Kleidung im Homeoffice: Was ist anders als in der Öffentlichkeit?

Bloggeraktion mit Sabine Gimm, Andrea, Claudia, Sunny, Fran, Rena & Sabine Ingerl

Ines Meyrose – Outfit mit Herbstfarben 2019 – Kaschmirrollkragenpullover in Maisgelb Fully Fashioned ohne Nähte in einem Stück gestrickt zu blauer Stretchjeans und blauen Stiefeletten – Ü40 Bloggerin – Herbstfarbtyp

Susanne aka Rotlilie hat sich einen Beitrag gewünscht, der auf Kleidung im Homeoffice eingeht und von verschiedenen Frauen Outfits zeigt. In diesen Tagen ist das ein angesagtes Thema in den Medien, weil wohl so viele Menschen wie noch nie Deutschland im Homeoffice gearbeitet haben. Mein Beitrag mit 5 Tipps für erfolgreiches Arbeiten im Homeoffice aus dem Oktober 2019 ist in den Suchmaschinen gerade äußerst beliebt.

Aufruf an meine Blogger-Kolleginnen!

Ich werde Susanne mit diesem Beitrag insofern enttäuschen, weil ich keine neuen Looks aus meinem Büro zeige. Aber vielleicht bist Du eine hier lesende Bloggerin, die gerade im Homeoffice arbeitet und Lust hat, ihren Look auf ihrem Blog zu zeigen oder das vielleicht sogar schon gemacht hat? Dann verlinke Dein Outfit im Kommentar oder maile mir den Link, damit wir eine schöne Sammlung zusammen bekommen!

Warum zeige ich keinen neuen Look? Weil ich im Homeoffice nicht anders aussehe als auf den meisten Bildern hier im Blog. Ich arbeite seit 2005 im Homeoffice. Bis 2015 war die entscheidende Veränderung, dass ich langsam, aber stetig, dicker wurde, weil ich zu wenig Bewegung hatte. Das hat zwar meinen Kleidungsstil verändert, aber nicht den Unterschied der Kleidung zwischen Homeoffice und außer Haus. Seit 2015 der Zausel zu uns kam, hat sich das Thema auch erledigt.

Der Unterschied liegt eher darin, ob ich im Homeoffice bin oder bei Dreckwetter mit dem Hund raus gehe. Deshalb ist fast jedes Outfitbild aus dem Blog ein Beispiel für einen Homeofficelook. Beim Schreiben dieses Beitrags sehe ich aus wie oben auf dem Foto. ich trage den gelben Rollkragenpullover und eine Jeans. Aber dennoch gibt es Unterschiede zwischen meinen Outfits zu Hause und für Kundentermine.

Tägliche Pflicht für mich

  • Duschen, Haare waschen, Frisur richten, etwas Make-up => siehe Beautyprofil, das mache ich für mich, für mein Wohlbefinden, auch wenn ich den ganzen Tag alleine bin.
  • Saubere, heile Kleidung. Es gibt bei mir keine Schluffi-Klamotten. Ja, ich habe eine weiche Jerseyhose und eine Kaschmir-Jogpant, die gemütlich sind. Aber in beiden könnte ich optisch jederzeit einkaufen gehen, ohne aufzufallen. Wobei es in Deutschland Gegenden gibt, in denen Einkaufen in Jogginghose normal ist, aber das ist ein anderes Thema.
Ines Meyrose - sommerliche-legeres Outfit mit einem dunkelblauen Hemdblusenkleid - Ü40 Bloggerin mit Hund Paul - Copyright Foto: Gunda Fahrenwaldt

Copyright Foto: Gunda Fahrenwaldt

Uniformlooks im Homeoffice

  • Im Winter trage ich Jeans und Rollkragenpullover.
  • Im Frühling sind Jeans und Ringelshirts/Blusenshirts/Blusen mit Tüchern an der Reihe.
  • Im Sommer trage ich das gleiche wie im Frühling und ab 20 Grad aufwärts Kleider. Im Homeoffice habe ich oft einen Jeansbermuda an, den ich für Kundentermine nie anziehe, weil er zu sportlich ist.
  • Im Herbst greife ich zu Jeans und wähle das gleiche Oberteil wie im Frühling oder Winter je nach Temperatur.

Unterschiede zwischen Homeoffice und Kundenterminen

  • Kleider trage ich zu Hause eher im Sommer, zu Kundenterminen ganzjährig. Das liegt daran, dass ich nicht gerne Strumpfhosen oder Leggings trage wegen des Bündchens am Bauch. Ich mag das leicht drückende Gefühl am Bauch nicht haben. Weil ich mich aber in Kleidern am schönsten fühle, trage ich die zu Kundenterminen gerne, weil ich mich dann wohl fühle und es gute Beispiel sind für Frauen, die sich nicht an Kleider herantrauen.
  • Rollkragenpullover trage ich, außer Unterziehrollis unterm Blazer, die ich gerade nicht besitze, nicht zu Kundenterminen, weil sie optisch am Oberkörper nicht ideal sind. Ich trage sie aber zu Hause so viel, weil sie haptisch für mich perfekt sind.
  • Blazer trage ich zu Hause nie, die werden nur für förmliche Anlasse angezogen und auch dann gerne überm Ringelshirt. Die Jeans ist dann aber dunkelblau und die Schuhe eleganter.
  • Der Hauptunterschied liegt für mich in den Schuhen! Im Haus trage ich zum Korklatschen, außer Haus zum Look passende ordentliche Schuhe. Zu einem Sommerkleid trage ich im Haus Latschen, wenn ich mit dem Hund rausgehe Sneaker, beim Kunden Sandaletten.
  • Für Kundentermine kommt mehr Farbe ins Gesicht als zu Hause: Lippenstift und Rouge sind dann dabei.
  • Die Accessoires unterscheiden sich im Wesentlichen bei der Uhr. Bei Kundenterminen trage ich eine Uhr, im Haus nicht. Ohrringe und einen Ring trage ich auch zu Hause immer, ab und an auch eine Kette.

Kleidung und Accessoires sind meine zweite Hülle. Sie tragen dazu bei, wie ich mich fühle, weil ich sie auf der Haut spüre. Deshalb trage ich auch für mich alleine schönen Schmuck und Tücher. Ich möchte meinen Anblick im Spiegel mögen, wenn ich ins Bad gehe. Ich möchte, dass mein Mitbewohner aka Ehemann meinen Anblick zu Hause mag. Und nebenbei gesagt möchte ich auch seinen Anblick mögen – deshalb laufen wir beide im Haus ordentlich gekleidet herum.

Wie es bei anderen Bloggerinnen zugehst, kannst Du hier sehen

Was unterscheidet Deinen Look im Homeoffice von dem außer Haus?


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Dresscode Beerdigung für Frauen

Samenstand der Akelei sw

„Dresscode Beerdigung: Was kann man als Frau anziehen, um respektvoll, aber nicht verkleidet auszusehen, und welche Alternativen gibt es zu Schwarz für Herbstfarbtypen? Zusätzliche Herausforderungen stellen dabei Temperaturen über 30 Grad an die Trägerin. Gehen Sandalen? Was ist mit Strümpfen?“

möchte Susa bei der Wunschliste für Blogeiträge in 2020 wissen. Die Frage nach dem Dresscode gilt ganzjährig, für den sommerlichen Teil beamen wir unsere Gedanken an einen heißen Sommertag. Fühlst Du die Sonne?

Dresscode Beerdigung für Frauen

Die Zeiten, in denen man nur in Schwarz auf Beerdigungen als angemessen gekleidet galt, sind aus meiner Sicht vorbei. Was war es für Skandal auf dem Dorf, als meine Mutter 1981 bei der Trauerfeier für meinen Vater Dunkelblau anstatt Schwarz trug … gut, dass das jetzt anders ist.

Die erste Frage ist für mich, ob auf der Traueranzeige etwas über den Dresscode steht. Manchmal steht dort, dass keine Trauerkleidung erwünscht ist oder sogar, dass farbig-bunte Kleidung gewünscht wird. Daran würde ich mich dann halten, denn ist es eine Frage des Respekts dem Verstorbenen gegenüber, diesen Wunsch zu erfüllen. Die einzige Ausnahme wäre für mich, wenn ich immer nur Schwarz von Kopf bis Fuß trage würde, würde ich auch dann in Schwarz gehen. Der Verstorbene mochte mich so, also dürfte ich auch in Schwarz zur Trauerfeier kommen. In allen anderen Fällen würde ich mich dem Dresscode beugen.

Wenn auf der Traueranzeige oder Einladung zur Trauerfeier kein Vermerk zur Kleidung zu finden ist, finde ich Kleidung angemessen, die ruhige Farben hat und keine Aufmerksamkeit auf sich zieht. Es geht um den Verstorbenen, nicht um Dich. Geeignete Farben sind dafür

  • Schwarz, dunkle Blau-, Braun- und Grautöne bei Hosen, Rock, Blazer oder Kleid.
  • Eine Bluse oder Shirt kann gerne hell dazu sein. Da würde ich einen Weißton oder eine andere eher neutrale helle Farbe wie Hellgrau oder Beige wählen. Im Winter finde ich es angenehm, einen dunklen Rollkragenpullover auf einer Beerdigung zu tragen, weil es dort meistens kalt ist.

Insgesamt passt eher förmliche Kleidung, also weder Freizeit- noch Festkleidung. Mit einem Hosenanzug, Kostüm, Kleid, Stoffhose mit Blazer oder einem Cardigan aus feinem Material – quasi schlichter Businesslook in ruhigen Farben – bist Du gut angezogen. Bei den Schuhen und der Handtasche würde ich dunkle Farben passend zum restlichen Outfit wählen. Im Winter ist der Mantel meistens mehr zu sehen als das Darunter, deshalb würde ich einen dunklen Mantel oder Jacke anziehen. Zur Frage von Susa, welche Farbe für Herbstfarbtypen eine Alternative zu Schwarz ist: Dunkelbraun oder Dunkelblau.

Outfit für eine Beerdigung im Herbst/Winter

Ich bin ein Herbstfarbtyp und habe auf den letzten Beerdigungen im Winter getragen

  • dunkelbraune Stretchhose
  • dunkelbraune Stiefel
  • dunkelbraunen Kaschmirollkragenpullover
  • dunkelblauen Gehrock
  • dunkelblauen Mantel
  • dunkelbraune Handtasche
  • dezentes Make-up ohne Wimperntusche.

Ines Meyrose - Outfit mit Tageskleid in Variationen - Jaquard-Pontékleid Lands' End strahlend marine geo - Schal s.Oliver - Tasche Manufaktur Lederwerkstatt Sylt - Stiefel Veloursleder Gabor

Wenn man normalerweise gar keine dunklen Farben trägt und für den Anlass nichts kaufen möchte, würde ich zumindest einen Paschminaschal in einer dunklen Farbe umlegen. Wenn ich heute auf eine Beerdigung gegen würde, würde ich mein dunkelblaues Kleid für viele Anlässe mit dunkelbrauner blickdichter Strumpfhose, dunkelbraunen Stiefeln und dunkelblauem Mantel darüber anziehen.

Outfit für eine Beerdigung im Sommer

Wenn es über 20 Grad sind oder sogar über 30, ist es wesentlich schwieriger, sich für eine Beerdigung angemessen zu kleiden. Bei den Farben würde ich bei gedeckten Farben bleiben. Ein sommerliches Blümchenkleid fände ich unpassend, ein schlichtes schwarzes/braunes/dunkelblaues Baumwollkleid hingegen passend. Ich würde darauf achten, dass die Kleidung keinesfalls freizügiger ist, als ich es bei einer Hochzeit in der Kirche angemessen finden würde. Das bedeutet, dass ich die Schultern bedecken und darauf achten würde, dass ein Rock nicht zu kurz und der Ausschnitt nicht zu tief ist. Wenn das Kleid kurze oder keine Ärmel hat, würde ich ein leichtes Tuch umlegen.

Bei einer Beerdigung an einem Tag mit über 30 Grad würde ich mein dunkelblaues Hemdblusenkleid mit halbem Arm ohne etwas darüber tragen, das Du im Beitrag Ein Hemdblusenkleid für alle Fälle mit Sneakern sehen kannst. Dazu würde ich Pflichtschuhe und eine transparente Strumpfhose tragen.

Die Frage nach Sandalen und Strümpfen – ich gehe von Nylons aus – finde ich nicht einfach zu beantworten. Wenn Du Dich an einem heißen Tag für zehenfreie Sandalen entscheidest, weil das die einzigen zu Deinem Kleid passenden dunklen oder unauffälligen Schuhe sind, in denen Du den Tag blasenfrei überstehen kannst, zieh sie ohne Strümpfe an, weil Strümpfe in Sandalen für mich einfach nicht gehen.

Peter Kaiser Pumps Lizzy notte blau

Wenn Du geschlossene Ballerinas oder Pumps trägst, könntest Du Nylons tragen. Gerade an superheißen Tagen finde ich es gar nicht so unangenehm, eine Nylonstrumpfhose zu tragen, weil die Beine damit nicht aneinander kleben und die Schuhe weniger leicht scheuern. Je kürzer der Rock ist, umso eher würde ich Nylons tragen. Wenn Du einen langen Rock oder Hose trägst, fällt vermutlich eh niemandem auf, ob Du nackte Beine und Füße hast oder nicht. Mach das, wie Du Dich am wohlsten fühlst.

Eine Frage des Rahmens

Geschlossene Schuhe haben allerdings den Vorteil, dass die Füße nicht sandig werden, wenn Du Wege auf dem Friedhof zurücklegen musst. Dabei fällt mir ein, dass ich beim Schreiben des Beitrags bis eben von einer Beerdigung im Rahmen einer Kapelle oder Kirche ausgegangen bin. Für eine Seebestattung würde ich zwar auch dunkle Kleidung wählen, aber deutlich mehr Wert auf zum Wetter passende Kleidung und feste, flache Schuhe legen, vor allem an kalten oder nassen Tagen. Das gleiche gilt für eine Trauerfeier im Freien oder einer Beisetzung im Wald. Da dürfen die Schuhe natürlich rustikaler sein, als ich es in einer Kapelle angemessen fände. Dennoch würde ich dort keine Wanderschuhe anziehen, mit denen ich ansonsten den Wald durchstreifen würde, sondern zum Beispiel flache Stiefeletten mit Profilsohle.

Trauerkleidung ist Anlasskleidung

Eine Beerdigung ist ein Anlass, nicht umsonst heißt es TrauerFEIER. Zu einer Feier kleidet man sich für gewöhnlich ein bisschen feiner – oder zumindest bewusst gewählt – als es im Alltag erforderlich ist. Außerdem erweist Du dem Verstorbenen die letzte Ehre mit Deiner Anwesenheit. Dazu gehört, dass er im Vordergrund steht und nicht Du mit auffälliger Kleidung. Deshalb lautet die profane Zusammenfassung des Dresscodes für Beerdigungen aus meiner Sicht: Zieh etwas Ordentliches an, was nicht auffällt.

Was für Kleidung trägst Du bei (sommerlichen) Beerdigungen?

Etikette: Lippenstift bei Tisch nachziehen?

Artdeco Ombre 3 Lipstick 23 trouble in paradise Tragefoto

Lippenstift verschwindet gerne beim Essen ganz oder partiell. Wenn er ganz weg ist, stören keine Reste, aber er fehlt der Trägerin vielleicht im Gesamtbild ihres Gesichts – schließlich hat sie ihn für den Look passend dazu ausgewählt. Wenn er sich nur teilweise vom Acker gemacht hat, sehen die Reste meistens unschön aus. Lösung? Lippen nachschminken. Aber wo?

Etikettefrage

Ich denke darüber nach, ob es inzwischen in Ordnung ist, sich in einem Lokal den Lippenstift unauffällig bei Tisch nachzuziehen – also ohne großes Spiegelzücken, Kontrollgucken und Getue darum – oder ob das unpassend ist und wie Haare kämmen in den Waschraum gehört. Die Frage lautet

Findest Du es O.K., wenn jemand Lippenstift bei Tisch nachzieht?

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Neben dem Voting freue ich mich besonders über Kommentare und Diskussionen dazu, besonders wenn die Antwortmöglichkeiten nicht passen.

Meine Meinung

Je feiner das Lokal oder der Anlass und umso roter der Lippenstift, umso eher gehe ich dafür in den Waschraum. In einem Straßencafé habe ich keine Skrupel, den Lippenstift bei Tisch nachzuziehen, wenn ich das ohne Spiegel sauber schaffe. In einem Lokal mit Tischdecken oder einer Abendeinladung und bei Lippenstiftfarben, die ich exakt auftragen möchte, ziehe ich den Spiegelraum vor.

Danke für Deine Stimme!

Restaurantbesuch mit Hund – so ist es für alle entspannt

Restaurantbesuch mit Hund Paul - so ist es für alle entspannt!

Es gibt genug Anlässe im Alltag, bei denen unser Hund und aus guten Gründen nicht dabei sein kann/darf/soll. In diesen Fällen bleibt er alleine zu Hause oder geht in seine Hundetagesstätte. Das ist beides O.K. für Zausel Paul, aber ein Hütehundmischling ist am liebsten bei seinem Rudel.

Ohne Paul – ohne mich

Wir gehen nicht nur im Urlaub, sondern auch im Alltag, regelmäßig außer Haus Essen und dabei finde ich es für alle Beteiligten essentiell, dass der Restaurantbesuch mit Hund für andere Gäste, uns und den Hund möglichst angenehm ist. Von Seiten der Gastwirte gibt es auf die Frage, ob ein Hund ins Lokal darf, übrigens erfahrungsgemäß nur genau zwei Antworten

  1. Ja, natürlich, selbstverständlich, warum sollte er nicht willkommen sein?
  2. Neeeeeein! Subtext: Wie kommen Sie auf diese absurde Idee?!?

Du kannst Dir vermutlich denken, dass wir Lokale mit Antwort 1 bevorzugen und dort unser Geld hintragen. Es wenige Lokale, die wir freiwillig ohne Hund besuchen, weil wir ihn da nicht passend finden, aber ich lasse mir das ungern vorschreiben.

Lifestyle mit Hund

Warum jetzt dieser Artikel? Bärbel vom Blog ÜFUFFZICH hat beim Beitrag Ü40 Blog – Fashion, Beauty, Lifestyle kommentiert:

“Beim USP hast Du übrigens Paul vergessen. Es gibt ja ein paar Blogger mit Hund, aber dein Zausel ist doch einzigartig.”

Recht hat sie! Weil die Beiträge mit und/oder über Paul bei einigen Lesern gut ankommen, werde ich vielleicht künftig öfter mal etwas aus meinem Leben mit Hund erzählen. Hast Du Lust auf solche Beiträge oder nervt Dich das Hundethema eher? Heute beginne ich mit dem Thema Restaurantbesuch mit Hund.

10 Tipps für einen gelungenen Restaurantbesuch mit Hund

  1. Such Dir für den ersten Besuch in einem Restaurant mit Deinem Hund ein Lokal aus, wo Hunde wirklich willkommen sind. Er spürt das schon an der Begrüßung durch das Personal und wird sich wohler fühlen, als wenn er nur geduldet wird.
  2. Geh die ersten Male zu Zeiten essen, in denen das Lokal eher leer als voll ist. Das entspannt die Gesamtsituation. Dazu bietet sich in besseren Lokalen mit gutem Personal die Mittagszeit an, wenn es nicht so überfüllt wie abends ist, die Kellner Zeit haben und sich gerne Mühe geben mit Dir und Deiner Fellnase.
  3. Sage bei der Reservierung, dass Du einen Hund dabei hast. In den meisten Lokalen bekommst Du dann einen Tisch, der mehr Plätze als Gäste am Tisch hat und ruhig gelegen ist. Ich bevorzuge Tische in der Ecke, mindestens irgendwo am Rand, weil dann weniger Ablenkung für den Hund entsteht. Wenn das Lokal mich noch nicht kennt, kündige ich einen lieben großen Hund an, auch wenn Paul nur mittelgroß ist. Spätestens mit der Ansage bekommen wir zu zweit mit Hund einen Vierertisch. Wenn ich das Lokal regelmäßig besuche, merke ich mir die bevorzugte Tischnummer und bitte bei rechtzeitiger Reservierung direkt um den Tisch. Das klappt fast immer.
  4. In einem Buch über Hundeerziehung habe ich in meiner Anfangszeit als Hundehalter gelesen, dass es unfein sei, wenn Hunde sich im Lokal schütteln und man das als guter Hundehalter zu unterbinden habe. Schön und gut, bei unfein und unangenehm für Gäste an den Nachbartischen stimme ich sofort zu. Nur wie unterbinde ich das? Die Antwort unseres Hundetrainers auf meine diesbezügliche Frage lautete: “Schütteln nach dem Aufstehen, wenn Ihr gehen wollt, ist ein Zeichen von Wohlbefinden beim Hund. Willst Du ihm verbieten, sich wohlzufühlen? Außerdem wird Dir das nicht gelingen.” Was nun tun? Zumal sich Paul gerne das Fell nach seiner Vorstellung wieder drapiert… Ganz einfach: Wenn ich das Signal zum Aufbruch gebe, steht Paul erst auf, wenn ich das erlaube. Ich sorge dafür, dass er sich unter dem Tisch schüttelt und ich davor stehe in Richtung anderer Tische. Das sieht dann kaum jemand und ich habe bisher dabei keine Haare auf andere Menschen und Tische fliegen sehen. Die Kunst ist an der Stelle, seinen Hund zu kennen und zu wissen, wann er sich schütteln wird und in welche Richtung.
  5. Nasse Hunde stinken. Da führt kein Weg dran vorbei. Deshalb vermeide ich es tunlichst, im Regen mit einem Hund ein Lokal zu betreten. Entweder fällt der Lokalbesuch aus oder er findet vor dem Spaziergang mit einem trockenen Hund statt. Es reicht schließlich, dass die meisten Hunde in trockenem Zustand schon nicht gerade wohlriechend sind. Da möchte ich das Wohlwollen von Gastgebern und anderen Gästen nicht überstrapazieren. Bei trockenem Wetter ist es natürlich schöner für den Hund, wenn er sich vorher bei einem Spaziergang ein bisschen auspowern und leeren kann.
  6. Einige Hunde frieren leicht oder brauchen einen definierten Platz, um sich entspannen zu können. Dafür kannst Du eine leichte Liegedecke für Deinen Hund mitnehmen. Zum Glück brauchen wir das nicht, Paul legt sich überall hin, wo wir verweilen. Er plustert sich sein Fell von unten warm und friert bei Zeltpartys weniger als ich.
  7. Sicherheitshalber binde ich Paul an. Entweder suche ich mir einen Pfeiler am Tisch, ein Tischbein – Achtung: nur bei stabilen Tischen – oder ich lege die Leine mit einer Schlaufe um ein Stuhlbein. In den meisten Fällen würde er eh bei uns bleiben, wenn er erstmal liegt – aber darauf möchte ich mich nicht mit Besteck oder Glas in der Hand verlassen.
  8. Wenn Deinem Hund vom Personal etwas zu trinken angeboten wird, nimm es an. Sonst kommt in guten Lokalen nämlich alle fünf Minuten ein anderer Kellner und fragt, ob der Hund etwas zu trinken haben möchte und warum die Kollegen das noch nicht gebracht haben.
  9. Ignoriere den Hund, wenn alle sitzen. Spätestens dann wird er sich irgendwo in Deiner Nähe einen Platz suchen. Paul muss nicht immer vollständig unter dem Tisch liegen, weil das oft zu eng für ihn ist oder riesige Tischsockel aus Metall mit Kanten im Weg sind. Wichtig finde ich nur, dass er andere Gäste nicht belästigt und dem Personal nicht als Stolperfalle im Weg liegt. Ansonsten darf er gerne auch an der Stirnseite des Tisches liegen und alles überwachen.
  10. Üben, üben, üben!

Was für Erfahrungen hast Du mit Hunden in Lokalen?

Werbung: Der Stilcoach für Männer: Erfolgreich unterwegs in Job und Freizeit

Werbung ohne Auftrag für das Buch

Der Stilcoach für Männer: Erfolgreich unterwegs in Job und Freizeit
von Katharina Starlay

Besser als Katharina Starlay im Motto kann ich das nicht formulieren. Lange Zeit hatten Männer es im Bürojob einfach mit der Kleidung: Anzug als Uniform tragen und fertig war der Look. Fluch und Segen ist, dass formelle Dresscodes im Joballtag immer mehr abgeschafft werden.

“Für jeden Mann, der bewusst durchs Leben geht”

Selbst Banker gehen heute teilweise in dunkler Jeans oder Chino ins Büro und haben die Krawatten im Alltag abgeschafft. Dennoch besteht in den meisten Fällen ein Unterschied zwischen legerer Freizeitkleidung und Businesskleidung. Doch wo liegt der? Was geht und geht nicht?

Stilcoach

Katharina Starlay hat mit dem Stilcoach für Männer einen Ratgeber für Stilfragen geschrieben, der Job und Privatleben umfasst. Es ist kein Stilberatungsbuch in Bezug auf körperliche Proportionen und dazu passende Schnitte und/oder Stilrichtungen. Es geht um das Auftreten mit Kleidung und welche Kleidung zu welchem Anlass passt.

Kleidung und Benehmen

Von der Zusammenstellung des Kleiderschrankinhalts über die Betrachtung einzelner Kleidungsstücke und deren Anwendungsfälle geht es zur Betrachtung von Qualitätsmerkmalen guter Kleidung, bei denen wir uns einig sind. Die Autorin zeigt auf, wie das gewünschte Image durch Kleidung unterstützt werden kann. Ergänzend dazu gibt es ein ausführliches Kapitel über Verhalten im Job in verschiedenen Situationen und vor allem auch Frauen gegenüber.

Von 20 bis Ü70

Das Buch bezieht sich nicht nur auf Jobeinsteiger oder Männer im Job, sondern es gibt auch explizit Tipps für ältere Männer darin. Das gefällt mir, denn der Übergang zur Rente bedeutet keinesfalls, dass Äußerlichkeiten keine Rolle mehr spielen. “Denn alt wirkt, wer sich irgendwann im Leben für fertig hält und die Neugier auf das Leben und andere Menschen verliert.” (Seite 124). Kleidung und Auftreten bewusst zu gestalten ist ein Prozess, der lebenslang veränderlich ist. Und denk daran: “Man sollte Ihnen nie am Styling ansehen können, wann Sie jung waren.” (Seite 121)

Vom Job bis zur Partnersuche

Lieber Mann, egal ob Du einen neuen Job suchst, im jetzigen gut dastehen oder die richtige Frau fürs Leben kennenlernen möchtest – mach Dir Gedanken über Dein Auftreten!

Fazit

Ein gutes Buch für Männer jeden Alters, die sich mit ihrer äußeren Wirkung beschäftigen und hinterfragen möchten. Ich habe es gerne gekauft und ergänze es, auch wenn heute ein Donnerstag ist, in der Liste der Männermontage – Bücher für Männer mit Stil.

Männermontage - Bücher für Männer mit Stil

P.S.

Schau am Sonntag mal bei elablogt und Leckerei bei Kay vorbei. Wir kochen zusammen!

Ela und Kay kochen - Das Frühlingsmenü

Etikette: Lippenstift auf Stoffservietten?

Serviette mit Lippenstiftspuren

Stell dir vor, Du gehst in ein Restaurant oder zu einer privaten Einladung und ahnst oder weißt, dass Dich dort Stoffservietten erwarten. Hast Du Skrupel, Lippenstift mit intensiver Farbe zu verwenden, der auf der Serviette deutliche Spuren hinterlassen wird, oder nicht?

Etikettefrage

Dass die Serviette am besten so verwendet wird, dass die Mundspuren innen liegen und auf dem Schoß oder Tisch nicht sichtbar sind an der Serviette, ist klar. Das ist nicht die Frage. Es ist auch nicht die Frage, ob Papierservietten besser sind als Stoffservietten oder umgekehrt, denn als Gast hast Du selten die Wahl.

Mich bewegt dabei eher der Gedanke, ob es in Ordnung ist, ein Gebrauchstextil quasi vorsätzlich zu beschmutzen. Eine Profi-Wäscherei bekommt die meisten Flecken wieder raus, ein Privathaushalt unter Umständen nicht. Die Frage lautet

Findest Du es O.K., deutliche Lippenstiftspuren auf Stoffservietten zu hinterlassen?

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Natürlich freue ich mich neben dem Voting über Kommentare und Diskussionen dazu, besonders wenn die Antwortmöglichkeiten nicht passen.

Danke für Deine Stimme!

Leser_innen-Interview #9: Stilberater Holger Röhr

Leser_inneninterview by meyrose IconLieber Herr Röhr,

wir kennen uns daher, dass ich in dem von Ihnen bis vor kurzem geführten Jacques‘ Wein-Depot Kunde bin. Bei meinem letzten Einkauf dort haben Sie sich als stiller Leser meines Blogs zu erkennen gegeben. Dabei kam im Gespräch zu Tage, dass wir künftig beruflich in ähnlichem Bereich arbeiten. Sie gehen nach 14 Jahren im Weinhandel jetzt als Stilberater einen neuen großen Lebensschritt an.

Was bieten Sie im Rahmen Ihrer Stilberatung an?

Im Moment widme ich mich den drei großen Themen: Umgangsformen, Kleidungskultur und Tischkultur. Diese biete ich als Seminarreihe in Firmen und bei den Kunden zu Hause an. Natürlich kommt auch das Thema Wein nicht zu kurz.

Langfristig kann ich mir noch weitere Themenfelder vorstellen. Zum Beispiel die Beratung des Bräutigams. Selbstverständlich darf er der Braut keine Konkurrenz machen, aber seine Kleidung muss natürlich zum Brautkleid – welches er vorher nicht sehen darf – passen. In Planung sind außerdem Tischkultur-Schulungen in Restaurants, Schulungen für Vorstellungsgespräche, Firmenbekleidung und einiges mehr.

Was verstehen Sie unter gutem Stil?

Bei den Umgangsformen ist guter Stil, wenn man auf sein Gegenüber eingeht und seine Mitmenschen mit Verstand und Augenmaß behandelt.

Im Bereich Kleidung ist guter Stil immer ein typgerechter Stil. Guter Stil hängt nicht von der Art der Bekleidung ab, manchmal ist Jeans und T-Shirt sogar besser als teure Designermode. Es gibt Menschen die haben einen guten Stil, ohne dass sie auffallen. Ich muss allerdings die Bekleidungsregeln kennen, um sie anpassen oder auch bewusst brechen zu können.

Natürlich zeigt sich der gute Stil auch bei der Tischkultur. Dort sind die klassischen Standards immer noch gültig. Beim Essen gelten zum Großteil noch die Regeln, die bereits vor Jahrzehnten richtig waren.

Was unterscheidet für Sie Knigge, Etikette und Stil?

Adolph Freiherr von Knigge hat ein ganz tolles Buch geschrieben. „Über den Umgang von Menschen“ ist auch heute noch, nach über 200 Jahren, lesenswert. Ich bin zurückhaltend, das Wort Knigge synonym mit guten Manieren zu benutzen, weil es in seinem Buch ausschließlich um die Beziehung der Menschen untereinander geht. Aber losgelöst vom Ursprung ist Knigge heutzutage für jeden ein verständliches Schlagwort.

Etikette ist ein etwas veralteter Begriff für Umgangsformen, die bei Hofe kultiviert wurden. Sie wurde festgelegt und jeder hatte sich danach zu richten. Gute Umgangsformen müssen jedoch zeitgemäß sein. Die Ansprüche ändern sich; was sich hingegen nicht ändert ist, dass man seinen Mitmenschen respektvoll gegenüber treten sollte.

Stilvolles Verhalten legt jemand an den Tag, der die Umgangsformen beherrscht. In dem umgangssprachlichen das hat Stil schwingt doch immer Bewunderung mit.

Auf Ihrer Webseite www.guterstil.com habe ich keine Hinweise zu Profilen in sozialen Netzwerken gesehen. Sind Sie dort nicht zu finden? Aus meiner Erfahrung spielen neben der eigenen Webseite Aktivitäten in den Socials eine bedeutende Rolle bei der Kundenakquise. Wie stehen Sie dazu und wie möchten Sie von Ihren Kunden gefunden werden?

Im Bereich der neuen Medien bin ich immer etwas zögerlich. Solange ich es nicht als Vorteil sehe, benutze ich es nicht. Aber ich gebe Ihnen Recht, dass das Thema heutzutage extrem wichtig ist. Alles kommt Schritt für Schritt. So bin ich seit wenigen Wochen bei XING und freue mich über erste Kontakte. Danach kommt weiteres. Im Moment finden mich die Kunden auch noch nicht, im Moment finde ich die Kunden. Ganz old-fashioned schreibe ich Briefe.

Seit ich Sie das erste Mal gesehen habe, fällt mir Ihre Kleidung äußere Erscheinung positiv auf. Daher war ich auch gar nicht überrascht, als ich von Ihrem neuen Betätigungsfeld gehört habe. Woher kommt Ihre Vorliebe für klassische Kleidung und wie hat sich Ihr eigener Kleidungsstil entwickelt?

Mein Vater trug immer maßgeschneiderte Anzüge und rahmengenähte Schuhe. Doch als Jugendlicher möchte man seinen Eltern keinesfalls nacheifern. So habe ich in den Achtzigern manch peinliche Mode getragen. Leider gibt es sogar Fotos davon … Meine Ausbildung absolvierte ich in einem klassischen Grand Hotel und begann zu begreifen, welche Wirkung Kleidung haben kann und welche Unterschiede es auch in der klassischen Kleidungskultur gibt. Da habe ich das Interesse meines Vaters für Stil verstanden und meinen eigenen Stil entwickelt. Meine Vorbilder sind die klassisch britischen Bekleidungen, der Ostküstenstil der USA, aber auch der klassische Hanseat.

Was ist Ihr konkretes Lieblingsteil im Schrank, auf das Sie am wenigsten verzichten möchten und warum?

Meine Sakkos aus Harris Tweed. Mit ihnen fühle ich mich immer richtig angezogen, egal ob zu Jeans und Rollkragenpullover oder mit weißem Hemd, Krawattenschal und Weste. Darüber hinaus liebe ich edle Schuhe. Sie sollen nicht nur gut am Fuß sitzen, sie sollen auch gut aussehen. Ein hochwertiger Schuh ist in der Herrenbekleidung das wichtigste. Meine Lieblingsschuhe sind zweifarbig-braune Brogues aus Glatt- und Wildleder.

Wenn Sie fremde Menschen auf der Straße sehen, was begeistert Sie optisch und worüber schütteln Sie den Kopf?

Es begeistert mich, wenn ich sehe, dass die Person ihr Outfit bewusst ausgesucht hat. Es muss mir nicht unbedingt gefallen, aber es muss zum Menschen und zur Situation passen. Den Kopf schüttele ich wenn die Kleidung unpassend und stilfrei ist. Ganz furchtbar finde ich Menschen, die in kurzen Hosen und Badelatschen durch die Stadt laufen. Das passt ins Schwimmbad, aber nicht auf den Jungfernstieg. Fast ein wenig bemitleidenswert find ich Fashion Victims.

Warum lesen Sie meinen Blog?

Erstens, weil ich Sie mag und schätze! Da ich Sie als Mensch kenne und nicht nur als Bloggerin, weiß ich, dass das, was Sie schreiben, ehrlich und authentisch ist. Zweitens, weil ich mir gern weibliche Blogs anschaue, da das Thema naturgemäß bei mir ein bisschen kürzer kommt. Und drittens finde ich die Themenvielfalt gut.

Welchen Satz möchten Sie den Leser_innen mit auf dem Weg geben?

„Guter Stil ist Rücksichtnahme.“

Ein hübsches Kleidungsstück ist wertlos, wenn der Mensch darin egoistisch und unsympathisch ist. Antrainierte Höflichkeiten ersetzen keine guten Umgangsformen.

Vielen Dank für das Interview. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg als Stilberater!

Hast Du weitere Fragen an Holger Röhr? Dann stelle sie bitte hier im Kommentarfeld. Ein Foto von Herrn Röhr findest Du auf seiner Webseite. Du möchtest auch gerne hier vorgestellt werden? Dann melde Dich bei mir, gerne auch als Nicht-Bloggerin!

Hier findest Du die bisherigen Interviews: Leser_innen-Interview by meyrose.

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