Stilberatung: Welche Schuhe nicht für Ü50?

Werbung wegen Namensnennungen ohne Auftrag

Barfuß im Sand - Fußabdruck

Die Überschrift ist ein Suchbegriff, der auf diesen Blog geführt hat. Weil meine Antwort auf diese Frage länger ausfällt, bekommt sie einen eigenen Beitrag. Eine Leserin hatte sich 2017 einen Beitrag zu Sandalen für Frauen Ü50 gewünscht, der die Frage teilweise beantwortet. Leider habe ich nie eine Reaktion von der Leserin darauf gesehen, obwohl ich ihr den Link gemailt habe, aber das ist ein anderes Thema. Das ist übrigens einer der alten Beiträge, der nicht mehr vollständig illustriert ist, weil die Bilder aus den kürzlich entfernten Affiliate Links nicht mehr eingebunden sind. Für sowas waren die durchaus brauchbar.

Du bist dafür zu alt!

Es gibt Menschen, die sofort Kreischkrämpfe bekommen, wenn ihnen jemand sagt, das etwas ab einem gewissen Alter nicht mehr geht. Unter meinen Leserinnen weiß ich genau, wer jetzt gerade mit den Augen rollt oder Schnappatmung hat: Klick weg, lies einfach einen anderen Beitrag oder komm in ein paar Tagen wieder vorbei, wenn es Dir damit so geht. Ebenso weiß ich aber, dass es Leserinnen gibt, die sich mit dieser Fragestellung beschäftigen. Für die ist dieser Beitrag. Viel Spaß beim Lesen!

Was der eine mit Ü50 noch trägt, fand der andere ab 30 schon zu jugendlich für sich. Ich sage nur kurze, weite Kleider – die sind auch so ein Fall … oder Shorts. Der eine sieht darin mit 60 noch klasse aus, fühlt sich wohl und es gibt keinen Grund, das zu hinterfragen. Der andere findet es einfach irgendwann nicht mehr adäquat für sich.

Kurze, weite Kleider finde ich für mich zum Beispiel zu jugendlich. Die passen nicht mehr zu mir, meiner Lebenseinstellung, meinen Kleidungsstil. In Bermudas gefallen mir die Innenseiten meiner Knie nicht mehr, da brauchen wir über Shorts im Sommer gar nicht erst zu reden. Das ist ein persönliches Fettpolsterthema und hat nichts mit dem Alter zu tun. Auch das sind Kernpunkte dabei: Passt es zu meinem Alter UND passt es zu dem, was ich von meinem Körper zeigen möchte?

Von hinten Lyzeum – von vorne Museum will in Wahrheit auch keiner sein, oder?

Wie sagte eine Kundin in meinem Alter mit körperlich jugendlicher Ausstrahlung, die ich seit 2009 kenne, im letzten Jahr über ihre neuen Haarschnitt: “Ich wollte, dass die Frisur zum Gesicht passt, wenn ich mich umdrehe.” Schön formuliert, oder? Positive Überraschungen hat man ja gerne, aber wenn Menschen zucken wie alt man beim Umdrehen von vorne aussieht, bringt das keinen guten Gesprächsstart. Der erste Eindruck und so …

Über die Veränderung der Füße und der dazu passenden Schuhe, denn genau das ist ja eigentlich erstmal das Wichtigste, dass der Schuh zum Fuß passt!, habe ich umfassend in dem Sandalenbeitrag geschrieben. Was die Schuhmodelle angeht, denke ich, dass es welche gibt, die eine erwachsene Frau verkleidet wirken lassen. Vielleicht trug jemand mit Ü50 die in 2019 angesagten Chunky Sneaker, aber ich habe noch keine Frau Ü50 in Sneakern mit Rollen oder blinkenden LEDs gesehen. Jede mir bekannte Frau hat irgendeine Grenze – auch bei junger Mode. Da kann das Ich-lasse-mir-nichts-vorschreiben-Gezeter noch so laut sein.

Mit Ü50 kenne ich mich persönlich offiziell noch gar nicht aus, aber ich bin im 50. Lebensjahr – 2021 steht die 50 an. Mal davon abgesehen, dass ich Augen im Kopf und Fantasie habe, nehme ich mir auch eine persönliche Meinung dazu heraus. Bei Antworten, die nicht mit Schwarz oder Weiß, Ja oder Nein zu beantworten sind, helfen Fragestellungen. Ich werde hier also einen Teufel tun und von konkreten Schuhen abraten. Wenn ich unsicher bin, ob ein Schuh (oder anderes Kleidungsstück) zu jung für mich ist, kreise ich das Thema mit zirkulären Fragen ein. Die Frage, welche Schuhe ab 50 nicht mehr passen, kannst Du Dir damit selbst beantworten. Funktioniert im Übrigen auch schon mit 20, 30 oder 40 …

Fragen an die unsichere Frau Ü-irgendwas

  • Wie fühlt sich die Vorstellung an, das zu tragen?
  • Wenn es vom dem Look ein Foto gäbe, was würdest Du in 20 Jahren beim Betrachten des Bildes über Deine Schuhwahl denken?
  • Was würden Deine Kinder sagen, wenn sie Dich darin sähen? Wären sie stolz auf Deinen guten Geschmack oder würden sie lieber drei Schritte hinter Dir gehen?
  • Würde Deine Mutter die Schuhe anziehen? Anders oder wie bei Dir kombiniert?
  • Warum denkst Du, dass die Schuhe zu jung für Dich sein könnten?
  • Was würde Dir entgehen, wenn Du diese Schuhe nicht trägst?
  • Was gewinnst Du, wenn Du diese Schuhe trägst?
  • Was macht für Dich einen Ü50-Look aus und warum denkst Du, passen einige Schuhe nicht zu Frauen Ü50?
  • Hast Du dieses Schuhmodell bereits in früheren Jahrzehnten getragen? Was hat sich seitdem an Deinem Stil und Deiner Lebenseinstellung verändert? Passt es wieder zu Dir oder hat es seine Zeit gehabt, die passé ist?

Die Zeiten ändern sich

Bei mir ist zum Beispiel die Zeit für Chucks, die ich den 1970ern trug, und Espadrilles aus den 1990ern vorbei. Was ich dabei jedoch auch zu beachten finde, ist der Zeitgeist. In den 1950ern galten andere Regeln als heute. Im Jahr 2020 sind feste Dresscodes auf zum Rückzug. Das gibt mehr Raum für Individualität, ohne dass jemand komisch angesehen wird oder sich rechtfertigen soll. Menschen mit 50 leben heute in Nordeuropa durchschnittlich freier als im letzten Jahrhundert.

Außerdem sind die Grenzen zwischen den Generationen nicht mehr so deutlich, schon alleine dadurch, dass einige mit Anfang 20 Kinder bekommen und andere mit über 40. Im Winter hatte ich eine Freundesrunde am Esstisch mit unter anderem Frauen von Jahrgang 1967 bis 1972, bei der die Kinder der Gäste im Alter von einem Erstklässler bis hin zur ausgebildeten Fachkraft Mitte 20 mit jahrelanger Berufserfahrung verteilt waren. Dass jemand sich anders bewegt, kleidet, denkt und fühlt, wenn er einem Sechsjährigen hinterherläuft, als wenn die Kinder aus dem Haus sind, spielt auch eine Rolle bei der Beantwortung der Fragen. Deine Schuhe passen bitte in Dein Leben.

Welche Schuhe trägst Du mit über 50 nicht mehr?


Wer Lust hat, mir das Bloggen mit einem Espresso zu versüßen, darf gerne etwas in meine Kaffeekasse bei PayPal => Ines’ Kaffeekasse geben. Eine Bankverbindung findest Du hier. Merci! Alle anderen lesen einfach so.


dies & das #24

Paul auf Pinterest

Paul auf Sylt

Für alle Paule-Fans habe ich auf Pinterest ein Board mit Fotos vom Zausel angelegt. Du findest es unter Zausel Paul.

Sind Mules die besseren Sandalen?

Leserin Sabine hat sich bei mir einen Beitrag über Sandalen für Frauen über 50 gewünscht. In den Kommentaren waren die Reaktionen unterschiedlich ob der gezeigten Beispiele und der Frage, was das Alter damit zu tun hat. Ich hätte den Beitrag von mir aus nicht geschrieben, weil ich so etwas selbst ungern am Alter festmache. Weil zwischen Füßen einer 20jährigen und einer 80jährigen zweifelsfrei Unterschiede bestehen und Sandalen ihre Tücken haben, fand ich die Artikelidee trotzdem reizvoll genug, um den Wunsch zu erfüllen.

Ü50 Bloggerin Bärbel hat dazu als Antwort einen eigenen Beitrag für Frauen, die lieber Mules anstatt Sandalen tragen: Schuhtrend 2017 – 3 Gründe für MULES. Ich freue mich, dass sie auf meine Anregung bei ihrem kritischen Kommentar bei mir eingegangen ist und den Artikel geschrieben hat. Sich sichtbar Bälle zuzuspielen, das mag ich.

Frauen dürfen wie Frauen aussehen – auch im Job

Dazu habe ich zwei schöne Artikel gesehen. Schau mal bei

Mein Beitrag Ist der Hosenanzug tot? von 2016 ist auch zu dem Thema und was soll ich sagen: Ich lebe immer noch ohne Hosenanzug und immer noch gut.

Wie viel Frau darf eine Frau Deiner Meinung nach im Job zeigen?

Stilberatung: Sandalen für Frauen Ü50

Werbung durch Namensnennungen ohne Auftrag

Ines Meyrose #ootd 20160723

Leserin Sabine hat bei der Wunschliste für 2017 einen Beitrag erbeten über “Sandalen für Frauen über 50 – einfache, gute Sandalen aus Leder, die auch an über 50jährigen gepflegten Füßen gut aussehen“. Jetzt ist die Jahreszeit gekommen, in der ich Lust bekomme, mich mit Sommersachen zu beschäftigen. Lehne Dich zurück, träume Dich in zarte Sonnenstrahlen und lies entspannt den lang gewordenen Beitrag.

Sandalen Ü50

Die erste Frage ist für mich, was der Unterschied ist zwischen Sandalen für Frauen über 50 und unter 50. Füße haben nach 50 Jahren einfach schon mehr erlebt als jüngere, was meistens Spuren hinterlässt. Außerdem nimmt die Bereitschaft, sich mit eleganten Schuhen zu quälen bei den meisten Frauen mit steigendem Alter ab. Form follows function siegt, aber schön aussehen sollen die Sandalen trotzdem!

Die Frage ist für mich, welche Modelle zeitgemäß zum eigenen Alter sind und zum Stil der Trägerin und Anlass passen. Die mir bekannten Frauen über 50 legen keinen großen Wert mehr darauf, täglich auf superhohen Absätzen durch die Gegend zu wandeln. Ich würde netto 8 cm bei Sandaletten nicht überschreiten, Plateau kommt ggf. dazu. Wer Lust auf mehr Höhe hat, kann das natürlich tragen, wird dann hier nur keine Beispiele finden.

Füße werden mit höherer Lebenszeit oft empfindlicher und neigen eher dazu, im Lauf des Tages anzuschwellen. Wer das Problem hat, braucht unbedingt Sandalen, die auf keinen Fall einschneidende Riemen haben. Das sieht sonst spätestens ab nachmittags aus wie eine Presswurst. Ich rate dann eher zu flachen Absätzen, weil die Füße darin weniger leiden. Ein Tipp zum Sandalenkauf an kalten Tagen oder mit Winterfüßen: Ziehe normale Baumwollsocken zur Anprobe an. Wenn die nicht reinpassen, sind die Sandalen bei Wärme barfuß zu eng.

Wer einen Hallux valgus hat, braucht Modelle, die den Ballen gut umschließen, um Schmerzen zu verringern und damit er nicht unschön herausguckt zwischen Riemen. Das Problem habe ich schon erblich bedingt seit ich 12 bin. Dafür braucht man keine 50 zu werden.

Bei der Qualität würde ich mit steigendem Alter noch weniger Abstriche machen als in jungen Jahren. So wie Sabine bei der Leserfrage schreibt, dass sie Sandalen aus Leder möchte, halte ich das auch. Das Futter darf nur im Ausnahmefall aus Synthetik sein. Ich schaue dabei genau hin. Garbor hat zum Beispiel ein spezielles Material für Futter und Innensohle aus Synthetik, das weich ist, nicht drückt oder reibt und haltbar ist. Glattes Fake-Leder kann schnell schlimme Blasen machen, Stoff ebenso.

Vorne Spitz oder rund? Schmaler oder breiter Absatz?

Spitze Schuhe verlängern optisch Bein und Fuß, runde oder eckige Modelle verkürzen. Weit ausgeschnittene Schuhe verlängern, ein hohes Blatt verkürzt. Der Absatz sieht am schönsten aus, wenn er in der Stärke zum Bein passt, weil er die optische Verlängerung des Beins ist. Je kräftiger Füße und Waden sind, umso stabilere Absätze passen dazu, z.B. breite Blockabsätze und Keilabsätze. Je schmaler Fuß und Waden sind, umso dünner und schmaler kann der Absatz dazu sein. Wenn Du von dieser Regel deutlich abweichst, sehen entweder Deine Beine aus wie auf einem Golfball-Pin oder die Füße comicartig wie Betonklötze an dünnen Beinen.

Sandale vs. Sandalette

Eine Sandale ist flach, eine Sandalette als spezielle Form der Sandale hat einen höheren Absatz. Beide sind luftig für den Fuß. Für mich gehört bei Sandalen dazu, dass die Zehen frei sind und große Teile des Fußes zu sehen sind. Der Übergang zu Peeptoes, bei denen in jedem Fall Zehen zu sehen sind, aber die ansonsten geschlossen sein können, Mules mit offener Ferse und geschlossener Kappe oder Slingpumps ist teilweise fließend.

Praxisbeispiele

Bei den Beitragsbildern findest Du gleich einen Querschnitt verschiedener Stile und Modelle, die Betracht kommen können. Einige Bilder in diesem Beitrag sind über das Amazon-Partnerprogramm gelöscht am 24.07.2020 eingebunden. Mit einem Klick auf die gekennzeichneten Bilder kommst Du auf die Amazon-Webseite. Wenn Du dabei etwas kaufst, erhalte ich eine Werbekostenerstattung. Diese Beispiele im Artikel funktionieren nur so lange, wie die Modelle im Shop verfügbar sind. Da es für mich der einfachste Weg ist, aktuelle Bilder einzubinden, ohne fremde Bilder auf den Blog zu laden, habe ich mich dafür entschieden. Meine eigenen Sandalen im Beitrag sind alle selbst gekauft.

Sandalentrends 2017

Wie an den Beispielen via Amazon zu sehen ist, spielt Metallic bei Sandalen eine große Rolle im Sommer 2017. Sohlen sind leicht, hell und oft etwas dicker. Es gibt viel Plateau, flache Modelle und Blockabsätze in der aktuellen Sandalenmode.

Silberne Sandaletten

Diese silbernen Sandaletten finde ich schön zu Abendkleidern und im Sommer zu Jeans, Röcken und Kleidern. Ein zeitloser Klassiker, der viele Jahre tragbar ist mit moderater Absatzhöhe für eine Sandalette. Durch den Fesselriemen hält der Schuh gut am Fuß. Weil er aber nicht um den ganzen Knöchel geht sondern nach vorne ausläuft, verkürzt er das Bein optisch nicht.

Flache Sandalen

Dieses Modell mit mehr optischem Gewicht finde ich gut zu Jeans, Shorts und langen Kleidern an großen Frauen oder kräftigen Füßen. Modern wirkt es durch die helle dicke Sohle.

Zehenstegsandalen

Flippies von Lazamani

Flippies sind für mich reine Freizeitschuhe. Wer mit über 50 gepflegte Füße hat, an denen nichts zu verstecken ist, kann Zehenstegsandalen super tragen. Die auf dem Foto sind meine von Lazamani. Mit der Blume passen sie zu Frauen, die es romantisch-verspielt mögen. Leider sind sie nur für kurze Wege gut, weil der Riemen an der Innenseite sonst eine Blase macht. Ich ziehe sie nur an, wenn ich Sommer draußen faul herumsitze. Dagegen kann die Fußcreme von Avon helfen – habe ich noch nicht ausprobiert damit. Wie die Schuhe vor ein paar Jahren zu mir gekommen sind, kannst Du im Beitrag Flippies mit Geschichte lesen. Mehr Klischee geht nicht!

Ansonsten freue ich mich, dass Birkenstock es geschafft hat, die Sommerschuhe mit Korkfußbett straßentauglich zu machen. Eine Mode, die sicherlich nicht jedem gefällt – aber vielen Füßen!

Römersandalen

Römersandalen Antichi Romani

Diese einfachen Römersandalen mit Ledersohle habe ich 2012 bei Krupka in Hamburg gekauft. Es gibt dort jedes Jahr leichte, flache Ledersandalen, die auch an breiten Füßen funktionieren. Aktuell kosten die Modelle aus Vollleder etwa 70 Euro. Ein fairer Preis für langlebige Sandalen. Inzwischen haben meine Patina, sehen aber immer noch gut aus. Das Modell ist absolut zeitlos.

Diese Sandale ist mit der dickeren Sohle rustikaler und für mich damit eher ein Hosenschuh.

Sandalette zum Rock

Diese Sandalette finde ich mit dem kräftigen Absatz und zarten Riemen schön zum Rock.

Sandalen für breite Füße, kräftige Füße und individuelle Einlagen

Vabeene Zena Cafe Slingpumps Sandalen in H-Weite für breite, volle Füße und individuelle Einlagen

Das Modell Zena in der Farbe Cafe von Vabeene in H-Weite ist mein neuer Sommerschuh mit kleinem Absatz. Er wird als Sandale verkauft, für mich sind es Slingpumps. Da ich bei Pumps an elegantere Modelle denke, passt das Wort Sandale für mich trotzdem. Wie die Schuhe auch immer korrekt heißen mögen – sie sind hoffentlich so gemütlich, wie sie aussehen.

Vabeene Zena Cafe Slingpumps Sandalen in H-Weite für breite, volle Füße und individuelle Einlagen

Die Innensohle ist herausnehmbar und Du kannst orthopädische Einlagen stattdessen darin tragen. Sie sind an der Kappe hoch genug, damit die Zehen Platz haben, auch wenn die Füße leicht anschwellen im Lauf des Tages. Dass der Verschluss mit Klettband ist, ist ein Kompromiss für mich. Ich meide Klett bei Taschen und Kleidung, weil meine Tücher immer Schaden daran nehmen. An den Füßen werde ich es wohl hoffentlich schaffen, die Tücher davon fern zu halten.

Vabeene Zena Cafe Slingpumps Sandalen in H-Weite für breite, volle Füße und individuelle Einlagen

Vabeene Zena Cafe Slingpumps Sandalen in H-Weite für breite, volle Füße und individuelle EinlagenDer Ballen ist so eingepackt, dass er nicht zu sehen ist. Durch den spitz zulaufenden Ausschnitt wirkt der Schuh weniger plump als er mit einem runden Ausschnitt wirken würde. Mit diesen Schuhen werde ich meine Füße im Sommer 2017 langsam wieder an Absätze gewöhnen. 2018 darf es dann vielleicht wieder eleganter werden, wenn meine Füße wieder im Training sind.

Vabeene Zena Cafe Slingpumps Sandalen in H-Weite für breite, volle Füße und individuelle Einlagen

Was möchtest Du noch zu Sandalen an erwachsenen Frauen wissen?

Nachtrag 2. Mai 2017:
Bei Bärbel gibt es einen Ergänzungsbeitrag dazu für Frauen, die lieber Mules tragen
Schuhtrend 2017 – 3 Gründe für MULES

Blogger-Alphabet – bei F wie Foren sind wir dabei

Logo Ü30 Blogger Community und ForumBei Neontrauma läuft 2016 ein Blogprojekt als Blogparade von A-Z zur Bloggerei. Bei F wie Foren sind wir dabei. Wer sind wir? Die Ü30 Blogger! Bärbel vom Blog Ü50 hat gefragt, ob nicht einige Mitglieder des Ü30 Forums Lust haben, sich an der Blogparade zu beteiligen und die Idee finde ich gut.

Forum = Gemeinschaft

Für mich passt es wunderbar, dass wir zusammen an der Blogparade teilnehmen, weil Forum und Community der Ü30 Blogger eine lebendige Gemeinschaft bieten und wir immer wieder gemeinsame Aktionen starten. Wir tauschen uns aus über Mode, Menschen und Maschinen1. Ü30 beeinhaltet natürlich auch Ü40, Ü50 …mal sehen, wie alt wir noch so werden.

Danke!

Es ist das erste Forum dieser Art, in dem ich Mitglied wurde, und mit allen Höhen und Tiefen fühle ich mich bisher dort wohl. Danke an Annemarie vom Blog Meine Kleider, dass sie dieses Forum betreibt, und alle Moderatoren für ihren Einsatz. Es ist schön, in der unpersönlichen virtuellen Welt menschliche Gesichter hinter den Blogs zu sehen. Außerdem habe ich viele Bloggerinnen aus der Community schon im wahren Leben getroffen und wunderbare Begegnungen dabei gehabt. Zusammengefasst weiß ich:

Ohne das Ü30 Blogger Forum würde mir etwas fehlen!

  1. Technik klänge hier jetzt nicht gut []

Rømø: Relax at the beach

Relax

Wo treffen sich eine Hamburgerin und wohnhafte Berlinerin am besten? An der Nordsee! Ist klar, oder? Zumindest, wenn die Neigung zu Wasser geteilt wird.

Ines Meyrose und uefuffzoch Copyright Foto http://uefuffzich.blogspot.de/

Nach Bärbels erstem Blogbeitrag über Rømø, auf deutsch Röm, war klar, dass im nächsten Sylturlaub da mal auf die dänische Insel herübergehüft würde. Wie Ihr Montag beim Marine-Look sehen konntet, war es diesen Monat mal wieder so weit, dass ich an die Nordsee durfte.

Ines Meyrose auf Romo im September 2015 - Copyright Foto http://uefuffzich.blogspot.de/

Autostrand Lakolk im Westen von Rømø

So haben wir die Chance genutzt und dort ein paar entspannte Stunden am endlos breiten Strand von Lakolk verbracht. Drachensteigen lassen, Picknicken, Softeis und leckere Waffeln vertilgen, einfach die Nase in den Wind halten und die friedvolle Stimmung aufsaugen. Ich habe noch nie einen Strand mit dieser Weite erlebt, der dann auch noch schön fest zum darauf bewegen ist.

Dänisches Softeis mit belgischer Waffel und rosa Waffelherz

Einfach ein Traum!

Wir sind mit der Syltfähre von List nach Havneby gefahren. Den Kurs kannten wir schon vom letzten Sommer von einer Kutterfahrt zu den Seehundsbänken. Pro Person EUR 11,- für Hin- und Rückfahrt an einem Tag für 2 x 45 Minuten moderne Fähre fahren ist ein fairer Preis. Dank grauem Himmel waren zwar heuer kaum Seehunde zu sehen, aber dafür fuhr die Fähre wie auf Schienen. Das hatte auch was für sich.

Ines Meyrose auf Romo im September 2015 - Copyright Foto http://uefuffzich.blogspot.de/

Ines Meyrose auf Romo im September 2015 - Copyright Foto http://uefuffzich.blogspot.de/

Bloggerspaß

Was machen zwei Bloggerinnen, wenn die Kulisse sich geradezu aufdrängt? Natürlich ein paar Fotos :) . Die Bilder hier im Beitrag von mir hat sie netterweise gemacht. Mein Fotograf hat sich gefreut, mal Pause machen zu dürfen. Bei Bärbel seht Ihr heute im Blog Ü 50 einige, die ich von ihr machen durfte und natürlich auch weitere Eindrücke.

http://uefuffzich.blogspot.de/

Dass wir entspannten Spaß hatten, seht Ihr – oder?

Leser_innen-Interview #5: Üffi

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Liebe Leser_innen,

heute ist eine Berlinerin an der Reihe, die mehr Interessen hat als ein einziges Leben erfüllen kann.

Liebe Bärbel,

Leser_inneninterview by meyrose Iconoder sage ich besser Üffi oder Eau Minerale? Seit 2012 springst Du unter diesen Namen mit dem Blog Ü 50 durch die virtuelle Welt. Wir kennen uns von den ü30 Bloggern und hatten bereits das Vergnügen, uns persönlich zu treffen. Dabei war mein erster Eindruck im wahren Leben von Dir:

Bärbel ist genauso, wie ich sie mir vorgestellt habe. So etwas mag ich. Bin gespannt, was wir hier jetzt von Dir erfahren!

Dein Blog hat den Untertitel „Um was geht es hier eigentlich? Um Pflanzen, Tiere und Seniorensport? Oder doch lieber um Mode, Taschen und Kosmetik? Ü50 was? Businessjackets? Urlaubsreisen? Parfüms? Handtaschen? Nagellacke? On verra!1” Bleibt die Frage: Um was geht es denn wirklich? Was hat sich in den Jahren der Bloggerei alles in Deinen Blog geschlichen? Gibt es ein Kernthema?

Liebe Ines, es würde mich glücklich machen, wenn ich ein Kernthema hätte, eine Nische, in der ich mich gemütlich einrichte und in der mich Leute, die ähnlich gestrickt sind oder für die es irgendwie passt, besuchen kommen. Aber in meinem Leben passiert so viel und ich möchte vieles davon mit meinen Lesern teilen, so verzettele ich mich doch immer wieder auch mit Beauty- oder Lifestylethemen, weil ich plötzlich der Meinung bin, meinen Lesern den neuesten roten Nagellack oder glitzernden Cremetopf UNBEDINGT zeigen zu müssen.

In meinem Traum hätte ich gerne einen feinen Ü50-Fashion-Blog. Mit launigen Texten, guten Fotos und abgefahrenen Locations im Hintergrund. Mein Untertitel stammt noch von dem Tag, als ich den Blog begann. Er hat nur inzwischen ein paar Zeilen verloren, weil ich auch da viel zu viel reingepackt hatte.

Und von diesem Tag stammt auch die Sache mit den Namen. Weil ich meinen Vornamen nicht sehr mag, für den vollständigen Realnamen keine Traute hatte und wie immer eine Flasche Wasser neben mir stand, kam es zu Eau Minerale und im Forum war Annemarie der Name uefuffzich zu unaussprechlich und so wurde schnell Üffi daraus. Inzwischen habe ich mich irgendwie sogar an meinem Vornamen gewöhnt, vielleicht, weil er im Internet nur geschrieben und gelesen wird und nicht gesprochen.

Wie bist Du zum Bloggen gekommen und was bedeutet es Dir?

Ich bin seit zehn Jahren in verschiedenen Gemeinschaften unterwegs. Zuerst war da ein Faden bei eBay: Ein Dutzend Mädels und ein paar Jungs halfen anderen eBay Usern dabei, nicht auf Designerfakes reinzufallen. Daraus haben sich zwei bis drei Foren entwickelt, die ich zeitweise parallel besuchte, und davon blieb für mich das Taschenforum als meine Taschenheimat übrig. Dort schrieb ich anfangs Bildergeschichten über Taschen, Reisen und Events und bekam viel Zuspruch dafür. Das war mir irgendwann nicht mehr genug :) und außerdem griff ein Blogfieber um sich. Viele Foruminen hatten plötzlich einen Blog – allerdings waren sie alle erheblich jünger als ich – und eines schönen Tages wollte ich es einfach auch mal versuchen.

Als ich im Herbst 2012 meinen Blog startete, tat ich es hauptsächlich, weil die Altersgruppe 50+ im Internet noch immer eher mit beiger Kleidung im Partnerlook, Kochrezepten, Dekowahn, Handarbeiten und Enkelbetreuung in Verbindung gebracht wird. Das wollte ich ändern. Und so blogge ich ein- bis zweimal wöchentlich über mein Leben, meine Reisen, meine Mode, meine Marken und ich schätze den direkten Austausch mit meinen Lesern  in Form von zahlreichen Kommentaren sehr.

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Viele Deiner Fotos sind ein absolutes Highlight. Mich beeindruckt dabei oft die gewählte Perspektive und ungewöhnliche Umgebung, auch bei fotografierten Dingen. Wie kommst Du auf diese Ideen? Wie entstehen Deine Fotos?

Meine Großeltern hatten einen Optikerladen. Sie verkauften auch Fotoapparate und hatten ein Fotolabor. Schon als Schulkind bekam ich einen Fotoapparat und knipste sehr überlegt, weil es ein recht teures Hobby war. Ein Grund, mit meinem Blog zu starten war auch, dass ich hoffte, die Unmengen von schönen Fotos, die hier auf meinen Festplatten lagern, mal der Welt zeigen zu können. Das ist allerdings eine Illusion. Bevor ich in alten Dingen herumkrame, ziehe ich lieber los und fange neue Eindrücke ein. Um Gestaltung und Perspektiven mache ich mir gar keine Gedanken. Sobald ich weiß, was ich fotografieren möchte, bekomme ich eine Idee für den Hintergrund oder begleitende Fotodeko.

Ich sehe bei Instagram oder auf Blogs oft diese sehr hellen zarten Fotos, so romantisch und verträumt. Ich liebe es, diese Fotos zu betrachten, habe aber nie versucht, diesen Stil nachzuahmen. Meine Fotos haben immer einen gewissen Kontrast – wie mein Leben – das passt zu mir!

Wie viele weiße Blusen hast Du aktuell im Kleiderschrank?2

Nur für Dich habe ich aktuell durchgezählt und ich weiß, dass eine in Nordfriesland hängt, aber gerade keine in der Reinigung ist. So komme ich auf 37 – aber nur 36 sind meine. Ich habe meine Mutter (Leserin der ersten Stunde) im März getroffen und sie brachte mir für Deinen Blog ganz ungefragt ihre DDR-Hochzeitsbluse vom Tag der zweiten Eheschließung 1988 mit. Also: Wenn es mal passt, bekommt Ihr sie zu sehen und danach hängt sie wieder bei meiner Mutti im Schrank.

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Du hast eine Vorliebe für Designeraccessoires und -bekleidung. Welches ist Dein Lieblingslabel bzw. -designer und warum?

Ich habe kein Lieblingslabel, ich greife mir von jedem, was mir am besten gefällt. Chanel für Abendtaschen, Ketten und Nagellack. Hermes für Stadttaschen, Gürtel, Schuhe und Bekleidung und Accessoires aus den edelsten Materialien. Louis Vuitton für modische Tücher, bunte Plastetaschen und beeindruckendes Reisegepäck. Christian Lacroix für Blusen und T-Shirts, Jean Paul Gaultier und Martin Margiela für ausgefallene Sichtweisen auf Althergebrachtes. Ich mag gerne klassische, zeitlose Kleidung, aber wenn diese beiden Herren die Klassiker leicht verfremden dann bin ich schnell zu begeistern.

Ich denke, man muss im Kleiderschrank lediglich ein paar echte Kracher haben, dann braucht man nur ab und zu ein paar Basics nachzukaufen. Ob das jetzt Marke oder Primark ist, entscheidet jeder für sich.

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Wie ist Deine Vorliebe für diese besonderen Dinge entstanden?

Meine Vorliebe für teure Klamotten ist geboren aus einer gewissen Not in der Kindheit. Es gab zu meiner Schulzeit fast nichts, das mir richtig gut passte. So lang und dünn war keiner vorgesehen bei der 0815-DDR-Mode und so bestrickte meine Mutter mich mit ihrer Strickmaschine. Nicht immer schön und als Schulkind habe ich echt gelitten. Zum Beispiel wenn ich zur Tanzstunde einen Minirock zu meinen Storchbeinen anziehen musste, obwohl die anderen alle Mädchen schon Midiröcke trugen, die gerade IN waren.

Sobald ich eigenes Geld hatte, gab ich es für Mode aus. Schon in der DDR kaufte ich mir einzelne Stücke im Exquisit. Wenn die Studienkumpels abends Bier trinken gingen, war mein Geld alle, aber ich hatte eine rote Bluse aus (Kunst-)Seide.

Wie geht Dein reales Umfeld mit Deiner Bloggerleidenschaft um?

In meiner Partnerschaft bekomme ich volle Unterstützung. Sei es, um mir den Rücken freizuhalten, wenn ich am PC hocke, sich um den Lebensmittelerwerb zu kümmern und für deren Zubereitung zu sorgen und letztendlich auch, wenn es darum geht, dass regelmäßig neue Fotos von mir benötigt werden – noch ist genug Geduld vorhanden.

Welche Leser_innen möchtest Du gerne mit Deinem Blog ansprechen? Auf welche Gedanken möchtest Du sie bringen?

Eigentlich müsste ich wohl mit Frauen Ü50 antworten, das stimmt aber nicht. Mein Lieblingsradiosender heißt im Untertitel NUR FÜR ERWACHSENE – und genau da sehe ich auch mein Blog. Egal, ob man Ü30, Ü40, Ü50 oder ÜXYZ ist – wenn man sich für modischen Schnickschnack, Tücher und Taschen interessiert, schaut man vielleicht gerne bei mir vorbei und kommt auch wieder. Und sei es nur, um auf andere Gedanken zu kommen. Ich möchte einfach nur etwas unterhalten.

LET ME ENTERTAIN YOU!

Wenn Du fremde Menschen auf der Straße siehst, was begeistert Dich optisch und worüber schüttelst Du den Kopf?

Zuerst mal: Ich schüttele sehr viel öfter den Kopf, als dass ich mich nochmal bewundernd umdrehe. Ich bin total kritisch und ein fürchterliches Lästermaul. Mich begeistert es, wenn Menschen Kleidung und Accessoires aufeinander abgestimmt haben und vor allem, wenn sie sich irgendwie dem Anlass entsprechend kleiden. Zerrissene (Designer-)Jeans und (diamantenbesetzte) Sneaker in der Oper finde ich schlimm, dann doch lieber ein Polyesterabendkleid. Aufgebrezelt bei LIDL in der Kassenschlage finde ich zwar auch übertrieben, aber lustig!

Du lebst in Berlin, kommst von der Ostseeküste, bist in Hamburg, Paris und an der Nordseeküste aber genauso zu Hause. Was macht für Dich das Lebensgefühl dieser verschiedenen Orte aus? Wo trifft man welche Facette von Dir?

In Berlin bin ich gedankenlos ICH – egal was ich trage oder mache. Ich gehe unter in diesem Schmelztiegel, fühle mich wohl dabei und picke mir raus, worauf ich gerade Lust habe.

In Paris lebe ich meinen Traum und sehe auch so aus. Wenn ich für Paris packe, dann nehme ich Sachen mit, die mir in Berlin zu fein wären. Und sei es nur, weil ich sie danach nicht einfach waschen kann, sondern in die Reinigung geben muss. Pflichthosen statt Jeans, Hermes Sneaker statt Adidas, Vuittontasche aus Leder statt aus Canvas. Es ist aber nur MEIN Bild von Paris. Das ist nicht die Realität. Ich weiß das und es ist mir egal!

Natürlich denke ich, wenn ich in Paris bin, auch immer daran, wie viele Menschen alleine bei dem Wort PARIS ins Schwärmen geraten und so versuche ich immer, Fotos für einen Blogbeitrag mitzubringen. Das ist total simpel: etwas Ladurée oder Diptyque, ein Stück vom Eiffeltum, einen Schluck von der Seine, ein Glas Champagner und dazu eine orange Schachtel und die Likes flattern einem ins Haus!

Wenn ich Paris mit einem Wort beschreiben soll, dann fällt mir echt nur LIEBE ein. Ich liebe alles dort, denn alles ist besser oder schöner: Die Straßen, die Häuser, die Leute, die Taschen, das Essen, die Gerüche…aber es ist auch teurer und ich kann die Sprache nicht – deshalb lebe ich in Berlin.

In Hamburg übe ich noch – die großen, schlanken, leicht gebräunten und gesträhnt erblondeten Hanseatinnen mit ihrem stolzen geraden Gang und in ihrem klassischen und leicht maritimen Look samstags auf dem Neuen Wall haben meine volle Anerkennung – allerdings würde ich ihnen gerne etwas Steife nehmen.

An der Ostseeküste bin ich zu Hause und sehe dann auch so aus :) . Bei der Familie ist Styling nicht nötig. Da werde ich auch mal zur Karoblusentante!

In Nordfriesland ist es etwas anders: da ist es entweder kalt, regnet oder es ist sehr warm. Darf ich hier von praktischer Kleidung reden? Denn dort trage ich es tatsächlich eher praktisch – naja, für Sylt packe ich auch gerne etwas aus dem Schrank mit den teuren Fummeln mit in den Koffer.

Was wird es auf Deinen Blogs voraussichtlich nie zu sehen geben?

Mein Zimmer – das ist meins, das teile ich nicht gerne. Auch im RL nicht. Man darf dort nix anfassen, alles meins. Ich habe mich total übertrieben damit. Kennst Du das, wenn Du Dir Deine Lieblingszeitung oder einen teuren Bildband gekauft hast, jemand nimmt es vor Dir in die Hand und blättert es gedankenlos durch und hinterlässt solche halbrunden Knicke auf dem Hochglanzpapier?3 Ich kann damit nicht umgehen, also: TÜR ZU – von außen bitte.

Was inspiriert Dich auf anderen Blogs? Warum liest Du meinen Blog?

Bei anderen Blogs inspirieren mich recht viele Dinge: Die Leute, deren Outfits, Fotoideen, Geschichten, Hintergründe, Testergebnisse…etc. Und, ja – irgendwie ist es auch fein, dass die kleine Portion Voyeurismus in mir etwas zu sehen bekommt. Dafür bloggen Blogger doch – oder?

Deinen Blog lese ich, weil ich mit Deinen Beiträgen immer etwas anfangen kann, sie kurzweilig sind, überlegt, wohlformuliert und gut recherchiert und weil ich Dich im RL kenne und Dich mag, auch Deine Art zu bloggen. Ich fühle mich Dir einfach irgendwie verbunden und – es ist ganz einfach: Ohne Deinen Blog würde mir etwas fehlen.

Ich mag auch Deine Beiträge, an denen ich mich reiben kann, wie an dieser Minimalismusdiskussion. Ich habe nichts gegen Konsum- oder Mülleinschränkungen, Ressourcenschonung oder Wassersparen, aber wieso ich meinen Kleiderschrank regelmäßig rigoros ausmisten soll, um zweimal im Jahr neue Sachen zu kaufen, die qualitativ nicht besser als die alten sind und mir daraus dann auf Krampf sieben verschiedenen Outfits basteln soll, werde ich nie verstehen.

Was beschreibt Deine Grundeinstellung zum Leben in einem Satz?

Besser geht immer!

Vielen Dank für das Interview!Copyright http://uefuffzich.blogspot.de/http://uefuffzich.blogspot.de/

Habt Ihr weitere Fragen an Bärbel? Dann besucht einfach ihren Blog – dort findet Ihr heute auch noch mehr Bilder aus der pinken Session – und stellt sie dort im Kommentarfeld oder hier. Ich habe mich sehr gefreut, wieder neue Seiten an Bärbel zu entdecken. Vielen Dank an diese spannende Frau!

Du möchtest auch gerne hier vorgestellt werden? Dann melde Dich bei mir, gerne auch als Nicht-Bloggerin!

Hier findet Ihr die bisherigen Interviews: Leser_inneninterview by meyrose.

  1. frz. „on verra“ bedeutet „das wird sich zeigen“, habe ich erstmal ergoogelt … []
  2. Die Frage ist ein kleiner Insider, weil ich fasziniert davon bin, wie viel Kleidung Bärbel im Fundus hat und wir ganz unterschiedlich über das Thema Minimalismus denken. []
  3. Ja, das kenne ich nur zu gut … []

Blogrunde: Mode und Alter

Frühlingslook 2013 von Ines MeyroseWie entwickelt sich mein persönlicher Stil mit der Zeit? Welche Grundsätze gibt es oder setze ich mir selbst? Ist unsere Generation vielleicht modemutiger als die vorherigen?

Diese Fragen stellen die Redakteure von Sintre, dem Online Mode- und Lifestylejournal von WITT Weiden, einigen Modebloggern – u.a. auch mir. Die Beiträge der anderen Blogger findet Ihr ab KW 37 in der Blogrunde bei Sintre.

Zielgruppe bei Sintre sind Damen 50+. Zwar bin ich erst 42, wurde aber trotzdem gefragt. Aus meiner letzten kleinen Umfrage weiß ich, dass einige Leser_innen 50+ sind. Bei den Ü30 Bloggern habe ich davon auch schon einige virtuell kennen gelernt.

Wie entwickelt sich mein persönlicher Stil mit der Zeit?

Der Kleidungstil wird aus meiner Sicht viel von Familie und persönlichem Umfeld geprägt. Ich bin ganz klar hanseatisch geprägt. Als Kind gab es feine Kleidung aus den Hamburger Kinderstuben am Jungfernstieg – bezahlt von der hanseatischen Oma – mit gesmokten weißen Kleidern und dunkelblauem Mäntelchen, später dunkelblaue Breitcordhosen mit rotem Nickipullover. Die Vorliebe für Marineblau liegt in der Familie und hält bis heute an.

Von dieser Festtagskleidung abgesehen bin ich ein Kind der 1970er und habe von Orange-Braun mit Schlaghosen, über Lila-Batik in den 1980ern, unendlich weiten Sachen in den 1990ern, und schlichtem Schwarz in den 2000ern alles durch und bin heute bei Braun als Lieblingsfarbe angekommen.

Sommerkleid von Gerry Weber - Dunkelblau mit weißen PunktenGegen zu viel Ordnung in der Kleidung habe ich schnell rebelliert und trage eher immer eine Spur nicht so ganz das, was vermutlich erwartet wird. Tücher sind schon lange mein Markenzeichen. Mein Kleidungstil hat schon lange romantische Anklänge. Ob es 1988 das Secondhand-Brautjungfernkleid aus Berlin war, mit dem ich dann zur Schule gegangen bin, oder heute mein liebstes Frühlingskleid – ein paar Volants dürfen gerne dabei sein.

In meinen 20ern habe ich es mit dem klassischen Look versucht. Die Arbeit beim Schiffsmakler brachte gewisse Dresscodes mit sich. Damals habe ich mich darin wohl gefühlt, weil mich der Look älter gemacht hat und das meiner Ausstrahlung Kompetenz verliehen hat. Seit ich Mitte 30 war, mag ich das gar nicht mehr so gerne leiden und brauche auch die Wirkung nicht mehr.

Ich bin froh, dass mein beruflicher Kontext mich nur selten dazu zwingt. Lieber als Hosenanzüge oder Kostüme mag ich legere Kleider mit unkonventioneller Note. Große Krägen, lockerer Schnitt, auffällige Farbe – alles gerne genommen. Solange ein Tuch oder Schal dazu finde ist: gerne. Mein eigener Stil hat sich durch private und berufliche Lebenserfahrung gebildet und reflektiert meine innere Haltung.

Welche Grundsätze gibt es oder setze ich mir selbst?

Kleidung darf bei mir nicht ordinär wirken. Konnte ein knallroter Bleistiftrock mit Anfang 20 noch auf der Oberschenkelmitte enden und mit formeller Weste schick aussehen, wäre mir das inzwischen too much – oder besser gesagt too less. Bei der Rocklänge ist der Grundsatz: Höchstens eine Handbreit über dem Knie darf das Bein herausgucken, blickdichte Strumpfhose dazu ist ein Muss und getragen wird es so nur für private Anlässe. Geschäftlich trage ich Röcke und Kleider, die das Knie gerade eben bedecken in italienischer Länge.

Ansonsten achte ich darauf, dass meine Ausschnitte nicht zu tief sind und möglichst keine Unterwäsche herausguckt. Wobei das Herausblitzen der Unterwäsche bei mir leider vorkommt – da muss ich wohl mit Leben. Man kann nicht alles haben … Ansonsten ändern sich Grundsätze auch. Ein Beispiel: Bis vor einigen Wochen hätte ich gesagt, dass ich nie Oberteile sichtbar in der Hose oder Rock trage. Jetzt habe ich einen Cordrock, bei dem das OK aussieht und kann mir das auf einmal bei diesem Rock vorstellen. Mein Rat: Wer Grundsätze hat, möge die gelegentlich überprüfen und im Einzelfall bewusste Ausnahmen zulassen.

Ist unsere Generation vielleicht modemutiger als die vorherigen?

Zur Definition von Generationen: Ich bin Jahrgang 1971, meine Mutter 1945, meine Schwiegermutter 1925, meine Oma 1910, Schwiegeroma 1903.

Die Nachkriegsgeneration meiner Mutter – immer alles aus der Sicht einer Großstädterin betrachtet, auf dem Land mag das anders sein – war so sogar modemutiger als meine. Die Miniröcke der 1960er – Holla, war das Hochzeitskleid fürs Standesamt kurz! Die Hippie-Kleidung der 1970er? Gehört alles dazu. Das ist aus meiner Sicht alles modemutiger als das, was mir später in meinem Leben begegnet ist. Ich musste mir keine Rocklänge und Haarschnitt erkämpfen. Diese Nachkriegsgeneration, die heute um die 70 ist, trägt auch heute vielfach Kleidung, die ich selbst auch tragen würde. Es ist vielleicht alles etwas länger, oft eine Spur weiter – aber Farben, Kleidungsstil und Freude an Accessoires und modernen Schuhe sehe ich ganz oft.

In der Generation meiner Oma habe ich immer viel weniger Modemut wahrgenommen. Da zählte nur Qualität, Klassik, Contenance. Meine Oma hat auch mit 80 noch Pumps von Bally getragen und das Haus nicht ohne Hut verlassen. Die Lockenwickler-Frisur war immer gleich – von meinen Babyfotos an bis zu Ihrem Tod. Das habe ich auch bei anderen Frauen dieser Generation oft so erlebt. Meine Schwiegermutter liegt im Altersbereich dazwischen. Ob ihr Spaß an Mode damit zusammen hängt oder sie einfach anders ist als andere Damen dieser Ära, vermag ich nicht zu sagen. Sicherlich ist sie geprägt von den Einflüssen der spannenden 1920er Jahre und dem traditionell-aktuellen Kleidungsstil ihrer Mutter. Auf alle Fälle experimentiert sie mit Farben und kauft immer mal moderne Stücke neben zeitlosen Klassikern wie dem Peter Hahn-Twinset.

Mein Eindruck ist: Die Frauen der Jahrgänge um 1900 und 1940-60er sind modemutiger als heutige junge Erwachsene, die Generation dazwischen nicht.

Wie hat sich Euer Kleidungstil im bisherigen Leben verändert?

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