Ich bin zu alt für diesen Kram – Meine Murtaugh-Liste

Geschirrspüler Front

Was ist eine Murtaugh-Liste? Ich habe die Murtaugh-Liste im Reisen-Fotografie Blog gefunden. Demnach hat der Begriff den Ursprung in der Serie How I met your Mother. Da soll demnach einer der Serienhelden so eine Liste erstellt haben. Der Name der Liste soll nach dem Polizisten Murtaugh aus der Serie Lethal Weapon benannt sein, der oft sagt

„Ich bin zu alt für diesen Scheiß!”

How I met your Mother gucke ich nicht, von Lethal Weapon kenne ich tatsächlich alle Serienfolgen. Ich finde die Idee der Murtaugh-Liste lustig. Deshalb schreibe ich meine spontan und folge dem Ruf der Fotografie-Reisen Blogger, mit einem Beitrag bei der Blogparade dabei zu sein.

Meine Murtaugh-Liste

  • Auf Festivals gehen
  • Campen im Allgemeinen
  • Ferienwohnungen ohne Geschirrspüler
  • Hot Pants und Miniröcke
  • Über ein Tattoo auch nur nachzudenken
  • Gin Tonic und Wodka-O
  • Verabredungen zum Essen später als 19 Uhr
  • Prosecco aus blauen Flaschen
  • Frieren für die Schönheit
  • Ungeschminkt außer zum Sport das Haus zu verlassen
  • Neue Kindersüßigkeiten auszuprobieren
  • Fallschirmspringen
  • Wilde Karussells – eigentlich für fast alles, was den Namen Karussell verdient

Kettenkarussell auf dem Hamburger DOM

Für Einiges auf der Liste war ich mal jung genug und hatte exorbitanten Spaß dabei. Den Rest wollte ich mal machen und habe ihn von der Löffelliste fürs Leben gestrichen, denn inzwischen finde ich: Ich bin zu alt für diesen Scheiß!

Wie sieht Deine Murtaugh-Liste aus?

Was ich heute gelernt habe – August 2018

Paul am Falkensteiner Ufer 2018

Im Juli habe diese Liste erstmals geführt. Weil es mir gut getan hat und hier im Blog zu positiven Reaktionen geführt hat, habe ich auch im August an jedem Abend notiert, was ich an dem Tag gelernt habe.

Im August 2018 habe ich gelernt

  1. Seminarvorbereitung dauert jedes Mal immer noch ein bisschen länger, als ich kalkuliert habe. Aber das ist O.K., denn dann geht es mir gut damit, weil ich mich perfekt vorbereitet fühle und dann demnächst die dementsprechende Leistung beim Kunden abliefere. So der Plan.
  2. Ich halte meinen Unterarm nicht wieder neben den einer goldbraunen Achtjährigen, wenn ich meine Haut weiter schön finden möchte.
  3. Es ist so schön, sich blind verstanden zu fühlen. Es war ein für andere vielleicht banaler Anlass, aber mir war es wichtig.
  4. Ich sollte öfter ganze Freudinnentage einlegen.
  5. Nachtragend zu sein, hat seine Vorteile. Hätte ich das Nichtfangen einer Spinne im Schlafzimmer nicht so nachhaltig mit schlechter Laune bestraft, wäre der Fänger nicht nochmal erfolgreich auf die Suche unterm Nachtschränkchen gegangen.
  6. Es war gut, ein viertes Sommerkleid gekauft zu haben. Ich wollte wegen des Geknitters eigentlich keine Kleidung aus Leinen mehr kaufen. Bei Ü39 Grad im Schatten gibt es aber einfach auf der Haut wenig luftigeres und vor allem saugfähigeres Material.
  7. Leider habe heute gelernt, wie man einen den Totalschadenrestwert unseres größeren Autos berechnet. #dingediedieweltnichtbraucht
  8. Eine Autistin mit Asperger-Syndrom hat mir das Feedback gegeben, dass meine Stimme angenehm ist und ich schön erzählen kann. Das hört man doch besonders von sensiblen Menschen gerne, oder?
  9. Zum ersten Mal im Leben freue ich mich, dass es abends – es ist gerade 21:44 Uhr – wieder früher dunkel wird. Warum? Ich ertrage diese Hitze des Sommers einfach nicht mehr. Der letzte so heiße Sommer war 2003, der schlimmste Sommer meines Lebens. Ich will, dass das aufhört. Sofort. Bitte. Morgen soll es den ganzen Tag regnen. Ich bin voller Freude darauf.
  10. Wie man ein Smartphone mit dem Infotainmentsystem im Mietwagen verbindet. Mein kleiner Cityflo hat sowas Schickes nicht.
  11. Die Gewürzgeheimnisse von Pulled Porked.
  12. Wie schön es ist, einen Schuhschrank von innen zu geputzt zu haben. Der sieht jetzt wieder viel schöner aus, wenn man ihn öffnet.
  13. In der DDR gab es am 1. Juni einen Kindertag, an dem Kinder beschenkt wurden. Das hat mir heute eine Kundin erzählt. Warum wurde das bei der Wiedervereinigung abgeschafft oder nicht in westlichen Bundesländern übernommen? Auf Wikipedia steht zwar, dass in Deutschland und Österreich am 20. September der Weltkindertag ausgerichtet wird, aber auch der 1. Juni als Internationaler Kindertag gefeiert wird, nur gemerkt habe ich davon im persönlichen Umfeld noch nie etwas.
  14. Einfach mal machen ist immer noch ein gutes Motto.
  15. Zausel Paul braucht mal wieder engere Führung, die freigeistige Rübe.
  16. Wie schön es ist zu sehen, wenn ein Elternteil sich wirklich zu der Aufgabe als solches berufen fühlt.
  17. Wie gut sich ein neues leichtes T-Shirt anfühlen kann. Wie schön, auf den richtigen Schnitt und Material gewartet zu haben nach vielen Missanproben.
  18. Süßkartoffel-Tomaten-Eintopf mit Fleischeinlage schmeckt köstlich.
  19. Der Schmorgurkeneintopf mit Hack schmeckt noch leckerer, wenn es Pellkartoffeln dazu gibt.
  20. Ich hätte doch mehr als drei Semester Meteorologie studieren sollen, um den Himmel besser lesen zu können, als die Wetter-App ihn interpretiert. Platsch. #wettshirtcontest #nasserhund
  21. Altersweitsichtigkeit heißt Presbyopie. Den Blogbeitrag zur neuen Lesebrille gibt es, wenn ich Fotos damit habe.
  22. Ich bringe es tatsächlich fertig, 1/4 Nougatring unterwegs in den Müll zu werfen, weil ich den Rest nicht schaffe. Eine Tüte zur Aufbewahrung hatte ich nicht, weil ich ihn im Laden auf die Hand gekauft hatte.
  23. Der Italiener in meinem Stadtteil sieht zwar von außen nicht einladend aus und hat einen schrägen Namen, es gibt dort aber richtig leckere Pizza zu vernünftigen Preisen. Den hätten wir viel eher schon ausprobieren sollen. Besser spät als nie.
  24. Ich habe keine Lust mehr zum regelmäßigen Schwimmen. Was ich aus dieser Erkenntnis gewinne, weiß ich noch nicht. Aber Erkenntnis ist bekanntlich der erste Weg zur Besserung.
  25. Der Begriff Die normative Kraft des Faktischen kommt a) aus dem juristischen Bereich und ist b) viel älter als geahnt.
  26. Auch das geht vorbei! Mit dem Blogbeitrag trifft HappyFace313 meine aktuelle Gefühlslage perfekt. Den Spruch übernehme ich gerne.
  27. Es lohnt sich, als Verbraucher seine Unzufriedenheit mit einem technischen Gerät zu äußern. Ich konnte es aus Kulanz nach fünf Monaten in gebrauchtem Zustand dennoch zurückgeben und mir von Geld etwas Tauglicheres kaufen. Bei einigen Produkten frage ich mich durchaus, wie die zu ihrem positiven Image gekommen sind.
  28. Cooles neues Wort bei Ela in den Instastories gesehen: Mutausbruch. Den hatte ich wohl letzten Monat im Hochseilgarten. Ela ist auf einem Baumwipfelpfad gelaufen. Das Wort merke ich mir.
  29. Mein neues Leinenkleid von Tag 6 ist nicht kundentermintauglich.
  30. Es gibt ein Frühstückscafé, in dem es keine Schokocreme gibt. Die sehen mich da nicht wieder. Was ist ein Frühstück ohne Schokocreme?
  31. Es gibt Schuhe, die man einfach nicht eingelaufen bekommt. Da hilft nur eins: Weggeben, auch wenn sie noch sooo schön aussehen.

Was hast Du heute gelernt?

Reframing: Vorteile eines breiten Beckens

Ines Meyrose Outfit 20171010 – Marineblau am Herbstfarbtyp mit Braun kombiniert– Foto Bärbel Ribbeck

Copyright Foto: Bärbel Ribbeck

Ich bin keinesfalls der Ansicht, dass man alles an sich lieben muss. Sich insgesamt im besten Sinne O.K. zu finden, reicht völlig aus. Wenn es dann noch etwas gibt, was man besonders gerne an sich mag, ist viel erreicht.

Wenn wir bei Wünsch Dir was wären, würde ich mir andere Ohren wünschen. Die habe ich bereits als Kind einer Schönheitsoperation unterziehen lassen, sie wurden angelegt. Oben stehen sie immer noch ab und ich finde sie zu fleischig. Deshalb bevorzuge ich zum Beispiel Fotos von mir, auf denen die Ohren nicht frontal zu sehen sind. Könnte mein Fotograf sich mal merken … Bärbel achtet da inzwischen großartig drauf, wenn sie Fotos von mir macht – siehe oben.

Auf meine Geheimratsecken, die ich schon als Kind hatte, könnte ich verzichten. Regelmäßiger Wechsel der Seitenscheitelseite hilft beim Kaschieren. Bei der Oberkörperlänge würde ich mir ein paar Zentimeter dazu kaufen, weil ich dann einfacher in Oberteile passen würde, und der Busen könnte kleiner sein, weil ich dann schlanker aussehen würde und BHs billiger wären. Aber das ist alles nicht wichtig.

Ines Meyrose – Outfit – 20180422 – Sweatshirt mit Kapuze CLOSED X F.GIRBAUD – Jeans Baker verkürzt – CLOSED – Sneaker New Balance – sportlicher Look einer Ü40 Bloggerin

Dafür würde ich nicht den einen Wunsch einlösen, den ich vielleicht von einer Fee für Veränderungen hätte. Was mich aber oft nervt, ist das breite Becken. Mal davon abgesehen, dass ich mir schon als Jugendliche von Erwachsenen unpassende Kommentare über das gebärfreudige Becken anhören durfte.

Da ich das Becken nun aber so gar nicht schmaler machen kann, weil es schlichtweg aus Knochen besteht, die ich nicht brechen möchte, brauche ich eine andere Lösung dafür. Das Stichwort heißt Reframing. Wobei ich bei der Recherche nach der Wortherkunft festgestellt habe, dass ich es bisher falsch geschrieben habe. Es heißt Reframing, nicht Refraiming. Der enthaltene Rahmen frame schreibt sich natürlich ohne i! Reframing heißt auf Deutsch Umdeutung.

Es geht beim Reframing kurz gesagt darum, etwas eine andere Bedeutung oder Sichtweise zu geben, indem man es anders betrachtet. Scherben bringen Glück ist ein einfaches Beispiel dafür. Wenn Du etwas aus einer anderen Perspektive oder in einem anderen Rahmen betrachtest, kannst Du Dinge positiver oder negativer sehen. Die Frage ist hier also, was sich die Natur dabei Gutes gedacht hat, mir das breite Becken zu verpassen.

5 Vorteile meines breiten Beckens

  1. Standfestigkeit. Durch das breite Becken stehen meine Füße weit auseinander bei entspannter Haltung. Dadurch schubst mich keiner so schnell um.
  2. Sicherheit. Durch den festen Stand strahle ich eine sichere innere Haltung aus. Der Betrachter schließt von der äußeren Wirkung auf die innere Haltung.
  3. Hosen bleiben an der Oberschenkelinnenseite heil. Weil meine Beine soweit auseinanderstehen, reiben meine Hosen in der Mitte nicht kaputt, wie es bei Menschen mit schmalerem Becken häufig vorkommt.
  4. Kleider und Röcke sind mit nackten Beinen tragbar. Unterwäsche an, Kleid drüber, Schuhe an und ich bin fertig angezogen. Auch an heißen Tagen reiben meine Oberschenkel nackt nicht störend aneinander. Leggings trage ich nur, wenn ich mir der Sinn danach steht. Zum Schutz meiner Haut brauche ich weder Strumpfhosen, Leggings, Radlerhosen, Babypuder oder spezielle Cremes. Ein Luxus, der mir immer erst bewusst wird, wenn ich sehe, wie andere Frauen damit eingeschränkt sind. Einen Wolf will sich niemand laufen.
  5. Meine Taille wirkt schmaler als sie ist. Hätte ich ein schmaleres Becken bei gleichem Oberkörper, wäre kaum Taille vorhanden. Das würde ich schade finden, denn ich mag meine Taille, auch wenn ich sie selten zeige.

Welchen Körperteil magst Du an Dir nicht gerne? Wie sieht das Reframing aus?

Was ich heute gelernt habe – Juli 2018

Sylt Kampen Wellen im Mai 2017

Manchmal erscheint mir mein Leben etwas sinnlos. Es plätschert so dahin, mir geht es privat und beruflich gut – abgesehen von der Sommerhitze. Es gibt anstrengendere Tage und leichtere. Aber dann gibt es Tage, an denen ich mich abends frage, wofür die gut waren. Was mich zu der Frage führte, was ich an so einem Tag gelernt habe. Was mich auf die Idee brachte, einen ganzen Monat über jeden Abend zu notieren, was ich an dem Tag gelernt habe.

Im Juli 2018 habe ich gelernt

  1. Dass ich nicht mit einem Auto-Lackstift umgehen kann und beim nächsten Katscher lieber gleich Nagellack nehme. Der ist nicht billiger, lässt sich aber besser verarbeiten.
  2. Wie man ein Teil beim Geschirrspüler aus dem Sieb entfernt. Telefonhotline vom Hersteller sei Dank.
  3. Dass ich ab sofort meine Handrücken mit UV-Schutz eincremen werde. Ein schöner Ausflug an die Elbe hat mit eine Pracht “Sommersprossen” beschert. 2018 ist das Jahr, in dem ich erste Altersflecken auf den Händen bekommen habe. Nicht schön.
  4. Dass es einen Menschen gibt, der chronische Unpünktlichkeit immer noch nicht respektlos findet. Ich bin das nicht.
  5. Dass das Verständnis von einer ordentlichen 80%-Lösung weit auseinander liegen kann.
  6. Dass es Hundehalter gibt, die noch schlimmer sind, als ich vorher zu denken vermochte und was ein neuer Geschirrspüler kostet.
  7. Wie man einen Handstaubsauger nahezu vollständig zum Reinigen auseinanderbaut, nachdem etwa 400 g TK-Erbsen damit vom Küchenfußboden aufgesaugt wurden.
  8. Was Thrash Metal ist (hätte auch ohne das Wissen weiterleben können).
  9. Nicht immer ist es, wie es zu sein scheint.
  10. Wie einfach Menschen mit Performance zu beeindrucken sind, die für mich selbstverständlich ist.
  11. Dass man die Gewürzfächer im Schrank über dem Herd nach neun Jahren durchaus mal gründlich reinigen kann. Auch die oberen.
  12. Wie man Reframing richtig schreibt. Der Beitrag dazu erscheint am 19. August 2018.
  13. Dass das Ansehen doch immens sinkt, wenn man beim Einkauf auf dem Wochenmarkt sein Geld zu Hause vergessen hat und nur den Notgroschen aus der Handyhülle hat – an einem Stand, bei dem ich 2002 Kunde bin wohlgemerkt. Memo an mich: Notgroschen erhöhen oder woanders kaufen?
  14. Wie schön eine Überraschung sein kann.
  15. Wo es ein schönes Blumenfeld in der Nähe gibt.
  16. Es gibt Strandkörbe für Hunde. Wirklich! Nicht bei uns …
  17. Ein Anruf beim Internetanbieter kann sehr hilfreich sein.
  18. Es gibt immer mindestens noch einen dummdreisterenwerbekennzeichnungs”vergessenden” Blogger als ich für möglich gehalten habe. Erstaunlich ist eigentlich nur, dass ich darüber immer noch wieder überrascht bin. Zack, wieder jemand raus aus meiner Leseliste.
  19. Bei der Vorbereitung eines Train the Trainer Seminars zu Bewerbungsunterlagen und Onlinebewerbungen habe ich eine technische Lösung im Textverarbeitungsprogramm gefunden, nach der ich Jahre gesucht hatte. Endlich ist kein Umweg mehr nötig!
  20. Ich brauche eine Lesebrille.
  21. Ich werde niemals Menschen verstehen, die keine Himbeeren mögen.
  22. Ein Problem, das sich mit Geld erschlagen lässt, ist kein Problem.
  23. Wenn der Servicehotlinemitarbeiter sagt “der neue Router installiert sich von alleine in 10 Minuten, einfach nur einstöpseln”, heißt das im Klartext “mein hausinterner IT-Spezialist braucht dafür 1 Stunde”.
  24. Erstaunlich, wie hell weiße Gardinen nach einer Wäsche wieder strahlen können und der ganze Raum direkt viel heller aussieht. (Anmerkung der Redaktion: Mit Gardinen waschen und Fenster putzen habe ich es nicht so.)
  25. Es gibt einen Menschen, der noch mehr um sich kreist, als ich es je für möglich gehalten hätte.
  26. Der Hightechrouter löst das Internetproblem nicht.
  27. Angebot für gefakten Blogtraffic gefunden. Das es das gibt, war mir klar. Dass es das sogar kostenfrei gibt, wusste ich nicht. Erstaunlich, was einige Menschen tun, um ihre Statistik zu schönen. Der schnöde Mammon der Auftraggeber muss offenbar nur genug locken. Bei mir ist und bleibt wie immer alles echt.
  28. Eine ganz Schmorgurke kann so bitter schmecken wie früher nur Salatgurkenenden.
  29. Es lohnt sich, bei dem Internetanbieter die Beschwerdehotline anzurufen, nachdem man 4 Stunden vergeblich auf einen Techniker gewartet hat. Gab immerhin einen Sachleistungsgutschein über 100 Euro dafür, der in deren Shop eingelöst werden kann. Besser als nichts.
  30. Kohlrabi hat eine längere Garzeit als 10 Minuten.
  31. Durch das Feedback einer Kundin wurde mir klar, dass ich erfolgreich an einem bisher unterrepräsentierten Teil meiner Persönlichkeit gearbeitet habe, denn genau für den bekam ich warme Worte.

Was hast Du heute gelernt?

Warum ich keine Samstage mag

Daumen runter

Bei der Instagram-Challenge Zeig Dein Business war eine Frage, welches mein liebster Business-Tag ist. Das ist für Kundentermine ganz deutlich der Mittwoch. Es ist meistens wenig los auf den Straßen, man kommt gut durch den Verkehr, alle sind wach nach dem Wochenende und noch nicht im neuen Wochenendmodus.

Es gibt hingegen aber einen anderen Tag, den ich privat gar nicht gerne mag. Das ist der Samstag! Ich habe selten so schlechte Laune wie an Samstagen, bin selten so unausgeglichen und unzufrieden.

Was tut mir der Samstag?

  • Er will was von mir! Wenn ich an einem Samstag frei habe, was nicht immer der Fall ist, verspüre ich den Druck, den freien Tag genießen zu müssen. Ich denke, ihn ausfüllen zu müssen. Wird er vergammelt, war er verschenkt.
  • Ich frühstücke etwas später als in der Woche und alleine das bringt meinen Rhythmus durcheinander. Diese 90 Minuten reicht dafür schon aus. Aber nur dafür eher aufstehen und auf das frische Roggenbaguette verzichten? Geht auch nicht. Ich könnte an dieser Stelle gestehen, dass mein Mann samstags zwischen 7:00 und 8:30 Uhr den kompletten Wochenlebensmitteleinkauf im Supermarkt und auf dem Wochenmarkt erledigt anhand der Einkaufszettel, die ich am Vorabend schreibe. Ich führe in der Hinsicht – und auch in vielen anderen Teilen – ein Luxusleben. O.K., dafür koche ich die ganze Woche über, aber das mache ich gerne.
  • Ihm fehlt die Struktur. Weil die Samstage aber so unterschiedlich verlaufen, kann ich ihnen keine feste Struktur geben. Mal habe ich einen Kundentermin, wenn ein Kunde unter der Woche keine Zeit hat, mal kommen Gäste oder wir sind verabredet. Ab und an machen wir einen Ausflug. Das führt alles dazu, dass ich oft die Zeit verpasse, Mittagessen zu kochen, und dann auf einmal völlig überhungert bin. Dann geht es mir in Windeseile gar nicht gut. Das passiert mir in der Woche und sonntags fast nie.
  • Am Ende eines Samstags ohne besondere Vorkommnisse habe ich oft das Gefühl, den Tag verschenkt zu haben. Sonntage erlaube ich mir zu vertrödeln, Samstage offenbar nicht.

Ist alles eine Frage der inneren Haltung zu dem Samstag, den eigenen Einstellungen und hausgemachten Problemen, ich weiß. Und dennoch ist es, wie es ist: Ich mag keine Samstage. Vielleicht sollte ich sie einfach wieder Sonnabende nennen und mich so mit ihnen versöhnen.

Im Sommer nur noch sonntags

Sonnabend erinnert an Sonntag und Sonntage mag ich. Leser_innen mögen Sonntage hier offenbar auch, denn sonntags gibt es die meisten Besucher_innen. Bis zum Blog-Geburtstag am 21. August, zu dem ich gerade eine schöne Verlosung vorbereite, werde ich schreibfaul sein und voraussichtlich nur sonntags einen Beitrag veröffentlichen. Wer an den anderen Tagen neue Beiträge vermisst, ist herzlich eingeladen, im Archiv und auf den festen Seiten des Blogs zu lesen. Besonders beliebt sind in diesem Jahr die Beiträge

Welcher Wochentag hat bei Dir schlechte Karten?

Können Paare gemeinsame Freunde haben?

Schattenpaar

… fragte ich auf Twitter.

  • Drea schrieb “Jap :)”
  • Ela antwortet, dass sie ein lebendes Beispiel sei und
  • Angelika fragt “Warum denn nicht?”

Ich finde die Frage nicht so klar zu beantworten. Natürlich können Paare gemeinsame Freunde haben und sich die beteiligten Personen alle untereinander gut verstehen. Sonst würde es nicht so viele Pärchentreffen geben, die es auch bei uns gibt. Es gibt Freunde, die ich 1:1 alleine treffe, 2:1 Treffen und 2:2 Treffen mit anderen Paaren + ggf. deren Kindern und/oder Hunden. Wir haben beide Männer und Frauen als Freunde, auch in 1:1 Freundschaften. Ich will also nicht auf die Harry und Sally-Frage hinaus.

Worauf ich mit der Frage jedoch hinaus will ist, dass ich denke, dass Paare meiner Erfahrung nach selten gleichberechtigt befreundet sind. Mir fällt kein passenderes Wort ein als gleichberechtigt, obwohl es das auch nicht ganz trifft, was ich meine. Ich meine damit, dass es für mich immer eher seine Freunde oder meine Freunde sind.

Ich lerne Person A kennen und irgendwann trifft man sich das erste Mal zu viert. Der andere Partner und mein Partner – Geschlechter sind dabei auf allen Seiten egal – sind für mich immer eher die Dazugekommenen. Wirklich im gleichen Moment lernt man sich eher selten kennen. Eine Ausnahme ist bei uns das Paar, über das wir uns kennengelernt haben. Oft verstehen sich zwei Frauen gut und die Männer ebenso. Aber dass eine tiefere freundschaftliche Bindung auf allen Seiten entsteht, kommt eher selten vor.

Einerseits finde ich gemeinsame Freundschaften schön, weil man etwas gemeinsam mit seinem Partner in der Freizeit unternehmen kann. Anderseits muss man auch nicht alles zusammen machen und nach getrennt verbrachten Stunden hat man sich etwas zu erzählen. Mich stört es jedenfalls nicht, wenn mein Partner alleinige Freundschaften pflegt. Ich bin hingegen manchmal eher froh, wenn ich alleine zu Hause bleiben darf. Und es dennoch auch völlig O.K. für mich, die Freunde des Partners zu treffen. Nur sind es eben seine Freunde.

Letztlich sehe ich das bei angeheirateter Familie nicht anders. Für mich bleibt das immer seine oder meine Familie. Wir zwei sind eine eigene Familie. Vielleicht hat meine Einstellung mit Selbstschutz zu tun, weil ich bei Trennungen oder Veränderungen der Lebensumstände schon zu oft erlebt habe, wie sich bisherige Freunde und Familie verhalten haben. Oder leben Menschen, die an wirklich gemeinsame Freunde glauben, eine Illusion?

Was denkst Du über gemeinsame Freundschaften und Schwiegerfamilien?

Was ich richtig gut kann!

Hund Paul auf Sylt im Mai 2017

Es gibt Tage, die so unrund laufen, dass man sich fragt, ob man überhaupt etwas so richtig gut kann. Kennst Du das auch? Wenn mich so ein Tag erwischt, frage ich mich, was ich an Alltagsdingen so gut kann, dass ich mit niemandem Tauschen möchte. Dann geht es mir gleich wieder besser. Letztens fielen mir sofort diese

5 Sachen, die ich richtig gut kann

  1. Fingernägel lackieren
  2. Mit Füller schreiben
  3. Tiere anlocken
  4. Beim Kochen improvisieren
  5. Lachen

ein. Am nächsten Frusttag werde ich daran denken!

Was für kleine Dinge kannst Du richtig gut?

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