Bucket-List? Nein. Unbucket-List!

Frei sein

Lena Lammers schreibt bei EDITION F Vergesst eure Bucket-List – in Wahrheit braucht ihr eine Unbucket-List! Der Artikel hat mich dazu angeregt, über meine erledigten Ziele nachzudenken. Höher, schneller, weiter, mehr? Hat mich noch nie so richtig interessiert. Partiell ja, aber nicht als Lebenskonzept. Ist das mangelnder Ehrgeiz? Nein. Wenn ich etwas erreichen will, bin ich ehrgeizig und zielstrebig. Aber ich brauche nicht alles erreichen zu wollen, was andere Menschen für wichtig erachten.

Leere Bucket-List

Ich habe keine Bucket-List, auf Deutsch Löffel-Liste. Es gibt Sachen oder Erlebnisse, die ich als Optionen schön fände zu haben oder zu machen. Aber es ist kein einziges MUSS dabei in meinen Gedanken. Natascha vom Blog Champagner zum Frühstück fragt ihre Leserinnen in einem Beitrag Was machst Du mit einem Lotto-Gewinn? Was ich damit täte, habe ich bei ihr kommentiert.

Eins meiner inneren Themen bei der Bucket-List ist, dass dabei der Gedanke entsteht, dass ich nur noch verlieren kann und mein Leben nur noch schlechter werden kann, als es ist. Das ist kein schöner Gedanke. Daher wäre es vielleicht gar nicht verkehrt, wenn ich mir doch mal wieder eine Bucket-List schreiben würde, um mir positive Ziele zu setzen. Es kämen ein paar kleine Reisen darauf. Aber darum geht es heute nicht. Heute ist Tag des Rückblicks.

Geschafft!

Eine Woche habe ich darüber nachgedacht, was alles auf diese positive Liste gehört. Es sind erreichte Ziele dabei, Spielereien, aber auch Sachen, die ich mir nicht auf den großen Lebensplan geschrieben habe, mich ihnen dann aber erfolgreich gestellt habe.

Kleiner Auszug meiner Unbucket-List

  • Einen Leuchtturm von innen besichtigen – verbloggt im Beitrag Seefeuer Hörnum
  • Vom 7,5 m Sprungturm ins Wasser springen. Das muss ich nicht nochmal machen, tut weh an Füßen und Vorbau und das Auftauchen dauert besorgniserregend lange in dem tiefen Wasser. War aber ein Ziel. Wurde erreicht.
  • Patentante sein  – überraschend war, für wen …
  • Abi besser als 3.0 schaffen mit minimaler Zeit in der Schule und maximaler Segelflugzeit. Das Minimal-Prinzip ist meins!
  • Alleine Fliegen. Der 13. September 1986 ist einer der glücklichsten und intensivsten Tage meines Lebens.
  • Am Michel hochklettern. Der war lange eingerüstet und verlockte dazu. Ich wohnte um die Ecke und sah ihn jeden Tag. Bin nicht weit gekommen. Seitdem weiß ich, dass ich nicht mehr schwindelfrei bin, diese Kletterringe für die Bauarbeiter echt eng sind und dass Baugerüste an einer Hauptverkehrsstraße mehr als dreckig sind.
  • Segeln auf der Alster in Sommerabendluft
  • Vorgesetzte sein
  • Ein Musik-Festival besuchen – Roskilde 1995 war großartig
  • Rolling Stones live sehen – 1998 in Hamburg erledigt und das war leider überbewertet. Das miese dabei war die Location. Das Open Air Konzert fand auf der Trabrennbahn Bahrenfeld statt. Es war so leise wegen der Anwohner, dass man sich in normaler Zimmerlautstärke während des Konzerts unterhalten konnte. Über 100 DM für eine Konzertkarte für schlechten Sound, keine Konzertstimmung und miesen Shuttle-Weg? Nein Danke. Bin gespannt auf die Kritiken zum Konzert der Stones in Hamburg 2017 im Stadtpark auf der großen Wiese.
  • Heiraten – zweimal war nicht geplant, führt aber dazu, dass ich hier auch eine Scheidung überstehen und wieder alleine sein geschafft haben hinschreiben kann.
  • Freie Zeiteinteilung bei der Arbeit haben
  • Diplomarbeit mit 100% bestehen. Wie gesagt – wenn ich etwas wirklich will, bin ich ehrgeizig.
  • Verzeihen lernen. Das ist keinesfalls mit Vergessen zu verwechseln.
  • Ein Konzert in der Elbphilharmonie hören und sehen – Dank einer lieben Einladung viel früher als gedacht erledigt.

Zu schauen, was Du alles schon geschafft, erlebt und überlebt hast, bringt Deiner bisherigen Lebensleistung Wertschätzung entgegen, die Du Dir im Alltag vielleicht nicht gönnst.

Was steht auf Deiner Unbucket-List?

#aufschrei zu meiner eigenen Kleingeistigkeit

Leuchthalsband mit LEDs für Hunde in rot

Kommt es auch vor, dass Du über Deine eigenen Gedanken entsetzt bist? Ich empfehle bedenkenlos Männern, Kleidung in rosa, pink oder lila zu tragen, wenn sie ihnen steht. Ich stecke Frauen und Mädchen ohne mit der Wimper zu zucken in hellblaue Textilien und rege mich über die früh festgelegte Farbgebung bei Kinderkleidung und Spielzeug auf.

Leuchthalsband mit LEDs für Hunde in pink

Und dann habe ich für Paul ein neues Leuchthalsband bei Aldi gekauft … es gab nur noch ein hellblaues, das ich beim Kürzen ruiniert habe. Ja, man sollte nicht an der Schalterseite die Verbindung abrupfen, das weiß ich jetzt auch. Die anderen beiden, die wir neu haben, sind pink. Sie leuchten immerhin im Dunkeln rot an den LEDs. Aber der Schlauch ist PINK.

Ist das eine Hündin?

Mich nervt es schon, wenn andere Hundehalter ständig vor Begegnungen fragen, ob Paul Rüde oder Hündin sei. Für den kastrierten Paul spielt das keine Rolle dabei, ob er einen Hund mag oder nicht. Für andere offenbar leider ja … und er wird meistens für eine Hündin gehalten. Ist es mein Trauma, weil ich als Kind immer für einen Jungen gehalten wurde? Oder bin ich viel weniger emanzipiert, als ich bisher dachte? Himmel, es kann doch nicht sein, dass bei Hunden meine Farb- und Geschlechtertoleranz aufhört und die Klischees siegen!

Leuchthalsband mit LEDs für Hunde in blau

Inzwischen haben wir übrigens eins der beiden pinkfarbenen in ein hellblaues umgetauscht bei der schwarzen Hundecousine. Ich bin so erleichtert! Und schäme mich dabei über die Erleichterung …Dabei sieht man im Dunkeln wirklich nicht, dass es pink ist.

Eine schöne Ausrede habe ich auch noch für meine Aversion gegen Pink bei Paul gefunden: Pink steht ihm nicht. Er ist ein warmer Farbtyp. Es passt weder zum Fell noch zu den Augen. Deshalb sieht das knallblaue Leuchthalsband bei Tageslicht auch unpassend aus. Aber er wird gut gesehen. Das ist die Hauptsache. Nächstes Jahr kaufe ich ein grünes Band oder rotes wie letztes Jahr. Länger als ein Jahr halten die Dinger nicht. Zum Glück …

Stelle ich mich an oder verstehst Du mich?

Stilreise – lebenslange Entwicklung des Kleidungsstils

Bei meinem Beruf als Stilberaterin ist es wichtig, dass ich mich selbst gut kenne. Es ist meine Aufgabe, meinen persönlichen Geschmack bei Beratungen herauszulassen oder mindestens zu benennen und im Rahmen der Möglichkeiten objektiv zu beraten. Das ist einer der Gründe, warum ich auch bei mir regelmäßige Kleiderschrankinventuren mache und meine Käufe analysiere. Dazu gehört auch, Biographiearbeit zu leisten. Wie das aussehen kann, zeigt diese Stilreise.

Stilreise – ein Blick auf 45 Jahre Kleidung einer Hamburgerin

Im letzten Monat habe ich mir die Zeit genommen, eine Stilreise in die Vergangenheit zu unternehmen und mir Gedanken zu machen, wie sich mein Stil verändert hat im Lauf des Lebens und was konstant geblieben ist. Auslöser dafür war der Beitrag bei here I am über die Betrachtung ihrer Outfits in den 1990ern.

Vorgehensweise

Bei Überlegungen zur lebenslangen Entwicklung des Stils und dem zeitgleichen Überdenken einer Freundschaft fiel mir auf, dass nicht nur Freundschaften und Hautbeschaffenheit einem 7-Jahre-Zyklus* unterliegen. Auch die Veränderungen in meinem Stil und bevorzugten Farben folgen dem 7-Jahre-Zyklus mit +/- einem Jahr. Das wurde deutlich, als ich eine Tabelle mit folgenden Spalten erstellt habe

  • Jahreszahlen von meiner Geburt 1971 bis heute
  • einschneidende Erlebnisse
  • Konfektionsgröße
  • Basisfarben
  • Akzentfarben
  • Stil
  • Marken
  • Schmuck (Farbe, Größe, Stil)
  • Einheitslook
  • Key Piece

Außerdem habe ich notiert, welche Kleidungsstücke Dauerbrenner sind und was mir noch nie stand. Den sich herauskristallisierenden Phasen habe ich Namen gegeben. Fotos werde ich Dir nur sehr wenige neue bieten, denn bei den meisten habe ich keine Möglichkeit, den Fotografen um Erlaubnis zu fragen, so dass sie im Familienalbum bleiben. Meine Worte werden bestimmt trotzdem die entsprechenden Bilder vor Deinem inneren Auge entstehen lassen.

1971 – 1976 Fremdbestimmt

Ines Meyrose 1973 in HH-Bergstedt

1973 in Hamburg-Bergstedt

Die ersten Jahre haben meine Eltern und Großeltern die Kleidung ausgesucht. Als Kind der 1970er gab es natürlich große Karos und Gelb als Akzentfarbe. Für feine Anlässe dunkelblaue Trägerkleider mit weißen Spitzenblusen. Angeblich war ich aber schon als Kind eigen darin, was ich letztendlich von den Sachen tragen wollte und was nicht.

1977 – 1984 Erste Schuljahre und Schulwechsel

Ines Meyrose 1977 Einschulung

1977 Einschulung

Schmetterlingsmotiv auf Kinderohrring in Gelbgold

Der Rest meines ersten Ohrrings

Jeans oder Shorts und T-Shirt im Alltag und dunkelblaue Cordhose mit rotem Nickypullover als bessere Alltagskleidung gefielen mir. Dass 1980 H&M nach Hamburg kam, hat mein Kleidungssortiment erweitert. 1980 gab es zu Weihnachten das erste edle Seiden-Nickituch in wunderbarem Rot. Das hat mich ewig begleitet.

Zarten Schmuck gab es aus Gold und Silber. 1981 starb mein Vater, was mich erst 1983 das Lachen hat wieder finden lassen. 1984 hat mich ein Schulwechsel zwei Freundinnen finden lassen, die auch heute noch an meiner Seite stehen. Damit sind die ersten beiden Septennia modisch unspektakulär abgeschlossen.

Ines Meyrose ca. 1979

1979 oder 1980 mit meiner Mutter auf unserer Terrasse mit Blau und Rot

1985 – 1992 Segelfliegerzeit im Anti-Look

Ines Meyrose 1985 in Zürich

1985 in Zürich beim Besuch einer Brieffreundin – man beachte die Swatch der 1. Generation

1985 habe ich Mode entdeckt und angefangen, den Kleiderschrank meiner Mutter für Tanzstunden zu plündern. In der Zeit hätte ich gerne viel mehr Geld für all die schönen Sachen gehabt. Mit Größe 34 passte ich nämlich überall rein!

Ines Meyrose 1988 beim Segelfliegen in Fischbek

1988 im Segelflugzug – auf dem Flugplatz in Fischbek zu Gast, bei dem ich jetzt in der Nähe wohne

1986 habe ich mit Segelfliegen angefangen und seitdem fast die gesamte Freizeit auf dem Flugplatz verbracht. Im Winter in der Werkstatt, den Rest des Jahres draußen. Da wurde ständig etwas dreckig und der bis heute lebende M-51 Parka war der beste Begleiter neben anderen großen, langen Mänteln. Ohne Tuch – von meiner Mutter uncharmant Schweinelappen genannt – war ich kaum zu sehen. Mein dunkelrosa Seidenschal wurde bis zum Zerfetzen getragen. Der Schmuck ist aus Silber und zierlich. 1988 war es mit dem dünnen Leben vorbei und Größe 38/40 ein persönliches Desaster.

Ines Meyrose 1988 in Hörmun auf Sylt

1988 in Hörnum auf Sylt

Ansonsten trug ich am liebsten Jeans mit Sweatshirt, gerne in lila von Jean Pascale. 1991 zog ich direkt nach dem Abitur von zu Hause aus vom Stadtrand mitten in die Stadt nach Eimsbüttel und machte eine Ausbildung zur Speditionskauffrau. Mit Segelfliegen hörte ich 1992 auf, womit sich dieser Zyklus schließt.

1993 – 1999 Klassische Jahre

Im Januar 1993 hatte ich letztmalig lange Haare, also bis zum Kinn auf einer Länge außer dem Pony. Seitdem trage ich kurze Haare in verschiedenen Längen. Mit inzwischen Größe 40/42 wurde der Look im Büro klassischer und Sophia Szagun mein Lieblingsladen. Kennen vermutlich nur Hamburger. Diese sechs Jahre stehen unter dem Stern einer Beziehung, die 1997 zu einer Hochzeit und 1999 mit Größe 44 zu einer Scheidung führte. Passend zum klassischen Lebensplan gab es klassische Kleidung. Etwa 1997 habe ich eine Vorliebe für schwarze Kleidung entwickelt, die bis 2005 anhielt. Das ist der einzige Zeitraum, der sich über zwei halbe Septennia erstreckt, in sich aber auch sieben Jahre gedauert hat.

Ines Meyrose 1997 in Dänemark

1997 beim Drachensteigenlassen in Dänemark

Am Anfang dieser Vorliebe gab es noch Sonnenblumengelb dazu bei einer Winterjacke und einem Nickituch. Außerdem war ein riesiger kobaltblauer Seidenschal an mir festgewachsen. Schmuck ist aud Silber oder Bi-Color mit Gold und deutlich größer und mit farbigen Steinen.

Der schwarze Lieblingswollpullover hatte einen V-Ausschnitt, war weit, gerade geschnitten und lang genug für enge Hosen. Er wurde bis zum Auseinanderfallen zusammen mit einer schwarzen engen Stretchhose von Closed getragen, die Modemathematik ging trotz hohem Preis auf. Ich erinnere ich mich heute noch genau an den Kauf in einer Timmendorfer Boutique. Kleider hatten eine im Nachhinein betrachtet ungünstige, der Mode entsprechende 7/8-Länge. Immerhin hatten sie als Kleider eine durchgehende Farbfläche und waren nicht noch Röcke …

2000 – 2007 Schwarze Jahre

2000 habe ich verwendet, um mich – wieder bei Größe 42 – zu sortieren. Der neue Look dazu bestand aus kurzen, engen Oberteilen. Neujahr 2001 war mir klar, dass ich ein neues berufliches und teilweise auch privates Umfeld brauche. Auf Umwegen hat sich dann beides gefunden.

Ines Meyrose 2006

2006 mit roten Haaren

Seit 2002 bin ich mit meinem Mann zusammen. 2003 haben wir ein Haus zusammen gekauft und meine Mutter ist gestorben. Die Hochzeit 2004 hat mir gut getan und den Anstoß zu weiteren Veränderungen gegeben. 2005 habe die Ausbildung zur Farb- und Stilberaterin gemacht, meine Firma gegründet und das Studium zur Kommunikationswirtin begonnen. Damit endeten die schwarzen Jahre in der Kleidung. In der schwarzen Phase hatte ich meistens rot gefärbte Haare. Ein bisschen Farbe musste wohl doch sein. Die kurze Rosa-Phase bei Oberteilen hätte ich mir allerdings besser geschenkt. Bis 2007 habe ich meinen Look durch das neue Umfeld verjüngt und wurde kurzzeitig markenaffiner.

2007-2014 Bunte Phase

Meyrose #ootd 20140727 mit Pullover von TE Hamburg

2014 im Oversized-Pullover

Mit den Ende des Intensiv-Studiums 2007 begann ich, bis zu Größe 48 dicker zu werden, weil ich mehr im Home-Office war als vorher. Bei der Kleidung hat sich seit 2005 die Basisfarbe von Schwarz auf Dunkelbraun verschoben. Akzentfarben wurden Orange und Pistaziengrün. Lila und Petrol gab es auch immer wieder.

Ines Meyrose Frühlingsoutfit 2015

2015 in tuffig-weiter Bluse

Dann wurden die Farben heller, immer mehr weite weiße Blusen kamen in den Schrank und Rot wurde liebste Akzentfarbe. Im Zuge des immer runder werdenden Körpers wurde der Kleidungsstil verspielter und extravaganter im Stil von TE Hamburg. Ich trug ganzjährig fast nur Kleider.

Allerdings wurde ich immer betrübter, weil mir die Ziele im Leben fehlten. Alles Gewünschte erreicht zu haben, ist so schön. Aber Stillstand ist Rückschritt. Ich wollte und will auch heute keinen Rückschritt. Aber wohin ich wollte, wusste ich nicht.

Mit dem plötzlichen Ende einer Freundschaft, die mich das halbe Leben lang begleitet hat, war meine Krise auf dem Höhepunkt. Ich habe dann ernsthaft überlegt, ob ich anfange Golf zu spielen oder einen Hund haben möchte. Das Ergebnis kennst Du. Ich bin froh, mich für den Hund entschieden und genau diesen gefunden zu haben!

Seit 2015 Hundejahre

Ines Meyrose mit Sneaker Nike Elite Leather SI

2015 mit Sneakern und Paul

Im Januar 2015 hat Paul mein wohl sortiertes Leben aufgewirbelt. Das brachte nach ein paar Monaten – anhaltend bis heute – einen Schwung neuer Klamotten mit sich. Braun ist immer noch viel vertreten, aber es gibt auch wieder mehr Marineblau. Rot und Gelb setzen Farbtupfer und Oliv taucht bei mir immer wieder mal auf. Die im Schrank am meisten vertretene Marke ist Armor Lux und wider Erwarten trage ich sogar freiwillig Sneaker.

Ines Meyrose #ootd 20160228 mit Ringelshirt von Armor Lux, Lederjacke von Lindgroen, Jeans von Please und Camper-Boots - Schal Scandic

2016 Marine on the Rocks

Sportlich-funktionale Kleidung hat sich breit gemacht. Form follows function ist das Motto. In Größe 42 mag ich mich in sportlicher Kleidung auch wieder leiden und bin wieder angekommen in dem, was in den anderen Perioden Standard war: High Class Leger Chic.

No Gos

Niemals standen mir Hellgrau, Türkis, ausgestellte 3/4 Hosen und weite, lange Röcke – trotz einiger Versuche.

Dauerbrenner

Ines Meyrose #ootd mit Rollkragenpullover A4 in schokoladenbraun von Wool Overs

2015 im Dauerbrenner Rollkragenpullover

Immer wieder und völlig modeunabhängig gerne trage ich Rollkragenpullover, V-Ausschnitt-Pullover, Jeans, Stretchhosen, farbig-dunkle Strumpfhosen, weiße (weite) Blusen, feingestrickte Wolle und Kaschmir, matte Stoffe, Kleider mit Bewegungsspielraum, Kapuzen, Halbschuhe, Boots, Tücher aus leichtem Material und Einzelteile bei Schmuck. Marineblau und Dunkelbraun sind meine Basisfarben, Rot und Gelb die dominanten Akzentfarben. Olive und Orange tauchen auch immer wieder auf.

Außerdem kaufe ich schon mein Leben lang das Hochwertigste, was ich mir mit meist gutem Gewissen leisten möchte. Wie heißt es in der Werbung so schön: Weil ich es mir wert bin!

Fazit

Mein Stil unterliegt eindeutig den 7-Jahres-Zyklen und ist gewichtsabhängig. High class leger chic passt insgesamt am besten zu mir. Je schlanker ich bin, umso sportlicher ist meine Kleidung – was nichts mit sportlicher Betätigung zu tun hat.

Je dicker ich wurde, umso extravaganter und verspielter wurde die Kleidung in der Vergangenheit. Das liegt daran, dass Übergewicht bei mir in Jeans und T-Shirt einfach nicht gut angezogen aussieht. Außerdem lenken ungewöhnliche Schnitte und verspielte Details ebenso von ungeliebten Zonen ab wie Muster.

Jetzt bin ich gespannt auf 2021. Im Moment möchte ich gar keine Veränderung und 2 x 7 geht ja auch. Wir werden es sehen …

Wie sieht Deine Stilreise aus?

  1. * Interessante Artikel dazu findest Du hier http://anthrowiki.at/Siebenjahresperioden und http://www.fuersie.de/lifestyle/kultur/artikel/phaenomen-7-jahres-zyklus/page/2 und http://www.gehvoran.com/2015/04/sieben-jahres-zyklus-der-menschheit-mut-zur-wahrheit/ und http://andy-beyer.de/die-lebenszyklen.html. []

#sisterhood – Gedanken einer Frau

Bei der Farbenfreundin habe ich einen Beitrag zu #sisterhood gelesen. Es ist eine Blogparade von Digital Media Woman, bei der ich spontan gerne dabei bin. Allerdings wird mein Beitrag einen anderen Tenor haben als vermutlich erwartet.

Eine für alle – alle für eine?

Frei seinDas ist unrealistisch. Und ganz ehrlich? Ich will das gar nicht. Teamgedanke und Teamhandeln? Ja gerne! Aber Zusammenschluss nur des gemeinsamen Geschlechts wegen? Nein danke. Ich bin keine Freundin der unfamiliären Schwesternschaft. Ich suche mir Freunde und Geschäftspartner aus – unabhängig vom Geschlecht.

Es gibt Dinge, die einige Menschen besser können und andere weniger gut. Da versuche ich, um mich herum einen Mix zu haben, der möglichst breit alles abdeckt, was ich brauche. Und ich sehe zu, dass ich helfen kann, wo es gefragt ist. Ich unterstütze mir sympathische Menschen viel lieber als andere. Dabei ist mir das Geschlecht völlig egal. Gemeinsame Geschlechtszugehörigkeit als Zusammenhaltargument? Das reicht mir nicht aus.

Natürlich gibt es reichlich Probleme, unter denen Frauen gemeinsam leiden. Die Basis für das Erreichen dieses Kulturwandels ist meiner Ansicht nach nur gemeinsam in den Köpfen von Männern und Frauen zu schaffen.

Gleiches Geld für gleiche Leistung!

Am 18. März 2016 haben wir hier im Blog über den Equal Pay Day gesprochen. Die himmelschreiende Ungerechtigkeit, dass so viele Frauen auf der Welt weniger Geld für gleiche Arbeit erhalten und die gläserne Decke nur wenige durchlässt, lässt sich für mich nicht mit expliziten Frauennetzwerken lösen. Dazu braucht es auch Erkenntnisse auf Männerseite. Die kann man nur im gemeinsamen Dialog erzielen.

Ich habe nicht das Bedürfnis, Teil eines expliziten Frauennetzwerks zu sein, obwohl diverse Gruppen bereits um meine Mitgliedschaft geworben haben. Mir sind echtes Selbstbewusstsein und echte Emanzipation wichtiger. Das geht für mich nur im offenen Kontakt über Geschlechtergrenzen hinweg. Vielleicht ändere ich meine Meinung, wenn ich auf das passende Frauennetzwerk treffe. Bis dahin gibt es von mir eine unsolidarische Absage an die #sisterhood.

Wie stehst Du zum Zusammenhalt von Frauen?

5 Sätze, die ich als Kundin nie wieder hören möchte

Ob ich selbst Kundin im Einzelhandel bin oder als Personal Shopper für bzw. mit Kunden von mir im Einzelhandel einkaufe, spielt dabei keine Rolle. Fakt ist, dass ich neben vielen positiven Erlebnissen im Einzelhandel von Verkäufer_innen leider immer wieder Sätze höre, bei denen sich mir die Nackenhaare aufstellen und ich innerlich zu hyperventilieren beginne. Das sind die Momente, in denen ich ganz genau weiß, warum ich Onlineshopping liebe. Da werden mir die Sachen zusätzlich auch noch nach Hause getragen.

5 Sätze aus der Hölle im Einzelhandel …

  1. Das trägt man jetzt so.
    Wer ist man? Warum soll ich das so tragen? Warum trägt man das so? Was ist gut daran? Nur dass es Mode ist, reicht mir nicht als Argument. Wenn Du mir das verkaufen möchtest, dann erkläre mir es.
  2. Da müssen Sie dahinten in der Ecke mal gucken.
    Nein, MUSS ich gar nicht. Wenn Du mir was verkaufen möchtest, kannst Du mir bitte zeigen, wo ich das finde. Oder es mir ganz vielleicht sogar her holen?
  3. Sie können dann ja mal anrufen und fragen, ob es wieder vorrätig ist.
    Klar, könnte ich. Aber Du siehst, wenn es wieder da ist. Ich nicht. Möchtest Du jeden Tag von mir angerufen werden? Sicher nicht. Also ruf doch einfach mich an, wenn die Ware wieder da ist. Ein erfreuter Kunde berichtet sogar seinem Umfeld von dem Service und macht kostenfreie Werbung für den Laden. Bessere und billigere Werbung kannst Du nicht bekommen. Tja, so bekommst Du die nicht.
  4. Die Schuhe geben noch nach an der Stelle, wo sie jetzt drücken.
    Und bis dahin soll ich die Blasen meines Lebens in Kauf nehmen? Schuhe haben beim Kauf zu passen. Versuch bitte nicht, mir einen Fehlkauf anzudrehen!
  5. Das müssten wir bestellen. Das Buch haben wir nicht. Zum Kontext: Es handelte sich um den Bestseller Der Susan-Effekt, den die Verkäuferin noch nicht einmal namentlich kannte.  Dazu noch Konjunktiv und müssen in einem Satz. So viel Anti-Verkauf muss man erst mal schaffen …

… die es den Guten so schwer machen

Das Thema hatten wir in negativer Hinsicht hier im Blog schon mal bei den Kommentaren zu High5 for Friday mit Euch und als Ausgleich dazu den Beitrag Positive Erlebnisse im Einzelhandel & H54F. Es liegt mir immer noch fern, eine Berufsgruppe negativ darzustellen, die natürlich wie jede Gruppe positive und negative Herausreißer hat. Zumal ich seit 2006 Auszubildende im Verkauf im Rahmen von Seminare teilweise mit ausbilde. Das ändert jedoch nichts daran, dass mich diese negativen Erlebnisse bei Einkaufsbegleitungen und eigenen Einkäufen in den letzten Wochen wieder mal so genervt haben, dass mir dieser Artikel ein Bedürfnis ist.

Mir ist klar, dass auch Mitarbeiter_innen im Verkauf gute Tage und schlechte Tage haben und ich auch nicht immer eine angenehme Kundin bin. Ich trete bestimmt auf und weiß, was ich möchte. Jedoch erwarte ich mindestens von einer Mitarbeiter_in, dass sie Kunden nicht offensichtlich als Bittsteller betrachtet.

image&impression Individuelle Image-, Stil- und FarbberatungWorte wie müssen und sollen haben im Gespräch mit Kunden aus meiner Sicht nichts zu suchen. Wer seine Mitarbeiter_innen dafür sensibilisieren und für Kunden angenehmeres Verhalten angewöhnen möchte, darf gerne eine Schulung bei mir buchen. Näheres dazu bei image&impression unter Imageberatung für Unternehmen.

Was sind Deine Sätze aus der Hölle? Was möchtest Du nicht wieder hören?

Ich bin nicht süß

Unterwäsche Panty traumweich in offwhite von nur die mit Schleife

Das meiste Geld für Kleidung habe ich 2016 bisher in Unterwäsche investiert. Die brauchte dringend ein Upgrade in Form von passender Wäsche. Mal davon abgesehen, dass ich BHs und Bodys nicht gerne kaufe, weil die Passform immer wieder ein Akt ist, stellt sich mir jedes Mal die Frage:

Warum sind Schleifen an Unterwäsche von Frauen?

Kleine Schleif(chen) – alleine das gedachten chen dabei – haben für mich etwas niedliches, zartes, mädchenhaftes. Nun ist meine Unterwäsche aber ansonsten nicht mädchenhaft, sondern erwachsen. Warum ist selbst an ganz schlichten, sportlich-reduziert wirkenden Bodys und BHs in der Mitte der Cups in den meisten Fällen eine Schleife aufgehäht? Warum ist an der Unterhose oben im Bild eine Schleife?

Meistens trenne ich diese Schleifen sofort ab. Sie sind oft mit dickem Garn angenäht, was nicht zum Garn des restlichen Wäscheteils passt und sich dann meistens im Lauf der Wäschen farblich anders als die Unterwäsche verändert. Das stört mich dann zusätzlich.

Aber zurück zum Thema: Warum verzieren Unterwäschehersteller die Sachen so? Will die Kundschaft das? Wollen das die Trägerinnen? Oder finden die Partner_innen der Trägerinnen das schön? Ich kenne durchaus Männer, die das niedlich finden. Niedlich bin ich aber ebenso wenig wie süß. Stelle ich mich an? Deshalb frage ich Dich:

Magst Du Schleifen an Unterwäsche?

View Results

Loading ... Loading ...

Danke für Deine Abstimmung!

5 Gründe gegen den Sommer

Ostsee Timmendorfer Strand August / Sommer 2015

Heute ist kalendarischer Sommeranfang. Auch auf die Gefahr hin, mich jetzt bei Dir unbeliebt zu machen, gestehe ich: Ich mag keinen Sommer. Der Sommer ist die Jahreszeit, mit der ich am meisten hadere. Ich liebe es, in einer Region mit Jahreszeiten zu leben. Aber auf den Sommer kann ich gut verzichten. Am liebsten hätte ich Frühling und Herbst im Wechsel. Zwischendrin eine eiskalte Woche, in der der alle Spinnen und Zecken erfrieren, wäre gut. Mit Kälte im Winter habe ich kein Problem, nur mit schlecht geräumten Straßen und Wegen bei Eis oder Schnee.

Warum ich keinen Sommer mag

  1. Er will was von mir. So sagte eine ehemalige Freundin oft zu sonnigen Wetterlagen. An sich schön, aber der Sommer will was von einem. Bei schönem Wetter kann ich am Sonntag schwer lesend auf dem Sofa faul sein. Das Wetter ruft “Komm raus, spiel mit mir!”. Ich will aber vielleicht gar nicht raus. Und zack ist das schlechte Gewissen da. Aber Sonne ist doch nicht da, um sich schlecht zu fühlen, oder? Tue ich dann aber, wenn ich drinnen bleibe.
  2. An keine Jahreszeit werden so hohe Erwartungen geknüpft wie an den Sommer. Er hat gefälligst schön zu sein. Nur was heißt das schon? Was der Sommer macht, er macht es verkehrt. Sommer macht, dass ich unzufrieden bin.
  3. Mir ist entweder zu heiß oder ich bin zu dünn angezogen. Trockene 18-20 Grad liebe ich, bis 25 Grad überlebe ich in leichter Kleidung noch irgendwie. Oberhalb von 25 Grad fühle ich mich krank. Meine Körpertemperatur ist dauerhaft erhöht und es geht mir schlichtweg nicht gut. Da hilft auch die trockenste Wärme nicht. Ab 30 Grad geht nichts mehr, da verbringe ich die Zeit bevorzugt in dunklen Innenräumen weit unten im Haus. Draußen lacht die Sonne und ich habe nichts davon. Wenn es nicht so heiß ist im Sommer, sondern er enttäuschend kalt ist, ziehe ich trotzdem Sommersachen an, denn die wollen schließlich getragen werden. Dann kommt das Frieren, bis ich genervt den Wollpullover wieder heraushole. Dann gräme ich mich, weil Sommer ist und ich Herbstkleidung trage.
  4. Ich fühle mich am Wochenende an meinem Wohnort gefangen. Ein Ausflug an die Ostsee? Keine gute Idee, die A1 ist den ganzen Tag randvoll. Ein Ausflug an den nördlichen Elbstrand in Övelgönne? Keine gute Idee, die A7 ist voll und vorm Elbtunnel geht den ganzen Tag kaum mehr was. Freunde nördlich der Elbe besuchen? Siehe A1 und A7. Ausflüge nur morgens um 6 Uhr zu starten, um schnell und entspannt am Ziel sein, lässt sich nicht mit meinem Schlafbedürfnis vereinen. Kann man mal machen, aber eben nur mal. Von Juni bis September hat am Wochenende der Urlaubsreiseverkehr die Straßen im Griff. Selbst verreisen? Auf keinen Fall. Zur Hauptsaison muss ich ohne Kinder wirklich nicht ins teuere Massengetümmel.
  5. Ich gehören zu den Menschen, die angezogen besser aussehen als ausgezogen. So ähnlich habe ich das mal als Aussage von Ina Müller in einem Zeitschrifteninterview gelesen und das unterschreibe ich sofort. Ich fühle mich mit mehr Kleidung am Leib einfach besser und schöner als in luftigen Sommerfähnchen. Lieber ziehe ich drei Schichten übereinander an als nur eine halbe.

Wer versteht mich? Wie geht es Dir mit dem Sommer?

Seite vorherige 1 2 3 4 5 6 7 nächste