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Fashion Minimalismus

Warum man nicht im eigenen Kleiderschrank einkaufen kann

Wenn man sich als Konsument mit Mode und Einkaufsverhalten von Kleidung beschäftigt, stolpert man seit geraumer Zeit im Internet über Formulierungen wie

  • Shop your (own) closet
  • Shoppen im eigenen Kleiderschrank
  • Kleiderschrankgeshoppt.

Bei Fran im Blog kannst Du lesen, warum sie nicht im eigenen Kleiderschrank einkauft. Der Beitrag und die Kommentare dort haben mich dazu veranlasst, meine Meinung zu dem Thema hier nochmal ausführlich auszubreiten, denn nicht jeder weiß, was mit den Begriffen gemeint ist. In meiner Lernliste vom September 2021 ging es bei Punkt 17 und in den Kommentaren dazu auch schon darum.

Bei jeder dieser obigen Formulierungen bekommt mein Gehirn eine Krise. Wortwörtlich übersetzt sind sie so absurd, dass mir eigentlich die Worte fehlen. Weder will ich meinen Kleiderschrank kaufen, noch seinen Inhalt. Vielmehr hätte ich gerne einen neuen Kleiderschrank, aber das ist ein anderes Thema ;).

Ich kann Dinge woanders – gebraucht oder neu – kaufen, aber nicht bei mir selbst. Vom gruseligen Denglisch der eingedeutschten Formulierungen sehe ich jetzt mal ab …

Woher kommt die Idee vom Shoppen im eigenen Schrank?

Es gibt Menschen, die derart vollgestopfte Kleiderschränke haben, dass sie jeden Überblick verloren haben, was sich in deren Tiefen befindet. Um damit einen sinnvollen Umgang zu finden und nicht noch mehr Klamotten in den Schrank zu quetschen, kann man

  • anstatt neue Klamotten zu kaufen, im Bestand schauen, ob man bereits etwas hat, das der Vorstellung entspricht. So können alte Dinge zu neuen Ehren kommen, ohne neue Sachen zu kaufen.
  • Kleidung aus dem Bestand neu kombinieren, um andere Looks damit zu entwerfen. Je besser man seine Sachen kennt, umso leichter fällt das.

Außerdem gibt es Menschen, die das Gefühl haben, dass man einen Look nur einmal tragen kann. Die sollen mit der Formulierung vom Kauf neuer Dinge abgehalten werden. Frei nach dem Motto: Kaufe bei Dir selbst ein und nicht im Laden.

Einmal-Outfits? Nein, Danke.

Mich fragte neulich eine Freundin, ob sie ein maßgeschneidertes Kleid auf einer Feier tragen kann, bei der viele Menschen sind, die das Kleid vor einigen Jahren auf einer anderen Feier gesehen haben, für die sie das Kleid hatte anfertigen lassen.

Nachdem ich sie darin bestärkt habe, dass es das einzig Richtige ist, selbstverständlich das Kleid zu tragen, war sie erleichtert und fragte sich, warum sie im Grunde überhaupt daran gezweifelt hat. Zumal sie zu den Menschen gehört, die Bekleidung teilweise über Jahrzehnte tragen.

Mit anderen Schuhen und Accessoires fällt es entweder eh niemandem auf oder man wird einfach denken, wie gut sie wieder in diesem Kleid aussieht. Und das tut sie!

Wer sich im Jahr 2022 allen Ernstes noch daran stört, wenn ein Outfit mehrfach getragen wird, ist dem nicht mehr zu helfen.

Vor allem, wenn für einen Anlass ein günstigeres Kleid angeschafft werden würde, das schlechter aussähe als das aus dem Bestand, oder ein ähnlich hochwertiges, was am Ende dann ebenso zu selten getragen werden würde, wie bereits das erste.

Die Kosten pro Tragen sind bei Anlasskleidung eh schon hoch genug. Die muss man durch ein weiteres Kleid nicht noch verdoppeln. Das würde jegliches Aufgehen der Modemathematik unmöglich machen.

Die Geschichte zeigt, dass die Idee, lieber im eigenen Schrank ein Outfit zu suchen als im Laden, durchaus gut ist. Nur ist es eben kein Shoppen.

Wie nenne ich das Kind?

Anstatt im eigenen Kleiderschrank zu shoppen, spreche ich zum Beispiel einfach davon

  • Kleidungsstücke und Accessoires neu zu entdecken
  • Outfits zusammenzustellen
  • Kombinationen durch Ausprobieren zu finden.

Ganz platt formuliert kann man auch einfach sagen: Ich ziehe mich an.

Überblick ist die Voraussetzung

Minimalismus im Kleiderschrank - gleiche Bügel helfen beim Überblick

Egal, wie viele Klamotten, Schuhe, Taschen, Schals und Schmuck Du besitzt: Das Geheimnis lautet Überblick! Es mag Menschen geben, die sich freuen, wenn sie aus Versehen in den Tiefen ihres Kleiderschranks Dinge finde, deren Existenz sie vergessen haben. Das mag sich wie ein Neukauf anfühlen, ist es aber nicht.

Die Liebe wird zu dem gefundenen Teil zuvor nicht sooo groß gewesen sein, denn sonst hätte man es auf dem Weg ins Nirwana des Kleiderschranks vermisst, oder? Um bei der von mir nicht geliebten Formulierung des Shoppens im eigenen Kleiderschrank zu bleiben: Du würdest einen Fehlkauf ein zweites Mal machen. Oder etwas erneut kaufen, dessen Zeit es bei Dir hinter sich hat und so zum Fehlkauf beim zweiten Kauf würde.

Kleiderschrankinventuren helfen

Zum Frühlings und Herbst mache ich alle sechs Monate eine Kleiderschrankinventur. Dabei schaue ich alle Sachen einmal kurz an und trage sie in einer Tabelle ein, um einen Überblick über den Bestand zu haben.

Mit der Methode sehe ich auf einen Blick, wovon ich zu viel, ausreichend oder zu wenig besitze. Es können daraus Einkaufslisten und Kaufverbotslisten entstehen.

Die Listen können dazu beitragen, dass man nicht ständig Kleider kauft, obwohl man die kaum trägt, auch wenn sie noch so schön sind. Oder sich endlich mal die Mühe macht, einen neuen Blazer zu finden, was schwer werden kann, den man aber vielleicht so langsam wirklich mal anschaffen könnte, weil der alte nicht mehr sitzt.

Die Kleiderschrankanalyse zweimal im Jahr zu machen, ist zu Beginn der Anwendung des Verfahrens gut, weil man sich insgesamt mehr mit seinen Sachen vertraut macht. Wenn man das ein paar Mal gemacht hat, reicht es im Grunde jährlich. Warum mache ich es dennoch zweimal im Jahr? Ich habe dann was zum Verbloggen und der Überblick schadet mir nicht. Ohne den Blog würde ich das jährlich machen.

Wenn Du den größten Teil Deiner Kleidung regelmäßig trägst, brauchst Du bei der Bestandsaufnahme nicht alles anzuprobieren, weil Du eh weißt, falls etwas nicht passt oder zu reparieren ist. Wenn Du nur einen Teil Deiner Sachen trägst, kann eine Anprobe der Dinge sinnvoll sein, die Du länger nicht getragen hast. Dann dauert das Prozedere entsprechend länger, ist die Mühe aber wert, weil Du Erkenntnisse gewinnen wirst.

Ordnung mit System

Wenn Dein Schrank klein oder sehr voll ist, ist es sinnvoll, Kleidung saisonal aus dem Schrank zu nehmen und in Kisten staubsicher anderswo unterzubringen. Auch Kleidung, die gerade deutlich zu klein oder zu groß ist oder nicht zu Deinem aktuellen Lebensstil passt, aber noch aufbewahrt werden soll, lagert besser außerhalb der täglichen Sichtweite.

Das können Hosenanzüge aus der Vor-Homeoffice-Zeit sein, Businesskleidung in der Elternzeit oder bei Gewichtsschwankungen Sachen in Größen, die realistisch in den nächsten zwei Jahren zu erreichen sind.

Wenn Dein Kleiderschrank für alles Platz bietet, kannst Du die Sachen, die Du gerade nicht tragen wirst, in höher gelegene Fächer legen oder in zweiter Reihe in Fächern, wenn der Schrank tief genug ist. Nicht aktuelle Bügelware kann in einem Bereich hängen, der eher seitlich im Schrank ist.

Wichtig ist, dass beim Öffnen des Schranks auf einen Blick die Dinge zu sehen sind, die realistisch zu heute tragbaren Outfits werden können.

Ob Du Deine Kleidung lieber faltest, rollst oder auf Bügel hängst, spielt bei der Ordnung an sich keine Rolle. Egal ist auch, ob Du Deine Sachen nach Outfits kombiniert samt Accessoires in den Schrank beförderst oder lieber nach Kategorien wie Blusen, Shirts, Hosen, Kleider oder Anlässen wie Businesskleidung, Freizeitlooks und Sportsachen.

Hauptsache ist, dass Du einen Überblick hast und in etwa weißt, was Du kombinieren könntest. Deinen Hosen ist es egal, ob sie im Stapel auf- oder nebeneinander liegen oder sich auf einem Bügel befinden. Wichtig ist nur, dass Du wirklich alles sehen kannst, was Du anziehen könntest. Stapel in zweiter Reihe oder Blusen, die unter anderen hängen, werden im Alltag selten beachtet. Deshalb vermeide ich beides.

Bei der Entscheidung, ob ich Kleidung lege – gefaltet/gerollt – oder auf Bügel hänge, spielt für mich eine Mischung aus Platz im Schrank, anteilig vorhandener Regal-/Stangenfläche und Empfindlichkeit der Ware eine Rolle.

Es gibt Sachen, die knitterempfindlich sind, und deshalb besser auf einem Bügel aufgehoben sind oder weiter oben in einem Stapel. Grundsätzlich hänge ich nur leichte Kleidung auf Bügel. Gerade bei Strickwaren von T-Shirts aus Jersey über leichte Cardigans bis zum leichten Strickkleid achte ich darauf, dass sie locker auf den Bügeln hängen.

Schwere Kleidung kann sich auf einem Bügel aushängen und die Form in sich verlieren. Außerdem können Bügel dauerhaft Dellen an den Schultern hinterlassen, weil sich das Material verzieht. Das kann bei zu schmalen oder breiten Bügeln auch bei gewebten Sachen wie Blusen oder Kleidern passieren.

Was spricht dennoch für Hängen anstatt Legen? Die Sachen bleiben beim Hängen glatter und man sieht mehr von der Kleidung, um eine Wahl für ein Outfit zu treffen.

Bei mir hängen Jacken, Mäntel, Westen, Blazer, Blusen, Shirts, Hosen und Kleider auf Bügeln. Pullover, Strickjacken, Sportbekleidung, Nachtwäsche, Unterwäsche, Tücher und Sachen, die gerade nicht zur Saison passen, sind gefaltet oder gerollt.

Wenn Du das Thema nicht alleine angehen möchtest, kannst Du mich im Raum Hamburg für eine Kleiderschrankinventur buchen.

Capsule Wardrobe

Eine saisonale Capsule Wardrobe kann sinnvoll sein, wenn Du viele Sachen besitzt und von der Auswahl überfordert bist, dennoch aber alle Sachen behalten möchtest.

Wenn Du aus Deinem Sortiment nur einen kleinen, gut kombinierbaren Teil Deiner Kleidung für die jeweilige Saison auswählst und die in den Sichtbereich nimmst, spart das Zeit beim Zusammenstellen der täglichen Looks.

Wichtig ist, dass Du beim Zusammenstellen Deiner jeweiligen Kapsel alle Dinge aus dem Schrank in Betracht ziehst, damit es keine dauerhaften Schrankleichen gibt.

5 Tipps für alle, die gerne mehr im Schrank haben

  1. Verschaffe Dir einen vollständigen Überblick über Deinen Bestand und sortiere ihn nach einem zu Dir passenden System.
  2. Bevor Du etwas Neues kaufst, schau im Schrank, ob Du so etwas ähnliches vielleicht schon hast, was Du dafür vernachlässigen würdest.
  3. Kaufe nur Kleidung für die Du Trageanlässe hast. Wenn Dich ein Abendkleid anlacht und Dir die Einladung für einen Anlass, an dem Du es tragen könntest, fehlt, kaufe Dir direkt Opernkarten dazu. Warte nicht darauf, dass die passende Einladung ins Haus flattert. Das tut sie zu selten. Sorge selbst dafür. Kleidung ist zum Tragen gedacht, nicht zum Ansehen. Dein Schrank ist kein Museum. Und wenn doch: Trenne den musealen Erinnerungsbereich vom aktiven Bestand.
  4. Wenn Du gerne vielfältige Outfits magst und nicht immer das gleich tragen möchtest, kombiniere bewusst Kleidungsstücke miteinander, die Du so noch nie zusammengetragen hast.
  5. Wenn Du Dich gerne vom eigenen Besitz überraschen lässt und Dich über Funde aus den Tiefen des Kleiderschranks freust: Viel Spaß mit Deinen Funden, aber bitte nenne sie Fundstücke und nicht Käufe aus dem eigenen Kleiderschrank. Das ist ehrlicher.

Wie gehst Du mit Deinem Bekleidungsbestand um?

PS: Ich freue mich, wenn ich eine Bloggerin wie Tina mit solchen Beiträgen dazu bringe, sich ihrem Fundus zu stellen und mehr Platz im Kleiderschrank zu schaffen, wie sie kürzlich gezeigt hat.

PPS: Ich weiß, dass Bloggerin Traude Rostrose die Formulierung aus dem Kleiderschrank geshoppt liebt und damit ihr Bedürfnis nach einem nachhaltigen Lebensstil zum Ausdruck bringen möchte.

Am Ende gibt es keine Wörterpolizei, aber Wünsche kann ich haben, oder? Traude, ich bin gespannt, ob ich mich zuerst an Deine Formulierung gewöhne oder Du Dir eine andere angewöhnst ;).


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25 Antworten auf „Warum man nicht im eigenen Kleiderschrank einkaufen kann“

🙂 Liebe Ines,
das ist ja wieder mal genau Dein Thema – super!
Ich weiß zwar was mit “shop your closet” gemeint ist, finde den Ausdruck aber auch doof.
Meinen Shopping-Konsum habe ich seit Corona extrem reduziert und bin froh darüber. Ich habe das Gefühl, dass ich die Kleidung in meinem Kleiderschrankes tutto completto “auftrage”.
Natürlich habe ich auch noch zu viel Kleidung im Kleiderschrank, die ich nicht mehr trage. Aber das sind Dinge, von denen ich mich nicht trennen mag. Irgendwann kommt der Tag – er rückt näher 😉
Viel Spaß mit der nächsten Kleiderschrank-Inventur!
Schönes Wochenende und liebe Grüße
Claudia 🙂

Dafür habe ich heute zwei Blusen gekauft- für zwei, die mich diese Woche verlassen habe. Real geshoppt – online … virtuell Real sozusagen.

Dir auch ein schönes Wochenende!

Auch, wenn der Ausdruck nicht stimmt, so kann ich doch die Gefühle, die dahinter stehen, gut nachvollziehen. Shoppen bedeutet eben auch für viele Menschen, sich etwas gönnen und sich an etwas freuen, etwas neu entdecken und auch ein Schnäppchen machen. Nicht nur Geld ausgeben.
Und dass dies im eigenen Kleiderschrank passiert, wenn man neue Looks entdeckt und eben kein Geld dafür ausgibt, erhöht die Freude und das Gefühl für Nachhaltigkeit – wie Du es bei Traude erlebst.
Natürlich könnte frau es anders nennen, aber manchmal setzen sich halt Begriffe durch, weil sie eben etwas an sich haben, was anscheinend jede/r gleich versteht….
Wie auch immer. Es ist eine gute Sache, wie Du es schon in Deiner unnachahmlich klaren Art auch beschreibst. Toll, was Du alles zusammengestellt hast.
Am besten finde ich den Tipp mit den Opernkarten zum Abendkleid. Das ist mal die richtige Reihenfolge! 🙂
Auch, dass Deine Bekannte ihr Kleid wieder anzieht, weil es ihr so gut steht. Genau das ist es. Wegzukommen vom ewig Neuen und hin zu dem, was wir lieben und uns gut steht. Und genau das zu schätzen und auch von der Umgebung geschätzt zu bekommen. Statt: Was, Du trägst wieder dasselbe Kleid?? Muss es heißen: Oh, Du trägst wieder das schöne Kleid, dass Dir so wunderbar steht!….
Wenn wir soweit sind, sind unsere Schränke genau im richtigen Zustand und die Gesellschaft vielleicht auch…
Ein feines Wochenende wünscht herzlich,
Sieglinde

“Shoppen bedeutet eben auch für viele Menschen, sich etwas gönnen und sich an etwas freuen, etwas neu entdecken und auch ein Schnäppchen machen. Nicht nur Geld ausgeben.”

Shoppen ist für mich kaufen. Was Du beschreibst ist für mich Bummeln gehen. Aber vielleicht ist das auch Haarspalterei. Mir rollen sich bei der Formulierung jedenfalls die Fußnägel auf. Aber das tun sie auch, wenn jemand sagt, dass etwas Sinn macht anstatt zu sagen, dass etwas sinnvoll ist. Vielleicht werde ich einfach alt und der Zeitgeist überrollt mich. Wo es sogar Susi’s Saftladen in den Duden geschafft hat …

Ein schönes Wochenende auch für Euch!

Bonjour Ines,

an dem Begriff kann ich mich nicht wirklich stören.
Aber ich weiß, was du meinst. Manche Formulierungen nerven einen einfach und wenn sie sich im Ohr festgebissen haben, regt man sich immer wieder erneut darüber auf.

Würde “stöbern” im Kleiderschrank dir besser gefallen? Stöbern ist ja eher ein altmodisches Wort, das heute nicht mehr oft genutzt wird. Shoppen klingt natürlich moderner.

Schöne gut erhaltene Kleidung nicht ein zweites Mal anziehen zu wollen, finde ich extrem schade. Was für eine Verschwendung von Material und Arbeitszeit.

Bzgl. Anlasskleidung:
Kaufe dir einen Badeanzug und direkt einen Pool dazu. Das würde mir gefallen.

Dir viel Freude mit deinem übersichtlichen Kleiderschrank :-),
Viele Grüße
Claudia

Stöbern fände ich auch passend, denn stöbern kann man, ohne etwas zu kaufen. Das hat mehr etwas von sichten und sortieren.

“Kaufe dir einen Badeanzug und direkt einen Pool dazu.”

Danke für den Lacher heute früh! Wie wäre es mit Badeanzug kaufen und Strandurlaub dazu buchen?

Wer die Überschrift liest und Dich nicht kennt erwartet jetzt einen Haul mit lauter Klamotten. 😂
Jajaja danke das ist so ein toller Beitrag. Deine tollen Tipps, die mich immer in Aufruhr versetzen und in meinem Schrank schon viel bewirkt haben. Herzlichen Dank. 😘
Den Ausdruck liebe ich auch und ja, wer ihn versteht oder es verinnerlicht hat, wie der, ja dumme Spruch „Ich shoppe in meinem Schrank“ gemeint ist, muss nicht hehr fragen ob sie das gute maßgeschneiderte Kleid nochmal tragen kann! Der weiß das einfach und tut es absichtlich aus Überzeugung und steht dazu. Muss nicht vertuschen oder hoffen, dass die Leute sich eh nicht mehr erinnern. Weisst Du wie ich meine? Nein erhobenen Hauptes in dem schönen Kleid immer und immer wieder auftauchen. Deshalb ist ein Ausdruck der sich durchsetzt einfach gut.
Das ist dann auch nicht wirklich das was Deine Ausdrücke sind:

Kleidungsstücke und Accessoires neu zu entdecken
Outfits zusammenzustellen
Kombinationen durch Ausprobieren zu finden.

Im Falle Deiner Freundin trifft es das nicht so gut. Ich denke shopping my closet soll ausdrücken, ich trage das bewusst immer wieder.
Ich bin immer so schlecht im schreibenden erklären. 😂 Aber ich weiß auch dass Du das weißt.
Du willst einen neuen Schrank? 🤭
„Butter bei die Fische“ und „Jetzt haben wir den Salat“ sind für mich schlimmer und nutzlosere, zugegeben deutsche Ausdrücke. Aber stolz bin ich nicht drauf. 😂
Ich wünsche Dir ein wunderschönes Wochenende, liebe Grüße Tina und danke.

Ps ich bin dann mal weg übers Wochenende. Juhu. Mit ganz wenigen Teilen aus meinem Schrank, fast ohne Accessoires 😱. Ich kann mir mit dem Göga den Minitrolley teilen, so wenig. 😊

Ich verstehe schon, wie Du das meinst. Mich nervt halt nur, dass der Wortlaut eigentlich einen falschen Eindruck vermittelt. Es gab bei Instagram erstaunlich wenig Einträge bei den # dazu. Vielleicht ist es auch nur ein Fashionblogger-Filterbubble-Wort?

Ich hätte gerne einen neuen Schrank, weil dieser mit seinem Schwarz auf 2 x 2 m extrem massig wirkt. Oben und unten im Rahmen sind massive, geölte Kiefernholzplatten, der Rest ist schwarze MDF-Platte. Leider nicht glatt, sondern mit Reliefen in den Türen. Mein Mann hat ihn in den Hausstand eingebracht. Man kann den leider weder streichen noch mit Folie kaschieren, darauf hält nichts dauerhaft. Einzig mit Lack in der Halle spritzen könnte gehen. Das wäre aber so aufwändig und teuer, dass ich mich dagegen entschieden habe. Er ist wunderbar tief und hat eine tolle Einteilung mit drei großen Schubladen in der Mitte unter dem Fach, das Du hier siehst. Rechts und links davon gibt es je ein Tür mit 50 cm Breite. Auf einer Seite habe ich unten eine Stange für Hosen (darunter liegen auf dem Boden drei Klappkisten für Wäsche) und darüber zwei Fächer für Pullis. Auf der anderen oben ein Fach für Saisonware und darunter eine Stange für lange Kleider (und leere Bügel auf dem Boden und einem Wäscheständer). Das schöne ist, dass sich Regalböden und Stangen super variieren lassen. Da wo jetzt die Blusen hängen, waren früher drei breite Fächer. Aber eine Stange war schnell selbst nachzurüsten. Die Böden liegen im Keller, falls mir doch mal wieder nach mehr Legeware ist. Kurz gesagt: Er ist hässlich und praktisch.

Gute Reise!

Ich finde den Begriff auch seltsam, aber auch ich ‘entdecke’ in meinem Schrank immer wieder Sachen, die sich auch mal unter andere mogeln. Passiert häufoger bei Tops und T-Shirts, obwohl ich mich meist fein sortiert finde.
Das Beispiel deiner Freundin, das könnte ich gewesen sein. Wir waren früher häufiger auf Bällen, meist mit einer Vielzahl gleicher Menschen, und da fühlte ich mich im gleichen Kleid auch mal komisch. Das würde mir heute nicht passieren, auch wenn mich beim Abiballkleid ähnliche Gedanken beschäftigen, weil es ja doch sehr auffällig ist.
Darum kaufe ich gerne schlichter und ich glaube, wir überschätzen das Gefühl, dass die Leute sich das merken..

Ich entdecke manchmal im Urlaub völlig neue Kombinationen, die mir zu Hause so nicht begegnen, weil die Auswahl da doch größer ist..
Wenn ich shoppen gehe, kaufe ich manchmal direkt eine Kombination, überlege mir aber auch, was ich im Schrank habe und dazu tragen kann.

Deine Inventur finde ich ganz gut, ich schreibe mir Listen, wenn etwas fehlt oder ich mir etwas wünsche. Allerdings erliege ich schon auch der Versuchung- Stichwort weiße oder hellblaue Blusen. Allerdings sind das dann immer andere Modelle..

Capsule: Als wir noch im Haus wohnten, war mein Kleiderschrank zu voll. Da habe ich mir im Winter immer pro Woche überlegt, was ich wie trage und dem Ganzen ein Thema verpasst (beige-blau z.B). Dann habe ich die Sachen zusammen fotografiert und hatte so mit drei Hosen/Röcken plus 5-6 Oberteilen immer neue Kombinationen.

Danke für deinen tollen und informativen Beitrag. Ich liebe sowas. Und die Füllung der Kleiderstange auch 😉
Schönes Wochenende und liebe Grüße
Nicole

Mehr als drei Hosen trage ich den ganzen Winter über kaum 😀.

“Darum kaufe ich gerne schlichter und ich glaube, wir überschätzen das Gefühl, dass die Leute sich das merken.”

Mache ich auch und denke ich auch. Schlichte Sachen kann man mit Accessoires verändern, vorallem mit Tüchern und Schals. Mich hat nie jemand auf die blauen Blusen im wahren Leben angesprochen. Ein Nachbar hier trägt zur Arbeit immer weiße Hemden und schwarze Jeans. Da wird keiner denken, dass die ungewaschen wäre oder das einfallslos wäre. Letztlich mag das Auge Gewohnheit, das gibt Sicherheit. Meine Ringelshirts in vielen Variationen sind mehr Menschen so aufgefallen, dass sie mich darauf angesprochen haben. Die waren tatsächlich eine Art sichtbares Markenzeichen.

Das größte Problem besteht darin, dass viele Menschen Kleidung kaufen, die sich in Zukunft gar nicht oder schlecht kombinieren lässt. Somit sind sie in den nächsten Jahren nicht viel getragen. Eine Grundausstattung an Basics hilft da enorm und natürlich… ein wenig Fantasie. Ich halte meine Sachen lange und viele ziehe ich erst nach einigen Jahren wieder an. Übrigens, shop mein Schrank, da hätte ich auch lieber einen neuen Schrank 😄 Liebe Grüße!

Du sagst es – die vielen Eintelteile, die am Ende zu nichts richtig passen …

Ich habe meine Sachen eher kurz, weil ich sie so oft trage, dass sie schnell verschleißen. Vorteil: Der Schrank ist übersichtlich. Nachteil: Es gibt nicht viele Optionen für Outfits.

Im nächsten Leben bekommen wir beide tolle Schränke!

Liebe Ines,
vielen Dank für den Beitrag. Du weißt ja, dass Du bei mir mit Minimalismus und Kapsel eine offene Tür einrennst. Ich möchte weniger Ressourcen verschwenden und weniger Geld ausgeben, schaffe aber nicht so recht. Eine Reduktion durch eine Kapsel und damit der Blick auf das Wesentliche wäre ein erster Schritt. Da ist sicher genug im Schrank dafür. Über Deine Hilfe dabei haben wir ja schon gesprochen. Jetzt sortiere ich erstmal die Urlaubsgarderobe durch🤣Liebe Grüße Greta

Ich finden den Ausdruck shoppen im eigengen Kleiderschrank nicht schlimm. Aber richtig ist er natürlich nicht.

Vielleicht sollte man es Bummeln im eigenen Kleiderschrank nennen. Im Geschäft bummel ich auch manchmal nur und probiere Sachen an. Wobei das zu Hause wesentlich angenehmer ist.

Liebe Grüße
Sabine

Du sprichst mir aus dem Herzen 🙂 Ok, ich kann halt einfach nicht nachvollziehen, dass man nicht weiß, was im Kleiderschrank so schlummert. Und dass ich schon beim Kauf eines Kleidungsstückes darauf achte, dass es sich mit diversen schon vorhandenen Kleidungsstücken kombinieren lässt – das habe ich schon immer so gemacht. Wäre ja auch leicht idiotisch, wenn nicht. So etwas wie eine Hose X, die sich nur mit Oberteil Y kombinieren lässt, existiert in meinem Schrank schlichtweg nicht.
Die Idee mit der Capsule bewege ich seit einiger Zeit in meinem Hirn. Aber ich bin bisher einfach zu faul gewesen :-)Das realisiere ich immer nur dann, wenn ich in den Urlaub fahre. Schützt hervorragend davor, zu viel mitzunehmen!
Liebe Grüße
Fran

Vielleicht fehlt uns dafür ein Gen? Macht nichts. Und für den Urlaub darf man auch einfach Urlaubsgespäck nennen. Ein Koffer voller Kleidung halt. Ein Koffer ist ja quasi eh eine Art Kapsel 😉.

Liebe Ines,
es sind so „Zeitzeichen“, die dann in bestimmten Bubbles eingebürgert werden, zumindest eine gewisse Zeit lang. Einkaufen muss ich in meinem Kleiderschrank zum Glück nicht, alles gekauft und bezahlt! Aber dahinter steckt ja der Zeitgeist, weniger „Fast Fashion“ zu kaufen (letztendlich zu produzieren). Ich bekomme das Greenpeace Magazin zugeschickt und da habe ich gerade eine entsetzliche Reportage über die Kleidergebirge in Afrika gelesen. Ich wusste davon, natürlich, aber der Bericht und die Fotos waren so schrecklich. Da werden die Ergebnisse „unseres“ Kaufverhaltens in Afrika abgeladen (entsorgt wäre zu beschönigend für das Vorgehen dort).
Wie man es auch nennt, sich an der vorhandenen Garderobe im eigenen Schrank zu erfreuen und sich daraus zu bekleiden ist immer gut. Möge der Trend lange anhalten.
Ich nutze seit Jahren Deine Tabellen für meine Kleiderkäufe. Es wird von Jahr zu Jahr weniger eingekauft. Ich habe ein schönes Sortiment und es kommt ganz wenig dazu, bzw. wird ersetzt für ein verschlissenes Stück. Kleidung die für mein Leben nicht mehr passt, oder in der ich mich nicht (mehr) wohl fühle, wird zu Oxfam gebracht. Verschlissene Shirts als Putzlappen fürs Fahrradputzen genutzt.
Völlig egal ist mir, Kleidung bei Feiern oder anderen Anlässen wiederholt zu tragen.
Schönen Sonntag und Gruß nach HH!
Susa

Deswegen gebe ich kaputte Kleidung, die nicht als Putzlappen taugt, in den Restmüll.

Es freut mich immer wieder zu hören, wenn meine Listen anderen wie Dir einen Mehrwert bieten.

Schönen Sonntag auch für Euch!

Tatsächlich ist der Begriff “Schrankshoppen” doof. Aber ich finde auch das Hobby “Shoppen gehen” doof. Ich bin noch nie in die Stadt gefahren, nur im von Geschäft zu Geschäft zu laufen und vielleicht auch was zu kaufen.
Ich habe schon immer ganz konkrete Vorstellungen, was ich suche, um weitere/andere Kombinationen mit Vorhandenem “bauen” zu können. Aber meist potenzieren sich die Möglichkeiten damit, was die Qual der Wahl mit sich bringt. Eine Zwickmühle. :-)))
Wobei ich aber tatsächlich weiß, was ich habe. Bzw. wenn mir eine Idee kommt, dann weiß ich, aus welchen Teilen das “gebaut” werden könnte.
Ich habe mich aber unlängst von bestimmt 20 Shirts (uni und verziert) mit kurzen und langen Ärmeln getrennt und weiter gegeben. Ich kann mir nicht vorstellen, nochmal so extrem enge Shirts zu tragen. Selbst wenn es in 10 Jahren wieder modern sein sollte.
BG Sunny

Habe eine Vorstellung, was für Shirts Du meinst. Die hatte ich natürlich auch, aber ich habe sie damals alle aufgetragen, denn es waren – surprise – nicht so viele. Hat die jemand geerbt, der eine kleinere Größe trägt, bei dem sie locker sitzen?

Ich gehe sowohl mit als auch ohne konkretem Ziel Shoppen, aber ich überlege vorher, was ich brauchen könnte. Derzeit zum Beispiel Ersatz für die blauen Blusen, weil sie schrittweise nicht mehr schön sind. Wenn ich also im Vorbeigehen eine schöne Bluse sehe, probiere ich sie an. Sehe ich eine Jeans, gehe ich vorbei, um mich nicht verführen zu lassen, denn ich habe genügend Jeans.

Shoppen als Hobby finde ich auch schräg. Aber als gelegentliche Freizeitbeschäftigung – ist dann ja vielleicht auch doch ein Hobby – habe ich das in den 2000ern durchaus gemacht. Mein Mann macht das lustigerweise nämmich gerne. Ich habe es zwar Bummeln gehen genannt, aber wir kamen am Ende immer mit einer vollen Tüte nach Hause. Irgendwann viel mir auf, dass wir immer mindestens 50 Euro für Kleinkram ausgeben an so einem Samstag. Zwar für schöne Sachen, die mir aber vorher nicht gefehlt haben. Deshalb haben wir das bewusst eingestellt. Wenn ich jetzt Lust habe, durch Läden zu Streifen, ist die Ausrede immer: Recherche für meinen Job. Aber das mache ich inzwischen auch lieber online. Dabei sprint dann auch mal was in meinen Warenkorb.

Du kannst meinen Kommentar zu Frans Artikel lesen, der sehr gut zu deinen Worten passt! Ein sehr gut geschriebener, fundierter Artikel mit vielen Tipps – kann ich nur loben! Und ich habe nichts hinzuzufügen. Einfach klasse!
Liebe Grüße,
Claudia

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