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2026 startet bereits die sechste Fragerunde. Die Fragen fand ich bisher immer spannend. Oft sind aus den Antworten zusätzliche Blogbeiträge entstanden. Was interessiert dich in diesem Jahr? Die vorherigen Fragrunden kannst du hier nachlesen
Hast du Lust auf eine neue Fragerunde?
Stelle bitte deine neugierigen Fragen in den Kommentaren. Ich beantworte sie im Beitrag, den ich in den kommenden Wochen fortschreibe. Neue Fragen ergänze ich am Ende. Rückfragen zu meinen Antworten und Diskussionen sind in den Kommentaren willkommen.
Deine Fragen – meine Antworten
Was war dein schönster und zugleich unvernünftigster Kauf? Falls du mal nicht so strukturiert warst?
Nicole
Allgemein: ein Auto. Es war eine knallrote Ente, 1994.
Bei Mode: ein Seidenkleid von Pucci, 2006.
Was würdest du dir gerne kaufen, aber die Vernunft hält dich davon ab?
Nicole
Im Grunde nichts. In Fragerunde #4 habe ich ganz oben im Beitrag eine ähnliche Frage beantwortet. 2024 war es ein großes Kaschmirtuch von Hermés, dass mein Herz durchaus erfreuen würde. Die Vernunft hält mich davon mehr ab als der Preis, weil auch Kaschmir von Hermés Tragespuren bekommt und ich immer mal wieder Mottenlöcher zu verbuchen habe. Die Kosten pro Tragen wären mir am Ende zu hoch. Ich würde es nur haben wollen, wenn ich es über eine Lotterie gewinnen würde.
Flippst du manchmal beim Puzzeln aus? Ich bin ja sehr geduldig, aber bei euren Bildchen würde ich, glaube ich, nervös.
Nicole

Mein Mann ich puzzeln sehr viel gemeinsam, bevorzugt grafische oder farbbetonte Muster mit 500 und 1000 Teilen. Nein, ich flippe dabei nie aus und bleibe ruhig. Wenn ich merke, dass ich nicht weiterkomme, lege ich eine Pause ein.
Jetzt ist gerade so eine Pause, in der ich einen Teil der Fragen beantworte, bevor ich an die 1000 Teile eines bunten Blumenladens zurückkehre, die auf dem Esstisch liegen.
Es gibt allerdings drei schwere Puzzle, die ich alleine nicht fertig gestellt hätte, weil ich den Spaß daran alleine verloren hätte. Zu zweit macht es mehr Spaß, sich dadurch zu kämpfen.
Du hast Dich ja beruflich von manchem verabschiedet: eigenes Firmen-Auto, Make-up Beratung für Kundinnen mit firmeneigenen Schminkset. Wie geht es Dir damit? Gab es dafür andere Dinge, die Du neu aufgenommen hast? Oder Erfahrungen, die dazu positiv sind?
Sieglinde
@Auto

Das ist so nicht korrekt. Ich habe seit 2007 durchgehend ein eigenes Firmen-Auto. Mein Mann hat 2025 seinen Privatwagen abgeschafft, als meine Firma das gebrauchte Auto von ihm gekauft hat.
Die Frage wäre also eher, wie es meinem Mann ohne eigenes Auto geht. Mein Firmen-Auto wird so versteuert, dass wir es auch privat nutzen dürfen. Wir haben also de facto nur noch ein Auto im Haushalt, was meiner Firma gehört, und kommen damit super klar.
Es gab im letzten Halbjahr, seit wir das machen, nur einen Tag, an dem ein zweites Auto bequem für eine private Verabredung gewesen wäre. Für den Betrag, den wir seitdem gespart haben, könnte man bei Bedarf viel Taxi fahren oder einen Mietwagen buchen. Bisher sind wir sehr fein mit der Entscheidung.
@Make-up-Beratungen mit firmeneigenen Schminkset

Dass ich die Make-up-Beratungen nicht mehr mache, erleichtert mich. Ich bin froh, den Schminkkoffer nicht mehr für wenige Beratungen auf Stand halten zu müssen. Es kann sein, dass ich mit einer Farbberatung evtl. nicht beauftragt wurde, weil die Kundin auch an Make-up Interesse hatte, aber das kann auch am Ort gelegen haben. Ich halte es für eine wirtschaftlich und emotional richtige Entscheidung.
@Neues im Portfolio
Ich habe nichts Neues aufgenommen, konzentriere mich lieber auf die bewährten Dinge, die ich gut kann und die mir Freude machen. Falls jemanden etwas in meinen Portfolio fehlt, bin ich natürlich für Anregungen offen.
Wie reagierst Du mit Kundinnen auf die veränderte Geschäftswelt in der Innenstadt?
Sieglinde
Mit Verzweiflung! Das schwindende Angebot stellt mich vor eine Herausforderung, die aktuell noch zu wuppen ist. Wenn Kund_innen ein Personal Shopping in Hamburg buchen, mache ich darauf aufmerksam, was von den Wünschen vor Ort wahrscheinlich zu erfüllen ist und wo Abstriche zu machen sind. Dass es in der City keinen breit aufgestellten Schuhladen mehr gibt, ist zum Beispiel ein Problem dabei.
In den Stadtteilen mit kleinen Boutiquen, in denen ich bis 2019 oft mit Kund_innen war, haut einen spätestens der hohe Leerstand aus den Socken, wenn es die gestiegenen Preise es vorher noch nicht geschafft haben.
Solange es sinnvoll möglich ist, biete ich das Personal Shopping live an. Ich rechne damit, innerhalb der nächsten fünf Jahre komplett auf Onlineshopping umzustellen. Das wäre schade, denn bei den Anproben im Laden sieht man viel mehr und ich kann besser aufzeigen, warum etwas gut oder ungut ist.
Welche Herausforderung hat Sie am meisten geprägt?
Eva
Mit dem frühen Tod meiner Eltern umzugehen. Der erste Alleinflug beim Segelfliegen.
Wir lesen jeden Monat vom Dazulernen: Welche berufliche Fähigkeit würden Sie gerne noch lernen oder verbessern?
Eva
KI sinnvoll einzusetzen ist mein Lernaufgabe für 2026.
Gibt es Kleidungsstücke, die Sie früher geliebt haben und heute meiden – nicht unbedingt altersbezogen, sondern wegen der Stilreise?
Eva
Da gibt es einige Kleidungsstücke. Genaues dazu finden Sie in den Stilreisen. Spontan fallen mir Röcke, Schuhe mit hohen Absätzen und festliche Kleidung ein.
Welche Farbkombinationen finden Sie modisch unterschätzt – außer blau/braun :-)?
Eva
Grün und Lila. Leuchtendes Pistaziengrün und dunkles Lila für warme oder leuchtende Farbtypen. Gedämpftes Tannengrün und Flieder für kühle oder gedämpfte Farbtypen.
Was war das ungewöhnlichste Kleidungsstück (von dem es natürlich kein Foto gibt), das Sie je anprobiert haben und warum war es doch passend oder vielleicht ganz schrecklich?
Eva
Es ist eine Korsage aus Brokat in Kobaltblau-Schwarz, die ich mir 2006 habe maßanfertigen lassen und nur einmal zu einem Opernbesuch getragen habe. Ich sah mega-sexy aus, die Korsage stand mir hervorragend. Die Blicke waren mir zu viel. Mein Busen stand einfach zu sehr im Mittelpunkt des Raums.
Welche Farbe unterschätzen Ihre Kundinnen am häufigsten?
Eva
Tannengrün
Welche Farbkombination wirkt für Sie sofort billig – und warum (der Verdacht keimt evt. bei pink auf)?
Eva
Schwarz und Gold finde ich schwierig zusammen. In Hamburg sieht man in einigen Gegenden viele Fakes von Handtaschen und Looks in Schwarz-Gold an Menschen, die sich etwas aus Kleidung machen, denen aber das Geld für die Originale fehlt. Wenn die Fakes abgeschrabbelt sind, was schnell passiert, sehen sie billig aus. Das verbinde ich mit dieser Farbkombination.
Welche Stil-Frage würden Sie selbst einer Kollegin stellen? Oder anders gefragt: Welche Frage stellt Ihnen fast niemand, obwohl sie wichtig wäre?
Eva
Fragen würde ich, wie ich bei mir den perfekten Half Tuck stecke. Die Antworten auf die Fragen, die sich meines Erachtens zu wenige Menschen stellen, stehen im Beitrag 7 Outfitsünden. Das sind Punkte, die ich meistens von mir aus in Beratungen anspreche.
Sie können äußerst gut von sich abstrahieren: Wo unterscheidet sich Ihr persönlicher Stil am meisten von Ihrer Beratung?
Eva
Danke erst einmal für das Kompliment. Darüber freue ich mich besonders, weil mir wichtig ist, das zu können, und es für die Qualität meiner Arbeit elementar ist.
Mein persönlicher Stil ist wesentlich schlichter und auf weniger Farben beschränkt – minimalistischer – als der meiner meisten Kund_innen. Ich empfehle ganz andere Kleidung als meine, wenn jemand einen anderen Farb- oder Stiltyp hat.
Es gibt viele Sachen, die nicht zu mir passen oder die nicht leiden mag, zum Beispiel Pink und Türkis, Leomuster, plakative Drucke, extrem spitze Schuhe, Overkneestiefel, Hüfthosen, Midikleider, Blousons, betonte Markenlogos. Und es gibt Menschen, denen genau das steht. Dann hat es seine Berechtigung und bekommt meinen Segen.
Was sind deiner Meinung nach deine größten persönlichen Stärken – und welche Stärken haben andere schon in dir gesehen, an die du selbst vielleicht gar nicht gedacht hast. Eine der Stärken, die ich in dir sehe, ist übrigens Präzision. Du bemühst dich, die Fragen so profund wie möglich zu beantworten und ich bin davon überzeugt, dass du auch in beruflichen Dingen sehr detailgenau bist. Ist das ein Wesenszug, der dir schon immer zueigen war oder hast du dich im Lauf des Lebens dazu hintrainiert?
Traude Zahour
Meine größten Stärken sind Entscheidungsfähigkeit und Klarheit. Eine Stärke, die andere an mir sehen, die ich selbst weniger gut einschätze, ist meine künstlerische Ader.
Zur Präzision: Das ist reine Selbstdisziplin im Job für andere. Von Natur aus bin ich Typ Pareto-Prinzip: Schnell erreichte 80 % reichen mir aus. Die perfekten, mühsamen letzten 20 % brauche ich nicht. Was ich wirklich gut kann, ist in Texten und Gesprächen die zentralen Punkte zu erfassen, mir zu merken und darauf einzugehen. Das ist vermutlich das, was sich dir hier als Präzision zeigt. In beruflichen Dingen versuche ich herauszufinden, wie viel Detailgenauheit jemand braucht und gehe entsprechend darauf ein.
Alle Fragen werden beantwortet – gib mir bitte Zeit!
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