Kategorien
Persönliches Stilberatung

High Class Leger Chic

2017 habe ich mich mit meiner Stilreise, der lebenslangen Entwicklung des Kleidungsstils, beschäftigt. Dabei bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass mein Stil – ähnlich wie der Körper – dem Sieben-Jahres-Zyklus unterliegt. Das bedeutet, dass sich etwa alle sieben Jahre etwas daran verändert. In diesem Jahr wurde ich 49 und nehme das zum Anlass zu schauen, was gehen und was bleiben darf in Bezug auf die sieben Jahre davor.

Die Basis dafür findest Du in meinem Stilprofil. Ich möchte immer noch den Blick zum Gesicht lenken, die Gesamtlänge optisch strecken, die Hüften schmaler wirken lassen und die Beine ab der Oberschenkelmitte betonen. Letzteres allerdings nur noch bekleidet mit Hosen oder Strumpfhosen.

Die grundsätzliche Stilrichtung bleibt. Mein Mann hat meinen Stil vor vielen Jahren High Class Leger Chic getauft. Das meint keine zur Schau getragenen Designermarken, sondern schlichtweg hochwertige Kleidung, gut sitzend und unkompliziert kombiniert ohne Schnickschnack.

Wo ist die Grenze zwischen langweilig und lässig?

Material und Passform sind entscheidend. Ich kaufe schon mein ganzes Leben lang das das Hochwertigste, was ich mir leisten kann. Wie heißt es in der Werbung so schön: Weil ich es mir wert bin! Oder wie schon meine Oma sagte: Wer billig kauft, kauft zweimal. Außerdem achte ich darauf, möglichst keine sichtbaren oder lauten Logos zu tragen, weil ich das unelegant finde. Das gilt für Kleidung genauso wie für Accessoires samt Brillen.

Ines Meyrose – Outfit 2020 mit dunkelblauem Kleid in A-Linie mit Bloggerhund Paul

Neben dem Material und den Qualitätsmerkmalen guter Kleidung ist für mich der Zustand wesentlich: Geputzte Schuhe, heile und saubere Kleidung sind für mich selbstverständlich – ebenso die Pflege der Kleidung, wenn sich etwas reparieren oder zum Beispiel Pilling entfernen lässt. Das gilt für den Hundespaziergang gleichermaßen wie für einen Firmenkundentermin oder private Verabredungen.

Ines Meyrose - Outfit 20 - High Class Leger Look

Das bleibt oder ist neu hinzu gekommen

  • Glatte Pullover aus Kaschmir- und Merinowolle, am liebsten mit V-Ausschnitt oder Rollkragen
  • Ringelshirts aus festem Baumwolljersey
  • Weite oder zumindest locker fallende Blusen, am liebsten im Tunikaschnitt oder leichter A-Form.
  • Jeans mit Elasthan und Stretchhosen – beides mit schmalem Bein
  • Bei Jeans bleibt zwar eine ganz dunkle als Pflichthose, aber ansonsten bevorzuge ich derzeit leichte Waschungen in mittleren Jeansblautönen.
  • Die Hosen sind kürzer geworden. Die meisten Hosen in meinem Sortiment sind aktuell nur knöchellang. Das hätte ich mir vor sieben Jahren nicht vorstellen können, dass die Hosenschnitte sich wieder in Richtung der 2000er entwickeln. Mir kommt das gelegen, weil ich das damals schon gerne mochte.
  • Kleider mit Bewegungsspielraum für große Schritte, in der Strumpfhosensaison dürfen die Knie weiterhin zu sehen sein.
  • Matte, glatt fallende Stoffe
  • Lederschuhe mit flachen Absätzen, am liebsten Chelsea Boots
  • Tücher aus leichtem Material, einfarbig und gemustert
  • Bei Kleidung und Tüchern bevorzuge ich einfarbige Sachen und kleine bis mittlere Muster mit eher geringem Kontrast.
  • Bei der Art der Muster bleiben Streifen, Punkte und Florales.
  • Kontraste bei Kombinationen gerne hell-dunkel, warm-kühl nur mit Blau
  • Wenn wir gerade bei Mustern sind: Neu sind in den letzten zwei Jahren bunte Socken dazu gekommen. Ich freue mich, dass an der Stelle die 1980er zurück sind.
  • Jacken mit Kapuzen
  • Marineblau und Dunkelbraun sind meine Basisfarben, Rot und Gelb die dominanten Akzentfarben. Oliv und Orange tauchen auch immer wieder auf.
  • Schmuck in schlichten Formen in Rosé- und Gelbgold.
  • Lippenstift in Rosenholz, Tomaten- und Zinnoberrot

Das ist gegangen (erfolgreich aufgetragen)

  • Taillierte, figurnahe Blusen, weil die bei mir einfach wegen des kurzen Oberkörpers und großen Busen nie so sitzen, wie sie sollen. Das ist einfach ein Schnitt, der nicht zu meiner natürlichen Figur passt.
  • Sommerkleider, die kürzer als kniebedeckend sind, weil ich meine nackten Knie nicht mehr zeigen möchte.
  • Hosen mit Bootcut, weil die bei mir nur mit hohen Absätzen gut aussehen und die gehören zu den Dingen, die ich in absehbarer Zeit nicht tragen möchte. Generell mag ich aktuell an mir keine Hosen mit weitem Bein leiden, auch wenn es ein gerader Schnitt ist.
  • Weiß und Beige großflächig am Oberkörper, weil mich das zu farblos aussehen lässt mit den stetig heller aka grauer werdenden Haaren. Es fehlt der Kontrast, der früher mit den braunen Haaren vorhanden war.
  • Bordeauxrot großflächig am Oberkörper, weil es Rötungen im Gesicht betont
  • Karomuster
  • Sneaker außerhalb von Hunderunden
  • Bunte Schuhe außer bei Sommerlatschen

Fazit des Stilchecks

Es wird sich in absehbarer Zeit nichts Grundsätzliches an meinem Stil ändern. Die Anpassungen laufen für mich unter Feinschliff. Es sind Veränderungen, die der Entwicklung des Körpers und meinen persönlichen Bedürfnisse entsprechen.

Modische Aspekte spielen für mich persönlich keine Rolle, aber es freut mich, wenn Dinge modern sind, die mir gefallen. Warum? Weil sie dann zu finden sind! Dazu gehören aktuell die verkürzten Hosen, bunte Socken und Chelsea Boots.

Wofür ist diese Analyse gut?

Ich bekomme, was ich will, weil ich sage, was ich will.

Frei nach Madonna

Ich ergänze: weil ich weiß, was ich will. Ich kann ein Ziel nur erreichen, wenn ich es kenne. Ansonsten lande ich planlos irgendwo. Wenn ich mir vor Augen halte, was ich bei Kleidung und Accessoires mag und was seine Zeit gehabt hat, kann ich deutlich einfach künftige Lieblingsteile identifizieren, wenn ich Einkaufen gehe. Der Blick wird dadurch geschärft.

Durch selektive Wahrnehmung fallen uns Dinge verstärkt ins Auge. Das kennst Du, wenn Du Dir ein neues Auto gekauft hast und auf einmal ständig dieses Modell oder seine Farbe auf der Straße wahrnimmst. Sind diese Autos auf einmal mehr geworden? Nein, Du siehst sie nur vermehrt, weil sich Dein optischer Filter verändert hast.

Wenn Du Dir die Mühe machst, Dich mit den Dingen zu beschäftigen, die optisch perfekt zu Dir passen, läuft Du im Laden nicht daran vorbei, sondern sie fallen Dir förmlich in die Hände.

Was hat sich an Deinem Stil in den letzten Jahren geändert?


Wer Lust hat, mir das Bloggen mit einem Espresso zu versüßen, darf gerne etwas in meine Kaffeekasse bei PayPal => Ines’ Kaffeekasse geben. Eine Bankverbindung findest Du hier. Merci! Alle anderen lesen einfach so.

20 Antworten auf „High Class Leger Chic“

Eine feine persönliche Stilanalyse, liebe Ines.
Und der “Feinschliff” gelingt Dir auch bestens.
Dass frau sich nicht zu sehr von der aktuellen Mode abhängig machen sollte, finde ich auch wichtig. Jedoch ist es manchmal ja sehr schwierig, wie Du selbst weißt, wenn es z.B. die passenden Farben nicht gibt, weil sie gerade nicht in Mode sind.
Mein Stil hat sich eigentlich nicht sehr verändert in meinem gesamten, langen Leben (meine Figur hingegen schon). Immer viel Natur in den Farben und Materialien. Ich mag auch sehr gern monochrome Outfits.
Dieses Jahr habe ich Glück, denn “meine” Farben sind mal dran.
Broschen oder große Ringe mag ich auch gern. Uhren auch seit sie so großformatig sind. Ketten mochte ich früher lieber.
Und nie ohne Lippenstift, das war auch schon immer so.
Maske hin oder her….
Einen schönen 1. Advent wünscht Dir herzlich
Sieglinde

Ja endlich sind Brauntöne wieder kaufbar! Darauf haben wir lange genug gewartet!

Ich trage Lippenstift auch trotz Maske. Der gehört einfach zu mir :). Allerdings nur meist nur den rosenholzfarbenen.

Liebe Ines, ein sehr interessanter Beitrag, herzlichen Dank. Was hat sich nicht verändert? Wie Du mag ich gepflegte Kleidung: sauber, ohne Flecke und Peeling, heile, außer mal bei einer Jeans, wo Risse zum Design gehören. Das ist bei mir aber die absolute Ausnahme. Ich trage da noch ab und kaufe nicht neu. Was hat sich bei mir geändert? Ich habe meinen Stiltyp besser kennen- vielleicht auch eher akzeptieren gelernt. In der Rückschau würde ich sagen, es gab ihn schon immer. Aber ich habe nach etwas anderem gesucht. Deshalb war mein Kleiderschrank auch so voll. Jetzt versuche ich zu reduzieren. Du beschreibst mein Dilemma sehr schön zwischen langweilig und leger. Vielleicht hilfst Du mir auch weiterhin dazwischen zu balancieren. Konkret bin ich dabei, meine Oberteile farblich schlichter zu kaufen, da ich fast immer Tücher trage. Bei den Oberteilen wünsche ich mir noch mehr Farbe, die meine Grundfarben hell – und dunkelblau aufpeppen. Aber da ist der Handel wenig hilfreich. Und ich suche immer noch nach dem ultimativen Kleid für mich. Ich habe mich gefragt, ob sich der Kleidungsstil auch im Wohnstil wiederfindet. Bei mir ist das so, würde ich sagen. Bei anderen auch?
Liebe Grüße Greta

Oberteile in kräftigen Wintertypfarben sind wirklich nicht einfach zu finden. Blein dran und mach keine Kompromisse!

Ja, einen Zusammenhang zwischen Kleidungs- und Wohnstil sehe ich eindeutig. Deshalb berate ich Kunden am liebsten in deren Zuhause. Farblich werden durchaus andere Vorlieben ausgelebt in der Wohnung, aber der Stil passt zusammen. Wer sich schlicht und klar kleidet, lebt nicht in heillosem Durcheinander. Und umgekehrt gilt das gleiche. Ebenso für Wertigkeit bei Dingen und den Umgang damit. Die Erfahrung habe ich in 17 Jahren Privatberatung eindeutig gemacht.

Grösste Veränderung bei mir:
Die Schuhe werden immer weniger, und immer flacher.

Früher habe ich gerne und oft hohe Schuhe getragen, stundenlang. Jetzt habe ich keinen einzigen hohen Schuh mehr. Obwohl ich nach wie vor finde, dass sie toll aussehen. Sie sind mir einfach zu unbequem geworden.

So geht mir das auch: sind einfach zu unbequem. Ein paar klassische Pumps, dunkelbraun, 8 cm, schmaler Absatz besitze ich noch. Die passen und sind heil, aber ich hatte sie seit Jahren nicht an. Mal sehen, wie lange sie noch bleiben.

Das zieht aber auch bei Hosenlängen Veränderungen nach sich. Hast Du sie gekürzt oder ausgetauscht?

Liebe Ines, danke für Deine Rückmeldung. Ich habe gerade wieder 2 helle Blusen gefärbt: eine in Enzianblau und eine in lila. Ich brauchte einfach Farbe. Keine Kompromisse zu machen ist manchmal nicht so einfach. Einen schönen 1. Advent wünscht Greta

Liebe Ines,
ich nicke und nicke und nicke. Bei dem, was bleibt und bei dem, was gehen darf. Ich habe einige Zeit in einem ‘Früher’ viel gekauft, viel gewechselt, aber auch viel behalten. Heute kaufe ich hochwertiger aber wie du, ohne Label zu zeigen. Was ich nicht mag, sind hochwertige Preise einiger Marken in niederer Stoffqualität. da ärgere ich mich. Trendy kaufe ich nur, wenn ich weiß dass ich den Trend länger mag. Und ein bisschen fuchst es mich, wenn ich bestimmte klassische Farben suche und nur auf Modefarben treffe.
Deshalb: Ein sehr schöner und ansprechender Beitrag.
Einen schönen ersten Advent
Nicole

Wie schön, dass Du ebenso Deinen Stil gefunden hast. Es gibt hochpreisige Marken, die den letzten Schrott verkaufen. Immer wieder unfassbar. Und andere stehen wirklich für Qualität. Mit viel Geld ist es leichter, schöne Sachen zu kaufen als mit wenig, aber ein Garant ist ein hoher Geldeinsatz dafür leider nicht – das gilt ja für Qualität und Geschmack …;).

Das ist eine schöne Zusammenfassung. Ich glaube auch es passiert mit der Zeit einfach dass man Vorlieben bei Kleidung ändert. Ich habe auch gemerkt dass sich Qualität bezahlt macht. Allerdings darf man sich da nicht unbedingt auf Markennamen verlassen. Es sei denn es sind klassische Marken die für Qualität bekannt sind. So meine Erfahrung.
Dein Mann hat Deinen Stil wunderbar beschrieben. Für meinen “Stil” gibt es wohl keinen schmeichelhaften Namen.
Veränderung zu früher sind auf jeden Fall die Schuhe. Die müssen bequem sein. Und ich mag Farben viel lieber als vor 7 Jahren. Und Taschen mag ich auch lieber. Beim Schmuck merke ich Veränderungen, allerdings auch etwas abhängig von meinem Stimmung, Anlass und Outfit.
Schönen Sonntag wünsche ich Dir, liebe Grüße Tina

Deine Erfahrungen mit Marken und Qualität teile ich – teuer ist leider nicht immer gut. Und für wenig Geld kann man auch haltbare Sachen bekommen. Man muss einfach genau hingucken.

Ich merke noch, dass Taschen für mich eine zunehmend untergeordnete Rolle spielen. Und ja – Schmuck ist noch weniger geworden und ich bevorzuge immer mehr die ganz schlichten Teile aus meinem Schatzkästchen.

Dein Stil? Ich könnte Dir verraten, wie ich Dich beschreibe, wenn ich meinem Mann von Dir erzähle:

“Das ist Tina, die vor nichts Angst hat.”

Du probierst einfach alles aus, wonach der der Sinn steht. Dabei zeigst Du keine Scheu vor Farben, Mustern, Kleidunggstücken oder was auch immer. Dass Du zu mehr Farbe greifst als vor einigen Jahren, gefällt mir. Es passt zu Deiner freundlichen Ausstrahlung.

Da könnte was dran sein, dass man sich alle 7 Jahre verändert. Was ja nichts schlechtes ist. Auch wenn einem manches nicht gefällt, man lernt bei diesen “Wechseln” einfach jedes Mal ein Stückchen mehr es “anzunehmen”.
Bei mir wird vieles auch weniger. Weniger Schmuck. Weniger Schminke. Viel weniger sogar. Ich kaufe an Kleidung und Schuhen das, was mir passt, bequem ist, nicht steigt, nicht einengt, sich gut anfühlt. Da gibt es tatsächlich ab und an auch mal einen Kompromiss – weil ich das, was ich genau will einfach nicht finde.
Ich probiere aber auch gerne Mal herum, probiere Sachen aus, die ich früher mochte, oder gar nicht mochte. Und gucke, wie ich mit heute damit fühle.
BG Sunny

Mein erster Gedanke eben war zum Thema “annehmen”: man wird vielleicht mit jedem Zyklus ein bisschen mehr man selbst? Aber das ist natürlich Unsinn. Man ist immer man selbst – wer sollte man auch sonst sein. Aber: Vielleicht dringen wir in jedem Zyklus ein bisschen mehr vor zu unserem Kern?

Liebe Ines,
die 7-Jahres-Stufen kenne ich und erkenne ich bei mir sehr eindeutig. Ich sehe es als Häutungen und jedes Mal wird der eigentliche Kern der Persönlichkeit mehr erkennbar.
Ja, vieles wird weniger, keine Lust mehr z. B. auf ständig wechselnde Taschen, zwei drei gute Modelle, reichen völlig. Ich bin viel mit dem Fahrrad unterwegs, da passt das eh’ nicht zusammen. Dafür habe ich ein schönes Portemonnaie!
Herzliche Grüße, Susa

Die Zyklen als Häutungen zu sehen, finde ich interessant. Dass Du meine These des Kerns – siehe meine Antwort an Sunny – teilst, gefällt mir.

Spannend finde ich gerade, was das Bloggen – also das Gedanken machen für den Beitrag in diesem konkreten Fall – und die Kommentare der Leserinnen – Kristins zu den Absatzhöhen in diesem Fall – mit mir machen. Ich bin heute früh, als ich um 6 Uhr nicht wieder einschlafen konnte, zu der Erkenntnis gekommen, dass meine braunen Pumps ins Sozialkaufhaus kommen. Sie sind zwar von 2006, aber nur wenig getragen und sehen aus wie neu und sind komplett aus Leder. Die Form ist völlig zeitlos, die werden dort Abnehmer finden. Ein Problem habe ich nämlich vom ersten Tag mit Ihnen: Sie sind genau 1 cm für meine Fußlänge zu hoch. Auf 7 cm kann ich gut laufen, auf 8 nicht. Ich bin etwas unsicher auf ihnen unterwegs und vor allem werden meine kleineren Zehen bei längerem tragen taub. Das braucht nun wirklich niemand.

Warum habe ich dennoch damals gekauft? Weil sie zu einem Kleid, das ich auf einer Hochzeitsfeier getragen habe toll aussahen und sie meinem Mann (und ich ihm darin) so gut gefallen haben. Zum Glück waren sie enorm reduziert, die Kosten pro Tragen sind sogar O.K.

Da ich dunkelblaue Pumps mit kleinem Absatz habe, reichen die als Pflichtschuhe wirklich aus. Also wieder ein Teil, mit dem ich mich bei den halbjährlichen Kleiderschrankinventuren nicht mehr zu beschäftigen brauche. Bloggen wirkt!

Ich sehe das ähnlich mit dem Abwerfen der alten Schalen. Ist man früher noch von vielen Schalen umgeben, die einen auch schützen, wird man mit dem sich häuten quasi dünnhäutiger.
Folge davon—> man schützt sich mehr und umgibt sich immer weniger mit Dingen oder Menschen, die einem nicht gut tun.

Was wiederum zur Folge hat, dass man öfters mal zuhören bekommt: “Du hast dich aber verändert.”
Da kann ich nur sagen “zum Glück”.
Sollen alle meine Jahre, die ich gelebt habe, nicht zu Veränderungen beitragen? Hauptsache, der eigentliche Kern bleibt gleich.

Das war echt ein Ausflug in die Philosophie, mein lieber Schwan. 😉

Lg
Claudia

Das Dünnhäutiger werden habe ich so noch nie betrachtet – ein passendes Bild zur Häutung und dem Kern. Philosophie im Alltag schadet nie :).

Liebe Claudia,
hier ein ganz kleiner Text von Bertold Brecht zum Thema Veränderungen: “Ein Mann, der Herrn K. lange nicht gesehen hatte, begrüßte ihn mit den Worten: ›Sie haben sich gar nicht verändert.‹ ›Oh!‹ sagte Herr K. und erbleichte.”

Ja, zum Glück, wir verändern uns!
Mein lieber Schwan… und solche Tiefe an einem Montag…
Mit Gruß von Susa

Schöne Zusammenfassung, liebe Ines!
Ich denke, dass sich der Geschmack und der Stil selbst mit den Jahren bei eigentlich jedem weiterentwickelt und verändert. Für mich hat sich der Stil nicht wesentlich verändert, aber mein Körper und mein Alter haben viele Veränderungen in meinem Leben verursacht, die sich logischerweise auf meine Wahl der Kleidung auswirken. Die Kleider wurden zum Beispiel länger und breiter und die Schuhe flacher! That’s life! 😉
Liebe Grüße,
Claudia

“Die Kleider wurden zum Beispiel länger und breiter und die Schuhe flacher!”

Perfekte Zusammenfassung – warum habe ich dafür im Beitrag so viele Worte gebraucht?

Kommentare sind geschlossen.