Was ich heute gelernt habe – August 2018

Paul am Falkensteiner Ufer 2018

Im Juli habe diese Liste erstmals geführt. Weil es mir gut getan hat und hier im Blog zu positiven Reaktionen geführt hat, habe ich auch im August an jedem Abend notiert, was ich an dem Tag gelernt habe.

Im August 2018 habe ich gelernt

  1. Seminarvorbereitung dauert jedes Mal immer noch ein bisschen länger, als ich kalkuliert habe. Aber das ist O.K., denn dann geht es mir gut damit, weil ich mich perfekt vorbereitet fühle und dann demnächst die dementsprechende Leistung beim Kunden abliefere. So der Plan.
  2. Ich halte meinen Unterarm nicht wieder neben den einer goldbraunen Achtjährigen, wenn ich meine Haut weiter schön finden möchte.
  3. Es ist so schön, sich blind verstanden zu fühlen. Es war ein für andere vielleicht banaler Anlass, aber mir war es wichtig.
  4. Ich sollte öfter ganze Freudinnentage einlegen.
  5. Nachtragend zu sein, hat seine Vorteile. Hätte ich das Nichtfangen einer Spinne im Schlafzimmer nicht so nachhaltig mit schlechter Laune bestraft, wäre der Fänger nicht nochmal erfolgreich auf die Suche unterm Nachtschränkchen gegangen.
  6. Es war gut, ein viertes Sommerkleid gekauft zu haben. Ich wollte wegen des Geknitters eigentlich keine Kleidung aus Leinen mehr kaufen. Bei Ü39 Grad im Schatten gibt es aber einfach auf der Haut wenig luftigeres und vor allem saugfähigeres Material.
  7. Leider habe heute gelernt, wie man einen den Totalschadenrestwert unseres größeren Autos berechnet. #dingediedieweltnichtbraucht
  8. Eine Autistin mit Asperger-Syndrom hat mir das Feedback gegeben, dass meine Stimme angenehm ist und ich schön erzählen kann. Das hört man doch besonders von sensiblen Menschen gerne, oder?
  9. Zum ersten Mal im Leben freue ich mich, dass es abends – es ist gerade 21:44 Uhr – wieder früher dunkel wird. Warum? Ich ertrage diese Hitze des Sommers einfach nicht mehr. Der letzte so heiße Sommer war 2003, der schlimmste Sommer meines Lebens. Ich will, dass das aufhört. Sofort. Bitte. Morgen soll es den ganzen Tag regnen. Ich bin voller Freude darauf.
  10. Wie man ein Smartphone mit dem Infotainmentsystem im Mietwagen verbindet. Mein kleiner Cityflo hat sowas Schickes nicht.
  11. Die Gewürzgeheimnisse von Pulled Porked.
  12. Wie schön es ist, einen Schuhschrank von innen zu geputzt zu haben. Der sieht jetzt wieder viel schöner aus, wenn man ihn öffnet.
  13. In der DDR gab es am 1. Juni einen Kindertag, an dem Kinder beschenkt wurden. Das hat mir heute eine Kundin erzählt. Warum wurde das bei der Wiedervereinigung abgeschafft oder nicht in westlichen Bundesländern übernommen? Auf Wikipedia steht zwar, dass in Deutschland und Österreich am 20. September der Weltkindertag ausgerichtet wird, aber auch der 1. Juni als Internationaler Kindertag gefeiert wird, nur gemerkt habe ich davon im persönlichen Umfeld noch nie etwas.
  14. Einfach mal machen ist immer noch ein gutes Motto.
  15. Zausel Paul braucht mal wieder engere Führung, die freigeistige Rübe.
  16. Wie schön es ist zu sehen, wenn ein Elternteil sich wirklich zu der Aufgabe als solches berufen fühlt.
  17. Wie gut sich ein neues leichtes T-Shirt anfühlen kann. Wie schön, auf den richtigen Schnitt und Material gewartet zu haben nach vielen Missanproben.
  18. Süßkartoffel-Tomaten-Eintopf mit Fleischeinlage schmeckt köstlich.
  19. Der Schmorgurkeneintopf mit Hack schmeckt noch leckerer, wenn es Pellkartoffeln dazu gibt.
  20. Ich hätte doch mehr als drei Semester Meteorologie studieren sollen, um den Himmel besser lesen zu können, als die Wetter-App ihn interpretiert. Platsch. #wettshirtcontest #nasserhund
  21. Altersweitsichtigkeit heißt Presbyopie. Den Blogbeitrag zur neuen Lesebrille gibt es, wenn ich Fotos damit habe.
  22. Ich bringe es tatsächlich fertig, 1/4 Nougatring unterwegs in den Müll zu werfen, weil ich den Rest nicht schaffe. Eine Tüte zur Aufbewahrung hatte ich nicht, weil ich ihn im Laden auf die Hand gekauft hatte.
  23. Der Italiener in meinem Stadtteil sieht zwar von außen nicht einladend aus und hat einen schrägen Namen, es gibt dort aber richtig leckere Pizza zu vernünftigen Preisen. Den hätten wir viel eher schon ausprobieren sollen. Besser spät als nie.
  24. Ich habe keine Lust mehr zum regelmäßigen Schwimmen. Was ich aus dieser Erkenntnis gewinne, weiß ich noch nicht. Aber Erkenntnis ist bekanntlich der erste Weg zur Besserung.
  25. Der Begriff Die normative Kraft des Faktischen kommt a) aus dem juristischen Bereich und ist b) viel älter als geahnt.
  26. Auch das geht vorbei! Mit dem Blogbeitrag trifft HappyFace313 meine aktuelle Gefühlslage perfekt. Den Spruch übernehme ich gerne.
  27. Es lohnt sich, als Verbraucher seine Unzufriedenheit mit einem technischen Gerät zu äußern. Ich konnte es aus Kulanz nach fünf Monaten in gebrauchtem Zustand dennoch zurückgeben und mir von Geld etwas Tauglicheres kaufen. Bei einigen Produkten frage ich mich durchaus, wie die zu ihrem positiven Image gekommen sind.
  28. Cooles neues Wort bei Ela in den Instastories gesehen: Mutausbruch. Den hatte ich wohl letzten Monat im Hochseilgarten. Ela ist auf einem Baumwipfelpfad gelaufen. Das Wort merke ich mir.
  29. Mein neues Leinenkleid von Tag 6 ist nicht kundentermintauglich.
  30. Es gibt ein Frühstückscafé, in dem es keine Schokocreme gibt. Die sehen mich da nicht wieder. Was ist ein Frühstück ohne Schokocreme?
  31. Es gibt Schuhe, die man einfach nicht eingelaufen bekommt. Da hilft nur eins: Weggeben, auch wenn sie noch sooo schön aussehen.

Was hast Du heute gelernt?

Was ich heute gelernt habe – Juli 2018

Sylt Kampen Wellen im Mai 2017

Manchmal erscheint mir mein Leben etwas sinnlos. Es plätschert so dahin, mir geht es privat und beruflich gut – abgesehen von der Sommerhitze. Es gibt anstrengendere Tage und leichtere. Aber dann gibt es Tage, an denen ich mich abends frage, wofür die gut waren. Was mich zu der Frage führte, was ich an so einem Tag gelernt habe. Was mich auf die Idee brachte, einen ganzen Monat über jeden Abend zu notieren, was ich an dem Tag gelernt habe.

Im Juli 2018 habe ich gelernt

  1. Dass ich nicht mit einem Auto-Lackstift umgehen kann und beim nächsten Katscher lieber gleich Nagellack nehme. Der ist nicht billiger, lässt sich aber besser verarbeiten.
  2. Wie man ein Teil beim Geschirrspüler aus dem Sieb entfernt. Telefonhotline vom Hersteller sei Dank.
  3. Dass ich ab sofort meine Handrücken mit UV-Schutz eincremen werde. Ein schöner Ausflug an die Elbe hat mit eine Pracht “Sommersprossen” beschert. 2018 ist das Jahr, in dem ich erste Altersflecken auf den Händen bekommen habe. Nicht schön.
  4. Dass es einen Menschen gibt, der chronische Unpünktlichkeit immer noch nicht respektlos findet. Ich bin das nicht.
  5. Dass das Verständnis von einer ordentlichen 80%-Lösung weit auseinander liegen kann.
  6. Dass es Hundehalter gibt, die noch schlimmer sind, als ich vorher zu denken vermochte und was ein neuer Geschirrspüler kostet.
  7. Wie man einen Handstaubsauger nahezu vollständig zum Reinigen auseinanderbaut, nachdem etwa 400 g TK-Erbsen damit vom Küchenfußboden aufgesaugt wurden.
  8. Was Thrash Metal ist (hätte auch ohne das Wissen weiterleben können).
  9. Nicht immer ist es, wie es zu sein scheint.
  10. Wie einfach Menschen mit Performance zu beeindrucken sind, die für mich selbstverständlich ist.
  11. Dass man die Gewürzfächer im Schrank über dem Herd nach neun Jahren durchaus mal gründlich reinigen kann. Auch die oberen.
  12. Wie man Reframing richtig schreibt. Der Beitrag dazu erscheint am 19. August 2018.
  13. Dass das Ansehen doch immens sinkt, wenn man beim Einkauf auf dem Wochenmarkt sein Geld zu Hause vergessen hat und nur den Notgroschen aus der Handyhülle hat – an einem Stand, bei dem ich 2002 Kunde bin wohlgemerkt. Memo an mich: Notgroschen erhöhen oder woanders kaufen?
  14. Wie schön eine Überraschung sein kann.
  15. Wo es ein schönes Blumenfeld in der Nähe gibt.
  16. Es gibt Strandkörbe für Hunde. Wirklich! Nicht bei uns …
  17. Ein Anruf beim Internetanbieter kann sehr hilfreich sein.
  18. Es gibt immer mindestens noch einen dummdreisterenwerbekennzeichnungs”vergessenden” Blogger als ich für möglich gehalten habe. Erstaunlich ist eigentlich nur, dass ich darüber immer noch wieder überrascht bin. Zack, wieder jemand raus aus meiner Leseliste.
  19. Bei der Vorbereitung eines Train the Trainer Seminars zu Bewerbungsunterlagen und Onlinebewerbungen habe ich eine technische Lösung im Textverarbeitungsprogramm gefunden, nach der ich Jahre gesucht hatte. Endlich ist kein Umweg mehr nötig!
  20. Ich brauche eine Lesebrille.
  21. Ich werde niemals Menschen verstehen, die keine Himbeeren mögen.
  22. Ein Problem, das sich mit Geld erschlagen lässt, ist kein Problem.
  23. Wenn der Servicehotlinemitarbeiter sagt “der neue Router installiert sich von alleine in 10 Minuten, einfach nur einstöpseln”, heißt das im Klartext “mein hausinterner IT-Spezialist braucht dafür 1 Stunde”.
  24. Erstaunlich, wie hell weiße Gardinen nach einer Wäsche wieder strahlen können und der ganze Raum direkt viel heller aussieht. (Anmerkung der Redaktion: Mit Gardinen waschen und Fenster putzen habe ich es nicht so.)
  25. Es gibt einen Menschen, der noch mehr um sich kreist, als ich es je für möglich gehalten hätte.
  26. Der Hightechrouter löst das Internetproblem nicht.
  27. Angebot für gefakten Blogtraffic gefunden. Das es das gibt, war mir klar. Dass es das sogar kostenfrei gibt, wusste ich nicht. Erstaunlich, was einige Menschen tun, um ihre Statistik zu schönen. Der schnöde Mammon der Auftraggeber muss offenbar nur genug locken. Bei mir ist und bleibt wie immer alles echt.
  28. Eine ganz Schmorgurke kann so bitter schmecken wie früher nur Salatgurkenenden.
  29. Es lohnt sich, bei dem Internetanbieter die Beschwerdehotline anzurufen, nachdem man 4 Stunden vergeblich auf einen Techniker gewartet hat. Gab immerhin einen Sachleistungsgutschein über 100 Euro dafür, der in deren Shop eingelöst werden kann. Besser als nichts.
  30. Kohlrabi hat eine längere Garzeit als 10 Minuten.
  31. Durch das Feedback einer Kundin wurde mir klar, dass ich erfolgreich an einem bisher unterrepräsentierten Teil meiner Persönlichkeit gearbeitet habe, denn genau für den bekam ich warme Worte.

Was hast Du heute gelernt?

Was ich richtig gut kann!

Hund Paul auf Sylt im Mai 2017

Es gibt Tage, die so unrund laufen, dass man sich fragt, ob man überhaupt etwas so richtig gut kann. Kennst Du das auch? Wenn mich so ein Tag erwischt, frage ich mich, was ich an Alltagsdingen so gut kann, dass ich mit niemandem Tauschen möchte. Dann geht es mir gleich wieder besser. Letztens fielen mir sofort diese

5 Sachen, die ich richtig gut kann

  1. Fingernägel lackieren
  2. Mit Füller schreiben
  3. Tiere anlocken
  4. Beim Kochen improvisieren
  5. Lachen

ein. Am nächsten Frusttag werde ich daran denken!

Was für kleine Dinge kannst Du richtig gut?