Anzeige – Markenschnäppchen in der Zalando Lounge – lohnt sich ein Einkauf im Shopping Club?

Zalando Lounge Clarks PUR BLUSH Pantolette flach gold Flatlay

Was ist ein Schnäppchen?

Unabhängig davon, ob ich einen Markenartikel kaufen möchte oder ein No-Name-Produkt, stelle ich mir die Frage, ob ich den Kaufpreis angemessen finde. Wenn ich dabei ein Schnäppchen machen kann, freue ich mich natürlich. Ein Schnäppchen ist für mich ein Kauf, bei dem ich

  • ein Teil für weniger Geld kaufe, als es ursprünglich kosten sollte.
  • einen Glücksgriff mache.
  • mich wirklich freue, die Ware gekauft zu haben. Wenn es dann auch noch günstiger ist als erwartet, ist die Freude umso größer.

Sieh genau hin!

Große Preisreduktionen führen leicht in Versuchung. Bei der Zalando Lounge (Werbung), dem Shopping Club für Mode & Lifestyle, werden Markenartikel zum Beispiel mit Rabatten bis zu 75 % angeboten. Je höher der Rabatt ist, umso genauso schaue ich hin, ob

  • ich das Teil wirklich brauche oder haben möchte.
  • der Preis mir angemessen erscheint. Nur weil es reduziert ist, muss es den Preis für mich immer noch nicht wert sein.

Wie identifiziere ich ein Schnäppchen?

Du merkst, dass es ein Schnäppchen ist, wenn Du bereit gewesen wärst, den ursprünglichen Preis für die Ware zu bezahlen. Wenn eine Jacke für Dich nur 30-Euro-schön ist und nicht 150-Euro-schön, dann solltest Du sie auch nicht kaufen, wenn sie nur 20 Euro kostet, denn dann ist die mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die nur 20 Euro nicht wert. Wenn Du aber den hohen Preis nur aus Vernunft oder Budgetgründen nicht bezahlt hättest, die Ware den hohen Preis aber durchaus wert findest, dann kannst Du ein wahres Schnäppchen machen.

Zalando Lounge – Shopping Club für Mode & Lifestyle

Bei der Zalando Lounge (Werbung) werden Sachen aus dem Bereich Mode & Lifestyle mit starken Rabatten angeboten, die variable Lieferzeiten haben. Einige Sachen sollen in spätestens einer Woche geliefert werden, andere Artikel brauchen bis zu sechs Wochen. Die Angebote gelten immer nur kurze Zeit.

Die Bestellungen werden in dem Angebotszeitraum von Zalando gesammelt und gebündelt geordert und ausgeliefert. Das spart Lager- und Transportkosten, was unter anderem die Angebote ermöglicht. Es sind regelmäßig Top-Marken dabei, bei denen ich denke, dass man wirklich ein Schnäppchen machen kann. Ich habe zum Beispiel Angebote von Superdry, Armani Jeans, Mandarina Duck, Timberland, Georg Jensen, Sorel, Fendi und Burberry gesehen. Meine Pflichtschuhe von Peter Kaiser waren auch dabei. Jeden Tag gibt es in dem Shopping Club neue Aktionen, die morgens starten.

Zalando Lounge App

Die Zalando Lounge App habe ich auf meinem Android-Smartphone verwendet, um mich schnell über aktuelle Aktionen zu informieren zu lassen. Es gibt die App für Android (Werbung) und iOS (Werbung) Ich finde die App angenehm übersichtlich und leicht zu bedienen. Sowohl am PC als auch in der App kannst Du Dich mit Deinem Zalando-Konto, Facebook oder Google+ anmelden. Bei mir haben alle Anmeldeoptionen funktioniert.

Meine erste Bestellung in dem Shopping Club

Weil sich dieser Sommer bereits im April an den Start gemacht hat und wir den eigentlichen Sommer bestimmt noch zwei Monate haben, kann mein Schuhsortiment Zuwachs gebrauchen. Ich habe mir goldfarbene Pantoletten bestellt, die ich cool zu Jeans finde.

Zalando Lounge free people AT EASE Pantolette flach gold Flatlay

Um sicher zu gehen, dass ein Paar passt, habe ich zwei zur Auswahl bestellt. Beide sind von Marken, von denen ich noch nie Schuhe hatte: easy people und Clarks. Sie passen beide! Das soll noch mal einer sagen, dass es schwer wäre, passende Schuhe online zu finden. Da habe ich offline schon mehr anprobiert.

Nimm 2

Wie sagt mein Mann immer so schön: “Wäre es schlimm, wenn Du beide Paare hättest?” Nein, wäre es nicht. Also habe ich jetzt zwei Paar goldene Pantoletten. Sie sind im Goldton verschieden und beide vollends gemütlich. Ich bin mir sicher, in den nächsten Jahren beide Paare zu tragen, so dass keins davon zu kurz kommt. Die Schuhe werden einfach nur länger halten, als wenn ich nur ein Paar hätte.

Die geliebte Modemathematik

Für mich stimmt der Preis bei Kleidung, wenn die Kosten pro Tragen möglichst günstig sind. So kann ein hochpreisiges Teil pro Tragen wenig kosten, wenn ich es oft anziehe. Ein günstiges Teil kann pro Tragen sehr teuer sein, wenn ich es nur wenig anziehe. Am Ende zählen für mich die Kosten pro Tragen. Sowohl die Pantoletten von Clarks als auch die von easy people waren um 55 bzw. 58 % reduziert. Bei diesen Schuhen hat die Modemathematik gute Chancen aufzugehen!

Sommeroutfit mit goldenen Pantoletten

Ines-Meyrose – Sommerlook 2018 mit Zalando Lounge free people AT EASE Pantolette flach gold – Plisseeshirt Lands‘ End - Jeans-Closed - mit Paul

Ich finde es schön, den Rest des Outfits zu so auffälligen Schuhen farblich reduziert zu halten, deshalb kombiniere ich dazu eine hellblaue verkürzte Jeans (Closed 2018) und das cremeweiße Plisseeshirt (Lands’ End 2017). Um das Gold nochmal aufzunehmen, trage ich außer meinem Ehering eine zarte goldfarbene Blattkette (Geschenk von Sunny 2017) dazu. Das Blümchen-Tuch (Fraas 2013) kombiniere ich gerne zu Hellblau und Cremeweiß, weil es die Farben schön aufnimmt. Es ist eins meiner ganzjährigen Lieblingstücher. Farbklammer? Check √.

Der auf den Flatlays zu sehende goldfarbene Gürtel hält zwar die Hose oben, schaut aber nur bei Bewegungen vielleicht mal heraus. Warum ich nur selten sichtbare Gürtel trage, kannst Du im Beitrag RADIKAL MINIMAL #10 Gürtel lesen. Dennoch stimme ich den Gürtel gerne farblich so ab, dass er zum Outfit passt, falls man ihn doch mal sieht.

Flache Pantoletten von free people AT EASE in gold

Ines-Meyrose – Sommerlook 2018 mit Zalando Lounge free people AT EASE Pantolette flach gold – Plisseeshirt Lands‘ End - Jeans-Closed

Flache Pantoletten von Clarks PURE BLUSH in gold

Ines-Meyrose – Sommerlook 2018 mit Zalando Lounge Clarks PUR BLUSH Pantolette flach gold – Plisseeshirt Lands‘ End - Jeans-Closed - mit Paul

Grüße vom Zausel

Paul am Set

… der sich vermutlich fragt, was es mit diesem Fotoshooting mal wieder auf sich hat. Es gab Leckerlis. Das muss als Erklärung für ihn reichen.

Kennst Du die Zalando Lounge? Was für Erfahrungen hast Du mit Shopping Clubs?

Modemathematik, Schnäppchen und eine Mütze

Ines Meyrose Kaschmirmütze ftc, Dreieickstuch Zwillingsherz

Gunda vom Blog Hauptsache warme Füße! hat mich kürzlich gefragt, ob es sein kann, dass ein Internet-Shoppingclub Klamotten verkauft, die sonst irgendwie keiner will. Ihr ist mehrfach aufgefallen, dass mit der gelieferten Ware irgendwas für sie nicht stimmt, zum Beispiel die Schnitte. Mal ist ihr der Ausschnitt viel zu tief, mal sitzt der Reißverschluss nicht – und das zum Beispiel bei einer auf 129 Euro reduzierten Jacke für vormals 279 Euro. Sie wollte wissen, ob mir das auch schon aufgefallen ist. Die Antwort darauf ist dieser Beitrag.

Warum ist die Ware im Sale gelandet?

Wenn Ware sehr stark reduziert ist, wie zum Beispiel bei Outlets oder einigen Shoppingclubs im Internet, hat das, wenn sie nicht extra dafür produziert wurde, in der Regel einen Grund: Die Ware wollte vorher keiner kaufen. Im besten Fall wurde nur zu viel produziert, der Sommer oder Winter war schlecht und es sind gute Sachen hängen geblieben. Im schlechten Fall ist die Ware einfach für den Durchschnittskunden nicht gut tragbar, weil entweder Schnitte oder Farben zu speziell sind. Dazu habe ich bereits unter anderem die Beiträge

hier im Blog veröffentlicht. Ich kaufe nur Sachen, die ich auch schön genug für den Originalpreis gefunden hätte und freue mich dann, dass ich ihn nicht bezahlt habe. Auch und gerade bei reduzierten Sachen frage ich mich, ob die Modemathematik aufgehen wird. Die Kosten pro Tragen hängen in den meisten Fällen viel mehr von der Tragehäufigkeit als vom Anschaffungspreis ab. Wenn ich genau die spezielle Trägerin bin, auf die das Teil gewartet hat, ist alles fein. Wenn ich in einem Outlet oder Shoppingclub im Internet etwas in die Hand nehme oder bestelle schaue ich noch genauer hin, ob das Teil in jeder Hinsicht für mich O.K. ist oder nicht.

Mützenschnäppchen

Diese Mütze in terrakotta-orange-erde-ich-weiß-nicht-welcher-Farbe ist ein perfektes Beispiel für einen Kauf aus dem Ausverkauf. Sie ist von ftc, einer Schweizer Firma, die fair trade cashmere – daher der Name ftc – verarbeitet. Sie ist zu 100% aus zauberhaft weichem dünnem Kaschmir. Sie hält den Kopf im Frühling bei windigem Wetter warm, aber ich spüre sie auf dem Kopf gar nicht. Weil sie so leicht und dünn ist, drückt sie die Haare nicht platt.

Die leichte Mütze war im Super Checkout Outlet in Tinnum auf Sylt von 59 Euro um 70% auf 17,70 Euro reduziert. Beim ersten Griff nach ihr war klar, dass ich sie kaufen würde. In dem Laden habe ich schon allerbeste Schnäppchen gemacht, aber noch viel mehr wieder auf die Stange zurückgehängt, weil Schnitte oder Farben nicht passten. Die Antwort auf Gundas Eingangsfrage lautet also ja.

ftc - fair trade cashmere Mütze in perfekter Farbe für den Herbstfarbtyp

Warum landete die Beanie im Outlet? Es ist die schwer verkäufliche Farbe! Die gedeckte, warme Farbe steht nur Herbstfarbtypen direkt am Gesicht richtig gut und nicht alle Herbstfarbtypen mögen die Farbe leiden oder tragen. Auf mich trifft beides zu und deshalb ist sie für mich sowohl tragbar als auch kombinierbar. So eine leichte Mütze hatte ich bisher nicht und habe oft Verwendung dafür. Deshalb ist sie für mich ein Schnäppchen, bei dem die Modemathematik bereits aufgeht. Das Foto ist aus diesem Mai. Das Wetter an der Nordee war sonnig, aber kalt und windig. Mützenwetter halt!

Linkparty

Zu Traudes A New Life passt die Mütze, weil das Material fair gehandelt ist. Zu Sunnys Um Kopf und Kragen schicke ich sie ebenso.

Wie ist Deine Erfahrung mit Outlets oder Shoppingclubs?

Buchreview: Was man trägt

Werbung zum Lesen

Maennermontage_www.meyrose.de

Die Männermontage sind eine Artikelreihe in diesem Blog, die 2012 einige Wochen lang jeden Montag mit Büchern für oder über Männer und deren Kleidungsstil lief. Wenn mir spannende Bücher zum Thema Mode oder Auftreten für Männer in die Hände kommen, dürfen die sich in loser Reihe sich als Nachzügler hinzugesellen. Den Hinweis auf das Buch von Florian S. Küblbeck habe ich im Lady-Blog gesehen.

(Affiliate Link auf dem Cover)
Was Mann trägt: Gut angezogen in zwölf Schritten (Affiliate Link)
von Florian S. Küblbeck mit Illustrationen von Theresa Hardege

Zwölf Schritte sind in diesem Fall zwölf konkrete Kleidungsstücke, mit denen Mann in (fast) jeder Lebenslage gut angezogen ist. Das sind genau die zwölf Stücke, bei denen die Modemathematik immer aufgeht, wenn die richtigen Teile ausgewählt werden. Das sind genau die Sachen, die Mann trägt, bis sie auseinanderfallen und deren Kosten pro Tragen damit immer geringer werden, der Tragevergnügen bei maximaler Qualität aber bleibt.

Die Basisgarderobe des Herren

Das Buch ist kein Mode- oder Typberatungsbuch. Der Autor betrachtet die Kleidungsstücke modeunabhängig, was eben gerade echte Klassiker ausmacht, und gibt Tipps, wie sie zeitlos getragen werden und dabei trotzdem aktuell wirken. Der Autor vermittelt Grundlagenwissen in Form eines Leitfadens, an dem sich die Leser unabhängig von schnellen Trends orientieren und ihre persönlichen Vorlieben einbringen können. Je nach beruflichem und privatem Umfeld wird der eine Leser von einem Teil diverse Duplikate anschaffen und der nächste sicher etwas weglassen. Zu entscheiden, was davon gebraucht wird und was nicht, ist einfach, denn die Anwendungsbereiche werden ganz klar beschrieben.

Um im Geschäft das passende Stück zu finden, bekommt der Leser Einblick in übliche Schnitte der betrachteten Kleidungsstücke, Passform, charakteristische Details, Materialien, Qualitätsunterschiede und Kombinationstipps. Da die meisten Menschen am Ende doch ein begrenztes Budget haben, sind auch wertvolle Tipps dabei, an welcher Ecke gespart werden kann und an welcher besser nicht.

Einfach gut angezogen

Was heißt das eigentlich? Zum Beispiel, dass Menschen, die als gut gekleidet von anderen wahrgenommen werden, ein Gespür für die Kombination von Kleidung haben und die Anlässe, zu denen sie passt. Dieses Gespür ist nicht angeboren, sondern lernbar. Nur wem das von Geburt an vorgelebt wird, der hat es sicher leichter, ein Auge dafür zu bekommen, als jemand, der sich erst im Erwachsenenalter mit seiner Kleidung näher befasst.

Ist der Kaschmirpullover die Tomate der Garderobe?

Florian S. Küblbeck schreibt auf Seite 8/9 so treffend: “… ist die Kleidung nicht anders als Essen: Wer gut kochen kann, kennt die Qualitäten der verschiedenen Zutaten und weiß, mit welchen Techniken er sie zubereiten und wann er bestimmte Gerichte servieren kann. Auf dieser Grundlage ist dann alles möglich – vom köstlichen Alltagsessen bis zur kulinarischen Extravaganz für die besonderen Gelegenheiten.” (S. 8/9)

Diesen Vergleich finde ich absolut gelungen. Den Ansatz mit Kleidung so zu spielen und zu experimentieren, wie sonst mit Zutaten in der Küche, trage ich gerne weiter in die Welt. Auf an den Herd … ähm … Kleiderschrank mit Euch, Männer!

Fazit

EUR 12,95 sind in dieses Taschenbuch gut investiert für alle Männer, die gerne lange etwas von ihrer Kleidung haben und einen unaufgeregten Stil mit wenigen, stilsicheren Elementen pflegen möchten. Weitere empfehlenswerte Bücher für Männer zu diesem Thema findet Ihr in meinem Amazon-Affiliate Link-Widget:

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Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Webshop bei Beck (Werbung) zu bestellen. Es wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Der Beitrag gibt meine ehrliche, freie und subjektive Meinung wieder.

Modemathematik auf NDR 2

ModemathematikIch liebe Modemathematik, denn die geht immer auf. Heute ein kleiner Radiomitschnitt dazu für Euch vom 20. August 2014 auf NDR 2. Als Stilberaterin bin ich dort im Gespräch mit Maren Sieber im NDR 2 Nachmittag zu hören.

Hier das Interview als mp3: Mitschnitt NDR 2 zur Modemathematik

Danke an den NDR, dass ich diesen Sendemitschnitt als Referenz auf meinen Webseiten veröffentlichen darf.

Danke an Euch Leser_innen für die vielen Glückwünsche zum heutigen Blog-Geburtstag! Bin ganz berührt.

Die Kleiderschrankfrage: Gehen oder Bleiben?

Ines Meyrose Outfit 24.07.2013… Du musst Dich entscheiden! Das ist bei einigen Kleidungsstücken manchmal nicht einfach. Selbst beim Anlegen der Kriterien für die Kleiderschrankinventur machen es einige Stücke es einem schwer. Bei mir war Leo so ein Fall, dem auch der Mutige Montag nicht weiter geholfen hat. Inzwischen sind wir übrigens getrennte Wege gegangen. Bis zu seinem Ableben in meinem Kleiderschrank habe ich ihn genau 4x getragen – definitiv zu wenig – die Modemathematikerin in mir weint. Möge er der Empfängerin über die Wilhelmsburger Kleiderkammer mehr Freude machen.

Über den Blog Meine Kleider der Modeoma aus dem Ü30 Blogger-Netzwerk bin ich auf eine schöne Seite gestoßen, die sie als Ausmistberater empfiehlt:
What to wear Fragebogen “Wegwerfen oder behalten?”

Demnach hätte ich Leo übrigens behalten sollen – heil, passt, modisch … aber ich weine ihm keine Träne hinter her.

Nach welchen Kriterien mistet Ihr aus?

Sommerschlussverkauf: Schnäppchen oder Fehlkäufe?

Leuchtturm Hörnum, Sylt

Der SSV ist ein Saisonschlussverkauf. Dieses Wort habe ich gerade beim Verlinken auf Wikipedia gelernt. Schönes Wort für etwas, das früher ganz anders war und immer noch scharenweise Kunden in die Läden lockt.

Was bringt der Sommerschlussverkauf?

Die Läden wollen ihre Länger räumen, um Platz für die Herbstware zu haben. Außerdem wollen sie die übrig gebliebene Sommerware wegen der Kosten und des Aufwands nicht bis 2014 einlagern. Dafür werden auch geringere Margen in Kauf genommen, da sich die Reste im kommenden Jahr voraussichtlich nicht besser verkaufen werden als in diesem. Da kommen wir zu den wichtigen Punkten:

  • Was für Sachen gibt es im Sale?
  • Was können Schnäppchen sein?
  • Was hat das Potenzial für einen Fehlkauf?

Was für Sachen gibt es im Sale?

Im Sale sind entweder Sachen, von denen der Handel zu viel eingekauft hat, die nicht zum Wetter gepasst haben oder schlichtweg niemand aus diversen Gründen kaufen wollte. Wenn es zu viele Sachen sind, werden sie bereits von vielen Personen getragen – bitte nur kaufen, wenn Euch das nicht stört. Wenn sie nicht zum bisherigen Wetter gepasst haben, jetzt jedoch die Sonne scheint und Ihr nichts mehr zum Anziehen für die heißen Tagen habt? Nutzt die Chance gerne. Wenn die Sachen Ladehüter sind, fragt Euch: Warum? Und das ist die Kernfrage bei jeglichen Saisonschlussverkäufen.

Was können Schnäppchen sein?

Ein Schnäppchen ist aus meiner Sicht etwas, das ich günstiger bekommen habe, als ich bereit gewesen wäre, dafür zu bezahlen. Entweder bekomme ich mehr für mein Geld, z.B. zwei zum Preis von einem, ich erhalte einen monetären Rabatt auf den Originalpreis oder andere Vergünstigungen/Zugaben. Wichtig ist am Ende immer, dass ich den Artikel und ggf. die Zugabe wirklich haben möchte oder brauche und ihn verwenden werde. Sonst geht die Modemathematik nicht auf und das scheinbare Schnäppchen wird in Wahrheit ganz schön teuer pro Verwendung. Ein Schnäppchen erkenne ich auch daran, dass ich bereit gewesen wären, den vollen Preis dafür zu bezahlen, wenn es im Budget gelegen hätte. Wenn zum Beispiel aus Eurer Sicht ein T-Shirt nur 10-EURO-schön ist und nicht 80-EURO-schön, dann solltet Ihr es auch dann hängen lassen, wenn es für EUR 10,- zu haben ist. Denn dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit auch diese “nur” EUR 10,- nicht wert.

Was hat das Potenzial für einen Fehlkauf?

Fehlkäufe sind aus meiner Sicht Dinge, die ich nach dem Kauf doch nicht brauche oder nicht mag und nicht oder zu wenig verwende. Solche Schrankleichen – vom blöden Kochtopf bis zum Abendkleid – verstopfen die Schränke, machen unglücklich, wenn man sie sieht und waren am Ende pro Gebrauch in jedem Fall zu teuer. Im schlimmsten Fall werden sie nach Jahren ungebraucht entsorgt. Das ist wohl jedem schon mal mit etwas passiert. Das Geld hätte man dann auch gleich verbrennen können – nein, besser verschenken. Das größte Risiko für Fehlkäufe bergen meiner Erfahrung nach Sachen, die extrem herab gesetzt sind, denn es hat Gründen, dass sie nach diversen Preisreduktionen immer noch zu haben sind. Außerdem ist dabei die Versuchung so groß, dem kostet ja fast nix mehr, nehme ich jetzt einfach schnell eben mit zu erliegen. Zur Vermeidung von Fehlkäufen, biete ich übrigens auch Einkaufsbegleitungen an.

Kernfrage: Warum hat das vor mir keiner gekauft?

Bei jedem Sale-Artikel frage ich mich ganz genau, warum der noch zu haben ist. Ich prüfe Form, Schnitt, Farbe, Muster, Material, Verarbeitung, typgerechte und modische Aspekte. Nur wenn ich ganz genau weiß, dass dieses Stück zu mir passt, darf es in mein Zuhause einziehen.

Tipps für Saisonschlussverkaufskäufe

Klassische Bekleidung wie Blazer, Tuchhosen und Blusen in eher neutralen Farben überdauern modisch mehrere Jahre. Da ist die Wahrscheinlichkeit hoch, ein Schnäppchen zu machen. Artikel in auffälligen Farben und Mustern prüfe ich sehr genau auf die Wahrscheinlichkeit, dass ich sie auch nächstes Jahr noch mögen werde. Je extremer Attribute sind, je eher kommt es aus der Mode. Wenn Ihr sehr aktuelle Modeschnäppchen macht, tragt sie am besten noch in dieser Saison so oft es irgend geht, um die Kosten pro Tragen gering zu halten. So können auch absolute Trendteile sich rentieren.

Nutzt Ihr den Sommerschlussverkauf?

Modemathematik

Modemathematik

Da ich ganz verliebt bin in das Wort, weil es die optimale Verbindung von lebensfroher Mode mit sachlichem Kalkül verbindet, gönne ich ihm noch mal einen kleinen eigenen Beitrag. Den Begriff habe ich erstmals in Nina Garcias Buch Der perfekte Kleiderschrank gelesen – er steht dort auf Seite 91: “Der Preis ist bedeutungslos, er lässt sich immer durch die Regel der Modemathematik rechtfertigen: Kosten geteilt durch die Male, die das Teil getragen wird, ergibt unschätzbar wertvoll.”

Genau mein Reden! Nur dass ich bis dahin kein so schönes Wort dafür hatte, sondern es Kosten-Pro-Mal-Tragen genannt habe. Letztendlich kommt es genau darauf an. Ein Billigteil, das ich nur einmal trage, ist so teuer als ein scheinbar teures Teil, das ich ganz oft trage. Genau diese Rechnung stelle ich bei jedem Stück auf, bevor ich kaufe. Natürlich lässt sich die Tragehäufigkeit nicht exakt vorhersagen. Aus Erfahrung liege ich jedoch ganz gut mit meinen Schätzungen. Am besten sind natürlich günstige Sachen, die oft und über einen langen Zeitraum immer wieder getragen werden. Das sind dann die wahren Schnäppchen.

In diesem Sommer habe ich mich bereits von einigen Sachen getrennt, weil sie aufgetragen waren: 2 Tuniken, 1 Hose, 1 Bluse und 1 Tunika wird noch folgenden. Bis auf eine Bluse – die ein Notkauf war, weil ich mich auf dem Weg zum Kunden mit Tomatensoße bekleckert habe – wurden alle Sachen 2,5 Jahre regelmäßig getragen.

Die Rechnung geht auf!

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