Kategorien
Rezepte

Rotkohl Guido Spezial

Das Rezept für 12-14 Portionen heißt deshalb Guido Spezial, weil es von einem Freund namens Guido stammt. Es ist überliefert von seiner Oma. Jetzt kommt langsam wieder die Saison dafür!

Zutaten für 12-14 Portionen

  • 1 großer Rotkohl (ca. 3100 g)
  • 1 große Zwiebel
  • 10-12 Nelken entweder im Teepapierbeutel oder die Zwiebel damit spicken
  • 2-3 getrocknete Lorbeerblätter
  • 5 große oder 7 kleine Boskoopäpfel, geviertelt und geschält ohne Kerngehäuse
  • Viel Butter (125-250 g)
  • Pfeffer, Salz

Zubereitung

  • Äpfel vierteln, schälen, entkernen.
  • Rotkohl vierteilen (machen manchmal auch schon die Marktverkäufer auf Nachfrage), schlaffe Blätter abnehmen, Strunk jeweils mit Schrägschnitt entfernen, holzige Blattadern rausschneiden, mit der Küchenmaschine in Scheiben schneiden (dicke Schneideschreibe) oder mit dem Messer in feine Streifen schneiden.
  • Alles in einen Topf geben mit etwas Pfeffer und Salz, kochen bis die Äpfel zerfallen sind. Die Menge passt gerade eben in 11 l. Topf. Wenn nicht gleich alles rein passt, portionsweise nachfüllen, wenn es etwas eingekocht ist. Wasser nur ggf. in kleinen Mengen angießen, damit nichts anbrennt. Das dauert ca. 1 Stunde.
  • Wenn der Kohl gar ist, Lorbeerblätter entfernen. Nelkenbeutel entfernen. Auf keinen Fall dürfen noch ganze Nelken im Kohl sein. Vorher genau zählen, wenn sie mit der Zwiebel oder lose rein kommen, und alle raus sammeln. Abschmecken mit Pfeffer und Salz.
  • Wenn die Zwiebel mit den Nelken gespickt ist: Zwiebel mit Nelken rausnehmen, wenn die Nelken anfangen rauszufallen.
  • Alternative: Die Zwiebel gewürfelt mit reichlich Butter im Topf anbraten, bevor alle anderen Zutaten dazu kommen. Das macht den Kohl noch etwas würziger. Nelken dann im Teepapierbeutel in den Kohl hängen und zum Ende entfernen oder wenn der Beutel droht, sich aufzulösen.

Der Rotkohl passt wunderbar zu Kartoffelstampf und Bratwurst, Frikadellen – und natürlich zu allen Weihnachtsklassikern mit Ente, Gans & Co. Ich bereite ihn gerne auf Vorrat zu und friere ihn portioniert ein. Dieser Rotkohl ist so unfassbar besser als sämtliche mir bekannte TK- und Glasware, dass ich nur selbstgemachten esse oder gar keinen.

Kochst Du Rotkohl selbst?


Kategorien
Rezepte

Krautspätzle mit Speck oder Kasseler

Spätzle liebe ich als Beilage, als Käsespätzle mit Spinat und als Krautspätzle mit Speck. Ich mag die auch einfach pur mit Butter. Spätzle könnte ich jeden Tag essen, genauso wie andere Nudeln.

Ich bereite Spätzle mit einer Kartoffelpresse zu, die eine Einlegescheibe dafür hat. Als Norddeutsche darf ich das, finde ich … immerhin mache ich sie überhaupt selbst, anstatt welche zu kaufen!

Rezept für 3 große Portionen

Für die Spätzle

  • 4 Eier Größe L oder 5 Eier Größe M
  • 200 g Weizenmehl Type 405 oder Dinkelmehl Type 630
  • Salz
  • Frisch geriebene Muskatnuss
  • Im Notfall etwas Milch

Damit Krautspätzle mit Speck daraus werden – siehe Foto

  • 1 große rote Zwiebel gewürfelt
  • 100 g Speckwürfel
  • 500 g Weinsauerkraut
  • 1 Tasse Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer
  • Butter

Damit Krautspätzle mit Kassler daraus werden

  • 1 große rote Zwiebel gewürfelt
  • 300 g Kasseler, am besten Kasselerlachs
  • 500 g Weinsauerkraut
  • 1 Tasse Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer
  • Butter

Zubereitung Spätzle

  • 4 Eier verquirlen und dann erst reichlich salzen. Mehl und Muskatnuss hinzugeben und gut mit einem Mixer verrühren. Der Teig soll zäh sein und nur ganz leicht vom Löffel fallen. Wenn er zu fest ist, noch ein Ei oder Milch hinzufügen.
  • In einem hohen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Teig portionsweise durch die Presse in das Wasser drücken. Die Spätzle mit einer Schaumkelle sanft bewegen. Wenn alle oben schwimmen, sind sie gar. Bei dieser Teigmenge sind es 2-3 Portionen, die ich nacheinander koche.
  • Wenn die Spätzle gar sind, mit der Schaumkelle in ein Sieb geben, unter fließendem Wasser kalt abspülen und abtropfen lassen.

So werden Krautspätzle mit Speck daraus

  • In einer großen Pfanne oder Schmortopf mit hohem Rand die Zwiebel- und Speckwürfel zusammen kross braten.
  • Weinsauerkraut unterrühren, Brühe angießen, Spätzle und Butterflocken unterrühren, salzen, pfeffern, 10 Minuten mit Deckel dünsten.

So werden Krautspätzle mit Kasseler daraus

  • In einer großen Pfanne oder Schmortopf mit hohem Rand die Zwiebelwürfel in Butter dünsten.
  • Kasseler in mundgerechte Stücke würfeln, gute 1 x 1 x 1 cm groß – nicht zu klein, die Würfel schrumpfen beim Garen und man darf gerne etwas zum Kauen haben und sie bleiben zarter, wenn sie nicht zu klein sind.
  • Weinsauerkraut unterrühren, Brühe angießen, Spätzle und Butterflocken unterrühren, salzen, pfeffern, Kasselerwürfel unterrühren, 10 Minuten mit Deckel dünsten, umrühren. Das Essen ist fertig, wenn die Kasselerwürfel gar gezogen sind.

Beliebtes Restessen

Am nächsten Tag schmecken die Krautspätzle aufgewärmt fast noch besser als frisch, weil Spätzle die Säure des Sauerkrauts aufnehmen und sich die Aromen des Gerichts schön verbinden. 2 große Portionen gibt es bei uns abends, den Rest esse ich am nächsten Tag.

Bist Du auch so ein Spätzle-Fan wie ich?


Kategorien
Rezepte

Spitzkohl-Hack-Lasagne

Neben der klassischen Lasagne ist das unsere liebste. Wenn ich Zutaten dafür auf den Einkaufszettel schreibe, ist die Begeisterung groß.

Zutaten für 4 große Portionen

Für die Füllung

  • 500 g gemischtes Hack
  • 3-4 frische Knoblauchzehen gewürfelt
  • 1 mittelgroßer Spitzkohl => vierteln und ohne Strunk in schmale Streifen schneiden
  • 1 Messerspitze Piment D’Espelette, alternativ Cayennepfeffer
  • 2 Teelöffel Paprikapulver süß
  • Reichlich Salz, etwas überwürzen, weil die Nudeln nicht extra gesalzen werden
  • Öl zum Braten

Für die Béchamelsoße

  • 30 g Butter
  • 30 g = 3 gehäufte Teelöffel Mehl
  • 200 ml kräftige Gemüsebrühe, wenn sie heiß ist, klumpt die Soße nicht so schnell
  • 300 ml Milch
  • Frische Muskatnuss gerieben

Ansonsten

  • 15 frische oder getrocknete (ohne Vorkochen) Lasagneplatten für drei Schichten
  • 150 g Käse in Scheiben oder gerieben

Zubereitung

  • Ofen auf 180 Grad mit Rost in der Mitte vorheizen.
  • Hack und Knoblauch in einer hohen, großen Pfanne oder einem Bräter in Olivenöl anbraten.
  • Spitzkohl in zwei Portionen hinzugeben und zwischendrin unterrühren, so dass die erste Portion so zusammengefallen ist, dass die zweite in den Topf passt, umrühren, etwas Wasser dazugeben (nur so viel, dass nichts anbrennt), bei mittlerer Hitze mit Deckel 10 Minuten schmoren und am Ende gründlich umrühren.
  • In der Zwischenzeit die Béchamelsoße kochen: Butter im Topf schmelzen, Mehl mit einem Schneebesen unterrühren, Brühe angießen, die ganze Zeit rühren !!!, langsam Milch unter Rühren angießen und einköcheln lassen.
  • In der Form schichten: Spitzkohl-Hack bis der Boden bedeckt ist, Lasagneplatten, Spitzkohl-Hack, Lasagneplatten, Restmenge Spitzkohl-Hack, Béchamelsoße komplett darauf verteilen und darauf achten, dass alle Nudelplatten Soße bedeckt sind, Käse darauf verteilen.
  • 20 Minute bei frischen Lasagneplatten, bzw. nach Packungsanweisung bei getrockneten, bei 180 Grad Umluft backen.

Magst Du auch so gerne Spitzkohl?