Der Fön ist im Eimer

Fön im Wasserbad

War mein Fön sauer, dass er so lange nicht benutzt wurde? Oder mochte er es am Ende doch nicht, mit dem Kabel sanft umwickelt im Schrank zu lagern? Wer weiß! Ich finde es jedenfalls sehr unhöflich von ihm, dass er sich bei dem letzten Anwendungsversuch zur Verschönerung meiner Optik mit pinken Flammen aus seinem Hinterteil und kleinen Explosionen verabschiedet hat.

Nach kurzem Äbwägen habe ich mich dann doch entschieden, dass den Kundenservice von Braun das zu interessieren hat. Dass ein Fön nach 13 Jahren den Geist aufgibt, ist schade, aber OK. Dass er es mit Flammen tut, gefährlich. Dass ich von Braun per E-Mail lediglich dazu die Antwort bekommen habe, dass es ihnen leid täte, dass der Braun Haartrockner nun defekt sei und dass es sich meiner Beschreibung wohl um einen klassischen Kabelbruch handele, macht mich nicht glücklich. Ich habe keinen Ersatz erwartet, aber etwas mehr Interesse dafür, dass der Fön mein Haar und Haus gefährdet hat.

Dass ich zusätzlich eine konkrete Empfehlung für den Kauf eines Nachfolgers bekam, ist nett. Sogar mit dem Hinweis, dass der Satin Hair 7 dann an der Kabeleinführung eine Öse zum Aufhängen des Haartrockners habe, durch die das Kabel geschont und vermutlich, sofern es nicht um den Haartrockner gewickelt würde, länger halten würde. Interessant.

Zur Sicherheit von Haus und Hof habe ich den stinkenden Fön erstmal im Unkrautgarteneimer mit Wasser bedeckt versenkt. Lust auf einen Neukauf habe ich gerade nicht. Mal sehen, wann mein Mann seinen ausgeborgten zurück fordert … Der neue ist von Grundig.

Ist Euch schon mal ein Elektrogerät im Flammen aufgegangen?

Bist Du glücklich?

Ines Meyrose #ootd 20150524 mit Wasserfall-Strickjacke A44 von Wool Overs

Ja, bin ich!

Das Fotoshooting führte uns an den Övelgönner Elbstrand zu dieser wunderbaren Frage. Beim Posieren dachte ich an Bärbel, die für mich die Frau der großen Fotogesten ist. Paul durfte natürlich mit an die Elbe und fühlt sich geehrt, dass sein Name bereits daneben an der Wand steht. Beim Fotografieren wartet er inzwischen ganz geduldig, bis wir fertig sind.

Paul am Övelgönner Elbstrand

Heute zeige ich Euch das zweite Oberteil aus 30% Kaschmir und 70% Merino, dass ich mir bei Wool Overs aussuchen durfte*. Es freut mich, dass Euch der asymmetrische braune Pullover** neulich so gut wie mir gefallen hat. Danke für Eure lieben Kommentare!

Ines Meyrose #ootd 20150524 mit Wasserfall-Strickjacke A44 von Wool Overs

Ganzjähriger Begleiter

Die Wasserfall-Strickjacke*** ist ein schönes, leichtes Kuschelteil fürs ganze Jahr. Ich war auf den Fotos bei sonnigen 17 Grad mit einem leichten Top darunter perfekt gekleidet. An kühlen Sommermorgen, bevor der Tag erwacht, und laue Sommerabenden wird sie mich in den nächsten Wochen begleiten. Die Temperatur lässt sich für tagsüber gut mit dem Darunter steuern. In Hamburg gibt es bekanntlich kaum einen Sommerabend, an dem man keine Jacke braucht. Dafür ist der Cardigan perfekt.

Bei der Farbe bin ich mal etwas mutig. Anstelle der sicheren Bank Pfeffer oder Navy-Blue habe ich mich für Dunkel-Türkis entschieden. Ein Türkisgrün mit hohem Blauanteil ist eine kühle Farbe und würde zum Winterfarbtyp passen. Ein Petrolbau mit hohem Gelbanteil ist eine warme Farbe und passt zum Herbstfarbtyp, also zu mir. Der Grad zwischen Türkis, Tannengrün und Petrol ist schmal. Dieses schöne Teil lässt sich in beide Richtungen kombinieren. Als Herbsttyp kombiniere ich sie mit Braun, Cremeweiß ist auch schön dazu.

Die Jacke fällt etwas größer aus als angegeben. Ich hatte sie in XL wie den Pullover bestellt, Schulter und Brustweite fallen jedoch 3-4 cm breiter aus, als vom Hersteller angegeben. Sie ist für Frauen mit Größe 48/50 in XL problemlos tragbar, bei nicht so breitem Rücken vielleicht sogar bis 52/54. Weil sie locker fällt, habe ich sie umgetauscht und bin mit M gut bedient. Da sie über dem Busen nicht geschlossen wird, reicht die Größe aus und Schultern und Armlänge kommen gut hin für 44. Der Po ist bei einer Körperlänge von 1,65 m hinten komplett bedeckt, was mir bei engen Hosen wichtig ist.

Rabatt-Tipp

Tipp, falls jemand von Euch kurzfristig etwas bestellen möchte: Bis zum 29. Mai 2015 gibt es mit dem Code LOVELUX auf Cashmere Merino 10% Rabatt – Details findet Ihr dazu auf der Webseite von Wool Overs.

Ines Meyrose #ootd 20150524 mit Wasserfall-Strickjacke A44 von Wool Overs

Outfitdetails

Zurück zur Eingansfrage: Seid Ihr glücklich?

Nachtrag 28. Mai 2015: Bei Sunny findet Ihr einen Beitrag zur gleichen Jacke in schwarz (auch gesponsert). Schaut mal, was Farbe der Jacke und Figur der Trägerin für einen Unterschied ausmachen. Sunny und mich trennen 18 cm in der Länge und sie ist ein Winterfarbtyp: Ja! ich bin glücklich!

  1. * Gesponserter Beitrag. Das Produkt in diesem Beitrag wurde mir kosten- und bedingungslos von Wool Overs zur Verfügung gestellt. []
  2. ** PR-Muster []
  3. *** PR-Muster []
  4. **** PR-Muster []
  5. ***** PR-Muster []

10 Vorzüge des Älterwerdens – RDL #5

Ines Meyrose 20150524

Im Mai betrachtet Rostrose Traude die Lachfalten unter dem Aspekt der Vorzüge des Älterwerdens. RDL ist die Abkürzung für Rettet die Lachfalte. Tja, hat das Älterwerden denn Vorzüge? Ganz gewiss! Ganz ehrlich? Ich bin froh um jeden Tag, den ich älter bin. Jeder geschaffte Tag – und der bringt Älterwerden nun mal mit sich – ist ein Tag, an den ich ein Häkchen setzen kann. Ich liebe Listen und Abhaken von Erledigtem.

10 Gründe für das Älterwerden

  1. Ein Segelfluglehrer im Rentenalter, den ich sehr geschätzt habe, sagte 1988 zu mir
    “Man wird mit dem Alter nicht weiser, man merkt nur, dass es die anderen auch nicht sind.”
    Das hat mich irgendetwas zwischen beruhigt und beängstigt. Mit 17 hatte ich noch Hoffnung auf Weisheit …  Im Juni werde ich 44 und bin mir sicher: Der gute Arnold hatte Recht.
  2. Ich kann mir das Mittagessen in dem Lokal leisten, in dem ich für das Foto in der Sonne sitze. Bei dem Gedanken denke ich an die Szene aus Thelma & Louise, als sie auf dem Parkplatz selbstbewusst nach absichtlichem Crash sinngemäß sagt: “Du bist jünger, aber ich habe die bessere Versicherung.” Auf die passende Gelegenheit für diesen Spruch warte ich noch.
  3. Mir ist Vieles, das mir früher wichtig war, egal. Ich will keine blauen Augen mehr haben. Es fällt mir leichter, mit Ablehnung umzugehen, auch wenn das immer noch schwer ist.
  4. Meine Löffelliste* ist abgearbeitet. Sie ist leer. Die ist schon ein paar Jahre leer und das ist anderseits ein komisches Gefühl, denn es fehlen Ziele. Aber Ziele nur um der Ziele wegen? Nein Danke. Es bleibt dabei aber das ungute Gefühl, dass es nur noch darum geht, den status quo zu wahren. Kann ich dabei am Ende nur verlieren? Ich hoffe nicht. Und wenn, können ja wieder neue Ziele auf die Liste. Aber das hier wird ein positiver Artikel über Vorzüge. Also liebe Verlustängste, trollt Euch! Es bleibt das gute Gefühl, im Leben viel Schönes erlebt und erreicht zu haben.
  5. Beim Laufen alleine Wald, habe ich keine Angst vor Belästigung mehr. Wer will schon etwas von einer 43jährigen Nordic-Walkerin?
  6. Ich hatte genug Zeit für meinen beruflichen Findungsweg und Möglichkeit & Mut, ihn zu gehen.
  7. Versuch und Irrtum führen auf gute Wege und das braucht einfach Zeit.
  8. Die freie Entscheidung, Nachtisch zu bestellen, auch wenn kein anderer am Tisch einen möchte. Und ihn zu genießen. Löffel, für Löffel, für Löffel …
  9. Sich nicht davon abhalten lassen, den fünften roten Lippenstift in einer nur einen Hauch anderen Nuance zu kaufen.
  10. Zu wissen, was seine Zeit hatte und was seine Zeit noch bekommen wird.

“Altersweisheit wird durch Altersstarrsinn kompensiert.”  fiel meinem Mann beim Sinnieren über das Thema als erstes ein. Das ignorieren wir jetzt mal :) .

Was denkt Ihr über das Älterwerden?

  1. * Ihr kennt keine Löffelliste? Darauf kommt alles, was man erlebt oder haben will, bis man den Löffel abgibt. []

Wohlfühlstunde bei Eucerin

Eucerin_Haut_Institut_BesucherDie Anfrage, ob ich erneut eine Behandlung im Eucerin-Haut-Institut testen möchte, konnte ich nur mit Ja beantworten.* Dieses Mal durfte ich sogar noch jemanden mitbringen. Da freute sich K. aus HH, die meinen Blog seit Jahren leise liest, dass sie mich begleiten durfte.

Körperbehandlung Beruhigende HautMassage

Meine Wahl fiel auf die Beruhigende HautMassage, um meinem Rücken etwas Gutes tun zu lassen. Schon bei der Begrüßung durch die Hautexpertin, die mich behandelt hat, war beim festen Händedruck klar: Das wird eine schöne Massage! Ich mag es, mich gleich gut aufgehoben zu fühlen.

Die positiven Eindrücke von 2014 => zum Artikel Verwöhnstunde mit Eucerin und Perfekte HautBalance wurden bestätigt. Schön zu sehen finde ich, dass das Institut noch immer in Bezug auf Service und Sauberkeit vorbildlich wirkt. Helles Licht und schneeweiße Fußmatten und Handtücher im Behandlungsraum geben ein gutes Gefühl. Die Ruhe, die das Gebäude der Alten Oberpostdirektion ausstrahlt, ist unbezahlbar.

Alte Oberpostdirektion am Stephansplatz in Hamburg

Die Massage begann mit einer sanften Druckpunktmassage, die meinen Körper auf die Behandlung eingestimmt hat. Eine ausgiebige Nacken- und Rückenmassage zur Beruhigung der verspannten Partien hat mir spürbar gut getan. Die Beinmassage hat meine von den vielen Spaziergängen mit dem Hund beanspruchten Muskeln gelockert. Die folgende Ölmassage des Rückens mit einer speziellen Streichtechnik, bei der ich auf dem Rücken lag und er trotzdem von unten behandelt wurde, sorgte für Tiefenentspannung. Die beheizte Behandlungsliege trägt ihren Teil dazu bei.

Behandlungsraum im Eucerin Haut Institut in Hamburg

Die Behandlung war sehr angenehm und diskret, trotz der körperlichen Nähe zur Hautexpertin. Ich konnte mich absolut entspannen, was mir nicht immer leicht fällt. Dass ich nach der Ruhephase noch im angelehnten Sitzen auf der Liege direkt ein Glas Wasser für den Kreislauf in die Hand gedrückt bekam, hat mir gut getan. Das sind Kleinigkeiten, die für mich den Unterschied zwischen gut und sehr gut ausmachen.

Gesichtsbehandlung Perfekt HautBalance

Nach dem Abschminken hat die Hautexpertin für K. die Behandlung Perfekte HautBalance ausgewählt und erklärt, um der Haut in Bezug auf Rötungen und Feuchtigkeit etwas Gutes zu tun. Die Haut wird dabei sanft gereinigt, gekräftigt und mit Gewebsmassage ein Gefäßtraining durchgeführt. Die Haut fühlte sich danach entspannt und glatt an. Ich kann bestätigen: Das war auch zu sehen! Außerdem war K. nach der Behandlung genauso tiefentspannt wie ich, obwohl nur das Gesicht behandelt wurde. Alleine das Ruhen auf der warmen Liege, leise Entspannungsmusik und die sanfte Behandlung tun ganzheitlich gut.

Goodie

Im Rahmen der Frühlingsfrischeaktion gibt es gerade zu den Behandlungen Kosmetiktäschchen mit kleinen Pflegeüberraschungen, die auf den Kunden abgestimmt sind. Auf dem Foto seht Ihr mein Täschchen, K. hat u.a. einige Proben zur Gesichtsreinigung und Cremes bekommen.

Nachtrag 27. Mai 2015: In meinem Täschchen war ein Schwamm, um Reinigungslotion abzunehmen. Den wollte ich Nachkaufen, leider gibt es ihn aber nicht im Handel, so dass ich mir davon noch 6 Stück erschnorrt habe. Danke an das Eucerin Institut für die Extra-Schwämmchen!

Kosemtiktäschchen von Eucerin mit Proben

Fazit

Die Massage oder Gesichtsbehandlung werde ich mir demnächst mal wieder auf eigene Rechnung gönnen. Ich vergesse leider immer wieder, wie gut mir das tut. Es kommt ein Reminder in den Kalender zur Terminvereinbarung. K. wird die empfohlenen Pflegeprodukte probieren und freut sich über Alternativen zu bisher verwendeten Artikeln. Vielleicht gönnen wir uns demnächst einfach wieder zusammen eine kleine Auszeit.

P.S.

Seit 2014 habe ich einige Artikel geschrieben, in denen ich gesponserte Behandlungen oder Produkte von Eucerin vorgestellt, getestet oder verlost habe. Ich habe dafür jeweils nur genau das bekommen, was ich in den Artikel als PR-Muster oder PR-Behandlung genannt habe. Ich habe kein Honorar für die Artikel oder weitere Leistungen bezogen.

  1. * Gesponserter Beitrag. Die Behandlungen und Produkte in diesem Beitrag wurden kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Der Beitrag gibt meine ehrliche, freie und subjektive Meinung wieder. []

Modetipps für starke Frauen

Farbberaterin Ines Meyrose mit Farbfaechern 2011Starke Frau ist ein neues Online-Magazin von Frauen für Frauen. Mit mir findet Ihr dort das Interview

“Mode, Trends und Farben – Tipps einer Modeberaterin”.

Neugierig? Klickt rein!

Langeweile in Perfektion

Paul auf der Hundewiese Kiesbarg in Hamburg-Neugraben

Kennt Ihr das? Wenn etwas zu perfekt ist, wird es langweilig? Dann muss ich ein bisschen Rütteln und Schütteln und vielleicht auch etwas Zerbrechen, damit ich es wieder neu sortieren kann. Dann geht es mir wieder gut. So ging es mir im Januar mit meinem perfekten Kleiderschrank und wohlsortierten Haus. Dass ich mir Schmuddel und Chaos wünschen würde, überraschte nicht nur mich … aber fangen wir von vorne an …

Der Wunschhund

Ich habe gesucht und Paul hat uns gefunden. Inzwischen hat der Zausel unter Euch auch paar Fans, die vielleicht verstehen können, warum wir uns in ihn verliebt haben. Im Februar, als Paul noch recht frisch bei und war, habe ich einige Fragen auf später vertröstet, die ich jetzt gerne beantworte.

Warum ein Hund?

Ich bin stadtbekannte Katzenliebhaberin und mein Mann mag viele Tiere. Aber: Nach dem Tod unserer Katze Pauline 2013 wollten wir beiden kein neues Tier mehr im Haus haben. Bis … ja bis ich mich letzten Sommer in einen kleinen Dackel bei einem Kunden verliebt habe <3 . Da spürte ich auf einmal, dass mein Herz wieder Kapazität für ein Haustier hat und dass es einen Hund möchte.

Ich will genau das, was die haben

Eine nicht ganz unschuldige Rolle an meinem Wunsch nach einem Hund spielen Jack Russel Eddie, Labrador Mollie, Dogge Cave Canem und Golden Retriever Laddie. Das Internet ist übel. Den Haltern dieser Hund folge ich via Instagram, Twitter bzw. Blogs aus ganz anderen Gründen und auf einmal waren sie da, die Gründe für einen Hund. Zu sehen, wie die Halterinnen mit Ihrem Hund zusammen strahlen, hat mich in den Bann gezogen.

Nachdem ich Bines ersten Bericht über Mollie gelesen habe, dachte ich zum ersten Mal: Mmmh … könnte wohl doch auch was für Dich sein. Bei Eddi spricht das pure Glück aus den Worten und Fotos von Drea, bei DieMissMini sehe ich einen zuckersüßen Welpen zum Riesen werden und bei Laddie erblüht Frau Mimimi geradezu. Bei diesen Frauen erfahre ich, dass Alltag und Hund auch mit Job unter einen Hut zu bringen sind, erst recht als Selbstständige mit Partner an der Seite.

Von nie zu sofort

Hunde mochte ich schon immer, wollte aber keinen haben. Geruch, Dreck, Arbeit, Verpflichtung und Kosten haben mich stets abgeschreckt. Irgendwann dachte ich dann, dass im nächsten Leben mit riesigem Grundstück ein Hund toll wäre, der draußen lebt. Als nächstes fand ich unser Haus und Terrasse auf einmal doch gar nicht mehr zu klein für einen mittelgroßen Hund und unsere anti-saisonalen Seeurlaube passen auch dazu. Dann überkam mich die Sehnsucht nach mehr sozialem Anschluss in unserer Gegend.

Türöffner Hund

Ich habe Freunde, gute Freunde und Bekannte. Aber leider wohnt davon kaum keiner um die Ecke. Seit zwölf Jahren wohne ich in diesem Stadtteil und lerne ohne Sportverein und Kinder niemanden näher kennen. Die Nachbarn sind freundlich, haben jedoch eigene Kreise. Der Hund hat also eine Aufgabe: Er soll mich unter Menschen bringen. Es hat mich umgehauen, wie viele Menschen aus der Umgebung auf einmal mit mir reden, wenn Paul dabei ist. Es haben sich schon nette Kontakte ergeben. Danke Paul!

Welpe vs. Gebrauchthund

Bis Paul zu uns gekommen ist, haben wir ein halbes Jahr darüber diskutiert von klar, bis auf keinen Fall, ich weiß nicht, bis er auf einmal da war. Ich bin ein zielstrebiger Mensch. Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, bekomme ich es oder lege aus nur aus guten Gründen ad acta. Im Januar hatte ich dann beschlossen, mich ernsthaft auf die Suche nach einem passenden Hund zu machen.

Nach ein paar Telefonaten mit Züchtern war klar: Ein Welpe wird es nicht. Zum einen hatte ich als Ersthundehalterin Angst, einen Welpen zu verziehen, zum anderen ging mir die überhebliche Art der Züchter so gegen den Strich, dass es mir zuwider war. Es gab da nur zwei positive Ausnahmen und die waren leider sehr weit weg von Hamburg. Außerdem wollte mein Mann keinen Bolonka, auch wenn diese Züchterin sehr nett am Telefon war. Zu klein … und er hat ja nicht ganz unrecht. Ein Mischling war uns eh am liebsten.

Natürlich hatte ich Angst davor, dass mir das alles zu viel würde und über den Kopf wachsen könnte. Von Müttern hört man immer wieder: „Wenn das Baby Dich anlächelt, ist alles Ätzende (schlaflose Nächte, Gespucke auf Lieblingsklamotten, Chaos in der Bude…) vergessen und das wiegt alles auf!“ Als Nicht-Mutter kann ich mir das beim besten Willen nicht vorstellen. Überzeugt hat mich jedoch, was Bine über Mollie nach einiger Erfahrungszeit geschrieben hat, was ihr Freude dabei macht. Das konnte ich mich mir mit der Zeit dann vorstellen und heute absolut bestätigen.

Ja, aber …

  • Ja, ewiges Rausgehen macht nicht immer Spaß – aber fast immer.
  • Ja, der Feinstaub auf Fliesen und Parkett ist wirklich ätzend, aber entfernbar.
  • Ja, Haufen wegmachen ist nicht schön, tut aber nicht weh.
  • Ja, ein Hund mit langem, dichten Fell muss gebürstet werden. Paul haart aber zum Glück recht wenig, wenn nicht gerade Fellwechselzeit ist.
  • Ja, ein nasser Hund stinkt. Das kann man drehen und wenden wie man will. Aber Lüften, gute Fellpflege und hochwertiges Futter machen eine Menge aus, um das Problem im Griff zu haben. Wenn ich meine Kaschmirpullover gewaschen habe, riecht das Zimmer auch nach nassem Tier.
  • Ja, das Haus ohne Vorplanung nicht länger als zwei Stunden verlassen zu können, nervt. Ist aber regelbar. Irgendwann funktionieren hoffentlich vier Stunden.
  • Ja, ein Hund kostet ganz schön viel im Unterhalt, aber bisher finden wir es gut investiert.

In Summe tut Paul mir einfach gut. Es tut mir gut, durch ihn täglich zwei Stunden an der frischen Luft unterwegs zu sein. Woher ich die Zeit nehme? Weniger, dafür besser schlafen und weniger im Internet zappen. Die Morgenrunde macht mein Mann, d.h. ich bekomme meinen Schönheitsschlaf in der Frühe.

Es ist schön, vom Zausel so nah umgeben zu sein. Er ist meistens in meiner Nähe, wenn ich anwesend bin, auch bei der Arbeit im Homeoffice. Trotzdem akzeptiert er problemlos räumliche Grenzen im Haus, ins Schlafzimmer darf er zum Beispiel nicht. Er ist so dankbar, dass ein Blick in sein Gesicht eine Wohltat ist.

Woher und wohin?

Es blieb vorab die Betreuungsfrage zu klären, wenn er mich nicht begleiten kann. Da  habe ich dann über einen netten Kontakt bei uns an der Hundewiese Kiesbarg, die nur zwei Reihen hinter unserem Haus liegt, den Tipp bekommen, die Villa Pfötchen als Hundetagesstätte auszuwählen. Einen Rat, wo wir einen Gebrauchthund finden, hatte die nette Frau auch noch. Die Tierheime in und um Hamburg hatten nämlich leider nur Hunde, die für Anfänger völlig ungeeignet und/oder zu groß sind. So sind wir auf die Hundehilfe Polen e.V. gekommen.

Paul aus Polen

Beate Du Beau von der Hundehilfe Polen hat mich am Telefon davon überzeugt, dass Paul der richtige Hund für uns ist, auch wenn er ein bisschen größer als gewünscht ist und längeres Fell hat und ein größeres Gebiss … aber wir wissen ja: Irgendwas ist immer … Paul war gerade erst ein paar Tage vorher aus einem polnischen Tierheim von der Hundehilfe Polen nach Deutschland zur Vermittlung gebracht worden. Die Vermittlung erfolgte über den Tierschutz Stade e.V., wo er von Familie Elss aufgenommen wurde und wir ihn dort kennenlernen durften. Nach einem ausführlichen Telefonat bin ich am selben Tag noch hingefahren und ab da war es um mich geschehen.

Direkt ins Herz

Es war klar: Paul oder keiner, denn einen besseren Hund würde ich nicht finden. Hätte mein Mann Paul nicht haben wollen, hätte ich nicht weiter gesucht, sondern das Projekt Hund vorzeitig beendet. Nach der Prüfung unseres Hauses durch den Tierschutzverein durfte Paul zu uns. Von der Einreise bis zur Landung bei uns verging nur eine Woche.

Inzwischen hat sich alles eingespielt. Zum gemeinsamen Lernen, wie wir eine gute Beziehung zueinander bekommen und gesellschaftsfähig sind, haben Paul und ich zehn Trainingsstunden in der Hundeschule Freundschaft ohne Leine genommen. Einzelstunden erschienen mir am besten, denn Paul war kein Welpe und zu unsicher bzw. schüchtern für eine Gruppe erwachsener Hunde. Wir haben Vieles schon mit Frank Stummeier erarbeitet und leisten jetzt alleine Feinschliff.

Wir freuen uns, im Mai bei Anja Peters von Hundesicht & Menschenblick die Gehorsamsprüfung bestanden zu haben, so dass Paul mit meinem Mann oder mir in Hamburg ohne Leine laufen darf. Für mich ist diese bestanden Prüfung ein Meilenstein im Projekt Paul, denn es zeigt, dass auch ein außenstehender Prüfer findet, dass wir gut miteinander klar kommen. Als Ersthundehalterin ein bisschen Bestätigung von außen da auch mal ganz nett.

Zum Glück ist Paul in der Villa Pfötchen bei Familie Durand willkommen und wir wissen ihn dort gut aufhoben. Er geht gerne dahin und begrüßt uns freudig, wenn wie ihn wieder abholen. Wir können Tage und Nächte nach Bedarf buchen, was zu meinen unkonventionellen Arbeitszeiten passt. Für kürzere Zeiten oder Urlaube unterstützen uns unsere Familien. Die Nachbarn sind auch sehr hilfsbereit.

Wir sind dankbar, dass Paul bei uns ist und wünschen uns eine schöne, lange Zeit zusammen. Danke an alle hier genannten, dass Ihr uns das ermöglicht!

Jetzt noch Fragen? Gerne her damit!

Sonnenuntergang an der Hundewiese Kiesbarg in Hamburg-Neugraben

P.S.
Warum keine Katze? Pauline war so gut, dass keine Katze charakterlich da heran käme. Außerdem ist die Urlaubsbetreuung einer Katze nervenaufreibend.

P.P.S.
Den Namen hatte der Hund schon, als er zu uns kam. Wir haben also keinen P-Namen-Tick. Die Katze hatte ihren auch bereits, als sie uns adoptiert hat.

P.P.P.S.
Und ich wollte solche Sonnenuntergänge bei der abendlichen Hunderunde sehen, die ich bei anderen Hundehaltern immer nur im Internet bestaunt habe. Live ist das viel besser!

Buchreview: Objektfotografie


Objektfotografie: Von der Sachaufnahme zur inszenierten Produktfotografie
von Eberhard Schuy

Ein Thema, das alle Blogger kennen

Wie setze ich das in Szene, was ich zeigen möchte?
Wie bebildere ich das, was ich schreibe?

Fotograf Eberhard Schuy ist spezialisiert auf Objekt- und Industriefotografie. In seinem neuen Buch Objektfotografie könnt Ihr einige Objekte sehen, die unter verschiedenen Gesichtspunkten fotografiert wurden. Alleine die Verwendung minimal verschiedener Untergründe macht optische Welten aus. Grundlagen, Flächen, Formate, Licht bzw. Schatten und genaue Analyse konkreter Aufnahmen schulen das Auge.

Der Ansatz, ein Foto von vorne herein möglichst optimal zu gestalten und möglichst wenig zu bearbeiten, spricht mir schon aus reiner Faulheit und Mangel an technischen Bildbearbeitungsfertigkeiten aus der Seele.

Mir ist klar, dass bei meinen Bildern hier im Blog noch reichlich Spielraum nach oben ist. Gerade beim Fotografieren der neuen Brille habe ich gedacht, dass das deutlich spannender gehen würde. Ich nehme mir vor, einige Anregungen aus dem Buch zu Herzen zu nehmen. Daher gehe ich jetzt gleich in den Keller und lege alte Bilderrahmengläser zu meinen Blogfotounterlagen. Mal sehen, ob Ihr irgendwann eine Veränderung bei meinen Fotos bemerkt.

Wie erstellt Ihr Objektfotos?


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Das Buch ist über die üblichen Quellen und im dpunkt.verlag zu bestellen. Es wurde mir als Freiexemplar für ein Konzeptreview zur Verfügung gestellt. Da ich auch im dpunkt.verlag veröffentliche, werden vom Verlag manchmal Reviews von Konzepten anderer Autoren erbeten. Als Dankeschön dafür gibt es dann ein Freiexemplar.

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