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Was ich heute gelernt habe – April 2021

Werbung wegen Namensnennungen und Verlinkungen ohne Auftrag

Zierobstblüte weiß
  1. Ausgangssperre ab morgen zum ersten Mal in meinem Leben. Fühlt sich komisch an, obwohl es mich eigentlich gar nicht einschränkt, denn ich war seit Monaten nicht nach 21 Uhr draußen und mit Hund dürfte ich das auch jetzt noch.
  2. Fran vom Blog Fran-tastic gefällt meine Gelernt-Serie so gut, dass sie im März selbst einen Monatsbeitrag geschrieben hat.
  3. Petite Four heißt wörtlich übersetzt kleiner Backofen.
  4. Paul hat überlegt, mich abzuschreiben. Als er mich nach der Gassirunde, die mein Mann mit ihm gemacht hat, verdreht auf dem Wohnzimmerfußboden lagen sah, hat er mich beschnuppert, angestuppst und ist desinteressiert weggegangen. Der Hund hat wohl noch nie was von Stretching gehört …
  5. Erstaunlich viele User der Signal-App übersehen neue Nachrichten. Man kann da übrigens Benachrichtigungen einstellen.
  6. Mit dem Wort Blatt gibt es erstaunlich viele Teekesselchen. Blattlaub, Blattschuss, Papierblatt, Blattgold, Türblatt … Welche fallen Dir ein?
  7. Wenn man von Süden kommend am Siemersplatz in Lokstedt links abbiegen möchte, muss man dafür die ganz rechte Spur nehmen. Verpasst man die, fährt man mehrere Kilometer Umweg auf dem Weg zur A7, denn man kann auf den folgenden Kilometern legal keinen U-Turn machen oder links abbiegen.
  8. Mein Kniegelenk ist immer noch entzündet und der Arzt hat keine Ahnung, warum. Ich hätte nach einem halben Jahr mehr oder minder Dauerschmerzen jetzt gerne mal wieder meine Ruhe davon.
  9. Die unsägliche Mode der Pelzbesätze an Parkas scheint endlich ein Ende zu nehmen, man sieht sie in Hamburg zunehmend weniger. Yeah!
  10. Ist es arrogant oder intolerant von mir, wenn ich mich daran störe, dass bei einem Rocksender der eine Radiomoderator lispelt und der andere kein englisches th aussprechen kann? Mir ist schon klar, dass Radiomoderatoren von Privatsendern heutzutage keine teure Sprecherausbildung mehr erhalten, aber saubere Sprache – von Hochdeutsch will ich gar nicht reden – gehört für mich dazu. Es stellt doch auch keiner einen Legastheniker für ein Online-Magazin ohne Lektorat ein oder eine Kassiererin mit Dyskalkulie, oder? Stelle ich mich an? Was meinst Du?
  11. Das Wort Arbeitsehefrau. Bei genauer Betrachtung hatte ich schon einige Arbeitsehemänner.
  12. Bio-Hagebuttenpulver kostet im Reformhaus mindestens das Doppelte wie bei Amazon-Partnerhändlern. Snatchy Kommentar der angestellten Verkäuferin: „Ja im Internet … da ist immer alles billiger.“ Aber doch nicht 50 -70 % für vergleichbare Ware! So viel mal wieder zum Thema Support Your Locals … Dass ich bei der immensen Preisdifferenz die Ware nicht kaufen wollte, hat sie dann sogar verstanden.
  13. Wenn man von der neuen Gynäkologin in der Praxis als erstes nach der Begrüßung hört „von der Schulmedizin halte ich jeden Tag weniger“ kann sich daraus ein interessantes Gespräch entwickeln. Immerhin wurde mir keine ungewünschte Vorsorge aufgenötigt.
  14. Das Wort kinderfrei anstatt kinderlos. Sehr passend.
  15. Ich bin so alt, dass ich manchmal freiwillig im Auto NDR 1 Niedersachsen höre.
  16. An der Wandse kann man schön Spazierengehen. Eben beim verlinken habe ich noch gelernt, dass die Wandse in die Eilbek übergeht.
  17. Auf Facebook regt sich eine Frau auf, dass gesunde Kinder auf Corona getestet werden. Das sind Momente, in denen ich keine Hoffnung mehr auf ein gescheites Ende der Pandemie habe. Und nein, ich habe keinen Schreibfehler in besagtem Satz.
  18. Eine der blauen Blusen hat den Trocknertest schadlos überstanden. Farbe und Größe sind unverändert, der Stoff fühlt sich etwas weicher an als nach dem Trocknen auf dem Bügel.
  19. Die nächtliche Ausgangssperre sorgt dafür, dass die Bänke an der Hundewiese morgen nicht von Müll umgeben sind. Hat alles Vorteile.
  20. a) Man kann selbst einen unwilligen Hund ohne Narkose röntgen, wenn drei Erwachsene ihn festhalten.
    b) Der Zausel hat eine schwere Hüftdysplasie. Jetzt muss ich im Kalender bei Physio dazuschreiben, ob der Termin für Paul oder mich ist.
  21. Die dünnen Lyocell-T-Shirts von ARMEDANGELS sollte man nicht aus Versehen in den Trockner geben. Wie gut, dass ich nicht so lang bin.
  22. Eine besondere Schneiderin kann große Löcher in einem Strickpulli erstaunlich gut stopfen.
  23. Der Zausel hält nichts von Physiotherapie durch eine externe Person, sei sie auch noch so zauberhaft. Ihrem Satz, dass er doch jetzt bitte zugeben könnte, dass die Massage nun wirklich auch irgendwie schön wäre, wird er nicht zustimmen. Also darf ich den Job übernehmen.
  24. Der Hausmarkt ist in meiner Wohngegend ist noch stärker umkämpft, als ich mir vorstellen konnte.
  25. Das Strandbistro auf Krautsand hat für Verkauf außer Haus geöffnet und das klappt super. CüPo schmeckt auch auch auf der Bank am Deich mit mehr als 50 Meter Abstand zur Bude.
  26. Pizza Babka ist geiles Zeug. Den Fertigteig von alnatura als Basis vertrage ich ohne Bauchweh. Der mit Tomatenmark, Salami und Käsescheiben belegte Teig wird aufgerollt, mit einem scharfen Messer durchgeschnitten und mit den offenen Seiten nach oben verzwirbelt vor dem Backen. Für Details bitte googeln oder auf Instagram unter #pizzababka schauen.
  27. Bei Aldi gibt es drei Sorten Dinkelmehl. Zu unterscheiden sind die Pakete, die durcheinander im selben Bereich stehen, lediglich durch die Zahl bei der TYPE und die Farbe im kleinen Bereich der TYPE. Gelernt habe ich dabei auch noch, dass ich Dinkelvollkornmehl genauso wenig mag wie Weizen- und Roggenvollkornmehl. Vollkorn und ich werden in diesem Leben keine Freunde mehr. Künftig gucke ich beim Griff ins Regal besser hin. Mal ehrlich – wer rechnet bitte bei Aldi mit drei Sorten? Beim ersten Mal hatte ich zufällig die gewünschte TYPE erwischt und deshalb beim nächsten Kauf nur auf Bio und Dinkel geschaut.
  28. Mango- und Zitroneneis ergeben eine leckere, frische Sommerkombination.
  29. Sind Hochbeete sind der neue Trend gehen Corona-Langeweile?
  30. Nach was für Kriterien man einen Rollator für die Schwiegermutter aussuchen kann. Ganz wichtig: hübsches Rot!

Grüße vom Zausel & Kaffeekassensturz

Hund Paul Elbe April 2021

Kaffeekassensturz

Herzlichen Dank an alle Kaffeekasseneinzahlenden Leser_innen für Eure Beiträge und persönlichen Zusendungen! Weil es endlich draußen schöner wird und es an einigen Stellen Außer-Haus-Verkäufe gibt, habe ich inzwischen auch die aufgesparten Beiträge aus dem Winter für Verköstigungen auf Ausflügen, die mich aus dem Haus und der direkten Umgebung locken sollten, erfolgreich genossen. Wenn ich den Namen des bevorzugten Eiscafés sage, schlägt Paul direkt die richtige Richtung ein. Guter Hund.

Was hast Du im April gelernt?


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Lifestyle

10 Tipps für ein schönes Passfoto

Wie kleide, schminke ich mich für biometrische Passaufnahmen? Wie blickt man (Körper-, Augenhaltung) in den Polizei-Computer-Fotoapparat, damit man selbst einigermaßen mit dem Bild zufrieden ist? Tipps und Tricks bitte bei Gelegenheit.

wünscht sich Gwen

Nicht umsonst heißen biometrische Passbilder im Volksmund Verbrecherfotos. Aber nur weil Du nicht Lachen und Dich nicht in Pose werfen darfst, brauchst Du dennoch nicht böse auf dem Bild auszusehen, oder? Auch wenn es keine Traumbilder fürs Familienalbum werden, lohnt es sich, ein paar Gedanken zu investieren.

10 Tipps für ein gelungenes Passbild

  1. Such Dir ein Fotostudio, das im Schaufenster oder auf der Website Portraitbilder zeigt, die Du leiden magst.
  2. In Bezug auf den Bildausschnitt und Körper- und Kopfhaltung gibt es Vorgaben. Leider müssen Kopf und Blick gerade sein und frontal aufgenommen werden. Aber von Kopfbedeckungen abgesehen, schreibt Dir niemand die Kleidung vor. Trage am besten etwas mit Kragen – eine Bluse/Hemd oder ein Blazer mit einem Shirt darunter. So sieht Dein Gesicht schön eingerahmt aus.
  3. Trage ideale Farben. Auf meinem Passbild trage ich eine cremefarbene Bluse und ein orangefarbenes Kleid, von dem im Schulterbereich ein bisschen zu sehen ist.
  4. Stimme Schmuck farblich auf die Kleidung ab, wenn Du lebhafter auf dem Bild wirken möchtest. Ich trage Ohrringe aus orangebraunem Bernstein passend zum Kleid. Achte bei längeren Ohrringen und Ketten mit Anhänger darauf, dass die Schmuckstücke so liegen, wie es gedacht ist, und bei der Kette der Verschluss nicht zu sehen ist.
  5. Falls Du eine Brille trägst, putze sie vorher und achte darauf, dass sie gerade im Gesicht sitzt.
  6. Schminke Dich stärker als im Alltag, weil das Make-up auf Fotos immer dezenter wirkt als im realen Tageslicht. Du darfst mit Lidschatten, Wimperntusche, Foundation, Rouge, Augenbrauennachzeichnung, Lippenstift & Co Farbe ins Bild bringen. Auf meinem Foto trage ich Lippenstift und Rouge passend zum Kleid und den Ohrringen. Das mag Dir extrem erscheinen, trägt aber auf diesem winzigen Bild dazu bei, dass es komponiert und damit ansprechend wirkt.
  7. Schaue als Mann darauf, keine Bartschatten zu haben und im Fall eines Teilbarts klare Bartkonturen zu haben.
  8. Achte darauf, dass Deine Frisur optimal sitzt.
  9. Lass das Foto machen, wenn Du wach und ausgeschlafen bist.
  10. Es heißt in den Vorgaben neutraler Gesichtsausdruck und nicht grimmiger. Denk an etwas Schönes und bringe dadurch einen positiven Ausdruck in Dein Gesicht und die Mundpartie. Auch wenn der Mund geschlossen ist: Ein kleiner Flirt mit der Kamera tut dem Bild immer gut. Ein leichtes Lächeln darfst Du auch dem Perso schenken. Das breite Grinsen hebe Dir für hinterher auf, wenn Du Dich über gelungene Bilder freust.

Was hast Du für ergänzende Tipps?

PS: Warum ist das hier ein Beitrag über Fotos ohne ein Foto? Weil ich kein Bild meines Personalausweises ins Netz stellen darf und möchte und mir mein Bild anders nicht mehr vorliegt. Die Fotografin hätte mir sogar die Genehmigung erteilt, das Bild ins Netz zu stellen.


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Lesetipps

Lesetipp: Zurück an der Alster und dem Gängeviertel

Werbung – Rezensionsexemplar

Elbstürme – Eine hanseatische Familiensaga – Band 1 von Miriam Georg

Elbstürme – Eine hanseatische Familiensaga – Band 2
von Miriam Georg

Originalausgabe, Taschenbuch, 656 Seiten
ISBN 978-3-499-00345-5
Erschienen am 21. April 2021 im Rowohlt Verlag (Werbung)
Bestellmöglichkeiten bei diversen Händlern findest Du auf der Verlagswebsite.

Achtung Spoiler

Wenn Du Band 1, Elbleuchten (Rezensionsexemplar), den ich Dir im Januar 2021 vorgestellt habe, zuerst lesen möchtest, lies hier bitte nicht weiter, denn die beiden Bände bauen direkt aufeinander auf. Wenn man Band 2 zuerst lesen würde, würde man viele Bausteine nicht verstehen oder einordnen können.

Stürme eines Neubeginns

Drei Jahre lang lebte Lily Karsten in Liverpool, wo sie fernab der Hamburger Gesellschaft ihre Tochter Hanna zur Welt brachte. Jeden Tag sehnte sie sich nach Jo.

Drei Jahre lang stürzte Jo Bolten sich aus Wut und Kummer in den Arbeitskampf. Und in den Alkohol. Er will sich rächen für das, was sein Boss ihm angetan hat – Ludwig Oolkert, der mächtigste Kaufmann Hamburgs, hat ihm das Liebste in seinem Leben genommen. Lily. Jetzt wird er Oolkert das Liebste nehmen: sein Geld.

Endlich kehrt die Reederstochter Lily an Henry von Cappelns Seite nach Hamburg zurück. Doch ihre Ehe ist wie ein Gefängnis. Die Karsten-Reederei droht immer mehr in Ludwig Oolkerts Kontrolle abzugleiten. In den Gängevierteln brodelt es, die Hafenarbeiter können ihr Elend nicht länger ertragen. Lilys alter Widerspruchsgeist ist nicht zu ersticken. Und obwohl sie nichts mehr fürchtet als ein Wiedersehen, hofft sie doch, dass Jo eines Tages seine Tochter kennenlernen wird …“

Klappentext

Erst einmal habe ich mich beim Lesen gefreut, dass Lily sich auch in den drei Jahren in England nicht vollständig von ihrem nichtsnutzigen Ehemann hat unterkriegen lassen. Allerdings muss sie dafür ganz schön viel einstecken. Mir gefällt, dass sie in Band 2 ihren Weg weniger radikal und unbedacht geht als in Band 2, sie ist erwachsener und realistischer geworden.

Außerdem gefällt mir die Entwicklung, die ihre Mutter Sylta in den drei Jahren gemacht hat. Sie ordnet sich ihrem Mann weniger unter und findet Wege, ihr Leben gesellschaftlich sinnstiftend zu gestalten. Die Emanzipation bannt sich ganz zart ihren Weg.

Davon abgesehen war ich beim Lesen aber genauso wie beim ersten Teil mal wieder entsetzt, was eine Ehe damals für Frauen bedeutet hat: völlige Entrechtung und Unterordnung unter den Mann und Verlust sämtlichen Eigentums. Und dabei spielt es keine Rolle, ob eine Frau im Gängeviertel oder an der Alster verheiratet war. Aus gutem Grund verzichten die Frauen aus Lilys Literaturzirkel darauf.

Insgesamt hat mir der erste Band allerdings besser gefallen als der zweite. Meinem Eindruck nach war die Handlung im ersten Band deutlich dichter und spannender. Dennoch habe ich das Buch innerhalb weniger Tage verschlungen. Wer Band 1 mag, wird unter dem Strich auch Freude an der Fortsetzung haben – schon einfach deshalb, weil man wissen möchte, wie es ausgeht!

Kennst Du die Familiensaga? Wie findest Du sie?


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Lifestyle

Zivilcourage im Alltag

„Wie gehst Du damit um, wenn mit schutzlosen Lebewesen Deiner Ansicht nach gewaltsam umgegangen wird?“

fragt Kristin und hat sich diesen Beitrag gewünscht

Eine Diskussion in den Kommentaren dazu ist ausdrücklich erbeten, gerne auch unter den Kommentierenden. Es geht nicht darum, die eine richtige Ansicht zu finden, sondern verschiedene Blickwinkel zu berücksichtigen, die den eigenen Horizont erweitern.

Gewalt versus angemessene körperliche Intervention

Bei Lebewesen macht es für mich keinen Unterschied, ob jemand ein Kind, einen Erwachsenen oder ein Tier zu hart anpackt. Aber was heißt denn zu hart anpackt? Nehmen wir das Beispiel Hund. Da erlebe ich täglich Verhaltensweisen von Menschen, die ich nicht angemessen finde. Ich weiß aber, dass es im Gegenzug ebenso Hundehalter gibt, die mein Verhalten dem Zausel gegenüber in anderen Punkten unangemessen finden.

Genauso gibt es unterschiedliche Meinungen dazu, ob man ein Kind anschreien oder am Arm packen darf. Die Grenze zwischen Misshandlung eines Lebewesens und angemessener körperlicher Intervention zum Erreichen einer Verhaltensänderung ist fließend und wird von jedem anders definiert.

Das eine ist also die Frage, was man für angemessen hält. Das kann nur jeder für sich beantworten. Der andere Punkt ist, wie Du damit umgehst, wenn in Deiner Gegenwart Grenzverletzungen stattfinden, die das Angemessene überschreiten.

Was machst Du ganz konkret, wenn Du beispielsweise siehst, dass jemand ein Kind zu doll am Arm packt oder seinen Hund mit der Leine schlägt?

Ich finde den Umgang damit schwierig, weil ich davon ausgehe, dass mein Handeln beim Täter nicht zu einer Verhaltensänderung wird. Schauen wir die realistischen Optionen an

  • Weggucken
  • Ansprechen
  • Beschimpfen
  • Anzeigen.

Weggucken ist sicherlich die schlechteste Option. Deinem Herz wird es damit nicht gut geht und für das Opfer kann sich nichts verbessern.

Vor dem Ansprechen könnte noch der berühmte böse Blick, ein Kopfschütteln oder ein in den Bart gemurmelter Protest stehen. Einen bösen Blick und Kopfschütteln gibt es meistens von mir. Das wird aber nichts ändern, denn wen stört es schon, wenn ein fremder Mensch einem im Vorbeigehen einen bösen Blick zuwirft – wenn der Blick den überhaupt wahrgenommen wird. Bleibt also direktes Ansprechen als Option.

„Hallo, würden Sie das bitte unterlassen. Sie tun dem Kind/Tier damit weh und das halte ich nicht für angemessen.“

Leider ist meine Erfahrung in der Praxis damit, dass man dafür vom Täter beschimpft wird und sich nichts ändert. Mag in Gruppen wie einer vollen U-Bahn anders sein, aber in 1:1 -Konstellationen führt das zu nichts. Oder doch? Immerhin kann ich danach in den Spiegel gucken, ohne mich fürs Ignorieren zu schämen.

Wenn freundliches Ansprechen zu nichts führt, könnte Beschimpfen die nächste Eskalationsstufe sein.

„Ey, hören Sie gefälligst auf, an Ihrem Kind/Tier herumzuzerren!“

Zu was führt das? Zu hohem Puls bei Dir und Ignoranz oder Zorn beim Gegenüber. Schlimmstenfalls bepöbelt man sich gegenseitig und geht fluchend auseinander oder fällt übereinander her. Zu nichts Gutem also.

Ich habe noch nicht erlebt, dass meine verbal geäußerte Kritik – egal in welchem Ton – in solchen Situationen zu einer sichtbaren Verhaltensänderung geführt hat. Wobei das vielleicht so gar nicht korrekt ist, denn meistens wird die negative Handlung dadurch zumindest für den Moment unterbrochen. Unterstelle ich nur, dass sie bei nächster Gelegenheit fortgesetzt wird? Vielleicht findet doch ein Umdenken statt? Da man selten zweimal mit denselben Menschen in solch eine Lage gerät, fehlt die B-Probe.

Wenn man der Meinung ist, ein Lebewesen durch Fremdeinsatz schützen zu müssen, kann ein Anruf bei bei der Polizei oder eine Anzeige ratsam sein. Bei Anzeige denke ich sofort an Denunziation und denunzieren möchte ich niemanden.

Aber in dem Fall geht es nicht darum, jemandem (Täter) aus persönlichen, niederen Beweggründen zu schaden, sondern jemanden (Opfer) vor Gewalt zu schützen. Wenn andere Wege fruchtlos waren oder die Situation zu krass ist, kann eine Anzeige durchaus das Mittel der Wahl sein.

Eine Anzeige muss nicht immer über die Polizei laufen. Kindeswohlgefährdung kannst Du beim Jugendamt melden, Tiermisshandlungen beim Veterinäramt. Eine Hürde gibt es dabei allerdings: Um jemanden anzeigen zu können, musst Du wissen, um wen es sich handelt. Das kann ggf. die Polizei feststellen lassen, allerdings erfordert das, denjenigen so lange aufzuhalten, bis die Polizei eintrifft.

Wie lebst Du Zivilcourage im Alltag?


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Fashion Outfits Stilberatung

Stilberatung: 10 Tipps für einen Wollmantel

Ines Meyrose - Outfit 2021 - Wollmantel braun

10 Tipps zum Kauf eines Wollmantels

  1. Kaufe einen Wollmantel am besten antisaisonal, also im Sale als Schnäppchen. Du bekommst so hochwertigere Ware für Dein Geld. Meiner war im April um 62 % reduziert, ich finde ihn aber 100 % schön. Da ich in der Preisklasse nichts extrem Modisches kaufe, macht es mir nichts aus, wenn er aus der letzten Kollektion ist.
  2. Achte auf das Material. Je höher der Wollanteil ist, umso besser wärmt er. Ein gefütterter Mantel wärmt besser als einer ohne Futter, weil Wind besser abgehalten wird und sich Wärme in der Schicht zwischen Ober- und Unterstoff zusätzlich halten kann. Meiner ist aus 51% Alpaka, 36% Schurwolle und 13% Polyamid gefertigt, das Futter aus 57% Viskose und 43% Polyester. Mäntel als Alpakawolle sind haltbar, wärmen besonders angenehm und haben einen angenehmen Griff.
  3. Schau auf das Gewicht des Mantels. Im Idealfall fühlt es sich an, als ob Du in eine zarte Wolldecke gehüllt bist. Zu schwere Mäntel sind auf Dauer unangenehm zu tragen.
  4. Die Länge würde ich davon abhängig machen, ob Du den Mantel primär zu Kleidern/Röcken oder Hosen tragen möchtest. Die ideale Länge bewegt sich dabei bei kleineren Personen oberhalb des Knies, bei größeren auch gerne darunter. Wenn Du Kleider/Röcke darunter trägst, würde ich deren Saum entweder nicht oder deutlich hervorschauen lassen. Da ich den Mantel primär zu Hosen trage, ist diese kniefreie Länge ideal, um nicht zu gestaucht zu wirken und dennoch warme Beine zu haben.
  5. Je unauffälliger die Verarbeitung ist, umso besser streckt der Mantel. Die seitlichen Eingrifftaschen sind vertikal eingesetzt, so dass sie eh wenig auffallen und wenn man sie wahrnimmt, durch die Blickrichtung von oben nach unten streckend wirken.
  6. Knöpfe lenken Blicke. In diesem Fall ist der Mantel zwar zweireihig, aber er hat verdeckte Druckknöpfe. Wenn er geschlossen ist, sind keine Knöpfe zu sehen. Durch die doppelreihige Überlappung des Stoffs an der Vorderseite wird Wind besser abgehalten und offen getragen wirkt der Mantel schön leger.
  7. Der Umlegekragen kann entweder als eine Art V-Ausschnitt getragen werden, wie Du es auf den Bildern mit dem geschlossenen Mantel siehst, oder er wirkt eher wie ein Schalkragen, wie Du es bei den Fotos mit offenem Mantel sehen kannst. Wenn der Kragen dezent ist, bist Du flexibel bei Einsatz von Schals jedweden Volumens.
  8. Bei der Form bevorzuge ich gerade oder höchstens leicht taillierte Mäntel, weil die mehr Spielraum für einen wärmenden Lagenlook darunter geben. So ist der Mantel von Herbst bis Frühling mit Bluse oder dicken Pullovern zu tragen, ohne dass er zu eng wirkt, und macht ein paar Kilo Gewichtsschwankungen über die Jahre spielend mit.
  9. Einen Wollmantel trägt man im Idealfall lange. Meine letzten haben jeweils etwa acht Winter gehalten. Deshalb würde ich eine dunkle Farbe nehmen, weil die weniger schmutzempfindlich ist, denn so ein Mantel wird in der Reinigung nicht besser. Passend zu Deinem Farbtyp bieten sich Grau-, Blau-, Brauntöne oder Schwarz an. Wenn Du allerdings eine Hinguckerfarbe als Lieblingsfarbe hast wie Orange, Moosgrün, Himbeerrosa oder Magenta, kann das auch super aussehen. Ich würde dann nur schauen, dass es vielleicht nicht die einige Winterjacke im Schrank ist, denn die Farben passen nicht zu jeder Kleidung oder jedem Anlass.
  10. Bei einem schicken Kleidungsstück, das Du viele Jahre tragen möchtest, lohnen sich Anpassungen durch eine Änderungsschneiderei. Bei meinem sind die Ärmel gekürzt, damit die Hände nicht darin versinken.
Ines Meyrose - Outfit 2021 - Wollmantel braun - Ü40 Bloggerin mit Hund Paul
Ines Meyrose - Outfit 2021 - Wollmantel braun - Ü40 Bloggerin mit Hund Paul
Ines Meyrose - Outfit 2021 - Wollmantel braun - Ü40 Bloggerin mit Hund Paul
Ines Meyrose - Outfit 2021 - Wollmantel braun - Detail verdeckte Druckknöpfe
Ines Meyrose - Outfit 2021 - Wollmantel braun - Detail in Längsrichtung eingesetzte seitliche Taschen
Ines Meyrose - Outfit 2021 - Wollmantel braun - Portrait

Worauf achtest Du beim Kauf eines Wollmantels?