Lesetipp: Liebe, Schokolade & Geschäfte

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Die Schokoladenvilla von Maria Nikolai Buchcover

Die Schokoladenvilla
von Maria Nikolai

Weihnachten, lange Spaziergänge mit dem Zausel, Sofazeit, Kuscheldecke und ein Buch = aushaltbar. Das Buch Die Schokoladenvilla habe ich von einer Freundin vorzeitig zu Weihnachten geschenkt bekommen und bereits durchgelesen. Gutes Zeichen, oder? Und weil ich gerade Zeit habe, da ich mich ansonsten weihnachtlichen Verpflichtungen entziehe, gibt es heute einen spontanen Blogbeitrag damit.

Der Roman spielt im Lauf des Jahres 1903 in Stuttgart. Hauptfigur Judith Rothmann ist die älteste Tochter des patriarchischen Schokoladenfabrikanten Wilhelm Rothmann. Sie durfte zwar eine Handelsschule besuchen, soll sich aber ansonsten aus der Fabrik heraushalten und sich lediglich auf ihre Rolle als Ehefrau eines widerlichen Bankierssohns vorbereiten. Allerdings würde sie stattdessen viel lieber nicht nur Schokoladenkreationen entwickeln, sondern auch in die Leitung der Fabrik einsteigen. Undenkbar für den herrschsüchtigen, hartherzigen Vater.

Judiths Mutter Hélène hat sich aus ihrer, ebenfalls arrangierten, Ehe mit Wilhelm verabschiedet und versucht ihr Glück in Italien Abseits der Konventionen. Judith und die übermütigen achtjährigen Zwillinge Karl und Anton überlässt sie dem Vater und dem Personal, um sich selbst zu retten.

Durch einen Zufall tritt Victor Rheinberg in das Leben der Familie Rothmann. Er rettet die Zwillinge aus einer misslichen Lage, lernt dabei den Vater kennen, bekommt einen Job in der Schokoladenmanufaktur und läuft Judith immer öfter über den Weg. Da ich in der Überschrift etwas von Liebe geschrieben habe, ist der Rest jetzt denkbar? Fast! Denn es gibt – siehe Bankierssohn und Vater – natürlich Hindernisse.

Ja, der Roman ist ein wenig vorhersehbar. Das hat mich jedoch keinesfalls gestört. Durch die Sprünge in den Erzählsträngen zu verschiedenen Personen und Orten bleibt er spannend und berücksichtigt verschiedenen Sichtweisen. Die Rolle der Frau im Jahr 1903 ist für mich eine derart undenkbare, dass ich täglich von neuem froh bin, heute und nicht damals zu leben. Judith und Hélène auf dem ihrem Weg in eine besondere Form der Selbstständigkeit zu begleiten, hat mir gefallen.

Die Schokoladenvilla ist der Auftakt einer Familiensaga mit drei Bänden. Teil zwei ist im Herbst 2019 bereits unter dem Titel Die Schokoladenvilla – Goldene Jahre erschienen, Teil drei steht noch aus.

Welches Buch liegt unter Deinem Weihnachtsbaum?

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12 Gedanken zu „Lesetipp: Liebe, Schokolade & Geschäfte

  1. Liebe Ines, danke für Deinen Weihnachtsbeitrag. Frohe Weihnachten nach Hamburg!
    Bei mir lag von Fred Vargas „Der Zorn der Einsiedlerin“ und von Robert Galbraith „Die Ernte des Bösen“ auf dem Gabentisch. Zweimal Krimitime, ich kenne von beiden Autoren (Vargas ist eine Frau) schon die bisherigen Bücher und freue mich schon sehr darauf, die neuen Bücher zu lesen.
    Herzliche Grüße von Susa

    • Ja, ich denke, dass es Dir gefallen wird. Im ersten Moment klingt es vielleicht kitschig, aber unterm Strich finde ich es nicht zu klischeehaft, denn es betrachtet auch die Nöte der Frauen in der Zeit auf einfühlsame Weise. Ich lese gerade in die Leseprobe von Band zwei rein. Geht gut weiter!

  2. Oh, da bin ich auch jeden Tag dankbar, dass ich nicht als Frau im Jahr 1903 leben muss! Mein Weihnachtsbuch, das ich gerade ausgelesen habe, war “Holy Cow im Mega-Stau”, in dem eine Frau aus München über den 2-jährigen Aufenthalt mit ihrer Familie in Indien schreibt.
    Noch eine schöne Weihnachtswoche und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!
    Liebe Grüße, Rena
    http://www.dressedwithsoul.com

  3. Guten Morgen Ines,
    verschenkt habe ich (nach einem Blick ins Buch) einen Buchtipp von dir und zwar “Das Erbe” von Ellen Sandberg.
    “Kaffee und Zigaretten” von Ferdinand von Schirach habe ich mir selbst geschenkt.
    :-)

    • Freut mich, dass mein Lesetipp etwas für Dich bzw. hoffentlich auch die Empfängerin (ich tippe auf eine Frau) ist! Viel Spaß beim Lesen Deines neuen Buchs!

  4. Ach, ich wußte ja gar nicht, dass die über mein Häuschen ein Buch geschrieben habe. Mit edler Schokolade rennt man bei mir offene Türen ein.
    Das Buch Chocolat mochte übrigens sehr. Die Figuren und die Handlung. Vom Film dagegen war ich sehr enttäuscht.
    BG Sunny

    • Bei mir braucht die gar nicht edel zu sein – meine liebste ist aus dem Discounter :) . Aber nur eine Sorte! Und Nougat – das aber gerne dann doch edel ;) .
      Das Buch Chocolat habe ich auch geliebt. Den Film habe ich gesehen und ich weiß nicht mehr, wie ich ihn fand. Da hatte ich sogar Karten für gewonnen. Ist lange her, da lebte meine Mutter noch, mit der war ich dort. Das weiß ich noch. Schräg, dass ich mich aber an den Film nicht mehr erinnern kann, ob ich ihn mochte oder nicht …

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