Lesetipp: Leben in zwei Welten

Werbung – Rezensionsexemplar

Kinder Ihrer Zeit von Claire Winter Cover

Kinder ihrer Zeit
von Claire Winter

Das Rezensionsexemplar wurde mir vom Diana Verlag (Werbung) aus der Random House Verlagsgruppe zur Verfügung gestellt. Zur Einführung der Klappentext

“Die Zwillinge Emma und Alice werden 1945 auf der Flucht aus Ostpreußen getrennt. Beide glauben, die andere hätte nicht überlebt. Emma wächst in Westberlin auf, Alice in einem Heim in der DDR. Erst zwölf Jahre später finden sie sich überraschend wieder.

Durch Alice lernt Emma den Ost-Berliner Physiker Julius Laakmann kennen. Als Julius Zeuge einer Entführung wird, gerät er zwischen die Fronten der Geheimdienste. Dann verschwindet Alice spurlos.

Zu spät erkennt Emma, welcher drohenden Gefahr sie und ihre Schwester gegenüberstehen. Währenddessen erreicht der Kalte Krieg einen neuen Höhepunkt – Berlin soll für immer geteilt werden …”

Das Buch wurde mir bereits vor der offiziellen Veröffentlichung zugesendet, so dass diese Rezension heute direkt am Erscheinungstag online gehen kann. Ich habe es am Wochenende verschlungen. Von Claire Winter habe ich Dir im Blog bereits Die Schwestern von Sherwood und Die geliehene Schuld vorgestellt. Auch ihren Roman Die verbotene Zeit habe ich gelesen, aber nicht verbloggt. Ich war sehr gespannt auf den neuen Roman.

In den letzten Jahren habe ich einige Bücher gelesen, die im geteilten Deutschland in der Nachkriegszeit spielen. Für mich sind besonders die 1950er und 1960er dabei interessant, weil ich sie nicht live erlebt habe. Kinder ihrer Zeit beginnt nach dem Prolog zwar 1945, springt dann aber schnell ins Jahr 1950, in dem die Haupthandlung beginnt. Es endet 1961 mit dem Mauerbau.

Die Handlung spielt in der meistens Zeit in West-Berlin, beleuchtet aber die Vorurteile und Vor- und Nachteile der DDR und BRD zum damaligen Zeitpunkt. Die Wege der Protagonisten in Berlin werden genau beschrieben, so dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, mit ihnen durch die Straßen zu gehen. Da ich über Jahre hinweg immer wieder in Berlin zu Gast war, kenne ich mich ein bisschen in der Stadt aus.

Interessant ist mir für mich dabei immer wieder das Gedankenspiel, wie ich mich selbst in der Zeit verhalten hätte. Wäre ich als DDR-Bürger in Ost-Berlin in den Westteil geflüchtet und hätte ich der BRD leben wollen? Oder hätte mir der Grundgedanke des Sozialismus gefallen? Wie wäre das Verhältnis zur Stasi gewesen? Was für eine Einstellung hätte ich als BRD-Bürger in West-Berlin der DDR gegenüber gehabt? Die Fragen sind letztlich ähnlich denen, die ich mir stelle, wenn ich an die NS-Zeit denke. Man weiß nie, wo man wirklich gestanden und wie man sich in der Lage verhalten hätte. Mehr möchte ich zum Inhalt des Buchs nicht verraten, falls Du es lesen möchtest. Von mir bekommt es in den Bewertungsportalen fünf Sterne.

Ist das ein Roman für Dich?


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Lesetipp: Pflichtlektüre für Schwedenkrimifans

Werbung – Rezensionsexemplar

Hagebuttenblut: Thriller (Die Charlie-Lager-Serie, Band 2) von Lina Bengtsdotter

Hagebuttenblut: Thriller (Die Charlie-Lager-Serie, Band 2)
von Lina Bengtsdotter

Im letzten Sommer habe ich Dir Band 1 der Charlie-Lager-Serie Löwenzahnkind (Rezensionsexemplar) empfohlen. Seit dem Lesen der letzten Seite habe ich auf dieses Buch gewartet! Auch dieser Thriller wurde mir als Rezensionsexemplar vom Penguin Verlag (Werbung) aus der Random House Verlagsgruppe zur Verfügung gestellt.

Wie bereits in Band 2 wollte die Stockholmer Ermittlerin Charlie Lager nie wieder in ihren Heimatort Gullspång zurückkehren. Nun ist es allerdings so, dass sie ihr Leben immer noch nicht so im Griff hat, wie ihr Chef sich das für eine verantwortungsvolle Ermittlerin vorstellt, und er ihr nahelegt, Urlaub zu nehmen. Dass sich ein Journalist, den sie aus dem letzten Fall kennt, für einen alten ungelösten Fall interessiert, der in Gullspång passiert ist, lässt sie dem Wunsch ihres Vorgesetzten zustimmen. Sie nimmt sozusagen privaten Ermittlungsurlaub und verbindet es damit, ihrer Freundin vor Ort zu helfen, die mir vier Kindern sitzen gelassen wurde.

Bei dem ungelösten Fall geht es um die sechszehnjährige Francesca, die vor 30 Jahren spurlos verschwunden ist. Das für Ferien genutzte riesige Herrenhaus steht seitdem leer, die Eltern und Schwester von Francesca sind nie wieder dorthin zurückgekehrt. Als Charlie vor dem Gebäude steht, kommen Erinnerungsfetzen hoch, die verdeutlichen, dass sie selbst in irgendeiner Form mit dieser Familie verbunden ist und ihre Mutter dort bekannt ist. Beim Nachforschen stellt sich heraus, dass keiner im Ort Interesse daran hat, den alten Fall zu lösen …

Die Perspektivwechsel machen das Buch spannend. Dabei gefällt mir besonders, dass der Schreibstil der Autorin sich deutlich ändert. Teile sind aus Sicht von Francesa geschrieben, was ich besonders gelungen finde.

Auch Band 2 ist für mich kein Thriller, sondern ein Krimi. Er ist spannend, aber das Herz blieb mir beim Lesen nicht gerade stehen. Ein Pageturner ist es in jedem Fall, ich habe das Buch ebenso in einem Rutsch verschlungen wie Band 1. Ich halte es für hilfreich, Band 1 vor Band 2 zu lesen, weil es viele Bezüge zu Vorkommnissen und Enthüllungen aus Band 1 gibt. Es gibt zwar kurze Erklärungen dazu, aber die geben keinen ausreichenden Einblick, um die Tiefe der gesamten aktuellen Geschichte zu verstehen. Die Frage ist jetzt nur: Wann kommt Band 3?

Was liest Du gerade?


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Lesetipp: 20 Frauen des 20. Jahrhunderts, die ihren eigenen Weg gegangen sind

Werbung – Rezensionsexemplar

Skandalös: Das Leben freier Frauen. Von Marguerite Duras bis Nina Simone von Cristina de Stefano

Skandalös: Das Leben freier Frauen. Von Marguerite Duras bis Nina Simone
von Cristina de Stefano

Das Buch enthält Porträts von Tallulah Bankhead, Louise Bourgeois, Pearl S. Buck, Lydia Cabrera, Claude Cahun, Marguerite Duras, Elsa von Freytag-Loringhoven, Tove Jansson, Toto Koopman, Else Lasker-Schüler, Clarice Lispector, Mina Loy, Grace Metalious, Nahui Olin, Jean Rhys, Niki de Saint Phalle, Albertine Sarrazin, Annemarie Schwarzenbach, Nina Simone, Violet Trefusis. Es wurde mir als Rezensionsexemplar vom btb Verlag (Werbung) aus der Random House Verlagsgruppe zur Verfügung gestellt.

Mir sagte spontan nur ein Name aus der Liste etwas: Else Lasker-Schüler. Kennst Du diese Frauen? Wenn nicht, lies einfach das Buch! Die Frau lebten alle im 20. Jahrhundert und haben gemeinsam, dass sie nicht um Konventionen geschert haben. Viele ihrer Lebens- und Kunstformen würden hier und da auf der Welt auch heute noch für Aufsehen sorgen. Sie haben sich genommen, was sie wollten: Frauen, Männer, Rauschmittel, Freiraum, Lebensenergie, einen eigenen Stil. Damit haben sie für gesellschaftliche Skandale gesorgt, die teilweise bis heute bekannt sind.

Die Portraits der Frauen beginnen mit einem Foto. Viele der Frauen sind auffallend schön und wenn nicht schön, haben sie ein extrem prägnantes Aussehen. Cristina de Stefano fasst auf sechs bis neun Seiten die entscheidenden Lebensmomente jeweiligen Frau zusammen. In der Mitte hatte ich beim Lesen kurz einen Hänger, aber dann war ich direkt wieder gefesselt. Die Art, frei zu leben, gleicht sich bei vielen der Portraitierten, aber dennoch hat jede ihre eigene spannende Geschichte.

Ist das Buch etwas für Dich?


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Minimalismus im Haushalt #11 Digitale Ordnung

Werbung wegen Namensnennungen ohne Auftrag

Minimalismus auf dem Desktop

Digitale Ordner, Fotos, E-Mails, Kontakte, soziale Netzwerke …

Dieses Thema hat sich Leserin Greta für die Serie Minimalismus im Haushalt gewünscht. Dazu als technischer Hintergrund

  • Ich verwende einen HP Probook Laptop mit Windows 10 und ein Samsung Galaxy S10 Smartphone.
  • Fotos vom Smartphone werden über die Dropbox automatisch gesichert und ich kann sie über den Dropboxordner direkt auf dem Laptop sehen.
  • Die Daten und Einstellungen des Smartphones sichere ich regelmäßig auf dem Laptop.
  • Eine Komplettsicherung des Laptops mache ich regelmäßig auf externen Festplatten bzw. einer externen SSD und bewahre die an zwei sicheren Orten auf.

Digitale Ordner auf dem Laptop

Mein Ordner Dokumente auf dem Laptop ist genauso übersichtlich sortiert, wie alles bei mir im Haus. Ich habe nur Dokumente auf dem Desktop, die kürzer als zwei Wochen relevant sind, zum Bespiel Sicherungen von zu veröffentlichen Artikeln, die ich nach Veröffentlichung lösche. Alle Dokumente, die ich dauerhaft aufbewahren möchte, lege ich sofort in den entsprechenden Ordner ab. Blogfotos, die ich noch bearbeiten und ggf. aussortieren muss, liegen im Ordner Interimsdateien.

Unter Dokumente bzw. Eigenen Dateien liegen die Ordner

  • Amazon Music
  • Bilder/Videos
  • Buchprojekte
  • Coaching/Mentoring
  • Handbücher
  • image&impression
  • Ines privat
  • Installationsdateien
  • Interimsdateien
  • Leckerei bei Kay (Foodblog)
  • Mediation
  • meyrose.de (dieser Blog)
  • Outlook-Dateien
  • Paul
  • Samsung (da liegen die Smartphonesicherungen)
  • Security
  • Steuerfälle
  • Twitter/Instagram/Pinterest 2020 (die Originale der Bilder, die ich in den Socials gepostet habe)

Innerhalb dieser Ordner gibt es Unterordner, die sich auf Themen oder Jahre beziehen. Der Ordner meyrose.de als Beispiel hat die Unterordner

  • Anzeige Bilddiebstahl
  • Downloads
  • Fotos-Videos
  • Grafiken
  • Header
  • Kooperationen
  • Media-Kit
  • Nachweise
  • Plugins
  • Sicherungen
  • Technik
  • VG Wort Blog

Die komplette Struktur der Ordner samt Unterordner habe ich im Kopf, so dass ich schnell weiß, wo ich etwas hin verschieben oder suchen möchte. Weil Bilder am schwierigsten zu finden sind, weil ihr Inhalt nicht am Dateinamen zu erkennen ist, habe ich meine privaten Bilder in diesen Unterordnern ablegt

  • Abzüge für Kalender 2020
  • Abzüge für Postkarten 2019
  • Bänke Elbe (das sollte mal ein Fotoprojekt werden …)
  • Blumen-Struktur-Heide-Moor
  • Feiern (darunter nach Datum mit Anlass sortiert, zum Beispiel Hochzeiten)
  • Hunde
  • Sonstige
  • Urlaub und Ausflüge (2019-Sylt, 2019-Ostsee, 2019-Wildpark …)
  • Bilder meines Mannes
  • Familienfotos
  • Twitter/Instagram/Pinterest 2012-2019 (die Originale der Bilder, die ich in den Socials gepostet habe)

Um Dokumente möglichst einfach über Suchfunktionen zu finden und Doppelungen bei Dateinamen zu vermeiden, benenne ich die Dateien bevorzugt nach ihrem Inhalt und füge ggf. ein Datum oder die Jahreszahl hinzu. Dabei verwende ich aus alter Gewohnheit keine Umlaute, das habe ich hier im Beitrag nur für die Lesbarkeit gemacht.

Zur Vermeidung von Datenmüll ist es sinnvoll, sich einmal im Jahr durch die Ordner zu klicken und zu schauen, welche Dateien man nicht mehr braucht. Mutige löschen den Papierkorb nach der Löschaktion sofort, andere warten damit ein paar Monate. Wenn Du Deine digitalen Ordner aufräumst, schau Dir spaßeshalber an, wie viele Gigabyte Du gelöscht hast. Es werden deutlich mehr sein, als Du vorher denkst. Bei meiner letzten Großaktion waren es 25 GB.

Fotos

Wenn die Fotos über die Dropbox vom Smartphone oder der SD-Karte von der Spiegelreflexkamera auf den Laptop gekommen sind, schaue ich alle Bilder an, um zu sehen, ob ich sie aufbewahren oder löschen möchte. Auf der SD-Karte lösche ich sie komplett.

Meine Methode mit der Dropbox für die Fotos vom Smartphone hat den Nachteil, dass ich die Bilder, wenn ich sie auf dem Smartphone nicht komplett löschen möchte, im Grunde zweimal aussortieren muss. Das stört mich aber nicht, das geht recht fix, weil ich nur wenige Bilder dauerhaft auf dem Smartphone aufbewahre. Wobei wenig relativ ist … 500 Bilder kommen da auch schnell zusammen, aber alleine für ein Blog-Fotoshooting sind es gerne mal 100 und die lösche ich nach Veröffentlichung in einem Rutsch, weil ich weiß, dass sie dann auf dem Laptop und auf dem Server des Bloghosters liegen.

Fotoalben und -kartons bis zur digitalen Zeit – also von 1971 bis 2004 in meinem Fall – bewahre ich einem Schrank auf. Ich digitalisiere nicht alle Papierbilder, weil ich es schön finde, sie ab und an auf Papier anzusehen und es nicht so viele sind. Hätte ich weniger Wohnraum zur Verfügung, wäre Digitalisierung eine Option.

Eine andere wohltuende Lösung im letzten Jahr war allerdings, einige Fotoalben direkt in den Müll zu werfen. Warum soll ich mir noch Bilder einer Klassenfahrt in den Schrank legen, an die ich mich nicht erinnern möchte? Ich sage nur: Rom einmal und nie wieder. Möchte ich mich an einen verkorksten Urlaub mit meinem Ex-Mann erinnern, der der Anfang vom Ende war? Nein. Ich erinnere mich sowieso daran, die eingeklebten Papierbilder, die viel Platz benötigen, brauche ich dafür nicht. Keins der Bilder hat mir seit dem Entsorgen auch nur eine Sekunde lang gefehlt.

E-Mails, Kalender & Kontakte

Outlook ist das Mittel meiner Wahl, um mit E-Mails, Kalendern und Kontakten zu arbeiten. Die Aufgabenfunktion verwende ich nicht, dafür liegen Zettel auf meinem Schreibtisch oder ich schreibe sie mir als Termine mit Erinnerung in den Kalender. Zur Synchronisation des Kalenders und der Kontakte verwende ich die App Samsung Smart Switch. Für mich ist Outlook eine komfortable Lösung, die ich noch aus meinen Zeiten als Angestellte im Büro kenne und deren Funktionalität ich schätze. Leider ist es keine günstige Lösung, aber die Softwarelizenz ist mir das Geld wert.

Ich habe arbeite mit vier E-Mail-Eingangskonten für meine Webseiten und Blogs. Die gesendeten Mails landen alle im selben Ordner “Gesendete Elemente”. Mein Posteingang und die gesendeten Elemente erhalten nur E-Mails, die ich noch bearbeiten muss oder bei denen ich auf etwas warte. Alle erledigten E-Mails werden umgehend gelöscht oder in die Ordner

  • Business-2020
  • Business-2019
  • Business-2018
  • Junk
  • Privat-Ines
  • Privat-Paul
  • Privat-Kindle

verschoben. Da die Suchfunktion von Outlook hervorragend ist, erspare ich mir Unterordner. Bei den Kontakten schaue ich einmal im Jahr, welche ich davon noch brauche und welche ich löschen möchte. Sie sind nur von A-Z sortiert.

Soziale Netzwerke – Facebook, Twitter, Instagram, LinkedIn, Xing …

Das sind Socials, die ich nutze. Dabei ist gut, einmal im Jahr einen Blick auf die Follower und eigenen Abonnements von Personen, Firmen und Gruppen zu werfen. Gerade bei Instagram gibt es immer wieder offensichtliche Fake-Accounts, die sich unter dem Abonnenten angesammelt haben können. Die möchte ich nicht haben. An der Stelle ist nicht jeder Follower ein guter Follower, sondern ich finde deren Machenschaften unseriös und möchte nicht Teil davon sein. Also lösche ich etwa einmal im Jahr gründlich Kontakte. Auf Facebook ist ein Gefällt mir schnell geklickt, aber gefällt Dir Firma, der Du damit folgst, auch heute noch? Schau mal ein bisschen Tiefer in die Daten und Du wirst überrascht sein, was Dir heute davon alles nicht mehr zusagt.

Wem wichtig ist, ob man sich gegenseitig folgt oder wer wissen möchte, welche Follower einen entfolgt haben, kann das mit Apps wie zum Beispiel Follow Cop für Instagram auslesen. Da kann man auch sehen, wer einem nicht zurück folgt, wer einen kürzlich entfolgt hat und wer das Profil besucht hat.

Die App habe ich auf dem Smartphone und schaue alle paar Monate rein. Mir ist nicht wichtig, dass man sich immer gegenseitig folgt, wenn ich die Bilder und/oder Texte von jemandem gerne sehe. Aber dennoch gibt es Accounts, die ich entfolge, wenn sie mir nicht mehr folgen, wenn ich denke, dass die Chemie untereinander nicht mehr stimmt oder die Betreiber das Folgen-Entfolgen-Spiel spielen, nur um ihre eigenen Followerzahlen möglichst hoch zu halten.

Was sich in den Socials zusätzlich an Datenmüll ansammelt, sind Nachrichten über Statusänderungen, Kommentare, Direktnachrichten, Chats und ähnliches. Die sind je nach App schwer in einem Schwung zu löschen, aber die Mühe lohnt sich, weil danach alles wie frisch gewaschen sauber ist. Wenn das fällig ist, nehme ich mir jeden Tag einen Bereich vor, so ist der Zeitaufwand überschaubar.

Wo wir gerade über Apps reden: Ich schaue bei der Gelegenheit, ob sich auf meinem Smartphone überflüssige angesammelt haben.

Lieber selten und dann gründlich

Wer keine Unordnung macht, hat nichts aufzuräumen. Da ich aber selbst bei meiner ordentlichen Arbeitsweise weiß, dass sich in einem Jahr Müll ansammelt, mache ich mir die Mühe, den ab und an auszusortieren. Dabei halte ich es für sinnvoller, einmal im Jahr gründlich durch die Dateien zu schauen als ständig einen flüchtigen ach-passt-schon-Blick darauf zu werfen.

Wie sortierst Du Deine digitalen Daten?


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Reklamieren mit Erfolg

Fächermappe zum Sammeln von Belegen

Disclaimer

Dieser Beitrag stellt keine Rechtberatung dar. Er ist aus bestem Wissen und Gewissen aus Sicht einer Verbraucherin geschrieben und bezieht sich primär auf die Reklamation von Bekleidung, wobei die gesetzlichen Grundlagen natürlich auch für andere Produkte gelten, unter Umständen aber andere Fristen gelten können.

Mir ist wichtig, dass es sich bei Reklamationen um berechtigte Anliegen handelt und dass es nicht darum geht, zu Ende der Garantie- oder Gewährleistungszeit für abgetragene Sachen das Geld wieder zu bekommen und Dinge für lau genutzt zu haben. Schwarze Schafe gibt es überall, aber an die richtet sich dieser Artikel nicht.

Kaufbeleg vorlegen zur Reklamation von Ware

Bei dem Beitrag über Nachhaltigkeit bei Kleidung ging es in den Kommentaren bei der der Frage, wie lange Kleidung halten soll, um das Thema Reklamationen, wenn Kleidung Mängel aufweist. Leserin bu ergänzte dabei

“Die Kunden sollten bitte auch immer dran denken, Kassenbelege eine gewisse Zeit aufzubewahren. Der Einzelhändler braucht auch bei einer Reklamation einen Nachweis, dass die Ware dort gekauft wurde.”

Für mich ist es selbstverständlich, Kassenbelege aufzubewahren. Von Kunden und Freunden weiß ich aber, das die meisten die Kassenzettel nicht aufbewahren oder nicht wieder finden, wenn sie gebraucht werden. Ich bewahre den Kaufbeleg zusammen mit allen relevanten Zetteln, die an der Ware befestigt waren, und herausgeschnittenen Etiketten zusammengetackert auf.

Wenn Du den Kassenzettel nicht mehr hast, kann unter Umständen auch die Abbuchung auf dem Kontoauszug oder der Kreditkartenabrechnung hilfreich sein als Nachweis, weil manchmal anhand der Details auf dem Auszug der Händler die Buchung bei sich nachvollziehen kann.

Die Etiketten von der Ware können für Dich hilfreich sein, um nachzusehen, ob Du die Kleidung wirklich sachgemäß behandelt hast. Für den Händler stehen manchmal Chargennummer darauf oder andere Codes, die bei der Nachverfolgung der Produktion helfen, um Fehler intern überprüfen zu können. Der Bon ist wichtig als Nachweis, wo und wann Du die Ware zu welchem Preis gekauft hast. Außerdem ist es bei Scannerkassensystemen einfacher, die Ware zu retournieren, wenn der Barcode oder die dazugehörige Nummer vorhanden ist.

Aufbewahrung von Kaufbelegen

Ich habe ein Fächermappe in DIN A5 in meinem Büro stehen, in dem ich die Belege des Jahres getrennt nach Kleidungsbelegen, sonstigen Einkaufsbelegen, Retourenbelegen und Kontoauszügen sammel. Dieses System hat sich seit 1991 bewährt. Am Ende des Jahres schaue ich, welche Belege ich davon archivieren möchte und welche entsorgt werden können.

Ein Beleg über Sneakersocken für 3 Euro geht am Jahresende in den Müll, denn den werde ich sicher nicht mehr brauchen. Aber den Beleg über eine Winterjacke bewahre ich so lange auf, wie ich sie habe, denn wenn mir jemand in drei Jahren auf dem Weihnachtsmarkt einen Glühwein darüber kippt und die Flecken nicht herausgehen, brauche ich ggf. den Kaufbeleg für die Haftpflichtversicherung des Verursachers.

Versicherungen erstatten meiner Erfahrung nach nur volle Kaufbeträge, wenn die Belege vorliegen. Du tust also gut daran, Belege nicht nur für Reklamationsfälle aufzubewahren, sondern auch als Nachweise für Missgeschicke oder die Hausratversicherung, wenn die Bude abfackelt oder Starkregen Deinen Kellerschrank unter Wasser setzt. Unabhängig davon, ob die Versicherung den Zeitwert oder Wiederbeschaffungswert ersetzt, ist der Kaufbetrag zu belegen.

Kaufbelege nach Jahren archivieren

Die Belege, die ich über das Kalenderjahr hinaus aufbewahren möchte, lege ich in einen Briefumschlag in DIN A5 und schreibe “Kaufbelege Jahr …. Kleidung und Sonstiges” darauf. Wenn die Belege nicht in einen Umschlag passen, bekommen Kleidung und sonstige Belege jeweils einen eigenen.

Die Umschläge lagern im Keller in einem Regal neben dem Karton mit den Garantiebelegen und Gebrauchsanleitungen von Elektrogeräten. Da ich recht genau weiß, in welchem Jahr ich etwas gekauft habe, finde ich Belege bei Bedarf mit diesem System mit einem Griff. Alle paar Jahre schaue ich die alten Jahrgänge durch, welche Belege ich davon noch brauche. Dann kann das meiste davon weg.

Bei Onlinekäufen ohne Papierbeleg kannst Du die E-Mail mit der Rechnung in einem Rechnungsordner im Mailsystem archivieren oder als PDF auf dem PC in einem Ordner für Belege nach Jahren sortiert speichern. Papierbelege könnte man einscannen oder fotografieren und ebenso ablegen. Ich weiß aber nicht, ob alle Versicherungen und Läden digitale Kopien akzeptieren, die diese vervielfältigt werden können, ohne das man es sieht. Deshalb bewahre ich sicherheitshalber die Belege in Papierform auf.

Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung

Die Garantie ist eine zusätzliche, freiwillige Leistung des Herstellers oder Händlers unabhängig von der Gewährleistung. Eine Garantie kann sich auf das ganze Produkt oder Teile seiner Funktion beziehen und gilt für einen bestimmten Zeitraum. Zum Beispiel kann ein Hersteller einer Outdoorjacke drei Jahre Garantie auf die Wasserdichtigkeit des Obermaterials geben. Eine Garantie kann die Gewährleistung nicht einschränken, sondern nur parallel oder erweiternd gegeben werden.

Gewährleistung, auch Mängelhaftung genannt, ist vom Gesetz vorgeschrieben. Für die Gewährleistung übernimmt der Verkäufer die Haftung. Du musst Dich also an den Händler und nicht an den Hersteller wenden, um die Gewährleistung in Anspruch zu nehmen. Der Verkäufer haftet für Mängel, die zum Kaufzeitpunkt bereits vorhanden waren, selbst wenn diese noch nicht sichtbar waren. Die gesetzliche Gewährleistung dauert zwei Jahre.

Beweislast bei Reklamationen

Die Tücke bei der Gewährleistung ist, dass sich nach sechs Monaten die Beweislast umkehrt. Wird der Mangel in den ersten sechs Monaten nach dem Kauf reklamiert, muss der Kunde nicht beweisen, dass er an dem Mangel unschuldig ist, weil davon auszugehen ist, das der Mangel bereits da war, wenn er in so kurzer Zeit auftritt. Nach sechs Monaten bis zum Ende der zwei Jahre liegst die Beweislast anders herum: Der Käufer muss dann dem Händler gegenüber nachweisen, dass er den Mangel nicht verursacht hat durch falsche Verwendung oder normalen Verschleiß.

Dennoch sollte man sich bei berechtigten Reklamationen auch nach Ablauf von sechs Monaten nicht davon abhalten lassen, diese gegenüber dem Verkäufer geltend zu machen, wenn man sich sicher ist, dass man nicht für den Mangel an der Ware verantwortlich ist.

Ein gutes Beispiel dafür ist eine leichte Daunenjacke von mir, bei der sich nach knapp eineinhalb Jahren in der ersten Wäsche eine Naht aufgelöst hat, so dass die Daunen im Trocknungsvorgang herausgeflogen sind. An der offenen Naht war deutlich zu erkennen, dass die Nahtzugabe für stabile Haltbarkeit zu gering ist. Genau genommen, hatte sich nicht die Naht gelöst, sondern der Stoff sich an der Kante aus der Naht gedröselt, wie man das absichtlich machen kann, wenn man Etiketten als Kleidung lösen möchte, ohne die Naht aufzutrennen.

Das ist ein versteckter Mangel, der beim Kauf nicht zu sehen war, aber nicht von mir verursacht wurde. Den Kaufpreis habe ich gegen Rückgabe der Jacke erstattet bekommen. Ich hatte Glück, dass mir kein Nutzungsentgelt abgezogen wurde, denn ich hatte die Jacke einige Zeit in Verwendung.

Reklamieren von reduzierter Ware

Wenn Ware reduziert gekauft wurde, ändert das nichts an den Bedingungen für die Reklamation, so lange der Reduktionsgrund nicht der reklamierte Mangel ist. Wenn ich eine Jacke mit einer offenen Naht wegen der offenen Naht günstiger erhalte, ist die offene Naht später selbstverständlich kein Reklamationsgrund. Verliert die Jacke aber in der Wäsche Größe, Farbe oder Form oder der Reißverschluss geht kaputt, ist das reklamierfähig. Reduzierte Ware kann vom Umtausch ausgeschlossen werden, aber nicht generell von Reklamationen.

Ware defekt und was nun?

Wenn Du berechtigt Ware reklamierst, gibt es verschiedene Möglichkeiten, das abzuwickeln. Der Händler kann die defekte Ware gegen neue gleichwertige tauschen oder die Ware reparieren lassen. Das nennt sich Nacherfüllung und steht im BGB unter §439. Wenn das nach zweimaliger Durchführung nicht zur einwandfreien Behebung des Schadens geführt hat, kannst Du weitere Rechte geltend machen. Bei der Nacherfüllung durch Tausch oder Reparatur kannst Du sinnvolle Fristen setzen, die der Händler einhalten muss.

Bei Nichteinhaltung der Fristen zur Nacherfüllung oder der Nacherfüllung an sich kannst Du laut §440 BGB vom Kauf zurück treten und Geldrückzahlung verlangen. Wichtig: Wenn Du die Ware unter diesen Umständen zurückgibst, hast Du ein Recht auf Geld. Du brauchst keinen Gutschein des Ladens zu akzeptieren. Unter Umständen ist es allerdings für den Händler zulässig, Dir ein Nutzungsentgelt vom Rückzahlungsbetrag abzuziehen, wenn Du die Ware länger verwendet hast.

Außerdem gibt es die Möglichkeit, wenn Du die Ware behalten möchten möchtest, den Kaufpreis laut §441 BGB nachträglich zu mindern, wenn die Sache durch den Mangel weniger Geld Wert ist. Das ist so, als wenn Du im Laden eine Jacke mit Fleck kaufst und sie Dir wegen des Flecks günstiger zum Kauf angeboten wird, nur dass das nicht beim Kauf, sondern nachträglich verhandelt wird.

Noch ein Tipp zur Rückgabe der Ware: Händler möchten saubere Ware in den Händen halten, also wasche zum Beispiel waschbare Kleidung vor der Retoure.

Warum überhaupt etwas reklamieren?

Ich kaufe etwas, um es im Rahmen seiner Funktion zu nutzen, zu einem Preis, den es mir zu dem Kaufzeitpunkt Wert ist. Wenn dieser Nutzen nicht mangelfrei gewährleistet ist, ärgere ich mich und möchte das klären. Entweder bekomme ich heile Ware, bezahle im Nachhinein weniger oder trete vom Kauf zurück und bekomme den Kaufpreis erstattet.

Der eine Punkt ist, dass ich kein Geld zu verschenken habe und nicht frisches Geld aus meiner Kasse für Ersatzware ausgeben möchte. Der andere Punkt ist der, dass Verkäufer oder Hersteller manchmal auch dankbar sind, wenn sie erfahren, dass verkaufte Ware Fehler aufweist, weil sie so eine Chance bekommen, die Fehler bei künftigen Produktionen auszumerzen.

So hat der Händler zwar vielleicht eine Kaufrückabwicklung an den Hacken, aber wenn ich nicht reklamiere, sondern mich nur ärgere, verliert er vielleicht den Kunden und nicht nur den einmaligen Umsatz. Wenn das ganze Chargen betrifft, kann er einen Schwung Kunden auf einmal verlieren, wenn er von dem Mangel keine Kenntnis erhält. Jede Firma, die Wert auf Kundenbindung legt, wird mangelfreie Ware verkaufen wollen und sollte meiner Ansicht nach ein Interesse daran haben, berechtigte Reklamationen im Sinn des Kunden abzuwickeln. Dass es hilfreich ist, das Thema freundlich, sachlich und gut vorbereitet anzugehen, brauche ich nicht zu erwähnen, oder?

Viel Erfolg beim Reklamieren!


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Leuchtturmliebe #9

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Leuchtturm in Warnemünde - Westmolenfeuer - Copyright Foto: Sieglinde Graf

Copyright Foto: Sieglinde Graf

Molenfeuer Warnemünde West

Dieser Leuchtturm ist der erste grüne in der Serie und er ist noch jung, Baujahr 1985 und 1998 umgezogen ans Ende der verlängerten Mole. Es gibt noch ein dazugehörendes rotes Molenfeuer Ost. In Warnemünde steht im Ort noch ein dritter Leuchtturm. Da ich vorhabe, in den nächsten Jahren mal wieder nach Warnemünde zu fahren, zeige ich davon bestimmt hier auch mal Bilder. Danke an Sieglinde für dieses wasserseitig aufgenommene Foto.

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