Was ich heute gelernt habe – Mai 2019

Werbung mit Rezensionsexemplaren, Namensnennungen und Verlinkungen ohne Auftrag

Ines-Meyrose - Outfit-Ü40 Bloggerin im Frühjahr 2019 mit Hemdblusenkleid Anastasia-in der Trendfarbe Gelb mit Sternenmuster von Boden - mit-Hund-Paul

  1. Elmex und Aronal am selben Tag aufgebraucht. Tschakka! Das ist so, als ob ein vielstimmiger Kanon aufgeht.
  2. Die Erdbeersoße in meinem Lieblingseisladen ist köstlich. Memo an mich: mir öfter gönnen.
  3. Schönen Spruch gehört: “Meine Laune ist heute nach oben hin etwas limitiert.”
  4. Lange nach dem Erscheinen habe ich Helmut Schmidts Buch “Was ich noch sagen wollte” endlich gekauft und gelesen. Ich fand es beeindruckend, weil es mir Einblick in vorher unbekannte politische Zusammenhänge gegeben hat. Was ich in dem Zusammenhang zum Brexit denke, wurde hausintern für diese Liste wegzensiert.
  5. “Mit Herz und Handschellen” ist eine völlig unterbewertete geniale Serie.
  6. Es kann tatsächlich so nass-kalt sein, dass ausgerechnet mir die Lust auf ein Eis vergeht und ich auf dem Weg zum Eisladen kehrt mache. Das habe ich bis heute 13 Uhr für unmöglich gehalten. Jetzt weiß ich: Es ist möglich.
  7. Würstchen von Salzbrenner sind lecker.
  8. Wenn man in einer Eisenpfanne genug Fett verwendet, backen Bratkartoffeln nicht an.
  9. Memo an mich: Keine Kauartikel aus getrockneten Därmen für Paul kaufen. Das Zeug stinkt zum ohnmächtig werden. Das wollte ich schon mal gelernt habe. Dieser Fehler war leider offenbar zweimal notwendig für den Lernerfolg, der jetzt hoffentlich eingetreten ist.
  10. Ein herzhaftes Brötchen namens Emmi aus Urkorn mit Wurzeln gebacken ist köstlich.
  11. Frei nach Karl Lagerfeld: Nach zwei Wochen in Jogginghose habe ich heute erstmals wieder in Jeans die Kontrolle über mein Leben zurückgewonnen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie sehr Kleidung und Körpergefühl zusammenhängen. Deshalb verstehe ich niemanden, dem Kleidung egal ist. Es ist unsere zweite Hülle und die macht etwas damit, wie sich die erste anfühlt.
  12. Es gibt Menschen, die noch abgrundtiefer böse oder dämlich sind, als in meinem Vorstellungsrahmen lag. Auf dem Hafengeburtstag wurde einem schlafenden Obdachlosen das Haupthaar angezündet. Wie kommt man bitte auf so eine Idee und setzt die dann auch noch um?!?
  13. Bei meiner Krankenkasse gibt es jetzt eine elektronische Gesundheitsakte, den Bereich TK-Safe in der TK-App. Da kann ich unter anderem Arztkosten einsehen. Das finde ich gut, weil ich gerne weiß, was da abgerechnet wird und was Untersuchungen gekostet haben. Dann weiß ich wenigstens, wo meine Beiträge gelandet sind. Ich bin Fan der Gesundheitsakte, so lange ich steuern kann, was darin auftaucht. In meiner kann ich zum Beispiel sehen, welche Medikamente mir verordnet wurden. Wenn ich das nächste Mal beim Hausarzt anstatt beim HNO ein Antibiotikum verordnet bekommen soll, kann ich dem Hausarzt sagen, welches ich letztes Mal hatte und wie es vertragen habe, ohne privat darüber eine Akte zu führen oder Arztbriefe hin und her senden zu lassen.
  14. Der Kauf von vier Sommerkleidern sollte einen zu heißen Sommer 2019 erfolgreich verhindern. Wenn mir das damit gelingt, ist das Geld gut investiert.
  15. Nie lernen werde ich, Blumenkohl im Ganzen bissfest zu garen – egal ob mit viel oder wenig Wasser im Topf und eingeritztem Strunk.
  16. Ebenso nie lernen werde ich, mir an Kochbeutelreis nicht die Finger zu verbrennen. Aber die Dinger sind wegen des Plastiks eh nicht mehr PC. Es lebe der lose Reis. Leider esse ich den Kochbeutelreis gerne.
  17. Wärmepumpenwäschetrockner im Laden vor Ort bestellt. Bin jetzt Wäschetrocknertechnischedetailsprofi. Fast. Mindestens. Das alte Erbstück hat immerhin etwa 25 Jahre auf dem Buckel. Lustig ist, wie entsetzt Verkäuferinnen sein können, wenn man sagt, dass man einen 25 Jahre alten Trockner benutzt. Unlustig finde ich, dass ich bei Angebotseinholung immer als erstes gefragt wurde, von welcher Marke unsere Waschmaschine ist. Im einen Laden habe ich dann gesagt, dass die zwar von Miele ist, mein Auto aber der kleinste Skoda, und sie das bei der Einschätzung meiner Kaufkraft bitte dann ebenso berücksichtigen möge. Gab große Augen!
  18. Beim Lesen des Buchs Bin im Garten (Rezensionsexemplar) von Meike Winnemuth gelernt, dass
    1. Die Schlupfschuhe neben der Terrassentür für kurze Wege in den Garten von Engländern Backdoorshoes genannt werden. (Seite 98) Passt. Da stehen sie bei mir auch. Heißen bei mir Gartenschlappen.
    2. Mit der App Flora Incognita kannst Du Blumen und Bäume bestimmen, indem Du ein Foto hochlädst. (Seite 166) In unserem Garten wächst Einiges, was sich selbst dorthin gesät hat. Jetzt finde ich heraus, was für Gewächse es sind.
    3. Aufgestellte Cola-Lolis sollen einem erfolgreich Wespen vom Hals halten. In zwei Stunden soll einer weggeknuspert sein. (Seite 211)
  19. Die Kommentare beim Beitrag Lesetipp gegen die Sätze des Todes fürs Selbstwertgefühl im Zusammenhang mit dem Buch “Beyond Beautiful” (Rezensionsexemplar) haben mich tief berührt.
  20. Schönen Spruch auf Instagram bei schoenesleipzig__conni gesehen: “Merkt Euch: Es ist egal, ob das Glas halb voll oder halb leer ist. Entscheidend ist, wie wieviel Flaschen noch da sind.” Dem ist nichts hinzuzufügen.
  21. Kann jemand außer mir aus Ketchupflaschen schlurpsfrei Ketchup entnehmen? Also ohne einen ketchupversibschten Verschluss?
  22. Würstchen von Salzbrenner sind extrem lecker. Dass sie aus Hamburg kommen, gefällt mir zudem.
  23. Die Vergrauungen auf meinem Ringelkleid sind keine Auswaschung der Farbe, sondern auf den Fasern liegender Grauschleier vom Waschpulverlaugenschleim in der Waschmaschine. Sagt der Miele-Servicetechniker. Mal sehen, ob das nach der gründlichen Innenreinigung der Maschine sich wieder herauswäscht oder nicht. Schön wäre das!
  24. Man kann so fiesen Muskelkater haben, dass einem der obere Rücken beim Niesen weh tut.
  25. Was resistente Stärke (RS) ist und dass bei Nüssen davon am meisten in Cashewkernen enthalten sein soll.
  26. Kurkuma soll nur erwärmt zusammen mit Fett und schwarzem Pfeffer vom Körper aufgenommen werden können.
  27. Das Wort Emphase.
  28. Waschmaschine und Trockner dürfen nicht an einer Stromleitung hängen, weil die Leitung zu heiß wird, was dazu führen kann, dass der Stecker mit der Steckdose verschmurgelt. Nicht schön. Verlängerungskabel soll man dabei übrigens auch nicht verwenden.
  29. Blumenkohl aus dem Ofen = Fehlexperiment aus meiner Küche
  30. Ich mag Paranüsse.
  31. Bei Angaben zu Energieverbrauchswerten von Waschmaschine und Trockner fühle ich mich vom Hersteller beschuppst. Die Energiesparprogramme unserer Geräte waschen nicht sauber und trocknen nicht trocken. Wenn ich aber andere Programme nehme, die ihren Dienst ordentlich tun, ist der Stromverbrauch viel höher als angepriesen. Ich spare also bei neuen Geräten faktisch deutlich weniger Energie und damit Geld im Vergleich zu den alten, als beim Kauf weisgemacht wird. Noch ein Grund für mich, alte Geräte nur bei ernstem Defekt auszutauschen.

Was hast Du im Mai gelernt?

Was ich heute gelernt habe – April 2019

Werbung mit Namensnennungen ohne Auftrag

Klapperstopp

  1. Wie klein ein Fahrstuhl sein kann.
  2. Wie großartig ein Klapperstopp ist. Bei Bine vom Blog was eigenes habe ich eine Anleitung gesehen, wie ein Klapperstopp genäht werden kann. Bekanntlich kann ich nicht nähen. Birgit Ralle, Leserin von Bine, war so nett, mich auf meinem Kommentar bei Bine hin zu kontaktieren und mir einen zu nähen. Darüber freue ich mich täglich, wenn ich den Klapperstopp an der Schlafzimmertür sehe und selbige nicht höre. So ein Teil sieht definitiv besser aus als ein Bademantelgürtel in der Funktion. Außerdem habe ich die Bademäntel hinter der Tür entfernt, so dass ich in jedem Fall eine Lösung brauchte. Klappernde Türen machen mich wahnsinnig und mit fest geschlossenen Türen fühle ich mich auch nicht wohl. Das sind die kleinen Dinge, die am Bloggen Freude machen. Es entsteht ein Netzwerk, das mein Leben schöner macht.
  3. Snobby Mutter maßregelt 2-3 jährigen Sohn im Wildpark Schwarze Berge: “… und sei nicht so prollig”. Ich frage mich, wie sie ihm das Wort prollig erklärt, wenn er danach fragt.
  4. Ich wusste nicht, wie ungerührt man sein kann. Sehr viel mehr als ich bisher für möglich gehalten habe.
  5. Meine Lesebrille hat auch für den Laptop die passende Stärke. Immerhin: Eine PC-Brille brauche ich nicht.
  6. Eine Tarte Tartin mit Blaubeeren und Blätterteig ist köstlich. Mit Vanilleeis dazu perfekt. Danke an die Köchin für die schöne Einladung!
  7. Paul ist kein Leichenspürhund. Zum Glück.
  8. Was ich niemals lernen werde: mit einer Papierschere gerade zu schneiden. Es lebe die Schneidemaschine – Minimalismus hin oder sehr.
  9. Ich bin XY ungelöst.
  10. Fünf gewürfelte Zwiebeln mit drei Teelöffeln Salz in einem Schraubglas sollen nach einigen Stunden einen abgießbaren Sud ergeben, der in kleine Eiswürfel gefroren werden kann gegen Insektenstichreaktionen. Zwiebelsaft wirkt antibakteriell und als Eis kühlt er und beruhigt damit zusätzlich. So der Plan nach einem Tipp in einer Zeitschrift. Praxistest = matschige Zwiebeln im Glas mit kaum auffangbarem Sud = Test nicht bestanden. Aber die Idee dahinter erscheint mir dennoch gut. Ich werde einfach eine halbierte kleine Zwiebel für den Notfall einfrieren. Das erscheint mir einfacher und dürfte ebenso lindernd wirken.
  11. Es stresst mich, ein Osteressen für elf Personen zu planen. Bis vor einigen Jahren war das positiver Stress, jetzt ist es negativer. Nachtrag: Hat aber alles gut geklappt.
  12. Der Senioren-Teller beim Griechen hat die richtige Größe für mich.
  13. Schöne Beleidigung: Hast Du Schädelfraß? Klingt viel charmanter als das, was ich sonst an der Stelle sage …
  14. Der Börsenclub hat keinen Mitglieder-Restaurantbetrieb mehr.
  15. Warum gibt es dicke Jeansröcke im April anstatt im Herbst?
  16. Meine liebsten Hundeleinenkarabiner heißen Scheren-Karabinerhaken mit Wirbel.
  17. Heftklammern brauche ich aller Voraussicht nach in den kommenden Jahren nicht zu kaufen. Habe meinen Schreibtisch geleert und aufgeräumt. Tiefe Schubladen sind wie ein Fass ohne Boden.
  18. Knapp unter 60 Grad Kerntemperatur ist für Roastbeef perfekt.
  19. Schlingentraining mit vier Schlingen anstatt zwei war sowas von zu viel …
  20. Wie man einen genähten Takling anfertigt, um Tauwerk vor dem Aufdrösseln zu schützen.
  21. Die kleinen blauen Blühblumen im Nachbarsgarten heißen Gedenkemein und sind keine Staudenvergissmeinnicht, wofür ich sie bis heute hielt.
  22. Mein neues Sommerkleid ist bereits um 30 % im Onlineshop reduziert und in meiner Größe verfügbar. Ommm … nicht ärgern … a) Ich habe es immerhin im Winter bereits mit 10 % Rabatt gekauft und b) In einem anderen Onlineshop habe ich auf einen Rabattcode für ein Kleid und Shirt gewartet und als der kam, was beides komplett ausverkauft.
  23. Fragst Du Freunde, die Du länger nicht gesehen hast, wie es Ihnen geht? Oder verlässt Du Dich auf den Eindruck, den Du bekommst, und darauf, dass sie erzählen, was sie von sich zeigen wollen?
  24. Kundinnen bei Röcken vor dem Kauf immer auf Sitzprobe hinweisen.
  25. Auch uni kann bunt sein, wenn die Farbe knallt.
  26. Eine Patientenverfügung kann zu Problemen mit einem Arzt führen, wenn man seine Meinung in puncto Wiederbelebung keinesfalls teilt. Keine Sorge, war nicht erforderlich. Aber das ein Arzt sich weigern könnte, mich zu operieren oder in Narkose zu versetzen, weil ich in dem Punkt nicht seiner ethischen Ansicht bin, ist mir vorher noch nicht passiert. Warum gehen Ärzte immer davon aus, das jeder möglichst lange leben will?
  27. Eine Praxis – eine Wunde – drei Mitarbeiterinnen raten zu drei wesentlich verschiedenen Reinigungsmethoden. Und dann wundern Fachleute sich, wenn Patienten Dr. Google befragen?
  28. Meine Leserinnen sind immer für eine Überraschung gut.
  29. Es gibt Menschen, die sogar so ehrlich sind, sich zu melden, wenn sie mit ihrem Autospiegel meinen touchiert haben, obwohl kein Hauch zu sehen ist. Schöne Gegenerfahrung zu denen vom letzten Jahr. Die Telefonnummer auf dem Auto ist also doch nicht nur für Marketingzwecke gut.

Was ich heute gelernt habe – März 2019

Werbung – Rezensionsexemplar, Affiliate Links von Amazon und Namensnennungen ohne Auftrag

Azalee

  1. Das Wasser auf der wilden Meerseite von Sylt heißt Nordsee, das auf der Wattseite Ostsee. Erklärt gerade eine Touristin einer anderen. Bei einer ähnlichen Gesprächsbelauschung habe ich vor ein paar Jahren gelernt, das die Buhnen dafür da sind, dass die Wellen nicht so doll werden, damit man besser baden kann. Nun ja. Soviel dazu.
  2. Meine Wimpern werden im Zugucken spärlicher. Das hätte ich nie für möglich gehalten. Immerhin sind sie noch dunkel.
  3. Beim Abfluss in der Dusche kann man ein Teil mehr rausnehmen, als ich bisher wusste. Du willst nicht wissen, wie es darunter aussah und roch.
  4. Aus dem Leben einer Personal Shopperin: In einem Laden in der City hält eine Verkäuferin es offenbar für eine Zumutung, acht Teile zur Anprobe für meine Kundin auf meine Bitte hin eine (!) Stunde vorher beiseite zu hängen. Dass ihre Chance auf mehr Umsatz steigt, wenn ich meiner Kundin schnell mehr auf einmal zeigen kann, ist ihr offenbar egal. Ich glaube kaum, dass ihr montags um 10 Uhr bei strömendem Regen in den Hamburger Ferien ernsthaft im leeren Laden Umsatz dadurch entgeht, dass die Teile anderen Kundinnen nicht zur Verfügung stehen. Da sind andere Läden erheblich kooperativer. Da weiß ich doch gleich wieder, warum ich in einige gerne mit Kunden gehe und andere meide. Provision bekomme ich vor Ort übrigens nirgends. Meistens schaue ich vor einer Einkaufsbegleitung in der Stunde vorher schnell in den Läden in der Nähe des Treffpunkts, was aktuell dort hängt und lasse dann etwas zurücklegen, damit meine Kundin in den zwei Stunden möglichst effizient anprobieren und entscheiden kann. Wenn der Laden vor Ort so blöd geführt wird, verstehe ich wieder einmal mehr, warum Menschen Onlineshopper sind. Dass ich deren Sachen im Laden verkaufe und die Wahl habe, wo ich hingehe, ist der Dame offenbar nicht klar.
  5. So früh hat die zarte erste Azalee noch nie geblüht.
  6. Die gepolsterte Liegedecke für den Zausel hätte ich mir sparen können. Er liegt offenbar nicht gerne weich.
  7. Jetzt weiß ich, wie die Corneliuskirche von innen aussieht. Auf dem Trauerband für den Nachbarn stand ein Spruch von Matthias Claudius, den ich sehr schön finde. “So, wie ein Blatt vom Baum fällt, so geht ein Mensch aus dieser Welt und alle Vögel singen weiter.” Nicht nur passend zur Friedwaldbestattung. Wir sind alle nur ein winziges Puzzleteil dieser Erde und sie dreht sich ohne uns weiter, auch wenn es sich manchmal ganz anders anfühlt. Aber für einen wunderbaren Menschen, der 87 geworden ist, kann ich das so hinnehmen.
  8. Gestern Abend habe ich noch etwas gelernt: Wie man eine Anzeige bei der Polizei vor Ort aufgibt, wenn Fotos aus meinem Blog auf dubiosen Onlineshops ohne mein Einverständniserklärung verwendet werden.
  9. Mehl wird bei 900 Grad verbrannt, um den Typ zu bestimmen. Typ 405 heißt, dass nach dem Verbrennen 405 mg Mineralien von 100 g Mehl übrig bleiben.
    Und Schuhe sollten beim Imprägnieren mit Spray vorher mit einem feuchten Lappen abgerieben werden, damit sie das Spray besser aufnehmen können. Wie komme ich darauf? Ich habe Wer weiß denn sowas im Fernsehen geguckt.
  10. Auf nasser Straße keine hellen Velourslederloafer zu tragen, werde ich wohl bedauerlicherweise niemals lernen.
  11. Schluppenbluse heißt auf Englisch Pussy Bow. Das hat Bloggerin Claudia mich lernen lassen.
  12. Welcher Arzt die Urlaubsvertretung für meinen HNO macht.
  13. Amazon weist inzwischen auch auf E-Books Umsatzsteuer aus. Schön! Sind sogar 19%.
  14. Dank des kostenfreien Netflix-Zugangs für 30 Tage habe ich einen Blick in Marie Kondos Aufräumserie geworfen. Inspirierend fand ich daran allerdings: nichts.
  15. Mein roter Daunenmantel hat mich verlassen. Er war nicht nur nicht mehr wasserabweisend, sondern ich in dieser Woche in Kürze durch bis auf die Haut im Regen, was bisher nie der Fall war. Was besonders blöd ist, wenn man eine Kehlkopfentzündung hat. Und in der Wäsche ging der Schmutz nicht ab. Fazit: Retour zu Lands’ End. Deren umfassende Garantie hat definitiv ihre Vorzüge und ich bekomme mein Geld zurück. Gibt es also in der kommenden Saison wohl mal wieder einen neuen Daunenmantel. Hoffentlich.
  16. Auch Fotos in jeder Form gehören zu den Dingen, die ab und an mal ausgemistet werden können. Am Wochenende war bei mir der große Bereich der Bilder aus den 1970ern bis Anfang der 2000er dran. Dabei ist das Schottlandalbum gleich komplett in den Müll gepflogen. Warum soll ich mir ein dickes Album in mein Zimmer stellen, von einem Urlaub, an den ich mich nicht gerne erinnere? Im Kopf sind die Erinnerungen eh.
  17. Wer glaubt, dass Rotwein die Zähne verfärbt, hat noch nicht tagelang Salbeitee getrunken. Da wird meine Zahnpflegerin – ich darf sie so nennen – im Mai ihre Freude dran haben.
  18. Wie man eine schöne kleine Bluetooth-Soundbox installiert. Es gibt Marken, auf die ist Verlass.
  19. Ich reagiere definitiv allergisch auf Tulpen im Haus. Mir jucken die Augen wie blöd und dabei ist der Strauß so schön. Ab vor die Tür damit. Vorteil: Bei den Kühlschranktemperaturen draußen halten sie ewig.
  20. Rohrreinigergel taugt zum versehentlichen Bleichen einer Badezimmerfußbodenduschmatte. Spotz. In den 1980ern habe ich mit Chlorreiniger absichtlich Jeans gebleicht und versehentlich Löcher in einen Baumwollpulli geätzt. Ich hätte es also wissen können. Hätte …
  21. Ich habe die nackte Panik vor dem kommenden Sommer und das Bedürfnis, jedes schöne passende Kleid zu kaufen, um den Sommer zu überleben, falls er auch nur annähernd so schlimm wird wie 2018. Teure Panik.
  22. Der neue Joona Linner Thriller/Krimi von Lars Kepler war mir deutlich zu widerlich-unnötig-brutal. Das wäre für die Handlung aus meiner Sicht nicht notwendig gewesen. Künftig erscheinende Bände aus der Reihe möchte ich aus heutiger Sicht nicht lesen. Das Buch würde ich nicht wieder kaufen.
  23. Das Hundeliegekissen war nun doch eine gute Investition. Paul hat sich an die weiche Unterlage und den Rand gewöhnt und kuschelt sich abends gerne darauf ein, wenn wir Fernsehen gucken.
  24. Von den Gemüsesorten Blumenkohl, Brokkoli und Romanesco mag ich Romanesco am liebsten.
  25. Im Wohnzimmer habe ich zwei große Aquarelle von der Wand genommen, die dort seit 2004 gehangen haben. Ich hätte gedacht, dass sie mir schon aus reiner Gewohnheit mehr fehlen würden. Tun sie aber nicht. Ich freue mich auf den neuen Wandschmuck, der in diesem Jahr dorthin kommt.
  26. Es ist soweit – ich brauche meine Lesebrille jetzt auch für Restaurantbesuche. Gestern konnte ich erstmals den zu begleichenden Endbetrag nicht ohne Brille sicher lesen. Krass wie das im Zugucken schlechter wird.
  27. Wie man in die .htaccess Datei in WordPress bearbeiten kann.
  28. Bei Bloggerin Sabine Gimm das wunderschöne Wort Sekundenglück.
  29. Die Gewissheit, eine goldrichtige Entscheidung getroffen zu haben.
  30. Meine alte Sonnenbrille tut auf der Nase weh durch ihr Eigengewicht. Autsch. Wie kann sich ein Gesicht nur so verändern? Sie ist in sehr gutem Zustand. Möchte sie jemand gegen Portoübernahme geschenkt haben?
  31. Tesa Poster Strips lassen sich selbst nach über zehn Jahren restlos von Holzfensterrahmen und Raufasertapete entfernen.

Sonst noch gelesen

(Affiliate Link auf dem Cover)

Die Herrin des Winterpalasts

Das Buch Die Herrin des Winterpalasts: Historischer Roman (Affiliate Link) von Christopher W. Gortner aus dem Goldmann Verlag (Werbung) wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Das Buch nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die Geschichte Europas von 1863 bis zur Revolution in Russland ersten Weltkrieg. Man lernt viel über die politischen Zusammenhänge der Monarchien und die sich verändernden Rollen in dieser Zeit. Leider hat mir der Roman nicht gefallen, weil es aus Sicht der Hauptperson Minnie, die zu Beginn Prinzessin von Dänemark wird und dann nach Russland in die Zarenfamilie einheiratet, in der Ich-Form geschrieben ist.

Die Erzählweise von Minnie ist sehr einfach und wirkt an vielen Stellen naiv. Das mag an der Zeit liegen, in der das Buch spielt. Vielleicht ist es aber auch eher für eine jüngere Zielgruppe geeignet. Wer könnte es mögen? An der Entwicklung von Königshäusern und Politik im 19. Jahrhundert interessierte Leserinnen, die sich gerne in eine Hauptperson beim Lesen einfühlen.

Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags

(Affiliate Link auf dem Cover)

Den Bestseller Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags: Richtig ausmisten – Gerümpelfrei bleiben (Affiliate Link) von Karen Kingston habe ich nach dem Kauf umgehend verschlungen. Mit Feng Shui habe ich mich bisher nicht beschäftigt. Ich bilde mir ein zu spüren, was mir in Räumen gut tut und was nicht. Aber wegen meines momentanen Ausmüllwahnsbedürfnisses hat mich der Titelteil Gegen das Gerümpel des Alltags angesprochen. Karen Kingston Faustregel lautet

Wenn ich morgen ausziehen sollte und mehr als ein bis zwei Müllsäcke voll bekäme, muss ich umgehend aussortieren.”

Mülleimer der Stadtreinigung Hamburg: „Was Du heute kannst entsorgen …“

Das ist eine Maxime, an der ich mich gerne orientiere. Für alle Teile im Haus, die alleine mir gehören und nur von mir genutzt oder gelagert werden, wird das auch mein neuer Leitsatz. Dass es ab und an fürs eigene Wohlbefinden gut ist, sich nicht nur von Dingen zu trennen, sondern auch Freundschaften zu hinterfragen, ist klar. Was zu der Frage führt, ob es derzeit jemanden gibt, der mich aussortieren möchte.

Zu welchen Erkenntnissen bist Du im März gekommen?

(Affiliate Link)

Was ich heute gelernt habe – Februar 2019

Werbung durch Namensnennungen und Verlinkungen ohne Auftrag

„In der Fotografie kommt es zum Konflikt zwischen dem Gebot der Wahrhaftigkeit und dem Gebot der Verschönerung“ Susan Sonntag

  1. Belege seit 2008 aussortiert. Erstaunlich, was davon noch im Haus ist: primär Küchenartikel, Schmuck und Schuhe.
  2. Zucchini-Cannelloni mit gerösteten Tomaten sind lecker, aber Low Carb ist und bleibt nichts für mich. Ich war pappsatt und hatte nach einer Stunde wieder ernsthaften Hunger trotz Bergen an Fett in dem Gericht.
  3. Beim Augenbrauenzupfen die Lesebrille aufzusetzen, ist ungemein erhellend.
  4. Jetzt weiß ich, wie schwarzes Klettband am Hundegeschirr aussieht, wenn man ein weißes Papiertaschentuch mit gewaschen hat. Hübsch geht anders.
  5. Die Löcher im Sieb der Salatschleuder sind zu groß, um selbst gemachte Spätzle darin über dem Waschbecken abtropfen zu lassen.
  6. Einen Sessel auseinanderzubauen geht schneller, als das erste zusammenbauen.
  7. Die neue Récamière ist so schön und gemütlich wie erwartet. Ich erfreue mich sehr an ihr.
  8. Bin zusammen mit Paul beinah von einem herabstürzenden Ast getroffen worden. Jetzt weiß ich, wie schnell es gehen kann, von herabfallenden Baumteilen erschlagen zu werden. Ich habe den Aufschlag gehört, bevor ich einem Meter vor uns gesehen und kapiert habe, was gerade passiert. Bisher dachte ich immer flapsig, dass Leute zu dämlich waren, beiseite zu springen, wenn sie von einem Baum oder Ast erschlagen wurden. Das denke ich jetzt nicht mehr. Bevor man merkt, was passiert, ist es schon zu spät. Uns hat nur gerettet, dass wir einen Meter davor gingen. Es war übrigens kein stürmischer Tag und ich ging auf einem Fußweg. Der Baum steht auf einem Privatgrundstück und wirft sich auf den Weg.
  9. Die Pollenallergie bilde ich mir definitiv nicht ein. Erst habe ich juckende Augen und eine Schniefnase, dann sehe ich eine voll erblühte Zaubernuss. Zaubernuss und Haselnuss sind die ersten Quälgeister der Heuschnupfensaison, die leider seit Jahren bis September geht.
  10. Paul kann wirklich Gedanken lesen.
  11. Heute war ich auf der Innovationspreisverleihung Gründergeist 2018 der Hamburger Wirtschaftsjunioren zu Gast. Den 2. Platz hat ein cooles Produkt bzw. dessen Anbieterin gewonnen. Unter myglowy.com (Werbung) findest Du Westen mit LED-Technologie für Kinder und Erwachsene, um im Dunkeln auf der Straße besser gesehen zu werden. Im Gegensatz zu Reflektoren, die erst zu sehen sind, wenn der Lichtkegel des Autos drauf trifft, kann man mit den Westen viel früher gesehen werden. Die dunkle Jahreszeit geht nun zu Ende, kommt im Herbst aber wieder. Wenn Du Kinder hast oder selbst im Dunkeln auf dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs bist, können die Produkte hilfreich sein. Ich habe sie live gesehen und sie haben mich überzeugt. Einziger Nachteil: Verwendung von Klettband zum schließen. Meine Tücher mögen kein Klettband. Aber das ist bei Kindern vielleicht nicht so störend und sie können es selbst bedienen.
  12. Schönes Zitat in der ELLE März 2019 auf Seite 31 von Susan Sonntag gelesen: “In der Fotografie kommt es zum Konflikt zwischen dem Gebot der Wahrhaftigkeit und dem Gebot der Verschönerung.” Instagram lässt grüßen …
  13. Meine Fingernägel sind alle längsriffelig geworden. Dr. Internet sagt: Das ist das Alter … und man kann außer Polieren nichts dagegen tun … nun denn … nicht schön …
  14. Meine jahrzehntelange Lieblingsschokolade ist mir heute zu süß. Rezept geändert? Wahrnehmung gestört?
  15. Mein Lieblingseisladen hat wieder geöffnet nach der Winterpause! Yeah! Lustig war die Begrüßung: Frohes neues Jahr!
  16. Seit etwa 30 Jahren auf Betonboden klebendes doppelseitiges Teppichklebeband ist nicht gerade einfach zu entfernen.
  17. Auch die besten Wanderstiefel halten laut Recherche nicht länger als 1500 bis 2000 km. Das erklärt, warum meine nach vier Wintern durch sind. Hatte Glück mit einem Schnäppchen, reduziert um 50 Euro. Es gibt nämlich leider nur einen Leisten, der zu meinen Füßen passt – Meindl Comfort Fit. Hochpreisig, aber gemütlich und gut.
  18. Leider durfte ich lernen, dass meine Sonnenbrille mit normalen Gläsern wohl im Urlaub geblieben ist. Da habe ich sie jedenfalls das letzte Mal gesehen. Schade, auch nach gut vier Jahren mochte ich sie noch sehr und sie sah aus wie neu.
  19. @gestern Ein Montag kann sich wie ein Freitag anfühlen. Zusätzlich dachte ich an diesem Dienstmorgen beim Aufwachen, dass Samstag sein. Das ist dann immerhin konsequent.
  20. Bei dem Abführmittel, das ich vor einer Untersuchung nehmen musste, steht dabei, dass das sich durch das Medikament entwickelnde Kohlendioxid “feinperlig” ist. Ich glaube, ich kann nie wieder Mineralwasser mit selbigem Attribut trinken, ohne an Abführmittel zu denken.
  21. Senf enthält Zucker. Also der in meinem Kühlschrank jedenfalls. Danke an Bloggerin Andrea für die Aufklärung. Dass Ketchup viel Zucker enthält, weiß ich schon ewig. Dass in Senf meistens auch welcher ist, erst seit heute.
  22. Wenn man sich ein Stück Plastik unter den Fingernagel jagt, kann das durchaus drei Tage schmerzen. So richtig glatt läuft diese Woche nicht.
  23. In der seit vielen Jahren regelmäßig gemieteten Ferienwohnung ging der Griff zum DVD-Player ins Leere. Hatte ich erwähnt, dass mein Laptop kein DVD-Laufwerk hat und das externe DVD-Laufwerk zu Hause liegt (weil man da eh nie braucht …)? Ein Blick in den Mietvertrag sagt, dass das seine Ordnung hat. Nur wer guckt bitte nach Jahren dies Mietens die Ausstattungsdetails der Wohnung im Mietvertrag genau an? Dafür steht aber in der Wohnung ein neuer Fernseher, der Netflix kann, wenn man ein Konto hat. Also habe ich heute nicht nur gelernt, dass kein DVD-Spieler mehr da ist, sondern auch noch, wie man ein Netflixabo abschließt. 30 Tage kann man das immerhin kostenlos testen. Bisher hatten wir zu Hause weder Netflix noch Amazon Prime. Mal gucken, ob Netflix überzeugen kann.
  24. Es war mir schon vorher ein Rätsel, wie man es nur in Erwägung ziehen kann, auch nur eine Gabel voll Labskaus in seinen Mund zu befördern, aber nach dem Ansehen von Breaking Bad Staffel 1 Folge 3 ist mir die Vorstellung völlig unmöglich.
  25. Heute gab es zwei Premieren: 1. Mandarinensorbet und 2. Kuchenstreusel auf Eis. Beides hammerlecker.
  26. Noch mehr kulinarische Entdeckungen: Süßkartoffelrösti mag ich und Limettenschmand – vorher auch noch nie gegessen – ist perfekt dazu, ebenso wie Räucherlachs. Mal sehen, ob ich die Rösti und den Limettenschmand nachgekocht bekomme. Wäre schön, wenn mir das gelänge.
  27. Dass ein Laden Schuhe 20% teurer anbietet als der Hersteller auf seiner Webseite, ist originell.
  28. Mein Marine-Look 2019 wird gelb-weiß. Sieht bestimmt zu Dunkelblau gut aus. Endlich gibt es wieder meine geliebten Shirts mit 3/4-Arm aus dem dicken Baumwolljersey.

Armor Lux Ringelshirt Marinière gelb weiß

Wie war Dein Februar? Was hast Du gelernt?

Das lustigste Erlebnis meines Lebens

ab hier wird gelächelt

Kürzlich kam ich beim Anschauen eines Films mit einer lustigen Szene auf den Gedanken, was das lustigste Erlebnis meines Lebens war. Traurig ist, dass mir kein wirklich beeindruckendes lustiges Erlebnis einfällt.

Die Kaffeemaschine

Immer noch laut lachen kann ich allerdings über das Erlebnis, als ein Freund Anfang der 1990er umzog und wir Kleinigkeiten lose mit dem Auto transportiert haben. Der Fahrer fuhr in einer verkehrsberuhigten Wohngegend in normalem Tempo um eine Kurve. Es schepperte und klirrte draußen auf einmal. Daraufhin sagte der Fahrer völlig ungerührt: “Das war die Kaffeemaschine.” In dem Moment war allen im Auto klar, dass die beim Losfahren noch auf dem Autodach stand.

Das ist aber kein Erlebnis, was mein Leben großartig beeinflusst hat. Na gut, etwas vielleicht doch. Nachdem meiner Mutter in den 1970ern mehr als einmal ein Milchschlauch vom Entendach geflogen ist – sie hat die Handeinkäufe immer auf dem Dach geparkt, während sie das Auto geöffnet hat – gehöre ich zu den Menschen, für die ein Autodach keine Ablagefläche darstellt.

Das Kanu

Wenn das Gehirn erst einmal auf Denken gestellt ist, arbeitet es im Hintergrund schön zuverlässig. Eben fiel mir doch noch eine andere lustige Geschichte ein, über die die Beteiligten bis heute lachen. Mitte der 2000er fand wir es eine schöne Idee, zu viert auf den Kanälen unserer schönen Stadt einen Kanu-Tagesausflug zu machen. Wir sind: Mein Mann – Sternzeichen Bär, sein Kumpel – Ü1,90 m muskulöser Tennistrainer/Sportler, seine damalige Partnerin und ich – beides keine Grazien. Ich schätze die Zuladung auf 380 kg plus Tagesproviant.

Beim Bootsverleih fragten wir, ob wir besser zwei Zweier oder einen Vierer mieten wegen der Gewichtsbelastung. Man sah da kein Problem in einem Vierer und meine ergänzende Frage nach der optimalen Verteilung der Personen im Boot wurde mit “ist egal” beantwortet.

Wir schipperten bei schönstem Wetter fröhlich durch die Gegend, die Herren vorne und hinten platziert. Bei anderen Booten des gleichen Verleihs – saubere, gepflegte Boote für wenig Geld übrigens – nahmen wir jeweils eine schöne dunkelblaue Zierlinie kurz unter der oberen Bootskante wahr. Hübsch! Wir waren bei jeder Begegnung ein wenig Stolz, auch in so einem schönen Boot zu sitzen und nicht einem der schmuddeligen Schraddelboote anderer Verleihunternehmen.

Immer öfter spürten wir jedoch, dass wir von anderen Paddlern unterwegs belustigt angesehen wurden. Die Krönung war, dass ein anderes Team sogar lachend auf uns zeigte. Irritiert schauten wir an uns und unserem schönen Vierer herunter. Worüber lachen die? Was ist Lustiges an uns?

Bei genauerer Betrachtung offenbarte sich: Dieser hübsche blaue, bei anderen Booten sichtbare Streifen lag bei unserem Boot dauerhaft unter Wasser. Es schaute nur ein minimaler weißer Rand des gut beladenen Boots hervor. Wir haben uns dann doch noch etwas vorsichtiger im Boot bewegt als eh schon, sind bestens zum Anleger zurückgekommen und haben bis heute eine schöne gemeinsame Erinnerung.

Der geteilte Nachtisch

Jetzt komme ich gerade von der Hunde-Runde wieder rein und mir fällt noch eine lustige Begebenheit ein. Vor etwa zehn Jahren waren mein Mann und ich zu einem familiären Geburtstagsessen im kleinen Rahmen bei einem Nobel-Italiener eingeladen. Nach Vorspeise und Hauptgericht bestellten wir beide ein Schokoladenmalheur, eine Art Schokomuffin mit flüssigem Kern.

Dieser besondere Nachtisch brauchte bis zum Servieren gute 25 Minuten, weil er frisch zubereitet wurde. Wir bekamen in der Wartezeit beide Dessertbesteck zur Steigerung der Vorfreude gereicht und warten gespannt auf die Köstlichkeit. Dann kam der strahlende Kellner mit einem (!) Teller. Ich weiß nicht mehr, ob er ihn in die Mitte zwischen uns stellen wollte oder gefragt hat, wer ihn von uns zuerst haben möchte. Ganz genau weiß ich hingegen, wie entsetzt wir beide die Augen aufgerissen haben, ihn kopfschüttelnd angesehen haben und den überforderten Kellner fragten:

“Sehen wir aus, als ob wir uns einen Nachtisch teilen?”

In Anbetracht der Wartezeit auf eine weitere Portion und der gedanklichen Fixierung auf warmen Schokokuchen und nicht eine der üblichen italienischen Alternativen, haben wir uns den Nachtisch dann letztlich doch geteilt. Bissen für Bissen. Und natürlich waren wir hinterher satt und nicht verhungert. Folge der Geschichte ist, dass sämtliche anwesenden Personen seit dem bei jeder erfolgten Nachtischlieferung für uns darauf warten, dass sowas wieder passiert, und lachen, wenn wir entweder wirklich etwas zum Teilen bestellen oder überdeutlich zwei Portionen – für JEDEN von uns eine, haben Sie das notiert? – ordern.

Dann bin ich jetzt auch nicht mehr traurig, weil mir kein ultimatives Erlebnis eingefallen ist. Es ist wohl die Summe der lustigen Sachen, die am Ende ein fröhliches Leben ergeben kann.

Was ist das lustigste Erlebnis Deines Lebens?
Hast Du vielleicht sogar etwas Lustiges mit mir erlebt?

Warum Dinge doch Brot fressen

Muenzen

Kennst Du den Spruch “Das frisst doch kein Brot”, wenn jemand Dinge behält, die er aktuell nicht braucht oder verwendet? Doch, Dinge fressen Brot. Letztlich steht der Spruch dafür, dass es kein Geld kostet, Dinge aufzubewahren und das ist nicht immer die Wahrheit.

Was Dich Aufbewahrung kostet

  • Du kaufst Schränke und Regale, vielleicht noch Kisten und Kartons, um die Sachen zu verstauen.
  • Die Schränke und Regale stehen in Räumen, die Du dafür gekauft oder gemietet hast. Ein Haus mit gleicher Wohnfläche ist ohne Keller billiger als eins mit. Bei einer Wohnung ist der Dachboden und/oder Keller eingepreist.
  • Selbst wenn der Raum und Schrank vorhanden sind, wollen sie gepflegt werden. Staubwischen auf den Dingen kostet Zeit und Putzzeug.

Minimalismus spart Geld

Wie komme ich darauf? Beim Schreiben des Artikels zur Grundausstattung mit Taschen habe ich festgestellt, dass meine Taschenschublade zu schwer beladen ist. Das führt bei diesem Schrank alle paar Jahre dazu, dass die Lager der Schublade erneuert werden müssen, was mühsam und teuer ist. In der Folge habe ich mich lieber von diversen Taschen und anderen Sachen aus der Schublade getrennt, die ich nicht mehr verwendet habe, als die Schublade wieder kaputt gehen zu lassen.

Warum soll ich Taschen aufbewahren, die ich nicht benutze, und Geld für die Reparatur des Schranks bezahlen, die nur anfällt, weil die unnützen Taschen darin liegen? Das meine ich damit, dass Dinge doch Brot fressen. Etwas anderes wäre es, wenn ich noch Freude an den Dingen hätte. Dann würde ich auch in deren Lagerung investieren.

Vor einigen Jahren, als ich noch mehr Kleidung besaß, stand ich vor der Frage, ob ich einen größeren Kleiderschrank kaufe, weil meine Sachen nicht mehr hinein passten. Ich habe das Geld lieber gespart, Dinge aufgetragen und weniger neue Sachen gekauft, so dass jetzt sogar Luft im Kleiderschrank ist. Spart Geld und schont die Umwelt.

Keller? Gerne! Voller Keller? Nein Danke!

Auf unseren Keller möchte ich dennoch nicht verzichten. Einen Platz für Weihnachts- und Osterdekoration außerhalb der Saison zu haben ist angenehm, ebenso für Aktenordner aus meinem Büro und Stühle, die wir nur für viel Besuch brauchen. Werkzeug braucht auch seinen Platz. Ein paar Küchenartikel, die nur selten verwendet werden, dürfen da liegen. Ein Schuhschrank für die Schuhe, die gerade nicht zur Saison passen, ist praktisch. Sportschuhe dürfen da auch gerne stehen.

Dennoch ist mir wichtig, auch im Keller nur so wenig wie möglich lagert, weshalb der Mülleimer und die Tüten fürs Sozialkaufhaus hier gerade gut gefüllt sind. Alle paar Jahre gehe ich auch im Keller Unterlagen durch und gucke, was davon weg kann. Mir gibt luftige Ordnung ein Gefühl von Leichtigkeit.

Bis Du im Team Sammler oder Entsorger?

Was ich heute gelernt habe – Januar 2019

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Ines Meyrose Outfit 20190102 mit kurzer Steppjacke / Daunenjacke von Gil Bret – Gold am Herbstfarbtyp – Ü40 Bloggerin

  1. Gestern habe ich gelernt, dass es eine hervorragende Idee ist, Silvester mit einem Hund, der keine Böller mag, tagsüber einen Ausflug in den Wildpark Schwarze Berge zu machen. Weil ich das festhalten möchte, starte ich das Jahr mit einer Erkenntnis vom 31. Dezember. Im Park an sich ist es eh ruhig und herum liegen auch nur Felder und ein kleiner Ort. Das waren die besten Stunden dieser Tage um Silvester.
  2. Wir haben eine gute Fotostelle an der Harburger Außenmühle gefunden. Sie liegt auf der anderen Seeseite als bisher.
  3. Zwei Hühner aus der Nachbarshorde haben Namen: Liselotte und Matze. Hunde sind das letzte Kind, sind Hühner der neue Hund?
  4. Heute ich habe gelernt, dass ich keine Grießnockerl kochen kann. Zwei Versuche, zweimal Müll. Es gab dann Würstchen aus dem Notvorrat als Suppeneinlage. Es gibt Menschen, die keinen Hefe-, Mürbe- oder Biskuitteig backen oder keine Sahne schlagen können. Kann ich alles. Ich kann zudem als Norddeutsche leckere Spätzle herstellen, aber mit Grießnockerln bin ich durch. Zu wissen, dass man nicht alles können muss, ist auch ein Lernprozess.
  5. Beim Ansehen eines Krimis habe ich mich wieder einmal gewundert, wie unklar viele Menschen kommunizieren. Jemand rief: “nicht aussteigen!!!” Viel einfacher umsetzen ist vom Gehirn “im Auto bleiben!!!” Das Gehirn kennt kein nicht. Wenn ich sage: “Denke nicht an einen blauen Elefanten.”, denkst Du an einen blauen Elefanten. Ich versuche auch im Alltag, möglichst deutlich zu formulieren. Ich bekomme deshalb, was ich will, weil ich sage, was ich will. Und nicht, was ich nicht will. Denn das ließe nebenbei zusätzlich noch viel Interpretationsspielraum.
  6. Pasta mit Wirsing und Hack nach einem Rezept aus einer Zeitschrift gekocht. Im Rezept steht ein guter Schuss Zitronensaft und Zitronenschalenabrief bei den Zutaten. Ist mir beides meistens zu sauer und penetrant. Erkenntnis: Zitrone tut dem Gericht erstaunlich gut. Eine frische Note, die gar nicht sauer schmeckt.
  7. Paul bekommt ab jetzt kein Fitzelchen Rind mehr. Mal wieder eine Blasenentzündung … (Nachtrag: Dank einer Woche Antibiotikum und einiger anderer Sachen ist er wieder gesund).
  8. Google mag offenbar Kategorien für Suchtreffer deutlich lieber als Schlagworte bei WordPress. Also habe ich die Kategorien Outfits, Persönliches, Kleiderschrankinventuren sowie Gute Käufe & schlechte Käufe eingeführt.
  9. Die Autobiografie BECOMING: Meine Geschichte (Affiliate Link) von Michelle Obama ist spannend. Etwas lang, aber sehr interessant.
  10. Das Gute an den ganzen im Wohngebiet an den Fußwegen herumliegenden ausgedienten Tannenbäumen ist, dass Paul nicht nur die täglich eine frische Zeitung bekommt, sondern ganze Romane
  11. Ein doppelter Espresso ist doppelt so stark wie ein einfacher bei gleicher Flüssigkeitsmenge. Sagt die Dame am Nachbartisch vehement und mehrfach zu ihrem Begleiter. Er nahm es ab der dritten Wiederholung schweigend hin. Das Lernerlebnis erinnert mich in die Geschichte mit dem Merlott aus dem November 2018.
  12. Meine Lieblingspommes heißen American Fries und ich weiß endlich, wo es sie in der Nähe gibt außer bei dem Griechen, zu dem wir seit 4 Jahren nicht mehr gehen, weil dort Hunde unerwünscht sind.
  13. Gelingende Mehlschwitze aus der Mikrowelle bleibt ein Mythos für mich.
  14. Freiheit ist der Zwang, sich zu entscheiden.
  15. Wie sehr man sich beim Alter einer 18jährigen verschätzen kann …
  16. Die Frühlingsmode 2019 in den Zeitschriften finde ich fast durchgehend scheußlich. Wenn sich knielange Shorts und Anzughosen mal wieder etablieren würden, wäre es mir eine Freude. Wenn ich hingegen noch einen Plisseerock sehe, kreische ich im Kreis. Ich finde die Dinger einfach nur: furchtbar.
  17. Nach den gelungenen Tagliatelle mit Wirsing und Hack habe ich das heute als Wirsing-Hack-Lasagne zusammengebastelt. Lecker!
  18. Das Passwort bei einem Microsoftkonto zu ändern, ist deutlich schwerer, als je vermutet. Wenn der erforderliche Code per SMS auf dem Smartie nicht ankommt und man eine alternative Sicherheits-E-Mai-Adresse erst nach 30 Tagen verwenden kann, kann man irgendwann etwas ungehalten werden.
  19. Sich nach 26 Jahren und fünf Umzügen von etwas zu trennen, dass man nie haben wollte, aber immer irgendwie zu schade zum Wegwerfen fand, tut so gut. Ja, auch in meinem Keller gibt es solche Leichen und ich hätte noch viel mehr entsorgt, wenn mein Mann mich gelassen hätte. Wer braucht Berge von alten Kabeln und Telefondosen & Konsorten? Keiner. Aber ich darf den Sammler an meiner Seite nicht überfordern mit meinem – wie er sagt – Wergwerfwahn. Immerhin habe ich vier alte Lampen entsorgen dürfen. Ich bleibe dran! (Nachtrag: Die Telefondosen und zwei Tüten Kabel sind auf dem Weg zum Elektroschrott. Yeah!)
  20. Hast Du Dir den Geschirrspüler schon mal mit abgelösten Papieretiketten von Gläsern versaut? Kann teuer werden. Mir ist das bisher zum Glück nicht passiert, aber einer Freundin. Der Techniker sagte mir beim Einbau des neuen Geschirrspülers im Sommer, das nicht nur das Papier Schaden anrichten kann, auch der Kleber hat es in sich. Der kann den Filter zusetzen. Lösung? Gläser vorher im Wasser einweichen bis das Papier und der Kleber sich lösen. Bisher habe ich dafür immer ein Waschbecken soweit mit Wasser gefüllt, bis das Glas bedeckt ist. Das braucht viel Wasser. Von selbiger Freundin habe ich einen Tipp bekommen: Stell das Glas einfach in einen anderen benutzten Behälter, der etwas größer ist, und fülle den mit Wasser. So einfach geht das Wassersparen!
  21. Heute vor vier Jahren habe ich Zausel Paul das erste Mal gesehen in seiner Pflegefamilie. Wir haben heute und auch in den letzten beiden Jahren oft das gleiche Wetter: Gefrorene Bäume und Felder. Traumschön und eine Wetterlage, die wir nur selten haben. Aber oft genau am 21.1. – Zufall? Ich glaube nicht.
  22. Beim Bäcker gibt es Hundekekse mit Thunfisch zu kaufen.
  23. Bei Boden gibt es Petite-Größen bei Kleidern nur bis 40. Darf ich mit Größe 42 bei Kleidern nicht klein sein bzw. keinen kurzen Oberkörper haben? Ich würde gerne mehr schöne Kleider kaufen, wenn es nicht so schwer wäre, passende zu finden.
  24. Die Blogserie Grundausstattung führt dazu, dass ich mich beim Schreiben von Schrankleichen trenne: 7 Handtaschen, 1 Schal, 2 Kleider, 1 Mantel und 1 Pullunder. Damit verlässt mich ein Hauptteil des wenigen verbliebenen Schwarz in meiner Garderobe und ich besitze kein Abendkleid mehr. Gute Entscheidung!
  25. Das Buch Verzauberter April (Affiliate Link) der Autorin Iris von Arnim, ein Freundinnen-Geschenk, ist absolut lesenswert für alle, die Freude an älterer Sprache haben und vier Frauen von England bis Italien auf dem Weg zur Liebe begleiten möchten.
  26. Seit kurzem besitze ich einen To-go Becher. Ein Werbegeschenk, das ich mir nicht ausgesucht hätte. Ich trinke Espresso und das so schnell, dass ich den nicht mit mir herumzutragen brauche. Wenn ich heißes Wasser oder Tee trinken möchte, möchte ich unterwegs das Gefäß dann aber komplett verschließen. Mir erschließt sich nicht, warum es To-go Becher gibt, bei denen sich Trink- und Luftlöcher nicht verschließen lassen. Da ich letzte Woche dachte, dass eine große Tasse Tee eine gute Idee wäre und die auch gerne etwas länger warm bleiben dürfte, habe ich den Becher samt Deckel zu Hause verwendet. Seitdem glaube ich zu wissen, was Erwachsene Menschen an diesen Bechern lieben: Trinken aus To-go Bechern erinnert mich an die geliebte Schnabeltasse meiner Kleinkindzeit. Scheint ein Gefühl umsorgter Kindheitsvertraulichkeit zu vermitteln. Möge die Zeit, wirklich aus einer Schnabeltrasse trinken zu müssen, bitte nie mehr kommen.
  27. Im Blog Sabines Traumwelten habe ich den Filmtipp Der Junge muss an die frische Luft: Meine Kindheit und ich (Affiliate Link zum Buch) gesehen. Ich hatte Plakate an der Straße für den Film gesehen, aber keine Ahnung, dass es die verfilmte Autobiografie von Hape Kerkeling ist. Ich bin kein Fan von Hape Kerlkeling als Komiker, aber als Autor. Ich bin dann mal weg: Meine Reise auf dem Jakobsweg (Affiliate Link) habe ich damals nur gelesen, weil eine Freundin mir das Buch aufgenötigt hat. Tatsächlich habe ich es verschlungen und fand es erkenntnisreich. Die aktuelle Autobiografie hat mich persönlich berührt. Das dritte Viertel habe ich unter Tränen gelesen und war froh, nicht den Film zu sehen. Nach dem Kinoabend und auch am nächsten Tag wäre mit mir nicht anzufangen gewesen. Neben der Lebensgeschichte, die mir nahe geht, macht der Aufbau des Buchs das Lesen spannend: Es gibt eine Rahmengeschichte, die mit Rückblicken in mehreren Ebenen gefüllt wird. Dabei war mir aber immer klar, in welcher Ebene der Erzähler gerade unterwegs ist. Einblicke aus der Zukunft lassen die Vergangenheit manchmal anders erscheinen, als man sie ohne das Wissen der Zukunft gesehen hat.
  28. Bin jetzt bestens über Staubsauger informiert. Nach 11 Jahren darf es ein neuer sein. Panzertape hält zwar, aber es jedem Beutelwechsel zu erneuern, macht einen Staubsauger nicht schöner. Er darf sein Leben als Kellersauger beenden.
  29. Seit heute weiß ich, wie große die Sauerei sein kann, wenn eine Tüte Sauerkraut in der Vorratsschublade langsam ausläuft. #flüssigkeitsuchtsichihrenweg
  30. Mandarinenschale riecht für mich nach Advent in der Kindheit. Eine angenehme Erinnerung.
  31. Ich wünsche mir einen neuen Leseplatz am Fenster im Wohnzimmer. Freue mich auf die bestellte Récamière.

Was hast Du im Januar gelernt?

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