Buchreview: Das Kleiderschrank-Projekt

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(Affiliate-Link auf dem Cover)
Das Kleiderschrank-Projekt: Systematisch zum eigenen Stil und zu bewusstem Modekonsum (Affiliate-Link) von Anuschka Rees*

Sieht es bei Dir so aus?

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Dein Kleiderschrank ist voll, aber jeden Morgen die Frage: Was ziehe ich an? Das ist Dir ein Gräuel? Dann stimmt etwas nicht mit Deinem Sortiment. Entweder passt es nicht zueinander oder nicht zu Dir. Oder Du kaufst ständig neue Sachen einfach um des Haben Willens und ziehst die Sachen nur selten an? Fast Fashion ist Dein Motto, aber es gefällt Dir nicht mehr? Damit bist Du Kernzielgruppe des Buchs Das Kleiderschrank-Projekt von Anuschka Rees. Mehr über die Autorin Anuschka Rees findest Du übrigens in ihrem Blog.

Das Kleiderschrank-Projekt: Reduktion für Einsteiger

Im Kleiderschrank-Projekt werden einfache Strategien und Übungen gezeigt, um Deinen eigenen Stil zu entwickeln und Kleidung bewusster zu kaufen. Die Empfehlungen sind unabhängig von Trends, Figur-, Stil-, Farbtypen. Alle, die allergisch auf Schemata und Schubladendenken reagieren, werden den Anregungen gegenüber offen sein. Letztendlich geht es darum, auf Deine Intuition zu hören und zu schauen und selbst zu entscheiden, in was Du Dich am besten fühlst und leiden magst.

Inhaltlich behandelt die Buch die Grundlagen der Bestandsaufnahme, die Entdeckung des eigenen Stils, die Zusammenstellung einer zu Dir passenden Garderobe und die Kunst des Einkaufens mit Hinweisen zu Qualität und Sitz der Kleidung.

Dokumentation des echten Lebens

Bei der Bestandsaufnahme empfiehlt Anuschka Rees, zwei Wochen lang eine Fotodokumentation der getragenen Outfits zu machen mit den Hinweis zum Anlass, z.B. Kundentermin, Treffen mit einer Freundin oder Sofatag. Wenn Du diese Übung in zwei Wochen machst, die Deinem durchschnittlichen Wochenablauf entsprechen, siehst Du schnell, welche Sachen Du oft trägt und welche im Schrank bleiben. Damit sind wir wieder bei meiner Grafik oben mit den Lieblingsklamotten …

Auf Seite 39f im Buch findest Du einen Fragebogen zur Bestandsaufnahme, den Du bei Betrachtung der Fotos auswerten kannst. Die Fragen dazu finde ich klug formuliert und durchdacht. Die Leser_innen kommen mit wenigen Gedanken dazu, den Kern des eigenen Stils und der Bedürfnisse zu reflektieren.

Praxisbeispiel

Gunda vom Blog Hauptsache warme Füße! hat bereits 2016 einige aufschlussreiche Beiträge mit der Überschrift What I wore mit Fotodokumentation veröffentlicht, in denen sie ihre Bürooutfits von Montag bis Freitag mit Fotos dokumentiert und kommentiert hat. Spaßeshalber mache ich das für mich auch gerade ausgelöst durch das Lesen des Buchs. Die Spiegelselfies werden hier nicht veröffentlicht. Ich überprüfe damit nur, ob meine Selbsteinschätzung stimmt. Die Liste der getragenen Sachen und Anlässe dazu mit Auswertung würde ich bei Interesse hier im Blog zeigen. Bitte kommentiere das bei diesem Beitrag, wenn Du es gerne lesen würdest.

Auch wenn ich ziemlich genau weiß, warum ich welche Sachen aus meinen Schrank oft trage und welche seltener, ist es interessant, das auf Fotos gesammelt zu sehen. Bei anderen Menschen – sprich meinen Kunden und Bloggerinnen, die ich lese – ist das auch für mich als Imageberaterin immer einfach als bei mir selbst. Mit ein wenig Betriebsblindheit ist jeder geschlagen. Deshalb also auch für mich der kleine Test.

Outfit-Formel

Der zweite Punkt, der mich neben den Fragen zur Bestandsaufnahme dazu bringt, das Buch gerne zu empfehlen, sind Praxisbeispiele zur Outfit-Formel. Die Outfit-Formel ist bei Anuschka Rees das, was bei mir Einheitslook heißt oder auch Uniform genannt wird. Die Kunst ist dabei, Kombinationen zu wählen, die zu Deinem Stil perfekt passen und in denen Du Dich wohlfühlst. Bei mir sind das zum Beispiel

  • Frühling: Gerade geschnittene dunkle Jeans, langärmelige weiße Bluse, Boots
  • Sommer: Bikerjeans von Please!, Ringelshirt mit minimal 3/4-Arm, Sneaker
  • Herbst/Winter: Jeans, Kaschmirrollkragenpullover, Stiefeletten oder Stiefel

Im Buch findest Du ab Seite 152 einen Outfit-Plan für zwei Wochen, der auf zwei Outfit-Formeln basiert. Es ist immer wieder spannend, mit wie wenig Teilen gefühlt unendlich verschiedene Looks funktionieren. Wir brauchen alle viel weniger als wir denken.

Fazit

Leser dieses Blogs und Menschen, die sich schon länger mit ihrer Kleidung und Ihrem Konsumverhalten in Form von Kleiderschrankinventuren, Bewertungen der Käufe im Rückblick und Fehlkäufe beschäftigen, werden wenig Neuigkeiten im Kleiderschrank-Projekt finden. Aber gerade wer am Feinschliff arbeiten möchte, wird mit dem Fragebogen zur Bestandsaufnahme noch Denkanstöße bekommen. Einsteiger in das Thema finden mit Sicherheit diverse praktikable Anregungen.

Danke an den DuMont (Werbung) Buchverlag für das Rezensionsexemplar. Weil es in dem Buch um kontrolliertes und reduziertes Konsumverhalten geht, verlinke ich es bei Traude Rostroses Aktion A New Life.

(Affiliate-Link)

  1. * Aus dem Englischen von Rasha Khayat – Originaltitel The curated closet. A simple system for discovering your pesonal style and building your dream wardrobe bei Ten Speed Press, Berkeley. []

Herbst-Einheitslook 2015 und ein Plädoyer für antizyklisches Kaufen / Geht doch! #4 Rollkragenpullover

Werbung mit Stil

Ines Meyrose #ootd mit Rollkragenpullover A4 in schokoladenbraun von Wool Overs

Ja, ja, ja, ich weiß: Es ist Sommer! Im Sommer möchten wir leichte Sommerkleider tragen, wie in Ihr der Juli-Collage im Modejahr 2015 so schön gezeigt habt. Danke für Eure tollen und vielen Beiträge. Ich freue mich über jeden einzelnen davon! Und doch kommt der nächste Herbst und Winter bestimmt. In den Läden tauchen erste Wollsachen schon auf. Wer wie ich Randgrößen trägt, muss schnell zuschlagen. Von den kleinen und großen Größen sind in den Läden oft nur wenige zu haben. Größe 38/40 findet sich oft im Sale – alle anderen gucken lieber früher, wenn sie etwas wirklich haben möchten.

Wenn etwas gerade nicht in ist

Wooloves_A4Den ganzen letzten Winter habe ich nach einem dunkelbraunen Rollkragenpullover gesucht. Es gab entweder kein Dunkelbraun oder der Schnitt war nicht schön für mich. Deshalb habe ich jetzt sofort das Angebot von Wool Overs (Werbung) angenommen, diesen Rollkragen-Pullover als PR-Muster aus 70% Merino und 30 % Cashmere zu testen.

Herbst-Einheitslook 2015

Ines Meyrose #ootd mit Rollkragenpullover A4 in schokoladenbraun von Wool Overs

In einem Outfit dieser Art werdet Ihr mich in den kühleren Monaten antreffen, wenn Ihr mich privat trefft oder im Homeoffice überrascht. Das Gegenstück zum Frühlings-Einheitslook mit weißer Bluse und dunkelblauer Jeans ist im Herbst ein leichter Wollpullover mit Jeans. Das macht für mich Urlaubspacken dann auch gleich sehr einfach: kein Schnickschnack, keine Bügelwäsche.

Ines Meyrose #ootd mit Rollkragenpullover A4 in schokoladenbraun von Wool Overs

Dazu trage ich bevorzugt meine gut eingetragenen Lieblingsstiefel von La Martina oder die Sternenzauberboots und schlichten Schmuck. Wenn ich die Bilder ansehe, empfinde ich den Look als sehr einfach. Im wahren Leben vor dem Spiegel fühlt er sich genau richtig an. Entscheidend für den High Class Leger Chic sind die hochwertigen Komponenten. Mit hochwertig meine ich nicht hochpreisig, sondern wertig in Material und Fertigung.

Ines Meyrose #ootd mit Rollkragenpullover A4 in schokoladenbraun von Wool Overs

Modejahr 2015 - Banner von www.meyrose.deMit der natürlichen Zusammensetzung des Pullovers, der Lee-Jeans (vom Elastananteil sehen wir jetzt mal ab) und den Lederboots (die gummierte Sohlenverstärkung lassen wir auch bei Seite) ist das mein Beitrag zum Modejahr 2015 im August bei nur-natur. Durch das tolle Material ist der Pullover sogar bei 15 Grad angenehm zu tragen. Mit dem Kragen geht er zu Sunnys Um Kopf & Kragen in der kommenden Woche.

Stilberatung ignoriert

Nachtrag 2017: Der Beitrag passt zur neuen Serie Geht doch! Ich trage ihn als #4 für Rollkragenpullover nach.

Bei meinem Körperbau würde mir übrigens bei einer Stilberatung von Rollkragenpullovern abgeraten werden, weil die bei großem Busen einen sehr flächigen Oberkörper machen. Der hohe Kragen verlängert zwar den Oberkörper – gut zum Ausgleich langer Beine, aber die Fläche unterhalb des Kinns bis zum Busen zieht optisch nach unten. Weil ich mich aber in Rollkragenpullovern so dermaßen wohl fühle ich und den Ausschnitt zu meinem ovalen Gesicht durchaus passend finde, trage ich sie trotzdem. Wer die Regeln kennt, darf sie brechen.

Ines Meyrose #ootd mit Rollkragenpullover A4 in schokoladenbraun von Wool Overs

Der negative Effekt ließe sich durch einen schmal herabhängenden Schal mindern, weil er den flächigen Oberkörper vertikal teilt. Ein Blazer oder Strickjacke mit V-förmigem Revers streckt den Ausschnitt und deshalb kombiniere ich das so, wenn noch etwas Wärmendes darüber darf. Eine halsferne V-förmige Kette funktioniert auch, ist mir aber im Alltag im Weg.

Weitere Artikel mit Wool Overs findet hier Ihr im Blog

Ines Meyrose #ootd 20150509 mit asymmetrischem Pullover A51 von Wool OversInes Meyrose #ootd 20150524 mit Wasserfall-Strickjacke A44 von Wool OversInes Meyrose #ootd mit Kurzarm Pullover M14 in maritim-blue von Wool Overs

Was kauft Ihr antizyklisch? Habt Ihr auch schon einen Herbst-Einheitslook?

Frühlingseinheitslook 2015 – Praxistest

Ines Meyrose im Frühlingseinheitslook 2015 mit dunkelblauer Jeans und weißer Bluse

Jeans Lee Modell Marion StraightIm März habe ich Euch nach einer kleinen Kleiderschrankinventur meinen Frühlingseinheitslook 2015 gezeigt. Inzwischen haben sich noch mehr Teile aus dem Schrank als nicht mehr tragbar erwiesen, weil sie zu groß geworden sind. Bei den weißen Blusen ignoriere ich das konsequent und trage die im legeren Oversized-Look. Dafür hat eine dunkelblaue Jeans von Lee das Sortiment ergänzt.

Praxisnachweis

LoveT. hat die Idee in den Kommentarraum gestellt, ob ich nicht nach einiger Zeit Tragebilder der Variationen meiner Uniform zeigen möchte. Die Praxis hat ergeben, dass mein Fotograf in der Regel morgens schon aus dem Haus ist, wenn ich fotofein bin. Abends möchte ich eine weiße Bluse nicht mehr fotografieren lassen. Die Idee finde ich trotzdem gut. Deshalb gibt es immerhin ein paar Schnappschüsse des Looks, der sich bewährt hat.

Ines Meyrose im Frühlingseinheitslook 2015 mit dunkelblauer Jeans und weißer Bluse

Es gibt noch nicht dokumentierte Variationen mit hellbraunen Schuhen, aber Rot hat sich als Farbe zu blauer Jeans und weißer Bluse durchgesetzt. Am liebsten trage ich den Loop Ulli von Lotte Voss dazu, weil es bisher recht kühl war und der wärmt. Es ist der einzige Schal, den ich mit der langen Kette kombiniere. Es ist viel am Hals, aber ich finde es zum ansonsten schlichten Look OK. Weil es für mich etwas Besonderes ist, Schal und Kette zu kombinieren, verlinke ich es bei Sunnys Um Kopf & Kragen und bei High Latidue Style als klassischen Look.

Ines Meyrose im Frühlingseinheitslook 2015 mit dunkelblauer Jeans und weißer Bluse

Mit dem Trenchcoat ist es eine klassische Kombination, die mir in den letzten Jahren zu hanseatisch gewesen wäre. Jetzt mag ich sie wieder. Die rote Handtasche, die ich ursprünglich zu dem Einheitslook ausgewählt habe, ist bisher nicht einmal zum Einsatz gekommen. Den Platz hat ihr der leichte Le Pliage-Rucksack streitig gemacht.

Ines Meyrose im Frühlingseinheitslook 2015 mit dunkelblauer Jeans und weißer Bluse

Fazit

Der Einheitslook bleibt als Uniform für den Sommer 2015 bestehen. Die lange Jeans tauscht dann mit dem Bermuda, aus Boots werden Sandalen. Das Projekt ist gelungen und wird dauerhaft implementiert.

Frühlingseinheitslook 2015

Ines Meyrose Frühlingsoutfit 2015

Die Kleiderschrankinventur zum Frühling hat leider ergeben, dass ein Großteil meiner Kleidung nicht mehr passt und sitzt. In den letzten Monaten bin ich etwas schmaler geworden, was aber keine Absicht war. Ich bin gesund und alles ist gut. Bitte keine Komplimente dafür => siehe Komplimente, die keine sind #1. Die Spaziergänge mit Paul werden nicht ganz unschuldig daran sein :) .

Dass meine Sachen nicht mehr passen, ist unschön und teuer, denn ich mag meine Sachen, habe nicht sehr viel Bekleidung und setzte auf Hochwertiges. Auf neue Kleidung habe ich keine Lust, weil ich noch der alten hinterher trauere. Betroffen sind vor allem Hosen und Kleider, die sich nicht einfach ändern lassen. Der Teil im Schrank ist gerade ziemlich überschaubar.

Das Buch Fashion – was verrät mein Stil über mich hat mich dazu inspiriert, mal wieder meine eigene Medizin zu nehmen und bei mir das anzuwenden, was ich mit Kunden in Stilberatungen mache. Die Frage, wie meine ideale Garderobe aussähe, spielt hier die Schlüsselrolle und hat mich zum Frühlingseinheitslook geführt. Die Wahrscheinlichkeit, mich in diesem Outfit anzutreffen, ist in den nächsten Monaten hoch.

5 Gründe für dieses Outfit

  • Der uniformartiger Einheitslook ist mit kleinen Details veränderbar.
  • Mit meinen noch für tragbar befundenen sechs verschiedenen weißen Blusen und zwei Jeans ist es variabel umsetzbar. Das war schon bei der white week 2014 spannend mit nur einer Jeans.
  • Die Farbe der Accessoires – Schuhe, Handtasche, Armband – verändert den Gesamteindruck. Rot wirkt lebendig, braun bodenständig, grün frisch. Tücher können passend kombiniert werden.
  • Ich kann mich in dem Outfit frei bewegen.
  • Der Look wirkt angezogen und gleichzeitig frühlingsleicht.

Ines Meyrose Frühlingsoutfit 2015

Outfitdetails Frühlingseinheitslook 2015

Tuffige Bluse zeitlos (2012), Jeans Closed Schnitt United Straight (2014), Sommerstiefel Progetto (2012), Handtasche no name von Krupka (2012), Armband Pippa&Jean (gewonnen 2015)

Ines Meyrose Frühlingsoutfit 2015

Ergänzung 28. März 2015:
Passende Tücher zu Rot habe ich zum Beispiel diese

Codello_Schal_Herzilein_gefaltethueftgold_Schal_RotgestreiftSommerschal von Fraas

Wie steht Ihr zu so einem Uniformlook? Habt Ihr vielleicht auch einen? Welchen?