Lesetipp: Für mehr Sichtbarkeit

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Nur wer sichtbar ist, findet auch statt von Tijen Onaran

Nur wer sichtbar ist, findet auch statt:
Werde deine eigene Marke und hol dir den Erfolg, den du verdienst
von Tijen Onaran

Originalausgabe, Paperback, Klappenbroschur
256 Seiten, 13,5 x 20,6 cm, 5 s/w Abbildungen
ISBN 978-3-442-17867-4
Erschienen am 17. August 2020 im Goldmann Verlag (Werbung)
Bestellmöglichkeiten bei diversen Händlern findest Du auf der Verlagswebsite.

Auf das Buch bin ich durch ein Interview mit der Autorin auf ZEIT ONLINE im Beitrag Der Job kann morgen weg sein und bleibt dann von mir? (Werbung) aufmerksam geworden. Das Thema ist für mich relevant, weil ich als Solo-Selbstständige eine Art Personenmarke bin und weil ich denke, ebenso wie die Autorin, dass Sichtbarkeit nicht nur beruflich, sondern auch privat eine immense Rolle spielt. Selbst, wenn ich mich verstecken möchte, muss ich dafür wissen, wie ich mich – online oder offline – unsichtbar mache, mich also bewusst mit dem Gegenteil von Sichtbarkeit beschäftigen.

“Wie wir uns präsentieren und wie wir wahrgenommen werden, ist Teil unserer Persönlichkeit. Das Bild, das wir abgeben, und die Rolle, die wir spielen, sind elementar für unseren Erfolg im beruflichen wie im privaten Kontext. Tijen Onaran, bekannte Speakerin und Netzwerkerin, erklärt eindrucksvoll, wie man eine persönliche Marke aufbaut und wie man seine eigene Agenda findet. Tijens eigener Erfolg fiel ihr nicht einfach zu, denn zu Beginn ihrer Karriere wurde sie oft in Schubladen gesteckt. Wie wir unsere Wahrnehmung online in den sozialen Medien, aber auch offline, selbst gestalten können, das zeigt Tijen in »Nur wer sichtbar ist, findet auch statt«. Dabei berichtet sie von ihren eigenen Erfahrungen in der Politik und der Digitalbranche, von Rückschlägen, Lerneffekten und ihrer ganz persönlichen Markenbildung. Das Must-read in Sachen Personal Branding.” Verlagstext

Entwickle Dein Personal Branding

Mir gefallen an dem Selbstmarketing-Ratgeber der flüssige Schreibstil und die klare Ansprache der Leser durch die Autorin. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass Tjen Onaran direkt vor mir steht und nur mit redet. Die vielen Praxisbeispiele von guten und schlechten Erfahrungen samt den daraus gezogenen Lehren fand ich interessant.

Einen Kernpunkt nimmt das sogenannte Social Me ein (Seite 76ff) und wie man es digital präsentieren kann. Das Konzept des Social Me beinhaltet im Wesentlichen die vier Aspekte Gesicht, Stimme, Sichtbarkeit und Position. Wichtig ist dabei die Differenzierung zwischen analogem und digitalem Selbst, denn wir lassen uns nicht 1:1 im Netz abbilden. Ziel: Social Me statt Selfie-Show.

Viele der Gedanken zum digitalen Auftreten finde ich hilfreich, zum Beispiel zur Verwendung von Emojis und deren unterschiedlichen Interpretationen. Ich habe mich schon bei mancher WhatsApp gefragt, was der Sender mir damit sagen möchte und ob man mich lieblos findet, wenn ich keine oder nur wenige Emojis verwende. Denn Tipp von Tjen Onaran, als Profilbilder in den Socials grundsätzlich das eigene Gesicht als Foto anstelle von einem Logo, Avatar oder anderem Bild zu verwenden, habe ich direkt umgesetzt. Ich hatte bisher teilweise ein Bild mit bunten Kreiden als Profilfoto, weil ich es schön finde und es einen hohen Wiedererkennungswert hat, aber meine (potenziellen) Kunden werden von den Kreiden nicht angeschaut. Jetzt schaust Du mir dort ins Gesicht!

Als Kommunikationswirtin kenne ich alle verwendeten Fachbegriffe, aber als Laie im Thema stelle ich es mir an einigen Stellen schwierig vor, alles zu verstehen. Eine Erklärung des Fachvokabulars findet zwar manchmal im Nebensatz statt, aber wenn man die Worte noch nie gehört hat, versteht man die zum Thema folgenden Tipps vermutlich nicht vollständig. Da die Zielgruppe breit gefasst ist und sich nicht auf Marketingmenschen beschränkt, gibt das einen von fünf Sternen Abzug.

An den Kapitelenden findest Du jeweils eine kurze inhaltliche Zusammenfassung des Kapitels. Auf die hätte ich verzichten können, denn die Kapitel sind kurz und übersichtlich. Was ich stattdessen aber gut fände, wäre eine Übersicht zu den Aufgaben, die die Autorin zur Entwicklung des Social Me stellt – gerne auch als Abbildung visualisiert. In einem Kapitel ist zum Beispiel die Rede von einem Selbsttest, der daraus besteht, die natürlichen Begabungen, eigenen Fähigkeiten und Interessen zu erarbeiten. Daran kann man im Rahmen eines (Selbst-)Coachings Stunden bis Tage sitzen, in dem Buch wird das mit im Fließtext eingebauten Fragen auf knapp zwei Seiten (66 und 67) abgehandelt. Der Ansatz ist super, aber dazu würde ich mir vertiefende Fragestellungen wünschen und eine übersichtliche Darstellung.

Nur wer sichtbar ist, findet auch statt von Tijen Onaran - Seite 241

Nur wer sichtbar ist, findet auch statt von Tijen Onaran – Seite 241

Wie lautet der Titel des Buchs Deines Lebens?


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25 Gedanken zu „Lesetipp: Für mehr Sichtbarkeit

  1. Liebe Ines, heute also eine andere Buchvorstellung – ich bin eigentlich in den letzten Jahren weniger der Ratgeber-Leser, denn es mangelt bei mir dann meistens an der Konsequenz der Umsetzung oder ich bin dann doch nicht so von der Beschreibung begeistert wie ursprünglich angenommen. Trotzdem sind gerade die sozialen Medien für mich so ein Beiwagerl, das ich nicht wirklich nutze. Ich habe nur einen Instagram-Account und bin ansonsten nirgends vertreten – aber auch Instagram verwende ich nicht wirklich regelmäßig. Dein geändertes Profilbild ist mir gleich aufgefallen – diese Farben waren bisher für mich einfach du, aber auch dein Profil mit dem Gesicht ist absolut ansprechend und es ist wohl nur eine kurze Umgewöhnung. Vielleicht sollte ich mein Profilbild auch ändern? Jedenfalls habe ich festgestellt, dass der eine Instagram-Post, auf dem ich zu sehen bin, am besten angenommen wurde.
    Hab ein ganz wunderbares Wochenende und alles Liebe

    • Da Du auf Instagram auf Deine Blogbeiträge hinweist, ist eine gewisse Reichweite natürlich nett zu haben. Als ich Dein Bild im Feed gesehen habe, habe ich mich so gefreut, dass Du Dich gezeigt hast. Es ist einfach schön, den Menschen hinter den Geschichten zu sehen. Da reicht ein Bild. Das fände ich auch im Blogprofil bei über mich oder wo auch immer verankert schön.

      Für mich sind die Kreiden auch mit mir verbunden, für Menschen, die mich kennen, vermutlich auch. Aber für fremde natürlich nicht. Für die hatte ich sie als Blickfang eingesetzt, aber das Portrait schaut einen einfach anders an. Danke für die Rückmeldung, dass es Dir direkt aufgefallen ist. Das Bild ist ja eher blass in den Farben, aber dennoch scheint es sichtbar zu sein.

  2. Hallo Ines,

    um mein Image und den Titel meines Buches habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.
    Ich bin so wie ich bin. Manchmal blubbern mir die Worte zu schnell raus, bevor mein Gehirn richtig nachgedacht hat. Aber im nachhinein denke ich dann, okay, es war meine Meinung und gut ist.
    Liebe herbstlichere Grüße
    Claudia :-)

    • Beim Buch über Dein Leben geht es ja nicht nur ums Image. Einfach um das, was Dich ausmacht. Ich fürchte, dass auf meinem am Ende steht: Aber aufgeräumt war es bei ihr immer …

    • haha, Ines, da gibt es aber schlimmere Titel
      und ich glaube, dir fallen bestimmt auch noch ein paar andere ein. :-)

      ich glaube, bei mir würde stehen:
      “und sie war doch ein Labrador…”

      ( von wegen, wenn ich Wasser sehe, will ich hinein )
      Heute 19 ° im See, wunderbar,
      wuff.

  3. Halo Ines,

    das klingt spannend. Danke für den Tipp mit dem Profilbild, ich habe es nun auch geändert. Kaufen hat ja auch mit Vertrauen zu tun. Da ist es sicherlich gut, wenn die potentielle Kundin gleich weiß, mit wem sie es zu tun hat.
    Mir ist schön häufiger aufgefallen, dass meine privat genähten Sachen (mit denen ich ja auch zu sehen bin) oft mehr Aufmerksamkeit bekommen als meine Shopartikel. Inwiefern da ein Zusammenhang besteht, weiß ich nicht. Zum Glück verkaufe ich aber trotzdem meine Herzblutdinge :-D

    LG
    Petra

    • “Kaufen hat ja mit Vertrauen zu tun” – Du sagst es. Es gibt Marken, denen wir vertrauen oder nicht, aber viel lieber vertrauen wir Menschen.

      Das mit den Likes auf Instagram ist bei mir auch so: wenn ich zu sehen bin, bekomme ich sie schneller und mehr.

      Gerade bei Deinen Herzblutdingen finde ich es besonders schön, das (Dein!) Gesicht dazu zu sehen. Gute Entscheidung, dass auszuprobieren. Kann man ja auch schnell wieder ändern, wenn es komische Typen anzieht.

  4. Interessant finde ich den Gedanken, dass auch wer unsichtbar sein möchte, sich mit der Sichtbarkeit befassen muss.
    Ich finde es oft sehr angenehm, nicht besonders aufzufallen. Das gibt mir mehr Spielraum, mich dann ins Spiel zu bringen, wenn ich möchte. Oder eben auch nicht.
    Eine Iris Apfel möchte ich nie sein. Das wäre mir zu anstrengend und aufgesetzt.
    Aber natürlich, wer einen neuen Job sucht oder sich sonst irgendwo einbringen möchte, muss schon ein eigenes Profil haben und zeigen. Dafür sind solche Ratgeber sicher sehr gut. Besonders auch für den Bereich der sozialen – oder manchmal unsozialen – Medien.

    Der Titel meines Lebensbuches könnte lauten:
    Ab und zu ein neuer Umschlag, tut jedem Buch gut.
    Oder mediengerechter:
    New cover, new book! :-)
    Ein feines Wochenende wünscht Dir
    Sieglinde

    • Schöner Titel! Sich ab und man mal neu erfinden, kann gut tun. Welchen Titel würdest Du meinem Lebensbuch geben nach den Dir vorliegenden Informationen?

      Eine Iris Apfel möchte ich auch nicht sein. Ich leide darunter, dass ich von anderen Menschen als klein wahrgenommeb und deshalb durchaus leicht übersehen werde. Anderseits ist mein Lachen so laut, dass es unüberhörbar ist. Das ist mein Markenzeichen.

    • Das Gute bei einem neuen Umschlag ist ja, dass das Buch das Gleiche bleiben darf. Ich also Ja sage zu meinem Leben, so wie ich es lebe und gelebt habe. Mit Tollem und mit Unzulänglichlichem, wie es halt ist. Aber wenn ich ihm einen neuen Einband gebe, gebe ich ein neues Signal – mir und anderen.
      Es ist ja ein bisschen gewagt, aber wenn ich Deinen Titel beschreiben darf, fällt mir ein:
      Mit Sicherheit bunt!

      Kannst Du etwas damit anfangen?
      Nächtliche Grüße…

    • “Mit Sicherheit bunt!” ist ein schönes Wortspiel. Ja, damit kann ich etwas anfangen :). Bunte Grüße!

  5. Liebe Ines, das mit dem Bild finde ich treffend. Es ist immer schön zu sehen welche Person hinter etwas steht.
    Man weiß besser welche Person hinter etwas steht. Bei meinem Blog wird auch die Über mich Seite ganz viel geklickt. Bei Shops, Blogs, Dienstleistungen mit Homepage finde ich ein Bild sehr wichtig.
    Ich glaube sogar Patienten achten mehr auf einer Ärztehomepage dass der Arzt vertrauenswürdig aussieht und weniger auf seine Qualifikation.
    Liebe Grüße Tina

    • Der Durchschnittspatient geht es davon aus, dass der Arzt weiß, was er tut – er ist ja schließlich Arzt ;) – ich bin kein Durchschnittspatient und vermeide daher jeden Gang zum Arzt …, aber das ist ein anderes Thema ;). Wenn medizinisches Personal auf der Website nicht sympathisch aussieht, geht man natürlich (noch) weniger gerne hin. Die Praxen, die ich bisher beraten haben, präsentieren sich seit dem nicht nur live besser, sondern auch im WWW.

  6. Klingt auf jeden Fall spannend und sich mit Sichtbarkeit zu beschäftigen, ist wohl kein Fehler. Egal, ob man sichtbar oder unsichtbar sein möchte. So ein Ratgeber wäre noch besser gewesen, wenn er zu lesen gewesen wäre, bevor wir alle in Social Media gestartet wären. Aber es ist ja immer noch Zeit, um etwas zu ändern. Wie du mit deinem Profilbild.
    Ich könnte mir durchaus vorstellen, mich in das Buch mal einzulesen, danke für den Tipp.
    Bei dem Titel habe ich übrigens nicht direkt am Social Media gedacht, denn Sichtbarkeit ist für mich auch das Wahrgenommen werden ganz allgemein.
    Schönes Wochenende
    Andrea

    • Bei Dir denke ich bei dem Buch auch Deinen Job. Jede Bewerbung ist persönliches Marketing und wer mit HR-Themen zu tun hat, tut gut daran, viele Facetten erkennen zu können (und seine eigenen zu steuern …). Seit ich das Foto als Profilbild habe, folgen mir übrigens reihenweise männliche Fake-Profile. Interessant, wie das alles von Bots ausgelesen wird. Ein unschöner Aspekt dabei.

    • Mein Verhältnis zu Avataren ist gespalten. Einige finde ich süß und mag sie, wenn sie Person schön auf den Punkt bringen, und andere finde ich einfach nur blöd.

  7. Es gibt nichts schwierigeres, als das Herausarbeiten einer Kernaussage. Die in einen einzigen prägnanten Satz zu packen ….. ich würde sagen, dass ist fast unmöglich. So eindimensional sind wir doch alle nicht.
    Frag fünf Leute, die Dich in verschiedenen Kontexten kennenlernen, die erzählen alle ganz andere Dinge. Keiner würde denken, sie sprechen von der selben Person.
    Um Menschen kennen zu lernen, muss ich mich mit ihnen beschäftigen. Einem einzigen “Aufkleber” würde ich niemals trauen. Egal wer ihn aufgeklebt hat.
    BG Sunny

  8. Vielen Dank fürs Vorstellen. Das hast du anschaulich dargelegt. (Für Menschen, wie mich, die Emojis lieben in den Soc Medien, ist es tatsächlich komisch, wenn dort jemand keine verwendet.:) Viele Grüße nach HH.

    (Heute waren Zuckererbsen auf dem Teller!) Der Mann hat gekocht.

    • Zuckererbsenschoten zählen nur halb als Erbsen, oder? Hast Du es überlebt? Und Dein Mann die Verübung des Erbsenattentats auf Dich auch?

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