#Schreibzeit – Was bedeutet Glück für Dich?

Pusteblume

Glück ist ein Thema, mit dem ich innerlich gerade viel beschäftigt bin, denn es die letzten Monate waren mit viel Glück erfüllt und es gab natürlich auch unglückliche Momente. Beim Schreiben des Artikels Bist Du glücklich? ahnte ich noch nicht, dass Bine von was eigenes Glück zum Monatsthema im Juni der #schreibzeit machen würde. Bereits bei Im Moment … im Mai habe ich viele glückliche Momente notiert.

Als ich diesen Artikel hier in Gedanken verfasst habe, war mir sofort klar, dass dieses Pusteblumenbild als Sinnbild für Puste fest und wüsch’ Dir was Schönes dabei! dazu gehört. Beim Verlinken auf den Beitrag von Bine habe ich gesehen, dass sie auch eine Pusteblume eingebunden hat. Das hatte ich nach dem ersten Lesen vor zwei Wochen vergessen und war ganz überrascht, wie sehr die Pusteblume wohl nicht nur für mich mit Glück verbunden ist.

Glück hat für mich viel mit Überraschung zu tun, denn geplantes Glück funktioniert bei mir selten. Erfüllte Wünsche machen mich oft glücklich, aber nicht immer. Manchmal war der Wunsch schöner als die Erfüllung. Aber nur selten :) .

Glück ist für mich …

  • Essen. Mir hat mal ein Mann gesagt, dass er mir so gerne beim Essen zusieht, weil ich dabei immer so glücklich aussehe. Ich esse einfach wahnsinnig gerne und Hunger ist für mich Unglück pur. Deshalb sehe ich beim Essen von Köstlichkeiten aus wie eine glückliche Katze, die gerade in den Sahnetopf gefallen ist.
  • Lachende Menschen anzusehen.
  • Natur. Alleine diese wunderbare Pusteblume am Gehwegrand gesehen zu haben hat mich mit Glück erfüllt. Dass mir das Foto davon in der Abenddämmerung mit dem Smartphone gelungen ist – es ist unbearbeitet – ist ein weiteres kleines Glück. Ohne Paul wäre mir dieses Glück nicht passiert, denn ich hätte auf dem Sofa gesessen. Dieses Glück teile ich gerne, z.B. auf Instagram. Instagram ist für mich auch ein bisschen Glück, denn die meisten Menschen teilen dort schöne Dinge.
  • die Menschen in meiner Nähe, die ich liebe. Da die ein internetscheues Leben führen, darf ich die Namen leider nicht nennen. Glück sind für mich auch Menschen, die mich lieben, denn als Einbahnstraße wäre Liebe doof.
  • ganz viele wunderschöne Rosenblüten bei uns im Garten anzusehen. Es ist ein gutes Rosenjahr nach dem milden Winter und ich liebe diese Blüten. Schon wieder liebe … Liebe und Glück gehören wohl zusammen.
  • auch Selbstliebe, denn ohne die kann ich kein Glück für andere Menschen und Dinge empfinden.
  • ein Tag am Meer. Dieser endlose Blick auf das Wasser erfrischt mein Gehirn.
  • frisches Blattgrün im Frühling.
  • ein liebevoller Blick aus den Augen unseres Hundes.
  • Nacktbaden im Meer. Salzwasser und Brandung auf der Haut zu spüren, beflügelt mich.
  • ein Blick in blauen Himmel.
  • das tun zu können, was ich möchte.
  • Heimat zu haben.

Glück auf für Euch!

Bist Du glücklich?

Werbung mit Stil

Ines Meyrose #ootd 20150524 mit Wasserfall-Strickjacke A44 von Wool Overs

Ja, bin ich!

Das Fotoshooting führte uns an den Övelgönner Elbstrand zu dieser wunderbaren Frage. Beim Posieren dachte ich an Bärbel, die für mich die Frau der großen Fotogesten ist. Paul durfte natürlich mit an die Elbe und fühlt sich geehrt, dass sein Name bereits daneben an der Wand steht. Beim Fotografieren wartet er inzwischen ganz geduldig, bis wir fertig sind.

Paul am Övelgönner Elbstrand

Heute zeige ich Euch das zweite Oberteil aus 30% Kaschmir und 70% Merino, dass ich mir bei Wool Overs (Werbung) als PR-Muster aussuchen durfte. Es freut mich, dass Euch der asymmetrische braune Pullover (PR-Muster) neulich so gut wie mir gefallen hat. Danke für Eure lieben Kommentare!

Ines Meyrose #ootd 20150524 mit Wasserfall-Strickjacke A44 von Wool Overs

Ganzjähriger Begleiter

Die Wasserfall-Strickjacke ist ein schönes, leichtes Kuschelteil fürs ganze Jahr. Ich war auf den Fotos bei sonnigen 17 Grad mit einem leichten Top darunter perfekt gekleidet. An kühlen Sommermorgen, bevor der Tag erwacht, und laue Sommerabenden wird sie mich in den nächsten Wochen begleiten. Die Temperatur lässt sich für tagsüber gut mit dem Darunter steuern. In Hamburg gibt es bekanntlich kaum einen Sommerabend, an dem man keine Jacke braucht. Dafür ist der Cardigan perfekt.

Bei der Farbe bin ich mal etwas mutig. Anstelle der sicheren Bank Pfeffer oder Navy-Blue habe ich mich für Dunkel-Türkis entschieden. Ein Türkisgrün mit hohem Blauanteil ist eine kühle Farbe und würde zum Winterfarbtyp passen. Ein Petrolbau mit hohem Gelbanteil ist eine warme Farbe und passt zum Herbstfarbtyp, also zu mir. Der Grad zwischen Türkis, Tannengrün und Petrol ist schmal. Dieses schöne Teil lässt sich in beide Richtungen kombinieren. Als Herbsttyp kombiniere ich sie mit Braun, Cremeweiß ist auch schön dazu.

Die Jacke fällt etwas größer aus als angegeben. Ich hatte sie in XL wie den Pullover bestellt, Schulter und Brustweite fallen jedoch 3-4 cm breiter aus, als vom Hersteller angegeben. Sie ist für Frauen mit Größe 48/50 in XL problemlos tragbar, bei nicht so breitem Rücken vielleicht sogar bis 52/54. Weil sie locker fällt, habe ich sie umgetauscht und bin mit M gut bedient. Da sie über dem Busen nicht geschlossen wird, reicht die Größe aus und Schultern und Armlänge kommen gut hin für 44. Der Po ist bei einer Körperlänge von 1,65 m hinten komplett bedeckt, was mir bei engen Hosen wichtig ist.

Rabatt-Tipp

Tipp, falls jemand von Euch kurzfristig etwas bestellen möchte: Bis zum 29. Mai 2015 gibt es mit dem Code LOVELUX auf Cashmere Merino 10% Rabatt – Details findet Ihr dazu auf der Webseite von Wool Overs (Werbung).

Ines Meyrose #ootd 20150524 mit Wasserfall-Strickjacke A44 von Wool Overs

Outfitdetails

Zurück zur Eingansfrage: Seid Ihr glücklich?

Nachtrag 28. Mai 2015: Bei Sunny findet Ihr einen Beitrag zur gleichen Jacke in schwarz (auch ein PR-Muster). Schaut mal, was Farbe der Jacke und Figur der Trägerin für einen Unterschied ausmachen. Sunny und mich trennen 18 cm in der Länge und sie ist ein Winterfarbtyp: Ja! ich bin glücklich!

10 Vorzüge des Älterwerdens – RDL #5

Ines Meyrose 20150524

Im Mai betrachtet Rostrose Traude die Lachfalten unter dem Aspekt der Vorzüge des Älterwerdens. RDL ist die Abkürzung für Rettet die Lachfalte. Tja, hat das Älterwerden denn Vorzüge? Ganz gewiss! Ganz ehrlich? Ich bin froh um jeden Tag, den ich älter bin. Jeder geschaffte Tag – und der bringt Älterwerden nun mal mit sich – ist ein Tag, an den ich ein Häkchen setzen kann. Ich liebe Listen und Abhaken von Erledigtem.

10 Gründe für das Älterwerden

  1. Ein Segelfluglehrer im Rentenalter, den ich sehr geschätzt habe, sagte 1988 zu mir
    “Man wird mit dem Alter nicht weiser, man merkt nur, dass es die anderen auch nicht sind.”
    Das hat mich irgendetwas zwischen beruhigt und beängstigt. Mit 17 hatte ich noch Hoffnung auf Weisheit …  Im Juni werde ich 44 und bin mir sicher: Der gute Arnold hatte Recht.
  2. Ich kann mir das Mittagessen in dem Lokal leisten, in dem ich für das Foto in der Sonne sitze. Bei dem Gedanken denke ich an die Szene aus Thelma & Louise, als sie auf dem Parkplatz selbstbewusst nach absichtlichem Crash sinngemäß sagt: “Du bist jünger, aber ich habe die bessere Versicherung.” Auf die passende Gelegenheit für diesen Spruch warte ich noch.
  3. Mir ist Vieles, das mir früher wichtig war, egal. Ich will keine blauen Augen mehr haben. Es fällt mir leichter, mit Ablehnung umzugehen, auch wenn das immer noch schwer ist.
  4. Meine Löffelliste* ist abgearbeitet. Sie ist leer. Die ist schon ein paar Jahre leer und das ist anderseits ein komisches Gefühl, denn es fehlen Ziele. Aber Ziele nur um der Ziele wegen? Nein Danke. Es bleibt dabei aber das ungute Gefühl, dass es nur noch darum geht, den status quo zu wahren. Kann ich dabei am Ende nur verlieren? Ich hoffe nicht. Und wenn, können ja wieder neue Ziele auf die Liste. Aber das hier wird ein positiver Artikel über Vorzüge. Also liebe Verlustängste, trollt Euch! Es bleibt das gute Gefühl, im Leben viel Schönes erlebt und erreicht zu haben.
  5. Beim Laufen alleine Wald, habe ich keine Angst vor Belästigung mehr. Wer will schon etwas von einer 43jährigen Nordic-Walkerin?
  6. Ich hatte genug Zeit für meinen beruflichen Findungsweg und Möglichkeit & Mut, ihn zu gehen.
  7. Versuch und Irrtum führen auf gute Wege und das braucht einfach Zeit.
  8. Die freie Entscheidung, Nachtisch zu bestellen, auch wenn kein anderer am Tisch einen möchte. Und ihn zu genießen. Löffel, für Löffel, für Löffel …
  9. Sich nicht davon abhalten lassen, den fünften roten Lippenstift in einer nur einen Hauch anderen Nuance zu kaufen.
  10. Zu wissen, was seine Zeit hatte und was seine Zeit noch bekommen wird.

“Altersweisheit wird durch Altersstarrsinn kompensiert.”  fiel meinem Mann beim Sinnieren über das Thema als erstes ein. Das ignorieren wir jetzt mal :) .

Was denkt Ihr über das Älterwerden?

  1. * Ihr kennt keine Löffelliste? Darauf kommt alles, was man erlebt oder haben will, bis man den Löffel abgibt. []

Langeweile in Perfektion

Paul auf der Hundewiese Kiesbarg in Hamburg-Neugraben

Kennt Ihr das? Wenn etwas zu perfekt ist, wird es langweilig? Dann muss ich ein bisschen Rütteln und Schütteln und vielleicht auch etwas Zerbrechen, damit ich es wieder neu sortieren kann. Dann geht es mir wieder gut. So ging es mir im Januar mit meinem perfekten Kleiderschrank und wohlsortierten Haus. Dass ich mir Schmuddel und Chaos wünschen würde, überraschte nicht nur mich … aber fangen wir von vorne an …

Der Wunschhund

Ich habe gesucht und Paul hat uns gefunden. Inzwischen hat der Zausel unter Euch auch paar Fans, die vielleicht verstehen können, warum wir uns in ihn verliebt haben. Im Februar, als Paul noch recht frisch bei und war, habe ich einige Fragen auf später vertröstet, die ich jetzt gerne beantworte.

Warum ein Hund?

Ich bin stadtbekannte Katzenliebhaberin und mein Mann mag viele Tiere. Aber: Nach dem Tod unserer Katze Pauline 2013 wollten wir beiden kein neues Tier mehr im Haus haben. Bis … ja bis ich mich letzten Sommer in einen kleinen Dackel bei einem Kunden verliebt habe <3 . Da spürte ich auf einmal, dass mein Herz wieder Kapazität für ein Haustier hat und dass es einen Hund möchte.

Ich will genau das, was die haben

Eine nicht ganz unschuldige Rolle an meinem Wunsch nach einem Hund spielen Jack Russel Eddie, Labrador Mollie, Dogge Cave Canem und Golden Retriever Laddie. Das Internet ist übel. Den Haltern dieser Hund folge ich via Instagram, Twitter bzw. Blogs aus ganz anderen Gründen und auf einmal waren sie da, die Gründe für einen Hund. Zu sehen, wie die Halterinnen mit Ihrem Hund zusammen strahlen, hat mich in den Bann gezogen.

Nachdem ich Bines ersten Bericht über Mollie gelesen habe, dachte ich zum ersten Mal: Mmmh … könnte wohl doch auch was für Dich sein. Bei Eddi spricht das pure Glück aus den Worten und Fotos von Drea, bei DieMissMini sehe ich einen zuckersüßen Welpen zum Riesen werden und bei Laddie erblüht Frau Mimimi geradezu. Bei diesen Frauen erfahre ich, dass Alltag und Hund auch mit Job unter einen Hut zu bringen sind, erst recht als Selbstständige mit Partner an der Seite.

Von nie zu sofort

Hunde mochte ich schon immer, wollte aber keinen haben. Geruch, Dreck, Arbeit, Verpflichtung und Kosten haben mich stets abgeschreckt. Irgendwann dachte ich dann, dass im nächsten Leben mit riesigem Grundstück ein Hund toll wäre, der draußen lebt. Als nächstes fand ich unser Haus und Terrasse auf einmal doch gar nicht mehr zu klein für einen mittelgroßen Hund und unsere anti-saisonalen Seeurlaube passen auch dazu. Dann überkam mich die Sehnsucht nach mehr sozialem Anschluss in unserer Gegend.

Türöffner Hund

Ich habe Freunde, gute Freunde und Bekannte. Aber leider wohnt davon kaum keiner um die Ecke. Seit zwölf Jahren wohne ich in diesem Stadtteil und lerne ohne Sportverein und Kinder niemanden näher kennen. Die Nachbarn sind freundlich, haben jedoch eigene Kreise. Der Hund hat also eine Aufgabe: Er soll mich unter Menschen bringen. Es hat mich umgehauen, wie viele Menschen aus der Umgebung auf einmal mit mir reden, wenn Paul dabei ist. Es haben sich schon nette Kontakte ergeben. Danke Paul!

Welpe vs. Gebrauchthund

Bis Paul zu uns gekommen ist, haben wir ein halbes Jahr darüber diskutiert von klar bis auf keinen Fall über ich weiß nicht – bis er auf einmal da war. Ich bin ein zielstrebiger Mensch. Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, bekomme ich es oder lege aus nur aus guten Gründen ad acta. Im Januar hatte ich dann beschlossen, mich ernsthaft auf die Suche nach einem passenden Hund zu machen.

Nach ein paar Telefonaten mit Züchtern war klar: Ein Welpe wird es nicht. Zum einen hatte ich als Ersthundehalterin Angst, einen Welpen zu verziehen, zum anderen ging mir die überhebliche Art der Züchter so gegen den Strich, dass es mir zuwider war. Es gab da nur zwei positive Ausnahmen und die waren leider sehr weit weg von Hamburg. Außerdem wollte mein Mann keinen Bolonka, auch wenn diese Züchterin sehr nett am Telefon war. Zu klein … und er hat ja nicht ganz unrecht. Ein Mischling war uns eh am liebsten.

Natürlich hatte ich Angst davor, dass mir das alles zu viel würde und über den Kopf wachsen könnte. Von Müttern hört man immer wieder: „Wenn das Baby Dich anlächelt, ist alles Ätzende (schlaflose Nächte, Gespucke auf Lieblingsklamotten, Chaos in der Bude…) vergessen und das wiegt alles auf!“ Als Nicht-Mutter kann ich mir das beim besten Willen nicht vorstellen. Überzeugt hat mich jedoch, was Bine über Mollie nach einiger Erfahrungszeit geschrieben hat, was ihr Freude dabei macht. Das konnte ich mich mir mit der Zeit dann vorstellen und heute absolut bestätigen.

Ja, aber …

  • Ja, ewiges Rausgehen macht nicht immer Spaß – aber fast immer.
  • Ja, der Feinstaub auf Fliesen und Parkett ist wirklich ätzend, aber entfernbar.
  • Ja, Haufen wegmachen ist nicht schön, tut aber nicht weh.
  • Ja, ein Hund mit langem, dichten Fell muss gebürstet werden. Paul haart aber zum Glück recht wenig, wenn nicht gerade Fellwechselzeit ist.
  • Ja, ein nasser Hund stinkt. Das kann man drehen und wenden wie man will. Aber Lüften, gute Fellpflege und hochwertiges Futter machen eine Menge aus, um das Problem im Griff zu haben. Wenn ich meine Kaschmirpullover gewaschen habe, riecht das Zimmer auch nach nassem Tier.
  • Ja, das Haus ohne Vorplanung nicht länger als zwei Stunden verlassen zu können, nervt. Ist aber regelbar. Irgendwann funktionieren hoffentlich vier Stunden.
  • Ja, ein Hund kostet ganz schön viel im Unterhalt, aber bisher finden wir es gut investiert.

In Summe tut Paul mir einfach gut. Es tut mir gut, durch ihn täglich zwei Stunden an der frischen Luft unterwegs zu sein. Woher ich die Zeit nehme? Weniger, dafür besser schlafen und weniger im Internet zappen. Die Morgenrunde macht mein Mann, d.h. ich bekomme meinen Schönheitsschlaf in der Frühe.

Es ist schön, vom Zausel so nah umgeben zu sein. Er ist meistens in meiner Nähe, wenn ich anwesend bin, auch bei der Arbeit im Homeoffice. Trotzdem akzeptiert er problemlos räumliche Grenzen im Haus, ins Schlafzimmer darf er zum Beispiel nicht. Er ist so dankbar, dass ein Blick in sein Gesicht eine Wohltat ist.

Woher und wohin?

Es blieb vorab die Betreuungsfrage zu klären, wenn er mich nicht begleiten kann. Da  habe ich dann über einen netten Kontakt bei uns an der Hundewiese Kiesbarg, die nur zwei Reihen hinter unserem Haus liegt, den Tipp bekommen, die Villa Pfötchen als Hundetagesstätte auszuwählen. Einen Rat, wo wir einen Gebrauchthund finden, hatte die nette Frau auch noch. Die Tierheime in und um Hamburg hatten nämlich leider nur Hunde, die für Anfänger völlig ungeeignet und/oder zu groß sind. So sind wir auf die Hundehilfe Polen e.V. gekommen.

Paul aus Polen

Beate Du Beau von der Hundehilfe Polen hat mich am Telefon davon überzeugt, dass Paul der richtige Hund für uns ist, auch wenn er ein bisschen größer als gewünscht ist und längeres Fell hat und ein größeres Gebiss … aber wir wissen ja: Irgendwas ist immer … Paul war gerade erst ein paar Tage vorher aus einem polnischen Tierheim von der Hundehilfe Polen nach Deutschland zur Vermittlung gebracht worden. Die Vermittlung erfolgte über den Tierschutz Stade e.V., wo er von Familie Elss aufgenommen wurde und wir ihn dort kennenlernen durften. Nach einem ausführlichen Telefonat bin ich am selben Tag noch hingefahren und ab da war es um mich geschehen.

Direkt ins Herz

Es war klar: Paul oder keiner, denn einen besseren Hund würde ich nicht finden. Hätte mein Mann Paul nicht haben wollen, hätte ich nicht weiter gesucht, sondern das Projekt Hund vorzeitig beendet. Nach der Prüfung unseres Hauses durch den Tierschutzverein durfte Paul zu uns. Von der Einreise bis zur Landung bei uns verging nur eine Woche.

Inzwischen hat sich alles eingespielt. Zum gemeinsamen Lernen, wie wir eine gute Beziehung zueinander bekommen und gesellschaftsfähig sind, haben Paul und ich zehn Trainingsstunden in der Hundeschule Freundschaft ohne Leine genommen. Einzelstunden erschienen mir am besten, denn Paul war kein Welpe und zu unsicher bzw. schüchtern für eine Gruppe erwachsener Hunde. Wir haben Vieles schon mit Frank Stummeier erarbeitet und leisten jetzt alleine Feinschliff.

Wir freuen uns, im Mai bei Anja Peters von Hundesicht & Menschenblick die Gehorsamsprüfung bestanden zu haben, so dass Paul mit meinem Mann oder mir in Hamburg ohne Leine laufen darf. Für mich ist diese bestanden Prüfung ein Meilenstein im Projekt Paul, denn es zeigt, dass auch ein außenstehender Prüfer findet, dass wir gut miteinander klar kommen. Als Ersthundehalterin ist ein bisschen Bestätigung von außen da auch mal ganz nett.

Zum Glück ist Paul in der Villa Pfötchen bei Familie Durand willkommen und wir wissen ihn dort gut aufhoben. Er geht gerne dahin und begrüßt uns freudig, wenn wie ihn wieder abholen. Wir können Tage und Nächte nach Bedarf buchen, was zu meinen unkonventionellen Arbeitszeiten passt. Für kürzere Zeiten oder Urlaube unterstützen uns unsere Familien. Die Nachbarn sind auch sehr hilfsbereit.

Wir sind dankbar, dass Paul bei uns ist, und wünschen uns eine schöne, lange Zeit zusammen. Danke an alle hier genannten, dass Ihr uns das ermöglicht!

Jetzt noch Fragen? Gerne her damit!

Sonnenuntergang an der Hundewiese Kiesbarg in Hamburg-Neugraben

P.S.
Warum keine Katze? Pauline war so gut, dass keine Katze charakterlich da heran käme. Außerdem ist die Urlaubsbetreuung einer Katze nervenaufreibend.

P.P.S.
Den Namen hatte der Hund schon, als er zu uns kam. Wir haben also keinen P-Namen-Tick. Die Katze hatte ihren auch bereits, als sie uns adoptiert hat.

P.P.P.S.
Und ich wollte solche Sonnenuntergänge bei der abendlichen Hunderunde sehen, die ich bei anderen Hundehaltern immer nur im Internet bestaunt habe. Live ist das viel besser!

#Schreibzeit – Im Moment …

Buchenblatt im Meyer's Park in Hamburg

Im Moment ist ein Monatsthema, mit dem Bine von was eigenes Vorlagen liefert, mit denen ich gerne ein bisschen spiele und Lust habe, etwas dazu beizutragen. Im April war das Thema Demut und ich bin den ganzen Monat über immer nur wieder zu dem Entschluss gekommen, kein demütiger Mensch zu sein. Darüber wollte ich dann doch keinen Beitrag schreiben. Nun geht’s aber los mit

Im Moment …

  • denke ich,
    ein verdammt gutes Leben zu haben.
  • mag ich
    gerne neue Menschen kennenlernen.
  • mag ich nicht
    mehr Menschen hinterherlaufen, deren Zeit mit mir abgelaufen ist.
  • fühle ich
    mich gut. Die viele frische Luft bei den Hundespaziergängen tut mir gut und gibt mir Energie.
  • trage ich
    meistens meinen Frühlingseinheitslook mit Jeans oder ein festes T-Shirt anstelle der Bluse.
  • brauche ich
    nichts. Aber haben würde ich sehr gerne einen neuen Dauerkunden, der alle paar Monate ein Seminar bei mir bucht. Bei einem langjährigen Kunden bin ich 2015 durch Sparmaßnahmen gestrichen worden und dafür fehlt mir bisher der Ersatz.
  • nervt mich
    dass ich dem Internet Vorzug vor Büchern gebe.
  • will ich
    eine anstehende Prüfung bestehen.
  • höre ich
    am liebsten nur gute Nachrichten.
  • mache ich
    fast jeden Tag eine kleine Notiz auf meinem Balance-Board, zu dem mich LoveT inspiriert hat. Danke dafür, liebe LoveT!
  • esse ich
    immer noch gerne Pasta, aber saisonal bedingt auch oft Spargel mit Pellkartoffeln.
  • trinke ich
    drei Espressi am Tag, um meinen Kreislauf am Leben zu halten.
  • rieche ich
    den Frühling mit seinen jungen Blättern.
  • vermisse ich
    Zeit am Meer.
  • bedaure ich
    meine Jeans-Latzhose von 1999 vor etwa zehn Jahren entsorgt zu haben. Die würde wieder passen und ich hätte Lust, sie zu tragen.
  • träume ich
    davon, mein Spiegelbild und Körpergefühl wieder in Einklang zu bringen. Durch die vielen Spaziergänge mit Paul hat sich beides verändert und mein Kopf kommt noch nicht ganz mit.
  • danke ich
    meinem Liebsten dafür, dass er so lieb zu mir ist und mich mit meinen Macken aushält. Und unserem Hund Paul einfach dafür, dass er da ist. Jetzt vergieße ich gerade vor Rührung darüber ein paar Tränen beim Tippen, die ihr nicht sehen könnt.

Paul auf der Hundewiese Kiesbarg in Hamburg im Sonnenuntergang

Habt Ihr auch Lust auf so eine Momentaufnahme? Bei Bine findet Ihr die Fragen und könnt Euren Beitrag verlinken.

Danke an Euch, dass Ihr mich lest!

Standpunkt: Schönheitsoperationen

Ines Meyrose in den 70er Jahren

Was ist eine Schönheitsoperation und was medizinische Notwendigkeit? Darüber streiten sich Patienten, Ärzte und Krankenkassen vermutlich täglich. Wenn ich gefragt werde, was ich über Schönheitsoperationen denke, sage ich spontan, dass ich dagegen bin. Ausnahmen: unfall- oder krankheitsbedingte Veränderungen.

Dann fällt mir ein, dass ich als Kind mit 7 oder 8 Jahren selbst eine Schönheitsoperation bekommen habe. Weil das schon so lange her ist, ist es nicht präsent in meinen Gedanken. Das ist dann der Moment, in dem ich meinen Gedanken eine Kurskorrektur verordne und sage: Ja, es gibt Schönheitsoperationen, die das Leben der Betroffenen deutlich verbessern. Allerdings sind das dann oft diejenigen, bei denen auch die Krankenkasse eine Notwendigkeit sieht und die Kosten nach Möglichkeit übernimmt. Meine OP hat die Techniker Krankenkasse damals bezahlt, nachdem ein Gutachter bestätigt hat, dass ich darunter unzumutbar leide. Aber es ist und bleibt eine Schöhnheitsoperation.

Mit Messer

Was ich habe machen lassen, brauche ich wohl nach einem Blick auf die Fotos nicht mehr zu gestehen, oder? Diese Segelohren, vererbt aus der Familie meines Vaters, guckten ständig zwischen meinen inzwischen glatt gewordenen Haaren heraus und ich wurde damit gehänselt. Meine Freundinnen lachen heute noch darüber, wenn sie alte Fotos sehen. Mitlachen kann ich nicht.

Ines Meyrose in den 70er Jahren

Meine Eltern haben mir theoretisch die Wahl gelassen. Praktisch hieß das: “Wenn du Ohrringe und/oder kurze Haare haben willst, nur mit OP. Wir lieben Dich mit den Segelohren, aber die gehören nicht noch betont.”

Mein Bedürfnis nach Normalität und die in Aussicht gestellten Ohrringe haben mir die Entscheidung leicht gemacht. Bereue ich sie? Nein. Kann ich die OP uneingeschränkt empfehlen? Auf keinen Fall. An die Schmerzen erinnere ich mich als wäre es gestern gewesen. Die Ohren liegen unterschiedlich nah an, was meine recht verschiedenen Gesichtshälften nicht gerade ausgleicht.

Viel unangenehmer ist allerdings, dass die Narben hinter dem Ohrläppchen bis heute in über 30 Jahren nicht richtig verheilt sind. Sie sind etwas wulstig und neigen zu kleinen Entzündungen. Helfen könnte laut meinem Arzt nur eine OP, in der die Narben herausgeschnitten werden und die gesunde Haut daneben neu zusammen genährt wird. Leider ist da ja aber kaum Haut über – woher soll die kommen? Und das die neuen Schnitte besser verheilen kann, auch keiner garantieren. Also bleibt es lieber, wie es ist. Mal nervt es mehr – mal merke ich nichts davon.

Ohne Messer

Zum Thema Botox denke ich, dass ich mir kein Nervengift in den Körper injizieren lassen möchte. Hyaluronsäure in Spritzenform bin ich schon aufgeschlossener gegenüber. Nicht gegen Lachfalten, zu denen stehe ich, sondern gegen die Zornesfalte auf der Stirn mittig über den Augen. Bisher habe ich das nicht ernsthaft in Erwägung gezogen, lehne es aber nicht mehr so vehement ab wie noch vor einigen Jahren. Bis auf weiteres versuche ich es mit weniger kritischen Blicken und (noch) mehr Sonnenschutz gegen das Zusammenkneifen der Augen.

Wie geht es dem Umfeld damit?

Ich bin überzeugt davon, dass wenn jemand zufrieden mit seinem Äußeren ist, das zu einer positiven Ausstrahlung beiträgt. Wenn jemand glücklicher mit veränderten Brüsten, anliegenden Ohren, kleineren Nasen, volleren Lippen, anderem Kinn oder was auch immer ist, wünsche ich dem dauerhafte Zufriedenheit damit. Ganz gruselig finde ich, wenn dann eins zum anderen kommt und am Ende die Ursprungsperson kaum noch zu erkennen ist.

Mit geht es oft so, dass beim Anblick einiger Menschen sehe, dass etwas nicht stimmt. und dann später erfahre, dass etwas gemacht wurde. Das finde ich dann nicht postiv. Optisch macht die Natur also doch nicht so viel falsch, wie wir manchmal denken – medizinisch gesehen leider doch.

Stand 2013

Mein Busen bleibt zu groß, meinem Speck rücke ich nicht zu Leibe und meine Falten dürfen bleiben. Das alles ist mühsam erlebt. Ich stehe dazu und bin froh, dass sich die Frage mit den Ohren nicht mehr stellt.

Was denkt Ihr über das Thema?

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