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Küchenhelfer – Schmortopf

In diesen Kochtopf bin ich ein klitzekleines bisschen verliebt. O.K., vielleicht mehr als ein klitzekleines bisschen. Vielleicht sogar ziemlich doll und das schon lange. Er ist seit etwa 13 Jahren im Einsatz – teilweise zweimal pro Tag. So weit ist es mit mir gekommen, dass ich hier ein Liebeslied auf einen Kochtopf singe …

Le Creuset La Marmite 26 cm – 4,1 Liter – mein Lieblingstopf

Le Creuset La Marmite 26 cm ofenrot

Mal davon abgesehen, dass ich die ofenrote Farbe schön finde und das gute Stück fantastisch zum Fliesenspiegel unserer Küche passt, liebe ich seine Handhabung und das Ergebnis, das er mir beim Kochen beschert. Angeschafft wurde der Schmortopf von Le Creuset nach der Umstellung des Herds auf Induktion, als alle alten Töpfe und Pfannen nicht mehr funktionierten.

Le Creuset La Marmite 26 cm ofenrot

Auf den Bildern siehst Du die klassische Version des Familientopfes. Es gibt inzwischen eine Signature Collection, die größere Griffe und einen anderen Deckelknopf hat, der noch hitzebeständiger ist.

Mein Deckelknauf verträgt nur 190 Grad im Ofen, was mir ausreicht. Wenn man allerdings Brot mit Deckel darin backen möchte, kann eine höhere Temperaturverträglichkeit vorteilhaft sein.

Le Creuset La Marmite 26 cm ofenrot

Wenn man den Topf mit Deckel verwendet, liegt der durch sein Eigengewicht so fest auf, dass sich Hitze im Topf bestens verteilen kann und Feuchtigkeit im Topf bleibt. Dadurch garen die Lebensmittel gleichmäßig und zügig. Beim Dünsten von Gemüse geht das oft ohne Wasser oder mit nur ganz wenig.

Le Creuset La Marmite 26 cm ofenrot

Die Patina entsteht im Lauf der Jahre auf dem Boden des Topfes. Sie tut der Funktion keinerlei Abbruch. Eigentlich ist die offizielle Empfehlung von Le Creuset meines Wissen nach, kein Spülmittel für die Töpfe zu verwenden, sondern nur heißes Wasser.

Du hättest meine Augen sehen sollen, als meine Freundin nach dem gemeinsamen Kochen beim Abwaschen wie selbstverständlich Spüli in den Topf gekippt hat. Die waren tellergroß vor Entsetzen!

Allerdings hat sie diese Art Töpfe schon viel länger als ich und verwendet immer Spüli und ihre sehen von innen genauso aus wie meine. Das habe ich mir danach genau angesehen bei ihr zu Hause.

Seitdem verwende ich auch manchmal Spüli, weil das einfach etwas schneller geht damit. In den Geschirrspüler kommen diese Töpfe aus emailliertem Gusseisen niemals – weder bei ihr noch bei mir. Dabei würde der Rand rosten. Wichtig ist auch, den Topf immer vollständig abzutrocknen, damit das nicht passiert.

Le Creuset La Marmite 26 cm ofenrot

Ohne Deckel kannst Du den La Marmite – auch Familientopf genannt – wie einen Wok oder eine normale Pfanne verwenden. Die Rundung ist so perfekt, dass beim Rühren im Normalfall nichts herausspringt.

Auch ohne Deckel verteilt sich die Wärme fantastisch überall im Topf, so dass Risottos quasi von alleine gelingen und Soßen sich wunderbar einköcheln lassen.

Le Creuset La Marmite 26 cm ofenrot

Zum Rühren nehme ich nur Holzlöffel, Metallbesteck würden zerkratzen – das Besteck, nicht der Topf. Auf dem Bild siehst Du, wie die Zwiebelwürfel langsam Farbe annehmen und sich in etwas Olivenöl sanft schmoren lassen.

Man braucht in dem Topf nicht mehr Fett als in Töpfen oder Pfannen aus Edelstahl. Nicht geeignet ist er für Bratgut, dass extrem leicht ansetzt wie Eier oder Pfannkuchen. Ich bekomme ich keiner anderen Pfanne oder Topf Röstaromen beim Anbraten so köstlich hin, wie in diesem La Marmite.

Deshalb verwende ich ihn für alles, was mit Geschmack angebraten werden soll und von der Form auf seinen Boden passt. Ob es am Ende eine Nudelsoße ist, Fleisch- oder Bratwürstchenstücke, Suppe, Gemüseeintopf oder ein Auflauf, der direkt ohne Deckel in den Ofen geschoben wird, spielt keine Rolle dabei.

Le Creuset La Marmite 26 cm ofenrot

Weil ich ihn hübsch finde und das Essen schön warm bleibt in dem Topf, kommt er immer direkt auch den Tisch – auch für Gäste und an Feiertagen. Er ist für mich genauso schön wie eine Servierschüssel.

Die Griffe nehmen zwar beim Kochen Wärme aus dem Topf auf, aber auf dem Herd habe ich mich noch nie daran verbrannt. Aus dem Ofen muss man immer einen Handschutz nehmen. Auf dem Herd werden die Griffe nur unangenehm warm, wenn etwas lange darin richtig gekocht hat.

Beim Deckel muss man beim Abnehmen schon eher aufpassen, damit nicht an die Hand zu kommen. Dafür nehme ich immer einen Ofenhandschuh.

Das ist einer der großen Qualitätsunterschiede zu billigen Töpfen aus Gusseisen, die gerne so heiße Griffe bekommen, dass man sich am Herd sofort daran die Pfoten verbrennt. Das ist mir hier noch nie passiert.

Es gibt den La Marmite übrigens auch noch eine Nummer größer in 31 cm mit 7 Litern, den habe ich in Kirschrot. Den verwende ich für große Mengen zum Kochen auf Vorrat oder wenn viele Gäste kommen.

Aber … der größere passt im Durchmesser oben nicht ganz in unser Spülbecken, der ist unhandlich abzuwaschen. Deshalb würde ich den nicht wieder kaufen, sondern dann lieber eine ovale Bräterversion in ähnlicher Füllmenge wählen.

Bevor ich jetzt noch weiter im Detail schwärme, stelle bitte lieber Deine Fragen dazu als Kommentar, damit Du die Antworten bekommst, die Du lesen möchtest. Danke!

Mit welcher Art Topf kochst Du am liebsten Eintöpfe?

16 Antworten auf „Küchenhelfer – Schmortopf“

Guten Morgen Ines,
ich kann verstehen dass Du den Topf gern magst. Mein Sohn hat von Le Creuset einen ähnlich Topf gekauft, nur in Form eines Kürbis. Ein Schmuckstück. 😁 Timo backt häufig Brot und das wird in dem extra Brotbacktopf super schön. Die Töpfe sind teuer, aber ihr Geld wert. Wir teilen Deine Begeisterung.
Liebe Grüße Tina

Oh ja, der Kürbisbräter ist ein Schmuckstück! Für den Alltag mag ich beim La Marmite die wokähnliche Form lieber, aber als Bräter und für Brot ist der ein Traum. Und er hat den Knauf, der mehr Hitze ab kann. Das Brot bekommt eine fantastische Kruste in diesen Töpfen.

Ich finde ich großartig, dass Dein Sohn sich direkt die besten Sachen kauft. Ein Vorteil, wenn man lange zu Hause wohnt – anstatt viel Geld fürs Wohnen kann man dann auch als Twen in sowas investieren. Das ist Küchenwerkzeug und von hochwertigem Werkzeug hat man lange was.

Wir hatten damals Glück, dass er im Angebot im Laden in Hamburg war und die Preise – wie bei allem – noch niedriger. Ich meine, 199 Euro bezahlt zu haben und davon ist schon jetzt jeden Euro wert gewesen. Schwer nach Hause zu schleppen war er! Aber obwohl er schwer ist und meine Handgelenke schwach sind, kann ihn gut abwaschen, weil sein Schwerpunkt stimmt.

Das stimmt. Er investiert hier in gute Küchenwerkzeuge und Geräte. Er informiert sich gut vor dem Kauf und bisher sind wir sehr zufrieden mit seinen Einkäufen. Wir profitieren sehr davon😁

Ich gestehe, dass ich seit Ewigkeiten um die alle Creuset Töpfe schleiche. Eigentlich, seit ich mit dem Tochterkind die Poletto Kochsendungen vor langer Zeit geschaut habe.
Darum ist dein Tipp klasse, das Schleichen hat jetzt einen Namen. Zum Brotbacken (was gerade etwas ruht), nehme ich meine Pampered Chef Töpfe. Für Gulasch auch. Aber die sind eben nicht für den Herd. Mal sehen, was passiert.
Aber es gibt nichts, was so glücklich macht wie gute Kochutensilien. Und darum freue ich mich mit dir und danke fürs erneute ‚Heissmachen‘ 😂
Liebe Grüße aus dem Starkregen
Nicole

Die Töpfe sind einfach schön anzusehen und haben eine tolle Haptik. Ich liebe sie alle. Ich habe neben dem großen La Marmite auch noch einen kleinen in normaler Kochtopfform mit 20 cm Durchmesser in Schwarz. Der ist toll für Reis und Béchamelsoße. Die Soße rührt sich darin quasi von alleine ohne anzusetzen.

Jetzt wo Ihr oft zu zweit oder dritt am Tisch seid, hätte der kleine La Marmite eine ideale Größe für Euch.

Wünsche fröhliches Schleichen :).

Wir hatten jahrzehntelang einen Le creuset in etwa dieser Größe und auch in diesem schönen Orange. Er war uns dann auf Dauer etwas zu klein und auch nicht mehr wirklich schön anzusehen. Dann haben wir uns einen größeren zugelegt fürs Vorkochen, allerdings einen Staub, auch aus Frankreich, in oval. Mit dem sind wir aber auch sehr zufrieden. Diese Art Töpfe sind einfach wunderbar. Mal sehen, ob wir nicht bald doch mal wieder einen kleineren Le Creuset brauchen…? 🙂
Liebe Grüße
Sieglinde

Für 2 bis 4 Portionen ist der Topf großartig, für mehr ist er zu klein. Deshalb ist er für uns perfekt, weil ich meistens für 2 oder 2 x 2 Portionen (mit Vorrat) koche. Vom Staub hatte ich noch nie etwas, ich vermute, dass die Qualität vergleichbar ist.

Liebe Ines, ich bin auch im Besitz eines Creuset Topfes habe aber leider immer Probleme mit dem Anbraten. Mir wurde beim Kauf gesagt man soll den Topf unbedingt auf kleiner Stufe aufheizen. Bei mir brät das Fleisch nur kurz und zieht dann gleich Wasser und kocht dann eher als zu braten. Wie machst du das denn?
Ich lese hier übrigens schon lange still mit und mag deinen Blog und deine authentische Darstellung sehr. Liebe Grüße Martina

So würde das bei mir genauso schief gehen wie bei Dir. Die empfehlen das so, klappt aber nicht …

Wenn ich Fleisch in diesem Topf (gilt auch für andere aus Gusseisen) anbraten möchte – egal ab 500 g Hack (bei mehr ist dieser zu klein) oder 500 g Geschnetzeltes, erhitze ich den Topf mit Butter und/oder Öl (Butter mit etwas Öl, damit sie nicht spritzt, mag ich lieber als Öl pur) auf voller Stufe. Wenn das Fett heiß ist, brate ich das Fleisch scharf an, wende es und erst dann drehe ich die Temperatur herunter.

Hast Du einen Induktionsherd? Dann nie die Powerstufe nehmen, die überhitzt den Topf und Pfannen. Aber die volle normale Stufe kannst Du zum Anbraten problemlos nehmen. Volle Stufe kannst Du auch auf anderen Herdarten nehmen.

Sollten die Sachen im Topf ankleben, mach das Einbrennen mit Öl noch mal, wie es vor der ersten Verwendung empfohlen wird.

Wünsche ab jetzt bestes Gelingen und freue mich, dass Dir mein Blog gefällt!

Solche Töpfe sind Gold wert. Ich selbst habe zwar keine gusseisernen, aber spezielle Töpfe von Woll. Da kann der Deckel einiges an Temperatur vertragen. Wobei man das meist nicht braucht im Backofen. Die Töpfe kommen bei mir auch in den Spüler. Nur die Pfannen nicht.

Liebe Grüße
Sabine

Töpfe von Woll kenne ich gar nicht. Falls ich mal neue Edelstahltöpfe brauche zum Kochen von Gemüse und Nudeln, schaue ich da gerne mal. Die müssen bei mir nämlich den Geschirrspüler auch vertragen.

Liebe Ines,
der Topf sieht wirklich gut aus und passt perfekt zu deinem Küchenfliesenspiegel! Und du klingst tatsächlich verliebt 😉 – genauer gesagt ist es bei einer so langen Beziehung wohl schon eher wahre Liebe. Kannst du dich noch an den Preis dieses guten Stücks bzw. den Preisunterschied zu ähnlichen Töpfen noch erinnern?
Alles Liebe, Knuddels an den Zausel und ein schönes Wochenende, Traude 😘
https://rostrose.blogspot.com/2023/03/costa-rica-9-kapitel-nationalpark.html

Stimmt, dass ist wahre Liebe ❤️. Bezahlt habe ich meiner Erinnerung nach 199 Euro. Entweder war das ein Angebot oder die UVP. Ich meine, ein Angebot – vielleicht lag die UVP dann bei 219 Euro.

Töpfe in vergleichbarer Qualität haben damals auch schon so viel gekostet. Ein guter Edelstahltopf vielleicht 100 Euro in der Größe, aber der hat nicht diese Hitzeverteilung und Flexibilität im Einsatz.

Ich weiß, was ich 2009 für billige Töpfe bezahlt habe, als der Induktionsherd neu war und wir alles für die Herdplatten neu anschaffen mussten: 100 Euro für ein Set bei Tchibo mit drei Töpfen in Alltagsgrößen. Die sind geröstet, haben innen Löcher im Boden bekommen und der Schwerpunkt stimmte bei keinem der drei Töpfe zum Heben und Abgießen. Wegen des Rostes habe ich die reklamiert und 50 Euro erstattet bekommen. Die Töpfe gingen nach einigen Jahren in den Müll, als es ein gutes Angebot von Fissler gab. Mit den Edelstahltöpfen bin ich zufrieden. So viel zum Thema zuerst billig gekauft, heißt zweimal kaufen … Meine guten alten Töpfe vom alten Herd und recht neue Pfannen konnte ich wenigstens erfolgreich verschenken. Den Induktionsherd möchte ich nicht mehr missen.

Liebe Ines, hier wohnen auch drei liebe Mitglieder der Familie Le Creuset 🥰 bestehend aus Grillpfanne, Pfanne mit Deckel und das jüngste Familienmitglied, der Bräter, rund, Kirschrot, 24 cm Durchmesser. Aber die Innenseite meines Bräters ist cremefarben und in der Beschreibung steht, man darf ihn nicht „trocken“ erhitzen.
Dafür, dass ich gar nicht so eine passionierte Köchin bin, „creuset“ es bei mir ganz schön, oder?
Liebe Grüße Susa

Cremefarben finde ich innen hübsch, wenn es neu ist – mit Patina sind mir die dunklen lieber. Hier gibt es auch noch eine große gusseinerne Pfanne und eine mittlere mit Beschichtung. Und Ofenformen aus Keramik … und einen Mörser …

Trocken erhitzen mache ich bei keiner meiner Töpfe oder Pfannen. Aber ich mache die gusseisernen viel heißer, als empfohlen wird.

Gerade wenn mam nicht so viel oder gerne kocht, motiviert schönes Kochgeschirr vielleicht. Wünsche Dir viel Freude am neuen Bräter!

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