Anzeige – Stilberatung: Die ideale Ausschnitt-Tiefe passend zu Deinem Gesicht

Demonstrationen von verschiedenen Ausschnitt-Tiefen in Bezug auf die natürlichen Proportionen des Gesichts von Ines Meyrose: idealer tiefer Ausschnitt mit Kette

Idealer tiefer Ausschnitt mit Betonung der passenden kürzeren Stelle durch einen Kettenanhänger

Welche Ausschnittform am besten Deinem Gesicht passt, hängt von Deiner

  • Gesichtsform – länglich, oval, eckig, trapezförmig, rund oder herzförmig
  • Halslänge und -breite
  • Schulterbreite im Verhältnis zu den Hüften und der Form Deines Oberkörpers

ab. Du kannst die natürlichen Formen bewusst verstärken, indem Du gleiche Formen wählst, oder ausgleichen mit Gegenformen. Verstärken würde beispielsweise ein eckiger Ausschnitt eine kantige Gesichtsform, ein gerader U-Boot-Ausschnitt breite Schultern oder ein V-Ausschnitt ein langes Gesicht bzw. Hals.

Ausgleichen würde ein U-Boot-Ausschnitt schmale Schulter und/oder breite Hüften, ein V-Ausschnitt ein rundes Gesicht oder einen kurzen Hals und ein runder Ausschnitt ein herzförmiges Gesicht. Das Spiel könnten wir hier jetzt endlos weiterspielen … Entscheidend ist, sich der natürlichen Formen bewusst zu sein, eine Entscheidung für Ausgleich oder Betonung bestimmter Körperzonen zu treffen, einander ausschließende Aspekte – Schultern oder Hals verbreitern und Gesicht verkürzen beispielsweise – zu gewichten und einen Fokus zu setzen. Solche detaillierten Themen sind Bestandteil einer individuellen Stilberatung.

Dein Gesicht gibt die individuelle Tiefe des Ausschnitts vor

Die Form des Ausschnitts ist eine Sache. Ein anderer Aspekt ist die Tiefe des Ausschnitts in Bezug zu Deiner Gesichtslänge. Dieser Aspekt ist meiner Erfahrung nach fast genauso wichtig wie die Form des Ausschnitts. Zur Demonstration habe ich ein Trägerunterkleid angezogen, an dem ich Euch die Auswirkung der verschiedenen Ausschnitttiefen demonstriere. Keine Angst, ich gehe nicht so aus dem Haus. Das Trägerunterkleid als solches war übrigens lange Zeit ein Schrankmonster, bis ich es zum Sommernachthemd umfunktioniert habe. Seitdem habe ich es richtig gerne an.

Bestimme Deine natürlichen Proportionen

Stilberatung: Bestimmung der optimalen Tiefe von Ausschnitten / Coypright image&impression e.K.

Um die optimale Tiefe für den Ausschnitt zu genau Deinem Gesicht zu bestimmen, spiegelst Du für kurze Ausschnitte die den Abstand von den Augenwinkeln bis zum Kinn nach unten wieder. Für tiefe Ausschnitte nimmst Du die Länge vom Haaransatz bis zum Kinn und spiegelst die ebenso nach unten. Wenn Du so einen tiefen Ausschnitt trägst, kannst Du die Stelle für kurze Ausschnitte mit einer Kette betonen. Bei Herren hören an der Stelle für kurze Ausschnitte übrigens im Optimalfall Hemdenkragenspitzen auf und an der für lange der Chrochet-Winkel.

Demonstrationen von verschiedenen Ausschnitt-Tiefen in Bezug auf die natürlichen Proportionen des Gesichts von Ines Meyrose: zu hoch

Der Ausschnitt ist zu hoch, der Hals wirkt zu kurz. Eine lange Kette könnte das etwas ausgleichen.

Demonstrationen von verschiedenen Ausschnitt-Tiefen in Bezug auf die natürlichen Proportionen des Gesichts von Ines Meyrose: idealer hoher Ausschnitt

Ideale Länge eines hohen Auschnitts

Demonstrationen von verschiedenen Ausschnitt-Tiefen in Bezug auf die natürlichen Proportionen des Gesichts von Ines Meyrose: idealer tiefer Ausschnitt

Ideale Länge eines tiefen Ausschnitts

Demonstrationen von verschiedenen Ausschnitt-Tiefen in Bezug auf die natürlichen Proportionen des Gesichts von Ines Meyrose: zu tief

Der Ausschnitt ist zu tief – nicht, weil der Busenansatz zu sehen ist, sondern weil die nackte Fläche am Oberkörper zu groß ist. Ausgleichen kann man das bei zu tiefen V-Ausschnitten z.B. mit darunter getragenem Top mit geradem oder rundem Abschluss.

Umsetzung in der Praxis beim Shoppen

Bei MONA (Werbung), meinem Auftraggeber für diesen Artikel, habe ich Ausschnitte für Euch als konkrete Beispiele aus dem Onlineshop herausgesucht. Das Copyright der folgenden drei Bilder mit den T-Shirts liegt bei Mona und sie werden mir für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt. Wenn Du auf die Bilder klickst, kommst Du zu den Shirts im Shop.

Dieses T-Shirt ist ein Beispiel für einen hohen runden Ausschnitt. Wenn Du es unter einem Cardigan mit V-Ausschnittlinie trägst, ist es schön zu kombinieren. Ebenso passt eine lange Kette oder ein lang gebundener leichter Schal dazu. Copyright Foto: http://www.mona.de/

Dieses T-Shirt ist ein Beispiel für einen hohen runden Ausschnitt. Wenn man es unter einem Cardigan mit V-Ausschnittlinie trägt, ist es schön zu kombinieren. Ebenso passt eine lange Kette oder ein lang gebundener leichter Schal dazu. Foto: MONA

Bei diesem T-Shirt hat der tiefe runde Ausschnitt eine Länge, die an vielen Frauen gut aussieht. Gesicht und Dekolleté kommen beides zur Geltung. Copyright Foto: http://www.mona.de/

Bei diesem T-Shirt hat der tiefe runde Ausschnitt eine Länge, die an vielen Frauen gut aussieht. Gesicht und Dekolleté kommen beides zur Geltung.

Dieses T-Shirt ist ein Beispiel für einen hohen runden Ausschnitt. Wenn Du es unter einem Cardigan mit V-Ausschnittlinie trägst, ist es schön zu kombinieren. Ebenso passt eine lange Kette oder ein lang gebundener leichter Schal dazu. Copyright Foto: http://www.mona.de/

Hier siehst Du die Kombination bei beiden im Beitrag beschrieben Ankerpunkte. Die Kette endet an Spiegelung der Augen-Kinn-Linie, das T-Shirt an der tiefen Kante als Gegenstück zum Haaransatz. Foto: MONA

Schärfe Deinen Blick fürs Schöne

Gelernt habe ich die Grundsätze dieser Spiegelachsen bei Claudia Huber-Eustachi von ColorCircus im Seminar Form, Fläche, Struktur in der Stilanalyse, die Abbildung im Artikel ist von mir gestaltet. Der Weg dafür nach Frankfurt hat sich 2008 sehr gelohnt. Diese beiden Linien oder Punkte in Bezug zu natürlichen Proportionen erklären immer wieder, warum einige Ausschnitte falsch aussehen und andere richtig wirken. Der Aha-Effekt im Gesicht meiner Kunden vor dem Spiegel ist regelmäßig eine Freude.

Kanntest Du die Formeln? Worauf achtest Du bei der Ausschnitt-Tiefe?

Buchreview: Profil mit Stil

Werbung zum Lesen

(Affiliate-Link auf dem Cover)
Profil mit Stil: Persönlichkeit als Marke - Kleidung als Statement (Goldegg Business) (Affiliate-Link)
von Elisabeth Motsch und Jon Christoph Berndt

Der Mensch als Marke. Da gruselt es Dich bei der Vorstellung? Aber wieder erkannt wirst Du schon gerne, oder? Wenn Dein Gegenüber Deine inneren Werte unter der äußeren Hülle erkennt, dann magst Du das auch, oder? Wenn Du Tempotaschentücher kaufst, weißt Du schon beim Namen, was Du bekommst. Dein Umfeld schätzt es, bereits an der Verpackung zu sehen, welcher Mensch drinnen steckt.

Und auf einmal ist die Idee des Human Branding etwas ganz Selbstverständliches. Für Selbstständige und Firmenrepräsentanten eh. Aber auch für Dich als Mensch und Mitarbeiter. Beruflich wie privat. Kleidung ist wie eine Geschenkverpackung. Ein Versprechen auf den Inhalt. Das war letzte Woche Thema bei meinem Vortrag Kleidung MACHT Frauen, zum Weltfrauentag am Themenabend Super-Woman? Die Frau von heute! in Winsen.

Mode MACHT Frauen: Persönlichkeit in Kleidung

Persönlichkeit in Kleidung ausdrücken - eine Visualisierung von Ines Meyrose, image&impression

Auf dem Flip siehst Du meine im Vortrag entstandene Visualisierung zu Persönlichkeit in der Mode. Auch ohne Tonspur erschließt sich schon Einiges davon, oder? Ein weiteres Zeichen dafür, dass Visualisierung wirkt. Kleidung ist Visualisierung. Dazu passt das Buch Profil mit Stil, das ich am Wochenende gelesen habe. Den Worten der Autoren auf Seite 17

“Ihre Marke ist das, was man hinter Ihrem Rücken über Sie erzählt.”

schließe ich mich zu 100 % an. Im ersten Teil des Buchs geht um Persönlichkeit als Marke. Nur wenn ich weiß, wofür ich stehe, kann ich die passende Hülle kreieren. Auf Basis von Marketinggrundlagen und Charaktertypen findest Du für die verschiedenen Anlässe des Lebens von Job bis Freizeit passende Beispiele.

Im zweiten Teil geht es um Kleidung als Statement und die Umsetzung der zu transferierenden Inhalte in die äußere Hülle. Dort findest Du dann u.a. einen kurzen Charaktertypentest, aus dem Du passende Elemente für den äußeren Auftritt ableiten kannst. Ich bin demnach der Macher – das passt.

Gerade wenn Du Dich in den üblichen Stileinteilungen wie klassisch, sportlich, romantisch, extravagant … nicht wieder findest oder das nicht den Kern Deines Stils trifft, kannst Du gute Anregungen in den Buch finden. Und wenn Du auf dem Weg in die Selbstständigkeit, auf Partner- oder Jobsuche bist, ist eine Schärfung Deines Profils immer wertvolle Arbeit.

Das Buch ist über die üblichen Quellen und im Onlineshop des Verlags (Werbung) zu bestellen. Es wurde mir vom Goldegg Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

(Affiliate-Link)

High Class Leger Chic mit Rot – oder: Werde ich doch noch ein Sneakergirl?

Werbung mit Stil

Ines Meyrose #ootd 20160603 mit Sneakern Kety von Natural Feet / Tessamino, Jeans Please, T-Shirt Amor Lux, Hoodie Bloomings, Lederjacke Lindgroen, Handtasche Krupka - Foto: Gunda Fahrenwaldt

Heute seht Ihr mich in einer ungewohnt sportlichen Kombination. Bei dem High Class Leger Chic – hat mein Mann so getauft – kommt es darauf an, dass die Materialen absolut top sind. Zum Thema Lagenlook war der Kommentar meines Mannes übrigens: “So lange noch ‘ne neue Schicht drauf, bis es gut aussieht?”. Das T-Shirt ist aus bester Baumwolle, der Hoodie aus 4fädigem Kaschmir, die Lederjacke schön weich und die Sneaker aus Hirschleder. So wird dann aus

Jeans + T-Shirt + Hoodie + Lederjacke + Sneaker
= High Class Leger Chic

Ines Meyrose #ootd 20160603 mit Sneakern Kety von Natural Feet / Tessamino, Jeans Please, T-Shirt Amor Lux, Hoodie Bloomings, Lederjacke Lindgroen, Handtasche Krupka - Foto: Gunda Fahrenwaldt

Sonntag habe ich mich mit Gunda vom Blog Hauptsache warme Füße! getroffen und sie war so lieb, die Komplett-Outfitfotos zu machen. Lüneburg bietet einfach ein besonderes Flair und eine tolle Kulisse. Und wer wie Gunda seine Blogdomain Home of Calories nennt, entführt mich natürlich in ein Café, in dem es köstliche Himmelstorte mit Himbeeren gibt, gebacken von der Chefin persönlich im Capitol.

Himmelstorte mit Himbeeren

Werde ich doch noch ein Sneakergirl?

Ines Meyrose #ootd 20160603 mit Sneakern Kety von Natural Feet / Tessamino, Jeans Please, T-Shirt Amor Lux, Hoodie Bloomings, Lederjacke Lindgroen, Handtasche Krupka - Foto: Gunda FahrenwaldtNachdem ich 2015 noch titelte Warum ich kein Sneakergirl bin hat jetzt das zweites Paar zu mir gefunden. Das liegt einfach daran, dass ich, seit wir den Hund haben, sehr viel auf unebenen Wegen draußen bin – Lüneburg ist mit seinem Kopfsteinpflaster auch hubbelig unter den Füßen – und dabei leichte, feste, flache Schuhe gerne trage. Diese roten Sneaker von Natural Feet wurden mir dafür von Tessamino (Werbung) als PR-Muster zur Verfügung gestellt. Natural Feet hat den Anspruch, ein funktioneller Bequemschuh zu sein, der gut aussieht. Mit diesem Modell Kelty (Werbung)ist das eindeutig gelungen, oder? Sabine vom Blog Bling Bling Over 50 hat diese Sneaker 2015 schon mal gezeigt und seitdem sind sie mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen.

Sneaker "Kelty" in chili von Tessamino / Natural Feet

Unwiderstehlich weich

Das Hirschleder (Werbung) ist traumhaft weich. Nicht verständlich ist mir zwar, warum bei einem Lederschuh dieser Qualität das Futter Großteils aus synthetischem Stretchmaterial besteht, aber das tut der Gemütlichkeit keinen Abbruch. Mal sehen, wie sich das bei höheren Temperaturen entwickelt. Die Innensohle ist herausnehmbar und so ist der Schuh auch für Einlagenträgerinnen geeignet.

Sneaker "Kelty" in chili von Tessamino / Natural Feet

Die H-Weite macht den Schuh bequem, so dass er auch für Trägerinnen mit Hallux Valgus vom Hersteller empfohlen wird. Ich habe einen Hallux Valgus – Großzehenballen auf Deutsch – und brauche daher immer Schuhe, die im Ballenbereich breit genug sind. Dieser hier könnte für mich sogar noch ein bisschen breiter sein. Da das Leder und die Sohle aber extrem weich sind drückt absolut nichts. Ich freue mich schon darauf, die Sneaker zur Erholung zu tragen, wenn ich vorher mal hohe Schuhe zu tragen hatte, oder ich einfach Lust auf ein entspanntes Outfit habe. High Class Leger Chic eben.

Ines Meyrose #ootd 20160603 mit Sneakern Kety von Natural Feet / Tessamino, Jeans Please, T-Shirt Amor Lux, Hoodie Bloomings, Lederjacke Lindgroen, Handtasche Krupka - Foto: Gunda Fahrenwaldt

Was sagt Ihr: Ist die Mischung aus chic und bequem gelungen?

Business-Outfit im Winter – und was heißt Business-Outfit überhaupt?

Ines Meyrose #modejahr2016 Business im Februar

Business – Job-Outfit für den Alltag oder besondere Termine

Modejahr 2016 - Eine Blogaktion bei www.meyrose.de #modejahr2016… ist das Thema im Modejahr 2016 im Februar. Im Beitrag mit dem Linkup dazu könnt Ihr Outfits verlinken, die Ihr im Job tragt.

Business heißt für mich nicht Dresscode Business, sondern steht für Arbeit im Allgemeinen. Ich möchte Outfits sehen, die Ihr im wahren Leben im Beruf tragt. Dazu ist es dann gut zu wissen, in welchem Umfeld und welcher Position Ihr tätig seid, um das einordnen zu können. Dabei interessiert mich auch, warum Ihr Euch genau so kleidet für die Situation, wie Ihr es zeigt. Es mir darum, die Vielfalt an Looks zu sehen, die im beruflichen Kontext möglich sind.

Job-Outfit als selbstständige Imageberaterin

Auf dem Foto seht Ihr mich in einem Winterkleid aus Walkwolle (Beate Grigutsch 2016) mit warmer Wollstrumpfhose (Falke), Unterziehrollkragenpullover aus Merinowolle (Connemara 2008) und Stiefeln (Krupka 2015) mit Handtasche von Volker Lang (2015)1.

Meine Kunden sind Firmenkunden, die ich bei der Außenwirkung durch ihre Mitarbeiter begleite, und Privatkunden, die ich meistens in ihren Räumen zu Hause in Sachen Farbe und Stil in der Kleidung berate. Gerade bei Privatkunden zu Hause weiß ich vorher nie, welches Umfeld mich erwartet. Deshalb ist es wichtig, dass ich mich in keine Richtung zu sehr abhebe, um passend für die Aufgabe zu wirken. Ein Hosenanzug oder Kostüm wäre in einer Privatwohnung für mich immer zu viel. Ein Kleid aus weichem Stoff hingegen finde ich sehr passend. Es sieht angezogen aus und bietet trotzdem Bewegungsspielraum.

Wenn ich Seminare halte, achte ich darauf, nicht zu auffällig gekleidet zu sein, damit mein Anblick für die Teilnehmer ruhig wirkt. Deshalb trage ich z.B. kein rotes Kleid als Trainerin, wobei eine rote Bluse mit kleinerer Fläche durchaus funktioniert. Ob dieses Rostorange dafür schön ist, weil es lebendig wirkt, oder zu belebend für die Teilnehmer, werde ich in diesem Monat herausfinden, in dem ich es einfach ausprobiere.

Aushängeschild

Bei beruflichen Outfits als Farbberaterin achte ich noch mehr als bei privaten Anlässen – wobei ich da wenig differenziere – darauf, dass die Farben harmonisch zu mir passen. Als Herbstfarbtyp stehen mir am besten warme, gedeckte, dunkle Nuancen. Das Rostorange des Kleides wird durch das dunkle Braun des Rollis und der Schuhe etwas softer gemacht. Ich trage alternativ eine weiße Bluse darunter, dann wirkt es etwas leuchtender.

Sitzprobe bestanden

Bei der Kleiderlänge achte ich darauf, dass sie auch im Sitzen anständig aussieht. Eine Sitzprobe vor dem Spiegel ist vor dem Kauf Pflicht. Die Stiefel sind mit der Kreppsohle relativ rustikal. Da ich sie bei Privatkunden meistens ausziehe, stört mich das daher nicht. Die meisten Menschen in Hamburg schätzen es, wenn Straßenschuhe an der Haustür bleiben. Für draußen sind sie genau richtig bei dem Wetter. Für Seminare in entspanntem Umfeld trage ich dann Stiefeletten dazu, wie Ihr bei 2 Kleider – 1 Outfit seht. Darüber trage ich meinen braunen Wollmantel, den Ihr von den 10 Tipps für einen Wollmantel kennt.

1 Kleid für viele Fälle

Dieses Outfit ist ein gutes Beispiel dafür, dass ich die meisten meiner Sachen für sehr viele verschiedene Anlässe trage. Ich gehe damit nicht nur zum Kunden, ich trage es auch einfach so zu Hause. Damit würde ich auch abends mit einer Freundin Essen gehen, einen Familiengeburtstag feiern oder im Winter auf eine Taufe gehen. Im Lauf des Modejahrs 2016 werde ich es noch im September bei den Herbstfarben und im Oktober beim Brunch verlinken.

Vom Trägerkleid zum Kleiderrock

Bei den 10 Tipps für ein Strickkleid entstand eine Diskussion darüber, ob mein dunkelblaues Strickkleid denn überhaupt ein Kleid sei (denn es ist ohne etwas dazu nicht tragbar und somit kein singuläres Kleidungsstück) und ob das Trägerhängerchen denn nun ein Trägerkleid oder Kleiderrock sei. Ich habe wieder mal etwas über regionale Sprachgepflogenheiten gelernt und wurde so zur Besitzerin meines ersten Kleiderrocks, den Beate vom Bahhnwärterhäuschen mir netterweise genäht hat. Hier seht Ihr ihre eigene Version davon: Inspiration.

Danke Beate für dieses schöne Kleid!

Ich nenne ihn dann nämlich doch ganz frech Kleid, weil es für mich ein Kleid ist, wenn Rücken- und Vorderteil eine richtige Fläche haben und nicht nur aus langen Trägern oder einem Latz bestehen. Wie sagt man so schön: Was dem einem sein Kleid ist dem anderen sein Rock :) . Den Stoff dafür habe ich bei Yvonne Mania im Geschäft Stoffe in Stade gekauft.

Ines Meyrose #modejahr2016 Business im Februar

Das Rockträgerkleid ist mit ohne Gürtel zu tragen. Auf dem Foto mit Gürtel seht Ihr, dass es ganz schon weht bei uns. Sich bei windigen 6 Grad in die Natur zu stellen nur für ein paar Fotos ist schon ziemlich … nun ja … bin inzwischen wieder aufgetaut … Mit Mantel ist das Ensemble übrigens absolut angenehm warm – auch draußen.

Und jetzt bin ich gespannt, mit was für Outfits ihr mich im Linkup überrascht!

  1. PR-Muster []

10 Tipps für ein Strickkleid

Ines Meyrose #ootd mit Strickckleid von invero im Dezember 2015

Montag habt Ihr von meinem Besuch beim Fabrikverkauf von invero gelesen. Heute zeige ich Euch das dort gekaufte Strickkleid aus reiner Merinowolle, das sich gestern noch unter dem Wollmantel versteckt hat. Ich habe es schon einige Male getragen und fühle mich gut darin. Leserin Caro hat sich bei der Wunschliste einen Beitrag mit Tipps zur Auswahl eines Strickkleids gewünscht. Schauen wir uns so ein Kleid also mal genauer an.

10 Tipps zur Auswahl eines Strickkleids

  1. Die Materialart, z.B. Wolle, Kaschmir, Viskose, Baumwolle, Polyester, und Materialstärke entscheidet darüber, wie warm und atmungsaktiv das Kleid ist. Bist Du eine Frostbeule, ist dicke Wolle oder Kaschmir perfekt. Magst Du es nur ein bisschen warm haben, ist dünne Merinowolle angenehm. Magst Du es gerne kühl auf der Haut? Dann ist ein winterliches Strickkleid vermutlich nicht das richtige Kleidungsstück für Dich. Modelle aus Baumwolljersey oder Polyester für den Sommer lasse ich hier jetzt außer Acht und betrachte das Strickkleid aus der Sicht der kühlen Jahreszeit.
  2. Der Ärmel des Kleides entscheidet maßgeblich mit über die Wärmeeigenschaften des Kleids. Hat das Kleid lange Ärmel, ist es meistens sehr warm und kann nur mit einer Weste, Strickjacke oder Poncho darüber kombiniert werden und wird noch wärmer damit. Für Eisbären also perfekt. Wenn das Kleid einen halben, kurzen oder keinen Arm hat, kannst Du mit dem Darunter die Temperatur gut regeln. Ich kombiniere je nach Wetterlage leichte Longsleeves, Baumwollblusen oder Unterziehrollis zu solchen Modellen. Das ist ein Grund, warum ich so gerne Trägerkleider oder Hängerchen in der kalten Jahreszeit mag, weil sie da am flexibelsten sind.
  3. Der Ausschnitt hat Einfluss darauf, was Du zu dem Kleid kombinieren kannst und wie Dein Gesicht, Schultern und Gesamtlänge wirken. Ein Rollkragen ist schön warm, lässt sich aber nur mit einem Longsleeve gut kombinieren. V-Ausschnitte strecken die Körper- und Gesichtslänge optisch, machen schmalere Schultern und lassen den Busen kleiner wirken. Runde Ausschnitte sind gut bei einem schmalen Gesicht und lassen sich mit einer Bluse, wie bei mir hier zu sehen ist, zu einem V-Ausschnitt ummodeln, wenn der Ausschnitt tief genug ist. U-Boot-Ausschnitte betonen die Schultern und verbreitern optisch Gesicht und Hals, sind also bei langen Gesichtern und schmalen Schultern schön. Kapuzen finde ich eine schöne Spielerei bei Winterkleidern, nur sehen die leider mit Schals oder Blusenkrägen überladen aus. Dazu passt dann nur ein Longsleeve gut oder bei großer Kälte ein dünner Unterziehrolli.
  4. Die Länge des Kleides entscheidet darüber, wie lang Dein Oberkörper wirkt. Lange Frauen können auch lange Kleider gut tragen, Frauen unter 1,65 m versinken darin schnell und kombinieren dann wenigstens hohe Absätze dazu. Meine bevorzugte Länge bei 1,65 m ist entweder bis zu einer Handbreit über dem Knie oder die italienische Länge, die das Knie gerade eben bedeckt und darunter an der schmalen Stelle vor der Wade endet. Mit der italienischen Länge, die bei den meisten Frauen ab 1,65 m am besten aussieht, kommen die Beine gut zur Geltung und ggf. etwas knubbelige Knie oder nicht ganz so schöne Oberschenkel sind elegant bedeckt.
  5. In der kalten Jahreszeit trage ich nur blickdichte Strumpfhosen. 80-100 den gibt es günstig von nur die in ein paar Farben und hochpreisig von Falke in vielen Farben. Wenn Du eine absolute Friernase bist, nimm richtige Wollstrumpfhosen dazu. Dazu bietet sich allerdings ein gefüttertes Kleid an, damit die Strumpfhose nicht am Kleid klebt. Dazu kannst Du auch ein sommerliches Unterkleid verwenden. Wenn ich in den Stiefeln dicke Socken tragen möchte, nehme ich gerne Leggings anstatt Strumpfhosen, weil es mir dann an den Zehen mit nur einer Lage angenehmer ist.
  6. Die Weite des Kleides gibt entweder Bewegungsspielraum für große Schritte und entspanntes Sitzen – noch Fragen, warum meins so weit ist? – oder spendet mehr Wärme, wenn es körpernaher ist.
  7. Bei der Farbe des Strickkleids hast Du die freie Wahl bei Deinen Lieblingsfarben. Ist es uni, kannst Du mit gemusterten Blusen, Shirts, Strumpfhosen und Schals spielen – oder es uni im Colour Blocking tragen. Oder ganz Ton-in-Ton. Ich finde es aber auch schön, wenn das Kleid ein fröhliches Muster hat und einfarbige Farben dazu kommen, die sich im Muster wieder finden.
  8. Bei den Schuhen zum Strickkleid scheiden sich die Geister. Die Auswahl hat viel mit Deinem persönlichen Stil zu tun. Ich mag zu dem feinen Merinokleid oben und der klassischen Hemdbluse den Stilbruch mit den Winterstiefeln mit Kreppsohle. Das Outfit wäre viel eleganter, wenn die Schuhe eine dünne Sohle hätten und das Leder dünner wäre. Stiefeletten oder Booties sehen auch gut dazu aus, sind mir aber draußen an den Waden zu kalt. Pumps sind mir zu konservativ dazu. Zu einem Walkwollkleid oder dicken Strickkleid trage ich auch gerne mal derbe Boots mit Wollstrumpfhosen, dann ist es auch an den Beinen warm genug draußen.
  9. Bei Kleidern schätze ich es sehr, wenn mindestens eine Tasche vorhanden ist. Dabei achte ich darauf, dass die Taschen vorne sind, damit der Blick nicht auf die Hüften gelenkt wird.
  10. Wen Du Deine Kleider viel trägst und auch mal schwitzt, kaufst am besten in der Maschine waschbare Modelle. Bei Walkwolle ist das unterschiedlich, ob der Hersteller es erlaubt oder nicht und wie es hinterher aussieht … bei normal verstrickter Wolle oder Kaschmir wasche ich die Kleider ganz normal kalt mit Wollwaschmittel in der Maschine mit Handwaschprogramm, wie => hier beschrieben. Ansonsten entstehen Kosten und Wege für die Reinigung, die ich vermeiden möchte.

Ines Meyrose #ootd mit Strickckleid von invero im Dezember 2015

Outfits mit Strickkleidern

Sunny hat 2014 bei der Aktion Lieblingsstücke #1 Strickkleider in der Collage zusammengetragen. Hat Annemarie zeigt aktuell einen schönen Kuschellook. Fran präsentiert ein Strickkleid mit Overknees. Hier im Blog gibt es viele Outfits mit meinen bisherigen Strickkleidern, die alle nicht mehr bei mir sind, weil sie aufgetragen waren. Woran man sieht, dass bei allen die Modemathematik aufgegangen ist. Bis auf bei dem grünen, was einfach viel zu groß wurde. Deshalb freue ich mich umso mehr, jetzt das schöne blaue Trägerkleid zu haben. Damit Ihr lieben Lesern noch mehr kombiniertet Strickkleider sehen könnt, baue ich hier ein Linkup ein, in dem Outfits mit Strickkleidern den ganzen Januar über verlinkt werden können.

Die Linkparty ist eröffnet!


Habt Ihr schon die anderen Artikel dieser Serie gesehen?

Worauf achtet Ihr beim Kauf eines Strickkleids?

7 Bloggerinnen sehen Rot!Die nächste Wunscherfüllung wird eine Themenwoche vom 25. – 31. Januar 2016 mit dem Motto 7 Bloggerinnen sehen Rot!

Lasst Euch überraschen, wer alles dabei ist und was es für schöne Outfits, Accessoires und Make-ups mit der Farbe der Liebe gibt.

10 Tipps für einen Wollmantel

Ines Meyrose #ootd mit Wollmantel von Gil Bret im Dezember 2015

Im Rahmen der Wunschliste hat Leserin Caro um Tipps zur Auswahl eines Wollmantels gebeten. Dazu zeige ich Euch einen oft getragenen Wollmantel, der genau genommen aus 70 % Schurwolle und 30 % Angora besteht und ein Futter aus 55% Viskose und 45 % Polyester hat. Er ist von der deutschen Firma Gil Bret und ich habe ihn im Herbst 2010 gekauft. Er war damals nicht modern und ist es heute nicht.

Ines Meyrose #ootd mit Wollmantel von Gil Bret im Dezember 2015

Den Saum habe ich schon dreimal wieder einnähen lassen, weil der Stoff so weich ist. Deshalb sieht man die Stiche, weil es jetzt wirklich halten sollte. Die Knautschfalten in der Kapuze habe ich erst auf den Fotos gesehen, die hat der Wind leider nicht zusammen mit den Haaren verweht. Nehmt das bitte als Patina hin und als Beweis, dass eine Fashionbloggerin nicht immer Neues kauft, sondern auch Stücke in Ehren hält und ihnen Tragespuren zufügt. Genug der Kritisiererei, auf zu den guten Gründen FÜR diesen Mantel und Tipps für Euch, wenn Ihr einen kaufen möchtet!

10 Kriterien für die Auswahl eines Wollmantels

  1. Ines Meyrose #ootd mit Schal und Stulpen von Wiebke Möller "Polka" in den Farben Zimt und TomateWollmäntel wärmen gut und sind auch bei Nieselregen noch angenehm zu tragen. Eine Jacke aus beschichteter Baumwolle oder Synthetik bevorzuge ich an der Nordsee wegen des Salzgehaltes in der Luft, Wolle wird dann leicht schmierig-klamm, und in Hamburg, wenn es in Strömen schüttet, denn dann braucht der Mantel lange zum Trocknen. Wobei ihm das nichts ausmacht – mir aber. Das Kaufkriterium heißt hier also: Auf die Qualität der Wolle achten und auf die Zusammensetzung des Materials. Je weicher die Wolle, umso empfindlicher ist der Mantel. Je höher der Wollanteil, umso besser wärmt er. Der blaue Mantel ist aus 62 % Schurwolle, 28 % Alpaka und 10 % Polyamid mit Acetatfutter und hat eine Bouclé-Oberfläche. Mit der Zusammensetzung und der volumigen Oberfläche ist er sehr warm, denn er schmiegt sich durch die weiche Bouclèwolle zusätzlich sehr gut an. Durch das Innenfutter weist er Wind trotzdem ab.
  2. Ines Meyrose – Ü40 Fashionbloggerin – Outfit 20181031 mit Wollmantel von persona und gekrempelten Lammfellstiefeln im Harburger BinnenhafenPrimär trage ich so einen Mantel über Winterkleidern und Röcken, d.h. ich achte auf eine zu Kleidern passende Länge. Da alle meine Kleider nicht länger als kniebedeckend bis zur schmalen Stelle oberhalb der Wade sind (italienische Länge), geht der Mantel bevorzugt nur ein bisschen weiter runter und zeigt so noch maximal viel Bein. Mit Stiefeln dazu ist es trotzdem warm genug. Zur Hose sehen bei meiner Größe von 1,65 m Kurzmäntel besser aus, weil sie den Körper in nach etwa 2/3 optisch teilen und nicht nach 3/4. Da aber der Einsatz mit bestrumpften Beinen der Hauptsächliche für diesen Mantel ist, ist mir wichtiger, dass der Rocksaum nicht unter dem Mantelsaum hervorguckt. Da bin ich klassisch unterwegs und finde, dass es deutlich angezogener und schöner ist, wenn der Mantelsaum den Abschluss bildet. Alternativ würde ich sonst lieber eine Jacke tragen, die dann deutlich kürzer ist. Wenn ich also nur einen Mantel habe, ist er bei mir möglichst kniebedeckend. Wenn ich mehrere Wollmäntel habe, dürfen die weiteren Exemplare kürzer sein, um zur Hose schön zu sein oder zu kurzen Röcken zu funktionieren.
  3. Ines Meyrose #ootd mit Wollmantel von Gil Bret im Dezember 2015Eine Kapuze oder übergroßer Kragen ist gerne gesehen, weil ich unterwegs selten dem Arm für einen Schirm frei habe und die Kapuze dann schnell gegen Regen oder Wind aufsetzen oder den Kragen hochschlagen kann. Das Kriterium erfüllen auch der beige Mantel => siehe hier, den ich nicht mehr habe, und der blaue, den ich noch gerne trage. Beides hat den Vorteil, dass der Blick nach oben zum Gesicht gelenkt wird und Schultern betont, um breitere Hüften auszugleichen und davon abzulenken. Ein bunter oder gemusterter Schal dazu lenkt zusätzlich den Blick nach oben.
  4. Weil ein Wollmantel in guter Qualität viel Geld kostet, empfehle ich eine Farbe, die zu vielen Sachen im Schrank passt und die Ihr vermutlich lange mögt. Wenn man nur einen Mantel hat, bieten sich Basisfarben zum Farbtyp passen an, z.B.
    – Beige, Karamellbraun oder Hellblau (Frühlingstyp)
    – Vollmilchschokoladenbraun oder Petrol (Herbsttyp)
    – Hellgrau oder Dunkelblau (Sommertyp)
    – Anthrazit, Dunkelblau, Zartbitterschokoladenbraun oder Schwarz (Wintertyp).
    Wenn man mehrere Mäntel hat oder eine auffällige Lieblingsfarbe, kann so ein Mantel auch gerne beispielsweise knallrot, orange, pink, moosgrün, sonnenblumengelb oder kobaltblau sein. Bei der Farbe ist auch noch zu bedenken, dass helle Farben schmutzempfindlicher sind als dunkle und so ein Mantel in der Regel in der Reinigung gesäubert werden möchte. Ein heller Mantel verursacht also umso mehr Reinigungskosten und Wege. Muster sind oft ebenso auffällig wie bunte Farben und kommen daher auch eher für Zweitexemplare in Frage.
  5. Ihr seht, dass alle meine Mäntel nur eine sichtbare Knopfleiste haben. Einreiher strecken die Gesamtlänge optisch und teilen die Breite in zwei schmalere Stücke vertikal. Ist also gut bei allen, die länger oder schmaler wirken möchten. Ein Doppelreiher macht optisch kleiner und in der Taille breiter, ist also gut für lange Frauen mit schmaler Hüfte. Beim Doppelreiher ist allerdings dann noch darauf zu achten, dass nach oben auseinanderlaufende Knöpfe die Schultern betonen, so dass es bei schmaler Hüfte und breiten Schultern (Y-Figurtyp) schnell zu viel wird.
  6. Bei der Weite des Mantels überlegt Euch vorher, wie figurnah er sein möge. Möchtet Ihr auch mal einen dicken Wollpullover im Winter darunter tragen? Dann wird ein figurbetontes Modell schnell zu eng an den Armen. Oder braucht nur ein zartes Kleidchen darunter passen? Dann sieht eine schmale Linie super aus. Seitenschlitze ermöglichen einfaches Sitzen, es kann allerdings hinein wehen. Wenn ich meinen Mantel auf den Bilder so ansehe, finde ich ihn insgesamt überall zu weit. In der Praxis ist er in Größe 42 allerdings in den letzten Jahren bis zu Größe 48 quasi mitgewachsen (der Brustknopf ging kaum noch zu und die Arme blieben besser am Körper) und er funktioniert jetzt immer noch mit vielen verschiedenen Sachen darunter. Er ist in der Hinsicht also mehr aus praktischen Gründen als aus möglichst schmal wirkenden ausgewählt und darf noch ein bisschen bei mir bleiben.
  7. Eingesetzte Ärmel wie bei meinem dunkelbraunen Mantel haben den Vorteil, dass die Schulter an der natürlichen Stelle betont wird. Sie geben Haltung und Stand in den Mantel. Raglanärmel haben bei Jacken und Mänteln den Vorteil, dass sich darunter auch gut Blazer mit Schulterpolstern tragen lassen, weil sich die optische Schulterbreite mit der Kleidung darunter variieren lässt. Deshalb kann ich auch den blauen Mantel noch gut tragen, auch wenn er an sich drei Nummern zu groß ist, weil die Schultern Dank der Raglanärmel noch passend wirken.
  8. Bei der Silhouette denkt daran, dass das Auge Linien des Mantels optisch verlängert. Ist der Mantel nach unten hin ausgestellt, wirken je nach Form Taille oder Schultern schmaler, weil das A oder X des Mantels verlängert wird.
  9. Ines Meyrose #ootd mit Wollmantel von Gil Bret im Dezember 2015Die Position, Linienführung und Art der Taschen hat Einfluss auf die Wirkung der Fläche. Ich bevorzuge Taschen, die in Längsrichtung ohne Patten – eine Art Umschlag – eingesetzt sind und so unauffällig wie möglich sind. Wenn die Taschen schräg sind und nach unten außen laufen, machen sie breitere Hüften oder eine schmalere Taille – also genau betrachten! Wenn die Taschen horizontal mit Patten sind, betonen sie die Hüfte in der Breite – je mehr, umso weiter außen sie sitzen – und unterbrechen die Länge des Mantels, machen also optisch kleiner. Der beige und der blaue Mantel haben unauffällige Taschen in Längsrichtung, der braune immerhin vertikal – wenn auch mit einem Aufsatz.
  10. Knöpfe haben großen Einfluss darauf, ob ein Kleidungsstück billig oder wertig wirkt. Bei sichtbaren Mantelknöpfen mag ich es unauffällig, mir reicht die Wirkung der Knopfleiste an sich. Wenn ein Mantel Euch gefällt, aber seine angenähten Knöpfe nicht, könnt Ihr die austauschen (lassen). Ihr werdet Euch ggf. dabei wundern, was neue, hochwertige Knöpfe aus Naturmaterial oder gutem Kunststoff kosten. Deshalb lohnt es sich unter Umständen auch, von einem defekten alten Mantel schöne Knöpfe vorm Entsorgen abzutrennen und aufzubewahren.

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Worauf achtet Ihr beim Kauf eines Wollmantels?

10 Tipps für eine Lederjacke im Bikerstil

Werbung ohne Entgelt

Ines Meyrose #ootd 201512 mit Lederjacke im Bikerstil in rot von Lindgrøn Copenhagen

So eine Lederjacke habe ich schon lange bei anderen Frauen bewundert, bei mir passte bis jetzt aber einfach keine. Umso mehr habe ich mich gefreut, im letzten Urlaub auf Sylt bei Scandic diese hier von Lindgrøn Copenhagen (Werbung) entdeckt zu haben. Das ist die gleiche Firma, von der auch das neue Seidenblusenshirt ist. Lindgrøn Copenhagen macht schöne Kleidungsstücke, die bezahlbar sind. Beide Teile habe ich selbst gekauft.

Das Rot passt perfekt, um die Stimmung im Herbst und Winter aufzuhellen. Es gab in Hamburg genug Tage im November, an denen ich so draußen warm genug gekleidet war. Auch im Dezember ist es bisher mild. Es könnte eine Ganzjahresjacke werden. Zur Not kommt ein Wintermantel darüber. Über winterliche Wollmäntel schreibe ich demnächst etwas, siehe Wunschliste.

Passend zu den Proportionen

Die Artikel, in denen ich konkrete Tipps zur Auswahl bestimmter Bekleidungsstücke gebe, sind bei vielen Leserinnen beliebt. Deshalb schreibe ich zu der Jacke genau auf, was für mich Kriterien dabei sind. Ich bin 1,65 m lang, trage derzeit Größe 42/44, habe lange Beine, einen kurzen Oberkörper, viel Busen und breite Hüften => ich nehme alles mit, was obenherum oder insgesamt in der Länge streckt und von den Hüften ablenkt. Wer das Gegenteil möchte, kehrt meine Tipps einfach um.

10 Tipps zum Kauf einer Lederjacke im Bikerstil am Beispiel in Größe 44

  1. Die Längsbetonung der Wiener Nähte streckt.
  2. Durch den nach oben hin langen Reißverschluss in der Mitte und den kurzen Rundhalskragen wird der Blick zum Gesicht gelenkt. Theoretisch würde ein kurzer Reverskragen, er wie ein V-Ausschnitt wirkt, den Busen verkleinern und den Oberkörper strecken. Praktisch funktioniert das bei Lederjacken bei mir nicht, weil das Leder dann zu steif auf dem Busen liegt oder der Schnitt zu sehr nach klassischen Blazer aussieht, was nicht zu meinem Stil passt. Also bevorzuge ich hier ausnahmsweise kurzen Rundhalskragen, der genau genommen ein Stehkragen ist.
  3. Alle Taschen sind verdeckt und tragen daher nicht auf, wie es aufgesetzte Taschen täten.
  4. Die Reißverschlüsse an den Brusttaschen betonen durch die Linienführung die Sanduhrsilhouette. Verlängert einfach optisch die Linie der Reißverschlüsse, dann seht Ihr den Verlauf Richtung Schultern, die ich gerne zum Ausgleich der Hüften betone, und die schmaler machende Linie Richtung Körpermitte. Die gesteppten Patches auf den Schultern lenken den Blick nach oben und schaffen ebenso Ausgleich zur Hüfte. Die eingesetzten Ärmel geben eine natürliche Silhouette und betonen eine aufrechte Körperhaltung.
  5. Die Reißverschlüsse an den seitlichen Taschen strecken durch den vertikalen Verlauf.
  6. Die Reißverschlüsse sind in neutralem, matten Anthrazit, das neutral dunkel wirkt. So lässt sich die Jacke harmonisch mit warmen und kühlen Schmuckfarben sowie Metallelementen an Taschen und Schuhen kombinieren.
  7. Für eine kurze Jacke hat sie eine ideale Länge, weil sie oberhalb meiner breitesten Stelle aufhört und die zweitbreiteste Stelle – Stichwort Love Handles – verdeckt. Eine lange Jacke würde den Oberkörper zwar mehr strecken, aber auch weniger den Blick nach oben lenken.
  8. Die Ärmel haben an den Abschlüssen keine Verzierungen, d.h. es wird der Blick nicht in Richtung Hüfte gelenkt. Es ist nicht mal eine Abschlussnaht vorhanden, das Futter ist nur innen befestigt. Ein weiterer Vorteil: Der Ärmel lässt sich einfach nach innen einschlagen, um die korrekte Länge zu haben. Wenn ich sie kürzen lassen möchte, wird es günstig möglich sein, weil keine Reißverschlüsse, Knöpfe und Knopflöcher zu versetzen sind. Auf dem rechten Bild in der Collage habe ich meinen linken Ärmel – als den ganz rechts im Bild – auf diese Weise einfach nach innen umgelegt. Da seht Ihr den Unterschied zur Originallänge am anderen Arm. Ich bin bei Ärmellängen konservativ und bevorzuge es, dass die Hand komplett herausschaut, wenn der Arm herunterhängt. Der Ärmel geht dann bis zur Daumenwurzel, das Handgelenk ist also gerade eben komplett bedeckt. Das sieht selbstbewusster aus, weil die Hände zur Gestik präsenter sind, als wenn sie im Ärmel teilweise verschwinden. Da ich kleiner bin als die Durchschnittsfrau mit 1,68 m, für die Kleidung in Normalgröße hergestellt wird, lasse ich sehr viele Ärmel bei Kleidung kürzen. Nur bei Kurzgrößen bleibt mir das erspart.
  9. Bei so einer Lederjacke gibt es für mich nur ganz neutrale oder ganz auffällige Farben. Alles andere ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Es gab sie in vielen Farben, von denen für mich dieses Rot und ein ganz weiches helles Nougat in Frage kamen. Verliebt habe ich mich dann in das satte Rot. Mit dunkelblauen oder dunkelbraunen Sachen darunter gibt sie einen schönen Blickfang. Offen getragen kaschieren die dunklen, matten Farben den Bauch und die durchgehende vertikale, die durch die offene Jacke darüber optisch verschmälert wird, streckt die Gesamtlänge. Auf Instagram habe ich neulich eine femininere Kombination mit Lachsrosa als Schnappschuss gezeigt.
  10. Sie geht zu! Flachbrüstige oder schmalrückige Frauen lachen jetzt vielleicht. Alle anderen wissen, dass das Schließen figurbetonter Jacken nicht immer so einfach ist. Leider sieht man aber auch beim offenen Tragen, ob eine Jacke zu geht oder nicht. Die Frontteile schmiegen sich besser an den Körper, wenn die Jacke zu schließen ist. Ansonsten stehen die gerne zu den Seiten hin ab, was in der Seitenansicht furchtbar aussieht. Also freue ich mich, dass dieses Modell wie angegossen zu schließen ist. Das mache ich nur, wenn mir ganz kalt ist oder Regen mich überrascht. Offen sieht es viel schöner aus. Aber schön zu wissen, dass ich es kann, wenn ich mag!

Modejahr 2015 im Dezember

Modejahr 2015 - Banner von www.meyrose.deMit dem hohen Kragen und dem leichten Kurzarm-Rolli darunter – viele Jahre alt von Tchibo, mein einziges Tchibo-Teil im Kleiderschrank – ist das mein Beitrag im Modejahr 2015 im Dezember beim Motto hoch-geschlossen. Das Modejahr 2016 steht schon in den Startlöchern! Es freut mich, dass viele von Euch schon Teilnahmen angekündigt haben!

Bisherige Artikel mit 10 Tipps zur Kleiderwahl

Was sind für Euch Kriterien beim Kauf einer Lederjacke im Bikerstil?

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