamburg ist ganz klar eine Stadt und ich bin so schnöselig, dass es mir tatsächlich wichtig ist, dass HAMBURG in meiner Adresse steht. Ich wohne im Stadtteil Neugraben-Fischbek in der südwestlichsten Ecke Hamburgs an der Fischbeker Heide. Aber es ist gerade eben noch Hamburg.

Heideblüte in Fischbek / Hamburg

Seit ihr der Liebe oder wegen dem Job dort hingezogen? Wollt Ihr immer dort bleiben oder gern auch mal in ein anderes Gebiet ziehen?

Hamburg ist unser bewusst gewählter Wohnort. Ich bin in Hamburg geboren, bin im Umland auf einem Dorf aufgewachsen und einen Monat nach dem Abitur wieder direkt nach Hamburg gezogen.

Zieht ihr oft und gerne um? Oder möglichst gar nicht?

Von 1993 (Schulzeitende) bis 1999 bin ich 6 x umgezogen. 2003 erfolgt dann der bisher letzte Umzug ins Haus. Ich mag nicht mehr umziehen, weil es so viel Arbeit macht. Das einzig Gute am Umziehen ist, dass man sich entmüllen kann dabei. In absehbarer Zeit möchte ich bitte nicht umziehen müssen.

Ist das Haus gekauft, gemietet? Wie lange wohnt Ihr dort schon?

Das Haus ist gekauft. Es passt perfekt zu uns, weil es auch Rückzugsmöglichkeiten in eigene Bereiche gibt und die Lage für uns alles bietet, was wir brauchen. Tatsächlich war es günstiger, ein Haus zu kaufen, als ein passendes Objekt zu mieten. Andere zahlen in Rentenversicherungen ein, zentraler Teil meiner Altersvorsorge ist das Haus.

Habt Ihr umgebaut? Habt Ihr neu gebaut? Habt Ihr Eure Wohnung nach Euren Vorstellungen gestaltet? Würdet Ihr gerne etwas ändern? Habt Ihr ein Renovierungsprojekt?

Das Haus haben wir 2003 gekauft. Es ist Baujahr 1982. Wir haben vorm Einzug nur die Bodenbeläge bis auf Fliesen ausgetauscht und die Wände weiß gestrichen. Im Lauf der Jahre gab es eine neue Terrasse, ein neues Duschbad, ein überfließtes und modernisiertes Gäste-WC, eine komplett neue Küche und neue Dachfenster. Es ist uns wichtig, das Haus auf Stand zu halten. Zum einen für die eigene Wohnqualität, zum anderen zum Werterhalt.

Wie oft renoviert Ihr Eure Wohnung? Legt Ihr Wert auf zeitgemäßes Wohndesign? Habt Ihr einen bestimmten Wohnstil? Gibt es ein Wohnkonzept? Wie oft tauscht Ihr Eure Möbel? Renoviert und redesigend Ihr Eure Wohnung?

Das letzte Mal haben wir 2015 renoviert, nachdem ich aus Versehen ein Glas Rotwein an die Wohnzimmerwand gekippt habe. Ein langstieliges Glas, eine unebene Oberfläche eines Hockers und ein schwungvolles aufs Sofa fläzen bei 30 Grad abends um 22 Uhr nach einem langen Arbeitstag spielten eine maßgebliche Rolle dabei … Kommentar meines Mannes: Na, dann wird jetzt wohl endlich das Wohnzimmer neu gestrichen. Ich hatte das bis dahin erfolgreich aufgeschoben und jetzt keine Ausrede mehr.

Früher dachte ich, es gäbe die Möbel fürs Leben. Schon lange weiß ich, dass sich mein Geschmack auch bei Möbeln immer mal wieder ändert. Seit etwa 10 Jahren haben wir aber wenig am Mobiliar verändert. Ich kaufe dann eher mal neue Kissens fürs Sofa oder eine andere Farbe für Esstischläufer oder Servietten. Vasen ändere ich auch gerne mal, ebenso Übertöpfe.

Mögt Ihr klassische Möbel, Möbel aus echtem Holz, Möbel im Zeittrend? Steht Ihr auf Vorhänge? Teppich, Stein, Fließen, Holz am Boden?

Ich mag sowohl Holzmöbel als auch aus MDF oder Metall, aber hell müssen sie sein. Ich habe vorher unfreiwillig zu lange mit dunklen Holzmöbeln und dunkler Holzdecke leben müssen. Das Sofa darf gemütlich dunkel sein. Böden dürfen dunkel sein. Ich mag helle Wände. Im Haus gibt es im Esszimmer/Diele, Küche und Gäste-WC weiße Fliesen, die zum Glück unempfindlich sind.

Im Wohnzimmer liegt geöltes Ahorn-Klick-Parkett, dem man das Klick inzwischen ansieht. Wenn wir renovieren, würde ich dort Fliesen haben wollen. Im Rest des Hauses liegt Teppich, Großteils allergikerfreundlicher dunkelblauer Sisal, der langlebig ist. So gerne ich überall gerne echte Holzdielen hätte, so empfindlich sind sie eben auch. Deshalb hätte ich gerne mehr Fliesen oder änlich glatten Boden im Haus.

Da die Not aber gering ist, sehe ich derzeit keinen Grund, mir Mühe, Dreck und Kosten ans Bein zu binden. Am schlimmsten finde ich bei Renovierungen den Dreck. Wir haben 2016 vier neue Dachschrägenfenster bekommen. Das war nicht schön.

Gardine Nordis von IKEA

Fenster habe ich gerne möglichst frei. Nur im Esszimmer und Wohnzimmer gibt es Vorhänge bzw. eine Gardine. Die werden nur ganz selten zugezogen, wenn die Sonne zu sehr blendet. Weil das Haus ziemlich spärlich möbliert ist, hallen die unteren Räume, wenn keine Vorhänge hängen und das mag ich nicht. In den Dachfenstern sind Plissees bzw. Rollos gegen Sonnenlicht.

Gibt es einen Stilmix? Muss alles aus einem Guss sein? Muss alles perfekt sein? Mixt Ihr mit Flohmarktfunden?

Es gibt keinen großen Stilmix. IKEA trifft WHO’s PERFECT und hülsta. Die Holzfarben sind bewusst aus einem Guss. Das Birkenfurnier von IKEA passt zu dem restlichen Ahorn. Tisch und Stühle im Esszimmer sind aus heller Buche. Dazu gibt es rote und weiße schlichte Elemente von IKEA. Flohmarktfunde gibt es nur bei Besteck, nicht in der Einrichtung. Ich hätte es gerne perfekt, aber das wird es nie. Aber darf es so bleiben, wie es ist.

Tapeten? Fototapeten? Deko? Möbel umstellen? Macht ihr sowas oft? Lieber nicht? Ist Wohnen Mittel zum Zweck oder tobt ihr Euch kreativ aus. Ist Euer zu Hause Euer Lebenskunstwerk?

Ich gestehe: Raufasertapete ist an den Wänden … Wenn die mal nicht mehr überzustreichen ist, würde ich die Wände gerne direkt streichen, was dann aber vom Untergrund abhängt.

Früher habe ich Möbel gerne umgestellt. Seit wir in den Haus wohnen nicht mehr. Da werden nur Kleinigkeiten mal verändert, wenn es sich gerade ergibt.

Für mich ist Wohnen Mittel zum Zweck. Ich war nie bereit, viel Geld für Wohnen auszugeben. Es soll mir einigermaßen gefallen, aber bei alten Badezimmerfließen – wir haben noch ein Vollbad zur Renovierung über … – bin ich schmerzbefreit bei der Farbe. Auch andere Einrichtungsthemen sitze ich gerne aus. In meiner letzten Genossenschaftswohnung aus den 1950ern war das Waschbecken in der Dusche. Man gewöhnt sich an alles 🙂 . Mein Zuhause ist also keinesfalls mein Lebenskunstwerk. Aber es ist mein Zuhause und ich lebe gerne dort.

Wie sieht bei Dir aus?

Zarter Klassiker aus Glashütte

Damenuhr von Glashütte - Foto von Caro

Gastbeitrag von Caro zur Blogparade Klassische Armbanduhren

Diese Uhr begleitet mich schon recht lange. Ich habe sie mir 1981 von den Geldgeschenken zur Konfirmation gekauft. Sie wurde in Glashütte/Sachsen produziert und kostete ziemlich viel. Den Kassenzettel habe ich auch noch. 295 Ost-Mark habe ich dafür bezahlt.

Die Uhr besitzt ein mechanisches Uhrwerk und funktioniert noch heute tadellos, wenn ich sie regelmäßig aufziehe. Spuren des häufigen Tragens sieht man schon. Das Glas hat einen Kratzer und auch das Armband ist etwas angelaufen.

Lange Zeit habe ich sie nicht getragen. Das werde ich ändern, denn ich finde die Uhr trotz der langen Zeit immer noch schön.

Danke an Caro für diesen Gastartikel und das Foto!

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