RADIKAL MINIMAL #12 Strickjacke

Ines-Meyrose – Outfit - Strickjacke-Cardigan-Hoodie-Kapuzenstrickjacke Bloomimgs – Schal Closed – Jeans Lands‘ End True Straight – Sneaker New Balance Ledergürtel orange Wechselschließe rosegold The Pashmina Shop

Nur eine Strickjacke?!? Ja, fast ist es so in meinem Kleiderschrank! In der Blogserie RADIKAL MINIMAL wähle ich ein Teil aus jeder Kategorie aus, für das ich mich entscheiden dürfte, wenn ich nur ein besitzen dürfte. Sunny hat sich die Kategorie Strickjacken gewünscht, die bei mir sonst in Pullovern enthalten gewesen wäre.

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Bei der aktuellen Kleiderschrankinventur Frühjahr 2018 kannst Du sehen, dass ich nur zwei Strickjacken besitze. Eine davon ist ein ganz leichter Longcardigan aus Viskose, den ich fast nur im Haus trage. Es ist quasi mein Frühstücksbegleiter – ein sommerlicher Morgenmantel.

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Dieser kuschelige Hoodie/Strickjacke/Cardigan/Kapuzenstrickjacke oder wie man das Teil sonst auch noch nennen mag – wie nennst Du es? – aus 100% 4fädigem Kaschmir ist die einzige Strickjacke, die ich außer Haus trage. Mein Strickmantel hat mich im letzten Winter wegen einer Laufmaschine verlassen, die dicke Strickjacke wegen der Größe.

5 Gründe für diese Strickjacke

  1. Die 4fädige Kaschmirwolle ist sooo weich und schön auf der Haut zu spüren und wärmt angenehm, ohne je schwitzig zu sein. Die Qualität ist fantastisch. Die Strickjacke ist von Weihnachten 2014. Sie wurde bereits viel getragen und mehrfach gewaschen. Sie hat nur ganz selten mal ein paar Pillingknötchen, die keine weiteren nach sich ziehen.
  2. Sie passt zu ausnahmslos allen T-Shirts in meinem Schrank. Dort sind nur Ringelshirts und ein tiefblaues schlichtes Basicshirt, das ich hier darunter trage.
  3. Durch den Zwei-Wege-Reißverschluss ist die Strickjacke gut offen, geschlossen und teils geschlossen zu tragen.
  4. Obwohl die Strickjacke drei Nummern zu groß ist – XXL anstatt M oder L heute – fühlt sie sich immer noch gut am Körper an. Die Größe erklärt, warum sie zu weit und in den Schultern deutlich zu breit ist. Da das Auge im Moment weite Sachen gewohnt ist, stört mich das nicht weiter. Im tiefen Winter passt da locker noch ein Kaschmirrolli drunter.
  5. Die Strickjacke passt exakt zu meinem Stil: High Class Leger Chic: hochwertig und ohne Chichi.

Farbberatung: Anthrazit am Herbstfarbtyp

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Die Strickjacke hat jedoch keine ideale Farbe für mich in Gesichtsnähe. Die Farbe ist zwar gedeckt und dunkel, aber kühl. Gut ist, dass das Futter der Kapuze in warmer Farbe gefertigt ist. Um nicht farblos auszusehen, kombiniere ich leuchtende Farben dazu. Der leichte Wollschal bringt mit Koralle Farbe ins Spiel. Das Beige aus der Kapuze findet sich im Streifen des Schals wieder. Ausnahmsweise ist sogar mal der Gürtel zu sehen, weil er mit seinem Orange zum Tuch passt.

Herzliche Grüße vom Zausel, der natürlich mit an der Ostsee war!

Paul am Timmendorfer Strand Ostern 2018

Welche Strickjacke würdest Du wählen, wenn Du nur eine haben dürfest?

High Class Leger Chic mit Rot – oder: Werde ich doch noch ein Sneakergirl?

Werbung mit Stil

Ines Meyrose #ootd 20160603 mit Sneakern Kety von Natural Feet / Tessamino, Jeans Please, T-Shirt Amor Lux, Hoodie Bloomings, Lederjacke Lindgroen, Handtasche Krupka - Foto: Gunda Fahrenwaldt

Heute seht Ihr mich in einer ungewohnt sportlichen Kombination. Bei dem High Class Leger Chic – hat mein Mann so getauft – kommt es darauf an, dass die Materialen absolut top sind. Zum Thema Lagenlook war der Kommentar meines Mannes übrigens: “So lange noch ‘ne neue Schicht drauf, bis es gut aussieht?”. Das T-Shirt ist aus bester Baumwolle, der Hoodie aus 4fädigem Kaschmir, die Lederjacke schön weich und die Sneaker aus Hirschleder. So wird dann aus

Jeans + T-Shirt + Hoodie + Lederjacke + Sneaker
= High Class Leger Chic

Ines Meyrose #ootd 20160603 mit Sneakern Kety von Natural Feet / Tessamino, Jeans Please, T-Shirt Amor Lux, Hoodie Bloomings, Lederjacke Lindgroen, Handtasche Krupka - Foto: Gunda Fahrenwaldt

Sonntag habe ich mich mit Gunda vom Blog Hauptsache warme Füße! getroffen und sie war so lieb, die Komplett-Outfitfotos zu machen. Lüneburg bietet einfach ein besonderes Flair und eine tolle Kulisse. Und wer wie Gunda seine Blogdomain Home of Calories nennt, entführt mich natürlich in ein Café, in dem es köstliche Himmelstorte mit Himbeeren gibt, gebacken von der Chefin persönlich im Capitol.

Himmelstorte mit Himbeeren

Werde ich doch noch ein Sneakergirl?

Ines Meyrose #ootd 20160603 mit Sneakern Kety von Natural Feet / Tessamino, Jeans Please, T-Shirt Amor Lux, Hoodie Bloomings, Lederjacke Lindgroen, Handtasche Krupka - Foto: Gunda FahrenwaldtNachdem ich 2015 noch titelte Warum ich kein Sneakergirl bin hat jetzt das zweites Paar zu mir gefunden. Das liegt einfach daran, dass ich, seit wir den Hund haben, sehr viel auf unebenen Wegen draußen bin – Lüneburg ist mit seinem Kopfsteinpflaster auch hubbelig unter den Füßen – und dabei leichte, feste, flache Schuhe gerne trage. Diese roten Sneaker von Natural Feet wurden mir dafür von Tessamino (Werbung) als PR-Muster zur Verfügung gestellt. Natural Feet hat den Anspruch, ein funktioneller Bequemschuh zu sein, der gut aussieht. Mit diesem Modell Kelty (Werbung)ist das eindeutig gelungen, oder? Sabine vom Blog Bling Bling Over 50 hat diese Sneaker 2015 schon mal gezeigt und seitdem sind sie mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen.

Sneaker "Kelty" in chili von Tessamino / Natural Feet

Unwiderstehlich weich

Das Hirschleder (Werbung) ist traumhaft weich. Nicht verständlich ist mir zwar, warum bei einem Lederschuh dieser Qualität das Futter Großteils aus synthetischem Stretchmaterial besteht, aber das tut der Gemütlichkeit keinen Abbruch. Mal sehen, wie sich das bei höheren Temperaturen entwickelt. Die Innensohle ist herausnehmbar und so ist der Schuh auch für Einlagenträgerinnen geeignet.

Sneaker "Kelty" in chili von Tessamino / Natural Feet

Die H-Weite macht den Schuh bequem, so dass er auch für Trägerinnen mit Hallux Valgus vom Hersteller empfohlen wird. Ich habe einen Hallux Valgus – Großzehenballen auf Deutsch – und brauche daher immer Schuhe, die im Ballenbereich breit genug sind. Dieser hier könnte für mich sogar noch ein bisschen breiter sein. Da das Leder und die Sohle aber extrem weich sind drückt absolut nichts. Ich freue mich schon darauf, die Sneaker zur Erholung zu tragen, wenn ich vorher mal hohe Schuhe zu tragen hatte, oder ich einfach Lust auf ein entspanntes Outfit habe. High Class Leger Chic eben.

Ines Meyrose #ootd 20160603 mit Sneakern Kety von Natural Feet / Tessamino, Jeans Please, T-Shirt Amor Lux, Hoodie Bloomings, Lederjacke Lindgroen, Handtasche Krupka - Foto: Gunda Fahrenwaldt

Was sagt Ihr: Ist die Mischung aus chic und bequem gelungen?

Herbst-Einheitslook 2015 und ein Plädoyer für antizyklisches Kaufen / Geht doch! #4 Rollkragenpullover

Werbung mit Stil

Ines Meyrose #ootd mit Rollkragenpullover A4 in schokoladenbraun von Wool Overs

Ja, ja, ja, ich weiß: Es ist Sommer! Im Sommer möchten wir leichte Sommerkleider tragen, wie in Ihr der Juli-Collage im Modejahr 2015 so schön gezeigt habt. Danke für Eure tollen und vielen Beiträge. Ich freue mich über jeden einzelnen davon! Und doch kommt der nächste Herbst und Winter bestimmt. In den Läden tauchen erste Wollsachen schon auf. Wer wie ich Randgrößen trägt, muss schnell zuschlagen. Von den kleinen und großen Größen sind in den Läden oft nur wenige zu haben. Größe 38/40 findet sich oft im Sale – alle anderen gucken lieber früher, wenn sie etwas wirklich haben möchten.

Wenn etwas gerade nicht in ist

Wooloves_A4Den ganzen letzten Winter habe ich nach einem dunkelbraunen Rollkragenpullover gesucht. Es gab entweder kein Dunkelbraun oder der Schnitt war nicht schön für mich. Deshalb habe ich jetzt sofort das Angebot von Wool Overs (Werbung) angenommen, diesen Rollkragen-Pullover als PR-Muster aus 70% Merino und 30 % Cashmere zu testen.

Herbst-Einheitslook 2015

Ines Meyrose #ootd mit Rollkragenpullover A4 in schokoladenbraun von Wool Overs

In einem Outfit dieser Art werdet Ihr mich in den kühleren Monaten antreffen, wenn Ihr mich privat trefft oder im Homeoffice überrascht. Das Gegenstück zum Frühlings-Einheitslook mit weißer Bluse und dunkelblauer Jeans ist im Herbst ein leichter Wollpullover mit Jeans. Das macht für mich Urlaubspacken dann auch gleich sehr einfach: kein Schnickschnack, keine Bügelwäsche.

Ines Meyrose #ootd mit Rollkragenpullover A4 in schokoladenbraun von Wool Overs

Dazu trage ich bevorzugt meine gut eingetragenen Lieblingsstiefel von La Martina oder die Sternenzauberboots und schlichten Schmuck. Wenn ich die Bilder ansehe, empfinde ich den Look als sehr einfach. Im wahren Leben vor dem Spiegel fühlt er sich genau richtig an. Entscheidend für den High Class Leger Chic sind die hochwertigen Komponenten. Mit hochwertig meine ich nicht hochpreisig, sondern wertig in Material und Fertigung.

Ines Meyrose #ootd mit Rollkragenpullover A4 in schokoladenbraun von Wool Overs

Modejahr 2015 - Banner von www.meyrose.deMit der natürlichen Zusammensetzung des Pullovers, der Lee-Jeans (vom Elastananteil sehen wir jetzt mal ab) und den Lederboots (die gummierte Sohlenverstärkung lassen wir auch bei Seite) ist das mein Beitrag zum Modejahr 2015 im August bei nur-natur. Durch das tolle Material ist der Pullover sogar bei 15 Grad angenehm zu tragen. Mit dem Kragen geht er zu Sunnys Um Kopf & Kragen in der kommenden Woche.

Stilberatung ignoriert

Nachtrag 2017: Der Beitrag passt zur neuen Serie Geht doch! Ich trage ihn als #4 für Rollkragenpullover nach.

Bei meinem Körperbau würde mir übrigens bei einer Stilberatung von Rollkragenpullovern abgeraten werden, weil die bei großem Busen einen sehr flächigen Oberkörper machen. Der hohe Kragen verlängert zwar den Oberkörper – gut zum Ausgleich langer Beine, aber die Fläche unterhalb des Kinns bis zum Busen zieht optisch nach unten. Weil ich mich aber in Rollkragenpullovern so dermaßen wohl fühle ich und den Ausschnitt zu meinem ovalen Gesicht durchaus passend finde, trage ich sie trotzdem. Wer die Regeln kennt, darf sie brechen.

Ines Meyrose #ootd mit Rollkragenpullover A4 in schokoladenbraun von Wool Overs

Der negative Effekt ließe sich durch einen schmal herabhängenden Schal mindern, weil er den flächigen Oberkörper vertikal teilt. Ein Blazer oder Strickjacke mit V-förmigem Revers streckt den Ausschnitt und deshalb kombiniere ich das so, wenn noch etwas Wärmendes darüber darf. Eine halsferne V-förmige Kette funktioniert auch, ist mir aber im Alltag im Weg.

Weitere Artikel mit Wool Overs findet hier Ihr im Blog

Ines Meyrose #ootd 20150509 mit asymmetrischem Pullover A51 von Wool OversInes Meyrose #ootd 20150524 mit Wasserfall-Strickjacke A44 von Wool OversInes Meyrose #ootd mit Kurzarm Pullover M14 in maritim-blue von Wool Overs

Was kauft Ihr antizyklisch? Habt Ihr auch schon einen Herbst-Einheitslook?

Buchreview: How To Be Parisian wherever you are

Werbung zum Lesen

(Affiliate Link auf dem Cover)
How To Be Parisian wherever you are: Liebe, Stil und Lässigkeit à la française - Deutsche Ausgabe (Affiliate Link) von Anne Berest, Audrey Diwan, Caroline de Maigret, Sophie Mas – Deutsch von Carolin Müller

Ich gestehe hier über etwas zu schreiben, von dem ich keine Ahnung habe. Ich kenne nur den Mythos der Pariserin, aber um genau den geht es hier. Man muss nicht Pariserin sein, um deren Lebensstil zu pflegen. Und sicherlich passt nicht jede Pariserin zu den teilweisen Klischees. Da gehen beim Hamburger Chic (Rezensionsexemplar) und Berliner Stil die Meinungen ja auch bereits auseinander … wobei ich die Hamburger Arroganz durchaus schätze …

Laissez-faire jetzt!

Warum schreibe ich trotzdem darüber? Weil ich das Buch gerne gelesen habe. Es ist kein Fashionguide wie Paris in Style von Isabelle Thomas und Frédérique Veysset oder Pariser Chic (Rezensionsexemplar) von Inès de la Fressange und Sophie Gachet. Es nimmt mit in die persönliche Welt der vier Pariser Autorinnen und schafft schon beim Lesen entspannte Stimmung.

Um das Ziel zu erreichen, sich nie anmerken zu lassen, dass man sich Mühe gibt, geben sich die Pariserinnen offensichtlich viel Mühe, denn “Alles sollte leicht und unangestrengt wirken.” (Seite 17) Mich erinnert es an meinen geliebten High Class Leger Chic.

Sind wir nicht alle ein bisschen Pariserin?

Ines Meyrose im Oktober 1987 in Paris

Die Vorliebe der Autorinnen für Jeans, weiße Blusen und obligatorischen Kaschmirpullover teilen viele von uns. Flache Männerschuhe (Seite 105) sind immer in meinem Repertoire. Die Vorliebe für schwarze Komplettlooks (Seite 121) ist seit Anfang der 2000er bei mir vorüber, aber die Kombination mit Dunkelblau (Seite 126) ist auch in Deutschland immer beliebter.

Auf dem Foto seht Ihr mich im Herbst 1987 auf der bisher einzigen Reise nach Paris. Wenn man mal von den weißen Socken absieht, sind Trench, Rucksack und zu kurze Hosen auch heute wieder in. So viel zum Thema alles kommt wieder :) .

Lieblingssätze

Aus der Rubrik “Was man nie im Schrank einer Pariserin finden wird” (Seite 22)

  • “Halbhohe Absätze – wozu halbe Sachen?”
  • “Fake-Designertaschen. Das ist wie mit falschen Brüsten, Deine Komplexe wirst Du nicht durch Vortäuschen los.”

Besonders schön finde ich auch den Satz, dass Parisinnen nach einer Grundregel leben, dass man sich über das Gesicht freuen solle, was man heute hat. Es sei das, was man sich in zehn Jahren zurückwünschen würde. (Seite 139) Ein Freud’scher Verleser hat mich Gewicht lesen lassen und dabei ist es nicht anders … An den Lieblingssätzen ist die lockere, klare Sprache deutlich zu erkennen, die das Lesen so leicht macht. Der Weg zu mehr Annahme des Selbst im Jetzt und des um sich Kümmerns würde auch viele deutsche Frauen zufriedener machen.

Fazit

Ein hochwertig aufgemachtes Buch über Frauen und das Leben. Rezensentin Plum Sykes wird auf dem Cover zitiert, dass sie sich beim Lesen viel eleganter und charmanter gefühlt habe, wie eine echte Pariserin. Das beschreibt genau das Gefühl, das auch in mir entstand. Die Autorinnen geben für die Dauer der Lektüre ihren Leserinnen das Gefühl, ihre Freundinnen zu sein und im gleichen Leben zu spielen. Die Fotos ziehen den Betrachter mit ins Bild. Eine kurzweilige Alltagsflucht, die mich auf ein paar gute Ideen gebracht hat.

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Das Buch ist beim btb Verlag (Werbung) direkt bestellbar, es wurde mir von der Verlagsgruppe Random House (Werbung) als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Der Beitrag gibt meine ehrliche, freie und subjektive Meinung wieder. Der Beitrag enthält Affiliate-Links.

(Affiliate Link)

These boots are made for walking

Werbung ohne Entgelt

Cowboystiefel von La Martina

und fielen mir sofort ein, als Sunny aufforderte, unsere Lieblingsstücke unter den Schuhe zu zeigen. Dieses sind meine mit Abstand heißgeliebtesten Schuhe. Seit Mai 2009 trage ich sie das ganze Jahr über durchgehend. Selten bei Schnee und im Sommer nur bis 25° – aber das sind in Hamburg eh beides Ausnahmesituationen. Ich trage sie zu allen Hosen, die mindestens bis zum Absatz gehen. Alles anders sähe albern aus und zu Röcken und Kleidern wäre es nicht mein Stil.

Cowboystiefel von La MartinaCowboystiefel von La MartinaCowboystiefel von La MartinaCowboystiefel von La MartinaCowboystiefel von La MartinaCowboystiefel von La Martina

Ein Paar für alle Fälle

Cowboystiefel von La MartinaCowboystiefel von La MartinaIn diesen Schuhen gebe ich Seminare, bei denen ich den ganzen Tag stehen muss. Ich reise in Ihnen, mache Einkaufsbegleitungen, gehe mit Ihnen aus, bei trockenem Wetter dürfen sie mit zum Osterfeuer und sie passen mit ihrem Braun zu jeder Farbe im Kleiderschrank. Der Schuh umfasst am Spann und an der inneren Unterseite meinen Fuß so perfekt, dass es sich wie maßgeschneidert anfühlt. Durch den spitzen Vorderfuß wirken meine Füße schön groß – bei Größe 38 kann ich mir das leisten und es verlängert optisch schon die Beine. Ein Tragefoto sehr Ihr beim Schokopünktchenoutfit.

Beim Kauf habe ich mich bestimmt zehn Minuten geziert, weil mir die Marke La Martina peinlich ist. Da ist sie wieder, die Sache mit den Marken, über die ich letzte Woche gerade in Bezug auf Liebeskind eingegangen bin. La Martina hat absolut hochwertige Lederwaren und Bekleidung, die das Zeug zum jahrzehntelangen Begleiter haben. Leider tragen allerdings Menschen diese Marke, mit denen ich nicht in einen Topf geworfen möchte. In den 2000ern angefangen mit Dieter Bohlen bis hin zu Supersnobs auf Sylt.

Im Laden habe ich also endlos überlegt, ob jemand die Marke erkennen würde, wenn ich lange Hosen darüber trage. Zum Glück konnte mich die Verkäuferin verstehen! Ich bin zum Entschluss gekommen, dass trotz der unzähligen Brandings – schon erstaunlich, wo und wie oft man einen Markennamen auf einem Produkt unterbringen kann – der Stiefel einfach schick ist und perfekt zu meinem High Class Leger Chic passt, den ich neben verspielten Sachen gerne trage. So freue ich mich bei jedem Tragen, dass ich diese tollen Stiefel zum halben Preis erstehen konnte. Ich sage nur: Antisaisonales Kaufen!

Die Sohle habe ich vor einigen Jahren mal mit Kunststoff verstärken lassen, weil die Ledersohle im vorderen Teil ablief, die Absätze sind noch original. Zwar schon etwas abgelaufen, aber da die schon so lange halten, dürfen sie noch original bleiben.

Wie gefallen Euch meine Lieblingsschuhe?

Schaut mal bei Sunny vorbei, was andere Bloggerinnen für Lieblingsschuhe haben!

High Class Leger Chic

Cowboystiefel von La MartinaFreitagmorgen – gleich ein Friseurtermin – wie immer in Eile – wie immer zu lange beim Frühstück getrödelt – stehe vor dem Spiegel und folgender Dialog entsteht mit meinen Liebsten:

Ich: “Kann ich so aus dem Haus gehen? Oder sieht das nach Hausfrauen-Chic* aus?”
Er: “Klar kannst Du so aus dem Haus gehen. Das ist kein Hausfrauen-Chic, dass ist High Class Leger Chic!”
Ich: “Wieso?”
Er: “Eine Hausfrau könnte sich noch nicht mal Deine Stiefel leisten!”
Ich: “Kommt auf die Hausfrau an!”

Aber ich wusste schon, was er meinte … Ich hatte die teuersten Schuhe aus meinem Schrank an …

Der Unterschied zwischen Hausfrauen-Chic und dem von ihm so schön benannten High Class Leger Chic besteht ganz klar in den Details. Was hatte ich an?

  • Einfaches braunes T-Shirt von s.Oliver (EUR 6,-)
  • Braune Cordjacke im Jeansjackenschnitt von Lands’ End (EUR 15,-)
  • Dunkelblaue Jeans von Lands’ End (EUR 80,-)
  • Buntgestreifter Schal (Geschenk von meiner Freundin)
  • Stiefel von La Martina (EUR 225,- und das war schon der halbe Originalpreis).

Mein Gefühl vom Langeweile-Look kam durch die Kombi:
Jeans, T-Shirt, Jacke, Tuch – fehlt da etwas Pepp?

Nachmittags war ich im gleichen Look auf einer Veranstaltung. Beim Betrachten einer Dame auf der Straße wurde mir schlagartig mal wieder der Unterschied bewusst zwischen Hausfrauen-Chic und High Class Leger Chic. Die Frau, deren Look ich unendlich langweilig und auch unvorteilhaft fand, hatte vordergründig fast das gleiche an wie ich. Sah aber total anders damit aus. Die Unterschiede liegen für mich darin:

  • Jacke mit optimaler Ärmel- und Gesamtlänge versus alles zu lang
  • Hose möglichst kurz über dem Boden schwebend versus Hose viel zu kurz
  • Hochwertigste Schuhe versus schlechte Qualität

Was man für die Sachen am Ende bezahlt hat, ist dabei egal. Meine Jacke, T-Shirt und Schuhe waren alle stark reduziert. Die Hose für aktuelle Preise aus meiner Sicht im Preis auch Original ok. Und man muss nicht 225,- EUR für Schuhe von La Martina ausgeben, um chic auszusehen. Die Marke als solches finde ich vom Image selbst zweifelhaft und ich hätte die Stiefel nicht gekauft, wenn das Logo auf den ersten Blick zu sehen wäre. Aber ich empfehle Ihnen die hochwertigsten Schuhe zu kaufen, die sich irgendwie leisten können.

Wenn Sie antizyklisch kaufen, haben Sie gute Chancen, hochwertige Schnäppchen zu machen. So wie ich im Mai die Stiefel vom Vorjahr gekauft habe. Das war übrigens im Mai 2009 – ich trage sie also auch schon etwas länger und sie sehen noch toll aus. Hochwertiges macht lange Freude!

Sie fragen sich: Und, wie wirkt mein Look auf andere? Fragen Sie doch einfach mal jemanden aus Ihrem Umfeld. Vielleicht bekommen Sie auch so ein nettes Kompliment von Ihrem Liebsten oder einer Freundin! Und falls nicht: Ändern Sie Kleinigkeiten und achten Sie in Zukunft auf Details wie Längen und Qualität.

Ich wünsche Ihnen viel Freude an Ihren Looks!


*Mit Hausfrauen-Chic meine ich: langweilig, ohne chic, belanglos. Bevor jetzt alle Hausfrauen über mich herfallen: Ich habe weder etwas gegen Hausfrauen (eher gegen Karrierefrauen, die sich nicht um ihre Kinder kümmern), noch finde ich, dass alle Hausfrauen langweilig gekleidet sind. Der Begriff kommt für mich durch das Bild zu Stande, dass viele Frauen abgeben und auch von sich selber haben, wenn ihre Kleidung gerade keine Rolle für sie spielt und andere Dinge, z.B. die Familie im Vordergrund stehen. Was dann ja auch seine sehr guten Gründe hat – nur eben oft nicht zu optischen Highlights führt. Gerade diese Frauen kommen übrigens oft als Kundinnen zu mir und wünschen sich von Herzen eine Stilberatung und oft auch Einkaufsbegleitung. Da gebe ich dann gerne Tipps, wie sie mit Kleinigkeiten mehr aus ihren Looks machen können und sich dann auch wieder chic fühlen und wahrgenommen werden.

Ich: Wieso?