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Lesetipp – Wie kann KI dein Leben verbessern?

Werbung – Rezensionsexemplar

WIE KI DEIN LEBEN BESSER MACHT von Franz Himpsl

Wie KI dein Leben besser macht
Franz Himpsl und Dirk von Gehlen

Paperback, Klappenbroschur, 224 Seiten
ISBN 978-3-466-37342-0
Erschienen am 28. Mai 2025 im Kösel Verlag (Werbung)
Eine Leseprobe und Bestellmöglichkeiten bei diversen Händlern findest Du auf der Verlagswebsite.

„Prompt zu einem besseren Leben – ein neuer Blick auf KI

Die Diskussion um die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz geht am Alltag der meisten Menschen vorbei. Viel ist von technischen Details die Rede, von utopischen Potenzialen und gesellschaftlichen Gefahren. Aber selten gibt es Antworten auf die Frage: Wie kann ich all das, was gerade erst möglich geworden ist, ganz einfach und konkret für mich und mein Leben nutzen?

In 50 Denkanstößen gehen die Autoren mit den Potenzialen von KI auf Tuchfühlung. Sie zeigen, wie wir KI schon heute dafür nutzen können, uns bei der Gestaltung eines gesünderen Lebensstils zu helfen oder uns zu unterstützen, bessere Beziehungen zu führen. Fernab der gängigen Dystopien helfen uns Franz Himpsl und Dirk von Gehlen, KI als eine Reihe von Werkzeugen zum kreativen Problemlösen zu begreifen. Die Experten bieten Inspirationen zum Verstehen, Ausprobieren und Weiterdenken und schaffen so ein umfassendes Grundlagenverständnis, wie wir mit KI schon jetzt ein entspannteres Leben führen können: verständlich, fundiert und zugleich optimistisch, ohne naiv zu sein.“

Verlagstext

Auf das Buch hat mich Nicole mit ihrem Blogbeitrag KI: Fluch, Segen oder Bereicherung? gebracht. Sie kommt nach dem Lesen zu dem Fazit, dass das Buch geeignet ist

„Für alle, die wirklich der Meinung sind, dass KI nicht und niemals ihre Baustelle ist und die eigentlich nur die Horrormärchen darüber kennen. Das Buch macht keine Angst vor dieser Technik, sondern zeigt uns unseren Nutzen durch sie auf.“

Nicole vom Blog Life with a glow

Dem stimme ich zu. Die Autoren stellen möglichen Nutzen von KI verständlich dar und weisen auf kritische Punkte hin, ohne Panik zu verbreiten. Aus meiner Sicht ist KI beides: Fluch und Segen. Ähnlich wie Amazon und Google. Ich möchte nicht mehr ohne und sehe doch die Risiken und Macht dahinter.

Nicht ganz klar ist mir die Zielgruppe des Buchs. Wer sich mit KI noch kaum beschäftigt hat, liest am besten das Glossar vom Ende zuerst zur Begriffsklärung. Für absolute Einsteiger in das Thema fehlen mir Basics. Wer sich mit KI schon etwas näher beschäftigt hat, wird eher wenig dabei lernen. Es ist weder für Nerds noch für absolute Newbies geschrieben.

Was mir als technisch interessiertem Menschen gefehlt hat, sind tatsächlich ein paar technische Erklärungen. Dazu habe ich im Blog LehrerInnenZimmer von Herrn Rau kürzlich eine tolle Reihe gelesen: LLM Grundlagen, Teil 7 und Ende: Rückblick und Zusammenfassung. Genau das sind ChatCPT, Gemini & Co nämlich: Chatbots, die auf LLMs, Large Language Models, zugreifen.

Der Ausdruck LLM ist nicht nur korrekt, sondern täuscht zudem nicht vor, dass die Programme an sich intelligent wären. Es ist zwar zeit- und denkintensiv, die einzelnen Teile der Beitragsreihe zu lesen und nicht nur die Zusammenfassung, dennoch empfehle ich es allen technisch interessierten Leser_innen, die Beiträge der Reihenfolge nach zu lesen. Keine Sorge – ich verstehe da auch nicht jedes Wort und dennoch wurde ich schlauer davon.

Wer genau bei sowas die Augen rollt, gehört vielleicht zur Zielgruppe des jetzt hier vorgestellten Buchs. Das kommt komplett ohne solche Details aus und betrachtet nur die Anwenderseite.

Learnings für mich beim Lesen des Buchs

  • Um klug mit einer KI umzugehen, muss ich begreifen, was die Technologie kann und ausmacht (vgl. Seite 10f).
  • Dass der Weg zur Seelenruhe darin besteht, seine Dinge geregelt zu kriegen, war mir bekannt. Ich bekomme meine Dinge geregelt. Für einen entspannteren Alltag habe ich keine für mich umsetzbaren Tipps zur Nutzung von KI in dem Buch bekommen. Aber natürlich nutze ich KI bereits im Alltag ständig – von der Wetter-App und Fahrtrouten über das Vorlesen von Texten bis zum Erkennen von Pflanzen und Vogelstimmen.
  • Super finde ich die Anregung, Chat GPT & Co als Trainingspartner zu benutzen, um die eigene Argumentationsfähigkeit zu verbessern, indem Du mit der KI Themen diskutierst (vgl. Kapitel 36).
  • Am interessantesten fand ich das Kapitel 37 „Macht die Technik nicht zum Sündenbock“, in dem Dirk von Gehlen mit Matthias Spielkamp von der Menschenrechtsorganisation Algorithm Watch über KI und deren Folgen für die Gesellschaft spricht.
  • Den Appell, Verantwortung zu übernehmen beim Einsatz von KI. Sie einzusetzen, wo es sinnvoll ist UND sich darüber im Klaren zu sein, welche Aufwände in Form von Energie und menschlicher Arbeit dafür eingesetzt werden (vgl. Seite 175). Eine ChatGPT-Anfrage kostet zehnmal so viel Energie wie eine Google-Suche. Das Training der KI erfolgt durch Menschen im englischsprachigen Niedriglohnsektor. Wann tut es ein Suchmaschinenergebnis, wann ist der Nutzen der KI-Anfrage den Aufwand wert?
  • Das Wort Botshit für irreführende oder falsche Antworten von Chatbots. Im Zweifel ist es gut, den Bot zu fragen, wie er auf die Antwort kommt, woher die Informationen stammen oder ihn einschätzen zu lassen, für wie vertrauenswürdig er seine eigene Antwort hält (vgl. Seite 180f).

Während ich während des Lesens noch dachte, dass ich nicht viel gelernt hätte dabei, sind am Ende doch ein paar gute Erkenntnisse herausgesprungen. Das ist der Grund, warum das Buch trotz meiner Kritikpunkte ein Lesetipp ist.

Gerade bei Abwehr gegen das Thema KI – die gibt es in mir durchaus – kann einen das Lesen weiterbringen in der Haltung zur künstlichen Intelligenz, auch wenn sie gewisse andere Formen der Intelligenz nie leisten können wird. Auf das Thema gehen die Autoren im fünften Teil ausführlich ein.

Eins habe ich zeitgleich noch woanders gelernt: Bei ChatGTP kannst Du in den Einstellungen ablehnen, dass Deine Inhalte zum Training der KI verwendet werden. Gerade wenn Du die KI nicht nur anstelle einer Suchmaschine nutzt, sondern eigene Texte und Bilder hochlädst, finde ich das wichtig. Aber auch alleine durch Suchverläufe erfährt die KI so viel über Dich, dass ich es abstellen würde. An der Stelle Das Modell für alle verbessern empfiehlt sich eine Absage.

Die hohe Kunst des Promptens

„Ich bekomme, was ich will, weil ich sage, was ich will.“

Mein Credo, das ich so ähnlich formuliert vor unzähligen Jahren in einem Interview mit der Sängerin Madonna gelesen habe als ihre Worte.

Dieses Credo gilt fürs Prompten ebenso wie für andere Lebensbereiche. Franz Himpsl schreibt dazu, dass gutes Prompten im Kern nichts anderes ist als lösungsorientiertes Formulieren, was lösungsorientiertes Denken voraussetzt (vgl. Seite 42).

Im Kapitel zum Prompten fehlen mir konkrete Beispiele für Prompts und deren Ergebnisse. Gut, es ist kein Buch für Prompt Engineers, aber ohne gutes Promptem funktioniert die Nutzung von ChatGPT & Co eben nicht.

Einsatz von KI für Blog & Beratung

Für solche Spielereien taugt ChatGPT auf jeden Fall. Damit kann ich für Blogbeiträge arbeiten und vielleicht irgendwann auch in Beratungen. Das Bild hatte ich schon vor dem Lesen des Buchs generiert. Wie ich das gepromptet habe, kannst Du im Beitrag Moin! Ines & Nicole reden über Beauty lesen.

Ines Meyrose 2023 Portrait: links real mit grauen, kurzen Haaren - rechts mit blonden, langen Haaren mit KI bearbeitet
Links real mit grauen, kurzen Haaren – rechts mit blonden, langen Haaren mit KI bearbeitet

Das Thema Fotos und KI ist nochmal ein ganz spezielles. Lustig finde ich das Wort Promptography in dem Zusammenhang als Idee für ein neues Wort für ein komplett mit KI generiertes Bild (vgl. Seite 87).

Wie sieht es mit Dir & KI aus?

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Lesetipp – Leben im Überlebensmodus

Werbung – Rezensionsexemplar

Wild wuchern von Katharina Koeller

Wild wuchern
Katharina Köller

Originalausgabe, Hardcover, mit Schutzumschlag, 208 Seiten
ISBN 978-3-328-60392-4
Erschienen am 26. Februar 2025 im Penguin Verlag (Werbung)
Eine Leseprobe und Bestellmöglichkeiten bei diversen Händlern findest Du auf der Verlagswebsite. Ich habe es als E-Book gelesen.

Warnung: Das Buch enthält Darstellungen körperlicher und seelischer Gewalt.

„Marie rennt panisch einen Berg hinauf. Auf der Flucht vor einer Welt, in der vieles aus dem Lot geraten ist, sucht sie Schutz bei ihrer Cousine Johanna. Ausgerechnet bei Johanna, die seit Jahren wie eine Eremitin auf einer entlegenen Tiroler Alm lebt. Marie und Johanna, sie könnten nicht unterschiedlicher sein: die scharfzüngige Wienerin, Luxusgeschöpf aus einer Luxuswelt, zugleich verwöhnt und verachtet von Ehemann Peter – und das »wilde Tier im Körper von einem Menschen« (Marie über Johanna), das beim Erwachsenwerden scheinbar die Sprache verloren und die Gesellschaft hinter sich gelassen hat. Für die beiden Frauen beginnt ein ungewöhnliches Kräftemessen, ein Ringen um ihr Selbstverständnis, aber auch um einen gemeinsamen Weg.

Verlagstext

Auf das Buch bin ich über eine ausführliche Rezension von Carola Ebeling auf Zeit online (Werbung) gekommen. Die Rezension hat mich sofort angefixt, beim Lesen des Buchs war ich sofort drin in der Geschichte.

Der Schreibstil von Katharina Köller mit kurzen, prägnanten Sätzen liest sich angenehm. Interessant ist, dass der Roman nur aus der Perspektive von Marie geschrieben ist. Johannas Gedanken hätten mich dazu teils schon interessiert. Als Leserin tappe ich da im gleichen Dunkel wie Marie. Ich empfinde Johanna übrigens nicht als wildes Tier, wie Marie das beschreibt, eher als tief naturverwurzelt. Liegt vielleicht an meiner eigenen Tierverbundenheit …

„Aber in meinem Leben war es schon immer so, dass ich jeden Fehler zweimal gemacht habe.“


Marie über sich in Katharina Köller, Wild wuchern, Penguin Verlag, Position 83 im E-Book

Marie will allen gefallen und vergisst dabei sich selbst. Nun hat sie sich allerdings in die Lage gebracht, dass sie nach einer körperlichen Auseinandersetzung mit ihrem Ehemann nicht gefunden werden darf – von niemandem. Da wäre eine etwas steilere Lernkurve hilfreich. Denn eines ist klar: Sie muss bei Johanna bleiben und selbst zur Eremitin auf der Alm in den Tiroler Bergen werden, ob die das will oder nicht. Sie hat keine andere Option.

„Ich muss ihr beweisen, dass das Leben besser für sie ist, wenn ich da bin.“

Marie in Katharina Köller, Wild wuchern, Penguin Verlag, Position 1192 im E-Book

Zuerst darf Marie auf der Alm bleiben, weil Johanna gerade gut Hilfe gebrauchen kann. Baumstämme zerhacken sich besser gemeinsam, eine Wiese mäht sich schneller zu zweit und ein Dach ist einfacher zusammen zu reparieren. Mit der Zeit gewöhnt sich Marie ein, passt sich Johannas Tempo und wenigen Worten an. Sie kann sich vorstellen, für immer dort zu bleiben – nicht nur, weil sie sich verstecken muss.

Johanna jedoch wird in Maries Anwesenheit einsam, weil ihr die freilebenden Tiere fehlen, die sich nicht mehr zeigen, seit Marie Unruhe in das System auf der Berghütte gebracht hat. Sie will, dass Marie geht. Sie will ihr Leben im vollständigen Einklang mit der Natur zurück. Marie lässt sich nicht so einfach wegschicken, sie ist ein Bumerang.

Interessant ist, wie lange Marie dafür braucht, um darüber nachzudenken, wie Johannas Leben eigentlich bis jetzt war und wie es dazu gekommen ist. Sie dreht sich bis zu einem Wendepunkt nur um ihre eigenen Gedanken und ihr Schicksal.

Es bleibt lange offen, was Marie in Wien wirklich passiert ist. Viel wichtiger ist jedoch die Frage, warum es dazu kommen konnte und wie es weiter gehen kann, damit ein Leben im Jetzt für Marie möglich und lebenswert ist.

Beide Protagonistinnen mag ich auf ihre Weise und ich konnte mich beim Lesen in beide hineinfühlen. Ihre Mütter sind Zwillingsschwestern. Johanna und Marie sind so verschieden, wie Verwandte nur sein können. Die eine glänzt gülden, die andere ist schwarz-weiß. Marie ist der erfüllte Traum ihrer Eltern, Johanna der Alptraum ihrer Mutter. Marie ist aus Sicht der Zwillingsschwestern ein Geschenk, Johanna eine Strafe. Damit aufzuwachsen ist an sich schon Last genug.

Der Roman ist intensiv und teilweise traurig, um dann wieder klar und hoffnungsvoll daherzukommen. Den österreichischen Dialekt der Erzählerin mag ich, auch wenn ich nicht jedes Wort verstanden habe.

Ist das ein Roman für Dich?

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Lesetipp – Sommersonnenwende

Werbung – Rezensionsexemplar

Mittsommer von Lucy Foley

Mittsommer
von Lucy Foley

Deutsche Erstausgabe
Aus dem Englischen von Ivana Marinović
Originaltitel The Midnight Feast, Originalverlag HarperCollins, London 2024
Paperback, Klappenbroschur, 480 Seiten
ISBN 978-3-328-60400-6
Erschienen am 21. Mai 2025 im Penguin Verlag (Werbung)
Bestellmöglichkeiten bei diversen Händlern findest Du auf der Verlagswebsite.

„Es ist Mittsommer an der Küste von England. Im kühlenden Schatten eines uralten Waldes versammeln sich die Gäste zum Eröffnungswochenende des neuen Luxushotels The Manor. Die opulent gedeckte Tafel biegt sich unter köstlichen Speisen und der Champagner fließt in Strömen, während die Sonne im Meer versinkt, um einer unvergesslichen Party die Bühne zu bereiten.

Doch schon früh stören Jugendliche aus dem Dorf das Fest; immer lauter wird der Unmut der Dorfbewohner, die das Hotelgelände für sich reklamieren. Die Feier eskaliert. Wahre Identitäten werden aufgedeckt und Geheimnisse gelüftet. Feindschaften treten zutage, die unter dem Deckmantel alter Freundschaft daherkamen. Noch bevor die Nacht zuende ist, steht das Gebäude lichterloh in Flammen, und am nächsten Morgen wird an den meterhohen, steil abfallenden Klippen eine Leiche gefunden. Zwischen ihren Fingern klebt eine ölig schwarze Feder. Die Feder eines Rabenvogels. Etwas Dunkles hat sich geregt unter der Mittsommersonne …

Verlagstext

Die vorherigen Thriller der Autorin – Neuschnee, Sommernacht und Abendrot, habe ich ebenso verschlungen wie Mittsommer. Dieses Mal habe ich einen Moment zum Hineinkommen in den Leseflow gebraucht, habe das Buch dann aber in einem Rutsch gelesen und wurde am Ende überrascht von einer Wendung.

Das Buch ist kapitelweise im Präsens aus der Sicht einzelner Protagonist_innen geschrieben. Schrittweise erfährt man beim Lesen mehr über die Personen, deren Vergangenheit und das Beziehungsgeflecht.

  • Detective Inspector Walker aus London versucht den Fall zu klären.
  • Bella ist als allein reisende Frau im Manor zu Gast. Bella ist nicht ihr richtiger Name, doch wer mag sie sein?
  • Michelle arbeitet im Manor, kommt aus dem Ort und versucht auf Krampf, kultiviert zu wirken.
  • Eddie ist Tellerwäscher im Manor, lebt auf dem Bauernhof nebenan, der Seaview-Farm. Sein Ziel ist, im Manor Barkeeper zu werden.
  • Owen , Toparchitekt und Ehemann von Francesca, verbirgt bewusst Teile der Vergangenheit vor ihr – welche und warum?
  • Francesca, ihre Brüder sind die Zwillinge Hugo und Oscar, hat das Tome Manor von ihrer Grandma geerbt und zum heutigen Luxushotel zusammen mit ihren Ehemann ausgebaut. Jugendlichkeit und seelische Balance sind ihr Lebenselixier. Klappt nur leider nicht immer … In einem Punkt hat Francesca totsicher recht:

„Ich bin mir sicher, dies wird eine Nacht, über die noch viele Jahre lang alle reden werden.“

Lucy Foley, Mittsommer, Seite 311 im E-Book

Die Handlung springt in der aktuellen Zeit hin und her zwischen dem Tag vor der Sonnenwende, der Sonnenwende und dem Tag nach der Sonnenwende. Eingestreut werden Rückblenden auf den Sommer 2010, den Francesca mit ihren Zwillingsbrüdern auf dem Manor verbracht und Kontakt mit den Dorfbewohner_innen hatte.

Zügig ist klar, dass die Lösung des Falls mit dem Sommer 2010 zu tun hat. Herauszufinden, wie das Geflecht aus miesen Charakteren, Gutgläubigkeit einiger Teenager_innen und Pech zu entwirren ist, ist Deine Aufgabe beim Lesen.

Bist Du auch ein Fan der Thriller von Lucy Foley?

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Lesetipp – Von einem gelebten Leben lernen

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Die Sonne scheint immer Fuer die Wolken kann ich nichts von Hubertus Meyer-Burckhardt

Die Sonne scheint immer. Für die Wolken kann ich nichts.
Was meine Großmutter mir über das Leben erzählte
Hubertus Meyer-Burckhardt

Originalausgabe, Gebundenes Buch, Schutzumschlag, 208 Seiten mit Fotos
ISBN 978-3-453-21888-8
Erschienen am 26. März 2025 im Heyne Verlag (Werbung)
Eine Leseprobe und Bestellmöglichkeiten bei diversen Händlern findest Du auf der Verlagswebsite. Ich habe es als E-Book gelesen.

„»Wenn Sie unbedingt auf Ihr Volk stolz sein möchten, empfehle ich Ihnen den Beruf des Imkers.« Mit diesem Satz prostete Christel Vollbrecht, Jahrgang 1898 und die Großmutter von Hubertus Meyer-Burckhardt, ihrem Gegenüber in der Weinstube Boos zu, wo sie nahezu jeden Abend saß. Wenn sie nicht gerade im Beiwagen einer Moto Guzzi kauerte und dem Fahrer befahl: »Schneller. Fahren Sie doch bitte endlich schneller!«

Ein Leben auf der Überholspur, rebellisch, unangepasst, voller Lebensfreude und unglaublich stark und mutig: So erinnert sich Hubertus Meyer-Burkhardt – TV-Produzent, Bestsellerautor und Gastgeber der NDR-Talkshow – an seine geliebte Großmutter, die ihn wie kein anderer Mensch geprägt hat. Wie ging sie mit der Welt um, die zweimal vor ihren Augen zerbrach? Was gab sie ihrem Enkel mit auf seinen Lebensweg? Und wäre es nicht wunderbar, hätten wir in der heutigen Zeit wieder mehr Menschen ihres Kalibers? Menschen mit einer unbedingten Liebe zum Leben, mit Witz, Widerspruchsgeist und Charakter. Hubertus Meyer-Burckhardt erzählt in autobiographischen Episoden von einer Frau, die ihrer Zeit voraus war: eine zärtliche Liebeserklärung und eine Spurensuche nach den Antriebsfedern des eigenen Lebens.“

Verlagstext

Es ist schwer, diesem ausführlichem Verlagstext etwas hinzuzufügen, ohne ins Detail des Buchs zu gehen. Habe ich es gerne gelesen? Ja. Haben mir Osis pointierte Sichtweisen und Hubertus Meyer-Burckhardts Interpretationen gefallen? Ja, Hätte das Buch vielleicht ein bisschen kürzer sein können für meinen Geschmack? Ja, ein bisschen.

„Sag, wat de denkst. Sag, wat de brauchst. Sag. wovor de Angst hast. Sag, wat de willst.“

Hubertus Meyer-Burckhardt, Die Sonne scheint immer. Für die Wolken kann ich nichts.
Was meine Großmutter mir über das Leben erzählte, Position 230 im E-Book.

Kluge Frau! Sehr liebe ich das im Buch zitierte Gedicht Das Ideal von Kurt Tucholsky aus dem Jahr 1927 (einfach mal googeln, dann findest Du es). Das gilt heute immer noch … Das ideale Leben gibt es nicht, Du kannst Dir Dein Leben nur so schön machen, wie es irgendwie geht. Und der beste Plan hilft nichts, das Leben hat keine Generalprobe, da muss man einfach durch.

Interessant finde ich Osis Sichtweise darauf, dass man die Zeit nicht aufhalten kann und welchen Wert wir einer Dauer von Beziehungen oder dem langjährigen Bestand von Unternehmen geben. Hubertus Meyer-Burckhardts Erkenntnis ist daraus unter anderem

„Und es gab lange Freundschaften, die irgendwann aufhörten, weil die Beziehung zu Ende erzählt war.“

Hubertus Meyer-Burckhardt, Die Sonne scheint immer. Für die Wolken kann ich nichts.
Was meine Großmutter mir über das Leben erzählte, Position 911 im E-Book.

Die Kunst besteht aus meiner Sicht darin zu erkennen, wo der Bestand es (noch) wert ist, erhalten zu werden, und wo der Bestand einfach nur Gewohnheit ist. Das ist ein Thema, was mich in den letzten Jahren immer wieder beschäftigt. Wobei es selbst bei Gewohnheiten bekanntlich gute und schlechte gibt …

Das Buch besteht aus großmütterlichen Lebensweisheiten gepaart mit deren Überprüfung in der Praxis durch ihren erwachsenen Enkel, der offenbar ein intensives und bewusstes Leben führt. Es ist unterhaltsam und regt zum Nachdenken und Schmunzeln an.

Ist das ein Buch für Dich?

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Lesetipp – Das perfekte Brot mit Hefe

Werbung – Rezensionsexemplar

Brot backen in Perfektion mit Hefe von Lutz Geissler


Brot backen in Perfektion mit Hefe
Das Plötz-Prinzip! Vollendete Ergebnisse statt Experimente
70 Brotklassiker – Lutz Geißlers Brotbacksensation mit einer einfachen Methode
Lutz Geißler

Paperback, Broschur, 608 Seiten
ISBN 978-3-442-18041-7
Erschienen am 19. März 2025 im Goldmann Verlag (Werbung)
Originaltitel Brot backen in Perfektion mit Hefe
Originalverlag Becker Joest Volk
Bestellmöglichkeiten bei diversen Händlern findest Du auf der Verlagswebsite.

„Das Plötz-Prinzip ist ein Segen für Neueinsteiger und für alle, deren Brote bisher nie so schön und knusprig waren wie vom Bäcker. Brotpapst Lutz Geißler hat dafür spezielle Tricks und äußerst präzise Rezepte entwickelt, die fehlendes Equipment, das sonst nur Bäcker haben, komplett überflüssig machen. Ein normaler Ofen und handelsübliches Mehl genügen. Nicht mal eine Knetmaschine ist für ein perfektes Backergebnis notwendig. Über 70 Klassiker wie Baguettes, Brötchen, Hörnchen, Körner- und Mischbrote, Pizza und Focaccia lassen sich so einfach und sicher selbst backen. Mit den präzisen Schritt-für-Schritt-Anleitungen von Lutz Geißler gelingen die schönsten Krusten und grobporigen Krumen wie von selbst!“

Verlagstext

Nachdem ich die Soften Brötchen mit Joghurt inspired by Naan blogbereit perfektioniert habe, ist jetzt Brot an der Reihe. Ich kann durchaus Hefebrot backen, das mir schmeckt. Perfekt wurde es bisher nicht immer. Daran arbeite ich nun!

Das Grundprinzip des Hefeteigs von Lutz Geißler basiert darauf, den Teig kalt und lange gehen zu lassen unter der Verwendung von wenig Hefe. Dabei kommt es nicht auf die exakten 24 Stunden Gehzeit an und auch nicht darauf, dass der Teig nach genau 8 und 16 Stunden bearbeitet wird.

Wichtig sind die Dauer an sich und dass er immer mal wieder gefaltet wird. Das Falten mache ich im Gegensatz zum Autor mit einem nassen Löffel in der Schüssel, in der der Teig zum Gehen liegt. Das erspart mir Teigklebsehände. Die Rezepte sind mehrheitlich einfach gehalten und gut umzusetzen. Die von mir ausprobierten haben bestens funktioniert.

Zwei Sachen aus dem Buch setze ich nicht um: In meinem Backofen kann ich nicht mit zwei Blechen arbeiten, von denen eins umgedreht auf das andere gelegt wird, um einen Muscheleffekt zu erzielen, so dass die Feuchtigkeit mehr innerhalb des Hohlraum zwischen den Blechen bleibt.

Und meine gusseisernen Töpfe, in denen ich vorher schon erfolgreich gebacken habe, vertragen am Deckelgriff nur 200 Grad. Dafür gibt es inzwischen Austauschdeckel, die 250 Grad überleben. Davon werde ich einen kaufen, um auch mit höheren Temperaturen im Ofen Brot im Topf backen zu können.

Brioche

Deshalb habe ich bisher nur die Brioche im Topf gebacken, die sich mit 180 Grad zufrieden gibt. Uns hat die mehr als zufrieden gemacht! Das Buch empfehle ich jedem, der gerne entspannt Brot oder Brötchen backt und fluffige Ergebnisse liebt.

Brioche

Wie sind Deine Erfahrungen beim Backen von Brot mit wenig Hefe und langer Gehzeit?

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