Minimalismus im Haushalt #10 Vasen

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Minimalismus im Haushalt: Vasen

Leserin Caro hat sich für die Serie Minimalismus im Haushalt die Rubrik Vasen gewünscht. Ich habe im Normalfall immer frische Schnittblumen im Esszimmer und/oder Wohnzimmer stehen. Ob und oder nur oder hängt davon ab, wie lange die Blumen halten, weil es einmal in der Woche frische gibt. Manchmal halten sie länger, dann stehen sie in zwei Vasen, selten halten sie kürzer, dann gibt es mal einen Tag keine. Schöne Reste der Blumen werden in kleinen Vasen verteilt.

Mein Mann kauft die Schnittblumen lose auf dem Wochenmarkt und ich arrangiere sie selbst. Dafür habe ich vor ca. zehn Jahren an einem Blumenbindekurs an einem Abend teilgenommen, der sich bis heute bezahlt macht. Mit wenigen Kniffen stecken die Blumen auch ohne zusätzliches Bindegrün schöner in der Vase, als wenn sie einfach nur hineingestellt werden.

Drinnen verwende ich Übertöpfe derzeit gar nicht, weil ich keine Topfblumen mehr im Haus habe. Grünpflanzen mag ich nicht leiden, weiße Orchideen hatte ich so viele Jahre durchgehend stehen, dass ich sie langsam nicht mehr sehen kann und andere Topfblumen gefallen mir drinnen nicht. Die Übertöpfe dürfen dennoch im Sortiment bleiben, weil ich sie leiden mag, sie für dicke Sträuße auch als Vasen zu verwenden sind und ab und an ein Basilikum darin sein Glück versuchen darf.

Es ist bekannt, dass ich geruchsempfindlich bin. Ich mag kein fauliges Blumenwasser riechen und Blumen halten in frischem Wasser länger als in gammeligem. Deshalb verwende ich am liebsten Glasvasen, weil ich bei denen sehe, wenn das Wasser kippt, bevor ich es rieche. Die Krüge finde ich auch schön, aber dort stelle ich nur Blumen hinein, die nicht zum Faulen neigen, Rosen ohne Bindegrün zum Beispiel. In die kleinen Vasen kommen Reste der Blumen der Vorwoche, wenn nur noch einzelne Köpfe schön sind.

Zur Aufbewahrung: Bis auf zwei größere Glasvasen und die hohe rote, die im Esszimmer auf dem roten Schrankteil stehen, in dem die Tischwäsche untergebracht ist, stehen alle Vasen in einer Ebene eines Drehschranks in der Küche.

Vasen sind für mich ein Modeartikel. Mein Geschmack ändert sich bei Vasen wie bei Kleidung. Deshalb gebe ich nicht viel Geld dafür aus, sondern kaufe lieber mal eine neue Vase in einer neuen Form, wenn eine Glasvase im Geschirrspüler blind wurde.

Wenn mir Vasen gut gefallen, kaufe ich sie auch mal doppelt, weil der Strauß dann direkt in frisches Wasser umziehen kann, bevor die Vase wieder sauber ist. Deshalb gibt es die Glasvase, in der die Rosen stehen, doppelt, ebenso den kleinen weißen Krug und die große Weinkaraffe, die ich zum Beispiel für Pfingstrosen gerne nehme.

Bei Vasen halte ich meinen Geschmack für absoluten Mainstream, da ist nichts Besonderes zu sehen und wirklich minimalistisch bin ich dem beim Thema auch nicht. Macht nix :)! Glasvasen von Ikea oder Depot reichen mir für gewöhnlich aus. Wobei … es gibt eine Designervase, die ich wirklich gerne hätte, für die ich aber das Geld bisher nicht auszugeben bereit war: Die opalweiße aus der Iittala Alvar Aalto Collection – vermutlich am liebsten in 160 mm, so dass sich Rosen darin schön arrangieren lassen.

Magst Du Schnittblumen? Wie arrangierst Du sie am liebsten? In welchen Vasen?


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Was ich heute gelernt habe – Juni 2020

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Art Journal Kalenderblatt Juni

  1. Ich mag den Geruch von Jasmin nicht.
  2. Nasentropfen gegen Heuschnupfen können leider genauso müde machen wie Tabletten. Gähhhhn …
  3. Der Zausel lässt sich in der Praxis der Tierärztin noch weniger gerne Blut abnehmen als in unserem Wohnzimmer.
  4. Zitronenblechkuchen gelingt nicht ohne Butter (oder welches Fett auch immer). Aus Versehen für Dich getestet.
  5. Wenn die Wettervorhersage schlecht ist, kann man an der Ostsee einem entspannten Tagesausflug genießen. Die Sonne hat den ganzen Tag für uns gelacht!
  6. Ein flaches Backblech lässt sich gut verwenden, um es unter den Waschmaschinensaubermachausguss zu legen. Keine Ahnung wie das richtig heißt. Ich meine das Teil, dass man vorne öffnen kann, wo sich lose Teile aus der Wäsche oder sonstiger Dreck und Seifenlauge im Lauf der Jahre sammeln. Wenn man das öffnet, läuft einem gerne Wasser entgegen. Das läuft aufs Backblech ab, wenn man das vorher darunter legt.
  7. Der Soda Allzweck-Reiniger von Frosch gefällt mir. Danke an Leserin J. Böhm für den Tipp beim Beitrag Minimalismus im Haushalt #4 Haushaltsreiniger in den Kommentaren. Er entfernt zum Beispiel Patschehände- und Hundenasenspuren von weiß lackierten Türen mühelos, löst Dreck in Fliesenfugen im Zugucken auf und ich mag den dezenten Geruch. Sein Vorteil gegenüber dem Neutral-Reiniger ist, dass er bereits fertig gemischt in der Sprühflasche zu haben ist. Der einzige Nachteil ist, dass ich jetzt keine Ausrede habe, mich endlich mal um die vormals hellgrauen Fliesenfugen im Esszimmer zu kümmern.
  8. Habe mich der intensiven Reinigung der Badezimmerbodenfliesenfugen gewidmet und dabei gelernt, dass der Akku meiner elektronischen Zahnbürste für die Fugen von etwa 3 qm Fliesen reicht, um sie zu schrubben und dass es mit einer normalen Zahnbürste, die ich danach verwendet habe, allerdings deutlich besser geht. Einsprühen, kurz in Fugenrichtung hin und her schrubben, mit einem groben Mikrofaserlappen kraftvoll die Fuge nachwischen und fertig ist es. Peinlich ist, wie hell die Fugen in der Küche jetzt sind und die gleichen im angrenzenden Esszimmer nicht. Nachtrag einige Tage später: Die Fugen im Esszimmer sind jetzt auch sauber, abgesehen vom Tagesdreck war unser Haus noch nie so tiefenrein wie jetzt, nicht mal beim Einzug. Die Corona-Krise mit wenig Arbeit hat nicht nur Nachteile …
  9. Die guten flüssigen Handseifen von Sonett gibt es im Bioladen in meinem Ortsteil. Künftig kann ich sie dort kaufen anstatt bei einem Amazon-Marketplace-Anbieter. Spart den Versand und das Geld bleibt lokal. Schön! Am liebsten mag ich bisher die Sorte Rosmarin.
  10. Die Marke Veja spricht man wehscha aus.
  11. Eine kleine Hallogensteckglühbirne kann im Betrieb platzen, aus der Fassung springen und ihre Bestandteile mehrere Meter weit verteilen. Glück gehabt, dass der Hund und ich im Nebenraum waren.
  12. Zu Mais sagt man im Österreich Kukuruz.
  13. Lucifer Staffel vier gefällt mir. Sie hat immer wieder neue Aspekte.
  14. Der neue Sylt-Krimi “Blutige Düne mit Ermittlerin Liv Lammers erscheint mir recht verworren und was ich mit dem Schlusssatz anfangen soll, weiß ich auch nicht so recht. Für mich gibt es nur eine Antwort darauf, aber es stehen ungute Optionen im Raum.
  15. Die Hundedecke über der Kräuterecke im Garten auszuschütteln, ist nicht wirklich eine Glanzleistung.
  16. Alle sieben Jahre ändert sich die Haut. Mit 14 wurde meine von jetzt auf gleich sonnenempfindlich. In diesem Sommer wurde ich 49 und hatte noch keine Rötungen am Körper, obwohl ich nur im Gesicht Sonnenschutz verwende. Noch im letzten Jahr wäre mir der Nacken, Dekolleté, Unterarme und Unterschenkel rot geworden ohne Sonnenschutz mit mindestens SPF 30 bei einer mittäglichen Hunderunde. Es würde mich sehr freuen, wenn das anhielte.
  17. Wie sirupsüß eine Gartenerdbeere schmecken kann
  18. Es gibt beim Amazon Marketplace Anbieter, bei denen Käufer bei Retouren das Porto selbst zu tragen haben. das Lehrgeld habe ich bezahlt, denn: Es gibt Messerblöcke, die so klein sind, dass ein Brotmesser bis zur Anrichte durchrutscht. Wo finde ich einen tiefen Messerblock für acht Messer, Schere und Wetzstahl?
  19. Die neunte Staffel von Hawaii Five-O ist klasse.
  20. Den Begriff Pass-Deutsche
  21. Was ein Yoga-Block ist
  22. Es gibt die Unterscheidung in Zwischen- und Sortimentsbuchhandel.
  23. Man kann im hinteren Teil des Oberarms so intensiven Muskelkater haben, dass es schmerzhaft ist, Firmenstempel auf Farbfächer zu drücken. Ich sage nur Hochseilgarten … hat sich aber gelohnt!
  24. Es gibt eine Stelle im Wald in der Fischbeker Heide, in der nie die Sonne richtig auf den Boden trifft. Den werde ich an heißen Tagen auf- und abgehen. Luftig ist es dort zudem. Warum stehen Bänke immer nur an Plätzen mit Licht und Ausblick? Ich beantrage eine für diese Stelle. Ich habe Angst vor einem heißen Sommer. Habe ich das schon mal erwähnt? Ab 25 Grad bin ich nicht mehr ich selbst, ab 30 Grad sterbe ich stückweise. Mein Kreislauf zuerst.
  25. Die Bickbeeren in der Fischbeker Heide sind reif.
  26. Edeka TK Bio Junge Erbsen und Blattspinat schmecken mir nicht. Die Erbsen sind mehlig und der Blattspinat hinterlässt ein pelziges Gefühl im Mund. Da hilft es auch nicht, dass sie 450 g nur 1,25 Euro kosten. Die Brechbohnen sind O.K., die kaufe ich gerne wieder.
  27. Man kann entgegen meiner Vermutung im Mai doch im Schlaf niesen. Sogar so, dass Haus angeblich dabei erschüttert. Und dabei weiterschlafen wie ein Stein. Behauptet mein Mann. Also ich weiß von nichts.
  28. In einer Mischung aus Butter und Olivenöl bekommt Fleisch beim scharfen Anbraten die schönste Bräunung. In Kombination mit Öl spritzt die Butter kaum.
  29. Das Buch “Allmen und der Koi” von Martin Suter hat mir gefallen. Schön langsame Geschichte für einen heißen Sommertag, um beim Lesen zu entspannen.
  30. Wie sich Gewohnheiten fürs Auge ändern können. Ich erschrecke schon seit Wochen, wenn in Filmen Menschen den Corona-Sicherheitsabstand nicht einhalten. Die umarmen sich zur Begrüßung auf der Straße? Das soll man doch nicht! Heute lief bei RTL ein Folge “Wer wird Millionär” als Wiederholung von 2010. Es wurde irgendwann ein Banner eingeblendet mit der Info, dass es eine Aufzeichnung von 2010 sei, falls man sich über Zuschauer im Publikum wundere in Corona-Zeiten. Heißt es irgendwann: Die Älteren von uns werden sich noch erinnern – es gab mal Shows mit Publikum? So wie es heute schräg ist, wenn in Krimis aus den 1960ern und 1970ern ständig geraucht und Hochprozentiges getrunken wird?

Bedingt durch das Arbeiten im Homeoffice oder Kurzarbeit kochen viele Leser_innen in den letzten Monaten mehr zu Hause als sonst. In meinem Foodblog habe ich eine zeitlang in der Rubrik Kochwoche geteilt, was in der jeweiligen Woche auf unseren Tisch kam und die Rezepte, wenn im Blog vorhanden, verlinkt. Da die Rubrik kaum Resonanz hatte, habe ich sie eingestellt. In diesem Monat habe ich mal wieder notiert, was ich gekocht habe. Ist das für Dich interessant zu lesen Soll ich das hier in dem Monatsrückblick aufnehmen? Oder interessiert das hier auch niemanden?

Kochmonat Juni 2020

  • Gurkensalat unzählige Male als Vorspeise
  • Grüne Tagliatelle mit Mozzarella und italienischem Schinkenspeck (mehrfach)
  • Pellkartoffeln mit Spargel und Schinken für mich, mit Spiegelei für meinen Mann
  • Bratkartoffeln aus den gestrigen Resten mit Schalotten und restlichem Schinkenspeck von vor zwei Tagen
  • Ofenpfannkuchen mit TK-Spinat und Feta
    Tomatenrisotto
  • Hähnchenbrust-Zucchini-Curry-Reis-Pfanne
  • Auflauf – frisch gekochte Salzkartoffeln, TK-Spinat, geschmorte Zwiebeln, kleine Tomaten, Kochschinkenwürfel mit gewürzter Sahne übergossen und mit Gouda 10 Minuten überbacken (für 2 Mahlzeiten zubereitet in Einzelformen) – dazu Gurkensalat
  • Rühreier in reichlich Butter gebraten mit getoastetem Roggenbrot (mehrfach)
  • Hack-Paprika-Tomatensoßenpfanne mit Reis (für 2 Mahlzeiten zubereitet)
  • Grüne Tagliatelle mit in Butter gebratenem grünem Spargel unter Parmesanberg (mehrfach)
  • Kartoffelpü mit Fischstäbchen und Erbsen (mehrfach)
  • Kartoffelpü (vorgekocht am Vortag) mit Dill-Rührei und Erbsen
  • Erbsen-Reis mit mit gebratenen Zucchini, Schalotten und Curry
  • Selbstgemachte Tagliatelle mit Tomaten, Schalotten, Feta, Pinienkernen und Olivenöl
  • Tortilla Wraps mit Hackfüllung (in der Pfanne dafür gebraten gemischtes Hack, Kirschtomaten in Scheibchen, Zwiebeln, Tomatenmark, etwas Wasser), Guacamole und Schmand => Rest der Hackfüllung am nächsten Tag zur Soße für Spiralnudeln erklärt
  • Curryreispfanne mit Erbsen, Schalotten und gebratenen Currywurstscheiben (beim unserem Schlachter gibt es köstliche hausgemachte Currywurst, die bereits mit Curry gewürzt ist)
  • Grüner Spargel in Butter gebratenen mit Pinienkernen, Katenschinken und geröstetem Körnerbrot
  • Nudelauflauf mit Kochschinken (für zwei Mahlzeiten zubereitet)
  • Ofengemüse mit roter Paprika, Zucchini, Schalotten und Schafskäse, dazu aufgebackenes Chiabatta (Ofengemüse für zwei Mahlzeiten zubereitet, Brot jeweils frisch aufgebacken)
  • Ofenfrikadellen mit Salzkartoffeln und Erbsen
  • Bratkartoffeln aus den vorgekochten Salzkartoffeln mit Bacon und Ei
  • Grüne Tagliatelle mit Bolognesesoße aus dem TK-Vorrat
  • Grüne Tagliatelle mit Schmorzwiebeln und Tomaten (mehrfach)
  • … und nochmal Nudelauflauf – dieses Mal mit Kochschinken, Erbsen und Kirschtomaten (wieder für zwei Mahlzeiten zubereitet)
  • Tortiglioni mit Putengeschnetzeltem in Curry-Sahnesoße
  • Bratwurst mit Tomatenreis und Brechbohnen
  • Schweinefilet in Sahne-Champignon-Soße mit Tortiglioni

Kaffeekassensturz

In diesem Monat nenne ich nicht die Verwendungszwecke einiger Kaffeekassengelder, sondern veröffentliche, wie ich die nicht zweckgebundenen Trinkgelder – einzelne, regelmäßige und die Daueraufträge – verwendet habe: Ich konnte mit den Kaffeekassentrinkgeldeinnahmen des Blogs in den letzten drei Monaten meine Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung bezahlen. Merci vielmals dafür an alle Kaffeekassentrinkgeldgeber_innen, die meine Blogarbeit in dieser Form wertschätzen!

Was hast Du im Juni gelernt?


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Lesetipp: Der Sommer unseres Lebens

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Unsere glücklichen Tage von Julia Holbe

Unsere glücklichen Tage
von Julia Holbe

Draußen sind über 25 Grad und das ist ideales Wetter, um sich in einen nicht enden wollenden Sommer an der französischen Atlantikküste, an der ich noch nie war, zu träumen, den die vier Freundinnen Lenica, Marie, Fanny und Elsa verbringen.

Unsere glücklichen Tage von Julia Holbe - Seite 1

Unsere glücklichen Tage von Julia Holbe – Seite 1

Der Roman beginnt damit, dass Elsa – aus deren Ich-Perspektive er geschrieben ist, sich nach vielen Jahren mit Marie in Luxemburg trifft, nachdem sie ihr zufällig über den Weg gelaufen ist. Das Ende des damaligen Sommers der jungen Studentinnen ist nämlich auch das Ende Ihrer Freundschaft. Oder nicht? Etwa 30 Jahre später (geschätzt von mir, ich erinnere mich nicht, ob es irgendwo in dem Buch steht) unternehmen die Frauen heute eine Reise in die Vergangenheit, bei der Sean, ein Freund von Lenica, erneut eine zentrale Rolle spielt.

Das Buch hat 320 Seiten und dennoch habe ich eine Woche daran gelesen. Das ist ungewöhnlich, denn normalerweise lese ich bei Belletristik durchschnittlich eine Seite in einer Minute und ich hatte Zeit zum Lesen. Bei diesem Buch habe ich mindestens doppelt so viel Zeit pro Seite gebraucht. Woran lag das? Die Geschichte hat mich in ihrer Intensität und den genauen Beschreibungen der Momente gefangen genommen. Obwohl die meisten Sätze kurz und einfach zu verstehen sind, habe ich diverse Absätze mehrfach gelesen, weil sie entweder so schön waren oder ich sicher sein wollte, alles erfasst zu haben. Der folgende Absatz ist ein Beispiel dafür

Unsere glücklichen Tage von Julia Holbe - Seite 265

Unsere glücklichen Tage von Julia Holbe – Seite 265

Es geht in der Geschichte um Freiheit, Vertrauen, Liebe, Leidenschaft, Verlust und Freundschaft. Was wäre gewesen, wenn/wenn nicht … und was können die Beteiligten heute aus der Situation machen, damit es ihnen möglichst gut damit geht? Der Roman ist einerseits sommerlich-leicht und anderseits haut er mit voller Gefühlswucht zu, ohne auch nur einen Moment kitschig zu sein.

Mehr möchte ich nicht verraten, um Dir die Spannung zu erhalten, falls Du das Buch lesen möchtest. Danke an den Penguin Verlag (Werbung) aus der Random House Verlagsgruppe für das Rezensionsexemplar. Von mir bekommt der Roman vier Sterne. Warum keine fünf? Ich hätte es mir etwas komprimierter gewünscht, aber dennoch empfehle ich es gerne.

Welcher war der Sommer Deines Lebens und was hat ihn dazu gemacht?


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Minimalismus im Haushalt #9 Bücher

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Minimalismus im Bücherschrank

Das ist der Bücherschrank einer Frau Ü40, die schon als Jugendliche mehrere Hundert Bücher besessen hat, jedes einzelne als Heiligtum sah und bis heute leidenschaftlich gerne liest. Heute ist gedruckte Belletristik für mich nach dem Lesen jedoch nur noch eins: Altpapier.

Deshalb lese ich bevorzugt auf dem Kindle, das für mich deutlich angenehmer als über Apps. Rezensionsexemplare spende ich nach dem Lesen. Buchgeschenke gebe ich nach dem Lesen im Freundeskreis weiter oder spende sie ebenfalls. Ab und an verkaufe ich Bücher über Momox, was bei Rezensionsexemplaren aber unzulässig wäre. Es ist keinesfalls so, dass ich mich über Bücher nicht freue, ich möchte sie nur nicht mehr behalten.

Damit meine wenigen Bücher nicht einstauben, stehen sie im oberen Teil eines ehemaligen Küchenbuffets hinter Glas. Ansonsten liegt in dem Schrank und den Kartons im mittleren Teil Bastelmaterial. Bei den aufbewahrten Büchern handelt es sich um Kunstbücher mit Anleitungen und Ideen für Kalligraphien, Bücher über Fotografie, Gestaltung und Visualisierung, Mode- und Stilbücher, ein paar Erinnerungsstücke und alle Auflagen meiner eigenen Bücher. Ich habe noch kein Buch vermisst, von dem ich mich getrennt habe.

In meinem Büro stehen noch drei Fachbücher über WordPress und Recht im Internet, im Keller lagert ein Teil der Fachbibliothek meines Mannes, die meine Bücher über Kommunikation und Mediation enthält, die ich jedoch nicht im schnellen Zugriff brauche.

Wie viele Regalmeter Bücher hast Du und wie bewahrst Du sie auf?


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Minimalismus im Haushalt #8 Kochbücher

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Rezeptsammlung

In unserer Küche befindet sich exakt ein Kochbuch: Das neue große Kochbuch von Roland Gööck aus dem Bertelsmann Lesering von 1963, ein Erbstück von meiner Mutter. Das steht da nicht nur aus sentimentalen Gründen, sondern weil es wirklich ein Basiskochbuch ist. Ich koch viel frei Schnauze nach Gefühl. Damit das klappt, ist es wichtig, ein Grundverständnis für die Mengenverhältnisse der Zutaten zu haben.

Ein Beispiel für Kuchen: 500 g Mehl, 250 g Zucker, 250 g Butter, 2 Eier, Backpulver = Mürbeteig + Milch bis zur gewünschten Konsistenz = Rührteig. Das ergibt noch keinen spannenden Kuchen oder Plätzchen, aber schmeckt und funktioniert. Solche Grundkenntnisse helfen, Fehler in fremden Rezepten auf den ersten Blick zu erkennen und Missgeschicke zu vermeiden.

Wenn ich etwas Neues ausprobieren möchte, zum Beispiel erstmals Kartoffelklöße oder einen großen Braten selbst machen möchte, schaue ich in diesem Grundlagenwerk nach, wie die Gerichte dort gemacht werden, die Garzeiten pro kg sind und welche Gewürze verwendet werden. Dann kann ich immer noch online gucken, ob ich das Rezept modernisieren kann mit weniger oder mehr von was auch immer. Deshalb hat dieses Kochbuch einen festen Platz in meinem Herz und meiner Küche. Man darf nur nicht alles ernst nehmen, was da an Tipps zur Haushaltsführung für die moderne Hausfrau drin steht.

Ansonsten siehst Du in dem Schrankfach einen hübschen Ordner. In dem sammle ich einzelne Rezepte, die nach Kategorien abgelegt werden. Erst stand der Ordner auf der Anrichte, dann kam ein zweiter hinzu, weil die Nachtischrezepte nicht mehr hinein passten, und alle vorhandenen Kochbücher standen griffbereit daneben. Dann habe ich die Kochbücher in den Schrank geräumt, die Ordner blieben auf der Anrichte, nahmen Platz weg und staubten ein. Ich mag keinen Staub, habe ich das schon mal erwähnt?

Rezept-Kategorien im Ordner

Rezeptsammlung

  • Pfannkuchen, Vorspeisen, Dipps, Salate
  • Suppen
  • Tartes, Quiches, Pizzen
  • Nudeln – Hauptgerichte (Nudelsalate liegen bei den Salaten)
  • Reis, Kartoffeln, Gemüse – Hauptgerichte
  • Fleisch – Hauptgerichte
  • Beilagen
  • Eintöpfe
  • Soßen
  • Brötchen, Brote
  • Süße Gerichte
  • Nachtische
  • Backen

Die Kategorie Fisch habe ich aufgelöst, weil ich keine Lust mehr habe, ganze Fische zuzubereiten und für Filets kein Rezept brauche. In dem Ordner stecke ich jedes Rezept einzeln in eine Klarsichthülle. So reißen Abheftlöcher nicht aus und ich kann das Rezept zum Kochen herausnehmen und mit nassen Händen anfassen.

Wie viele Rezepte verwendest Du aus Deinen Kochbüchern?

Wenn aus einem Kochbuch ein oder zwei Rezepte als Dauerbrenner oder für besondere Gelegenheiten gekocht werden, ist es für mich die Anschaffung wert gewesen. Das ist wie mit Kleinbildfilmen früher: Ist ein Bild von einem 36er-Film gelungen, war der ganze Film das Geld wert. Aber was ist mit dem Rest? Altpapier.

Ich habe aus allen Kochbüchern die Rezepte, die ich wirklich brauche, herausgetrennt und in meiner Sammlung im Ordner abgelegt. Als digitalen Speicherplatz habe ich nur meinen Foodblog Leckerei bei Kay. Wenn ich online Rezepte sehe, die ich mir merken möchte, drucke ich sie spätestens nach dem Kochen aus, weil ich sonst den Überblick verliere. Mein Backrezepte-Sammelbuch habe ich aufgelöst, weil es voll war und zu viele Rezepte drin standen, die ich nicht mehr brauche. Erstmals habe ich alle Rezepte zum Kochen und Backen zusammengeführt.

Die Idee, Kochbücher in der Serie Minimalismus im Haushalt separat aufzuführen und nicht unter der Rubrik Bücher abzuhandeln, ist von Leserin Caro. Danke Caro! Das führte dazu, dass ich nicht nur mal eben ein Foto von dem Schrankfach mit den Kochbüchern gemacht habe, sondern mich intensiv damit beschäftigt habe. Zwei Stunden später passte meine Sammlung samt der Rezepte für Hundekekse wieder in einem Ordner. Ich habe mal eben 50 % der Rezepte entsorgt, weil ich keine Lust mehr auf sie habe oder doch nie ausprobieren werde.

Neben dem Ordner mit den Rezepten und dem Kochbuch stehen jetzt nur noch der Katalog von bofrost und die Anleitung für die Kaffeemaschine, die ich griffbereit brauche, weil ich mir nicht merken kann, wie man das Entkalkungsprogramm zu bedienen hat. Dass das Schrankfach ansonsten leer ist, stört mich gar nicht. Bei der Betrachtung des Fotos kommt mir die Idee, dass es den Katalog bestimmt auch online gibt. Gibt es! Und schon wieder landet etwas im Altpapier …

Wie sieht es bei Deinen Kochbüchern aus?


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Spiele für 2 – Spaß im Meer

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Aqualin - Schwarmtaktik für Zwei von Marcello Bertocchi im Kosmos Verlag

Aqualin – Schwarmtaktik für Zwei
von Marcello Bertocchi im Kosmos Verlag

Wie Du in der Blogserie Spiele für 2 sehen kannst, spielen mein Mann und ich gerne Spiele, die

  • schnell aufzubauen sind
  • fix gespielt sind – lieber eine Revanche als ein Endlosspiel
  • einfache Regeln haben
  • und bei denen die Glückskomponente gering ist.

Aqualin erfüllt diese Anforderungen perfekt, deshalb hat mein Mann es für uns gekauft. Das Spiel besteht aus einem Spielbrett (dem Riff) und 36 Spielsteinen (den Meeresbewohnern). Die Spielsteine sind einseitig bedruckt. Jedes der sechs Motive gibt es in sechs Farben. Einer sammelt davon gleiche Farben im Schwarm, der andere gleiche Meeresbewohner.

Zu Beginn werden alle Steine verdeckt hingelegt und dann sechs zufällig gezogene auf die Motivseite umgedreht. Der Startspieler nimmt einen Meeresbewohner und platziert ihn im Riff, der Vorrat der sichtbaren Motivsteine wird wieder auf sechs ergänzt. Ab dem zweiten Zug kommt eine wesentliche Veränderung hinzu: Vor dem Auslegen des neuen Steins darf der Spieler einen beliebigen bereits liegenden Meeresbewohner auf dem Spielbrett verschieben innerhalb einer Spalte oder Zeile, bis er aufs das nächste Tier oder den Rand trifft.

Ziel des Spiels ist, möglichst große Schwärme aus Farben bzw. Meerestieren zu bilden, denn die Wertung am Ende bevorzugt deutlich große Schwärme. Für zwei Tiere im Schwarm gibt nur einen Punkt, für drei bereits drei, für vier sechs Punkte, für fünf schon zehn und für sechs (mehr geht nicht) 15 Punkte. Mein Rekord liegt bei einem Ergebnis von 46 Punkten, für das mir zwei Sechser-Schwärme geglückt sind. Das haben wir leider vergessen, zu fotografieren. Auf dem Artikelfoto siehst Du ein schwaches Ergebnis von unter 20 Punkten bei beiden Spielern.

Der Glücksfaktor liegt darin, welche Meeresbewohner aufgedeckt werden, der Rest ist Taktik. Dabei liegt die Krux in der passenden Mischung für sich selbst und gegen den anderen zu spielen, was meistens in einem Zug schwerlich möglich ist.

Ist das auch ein Spiel für Dich?


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