12 Länder – 12 Briefe

Werbung mit Affiliate Links von Amazon, Namensnennungen und Verlinkungen ohne Auftrag

(Affiliate Link auf dem Cover)
Das große Los: Wie ich bei Günther Jauch eine halbe Million gewann und einfach losfuhr (Affiliate Link)
von Meike Winnemuth
erschienen im Penguin Verlag 2017 erstmals als Taschenbuch

Wenn Journalistinnen Bücher schreiben, bin ich skeptisch. Bisher habe ich beim Lesen doch meistens gedacht: Wäre sie mal lieber bei Kolumnen und Zeitschriftenbeiträgen geblieben. Diese Erfahrung hat mich davon abgehalten, das Buch von Meike Winnemuth zu lesen. Das war dumm von mir. Durch eine Empfehlung habe ich es nun doch zur Hand genommen und was soll ich sagen: Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Und dass, obwohl mich das Thema Reisen nicht sonderlich interessiert.

Rahmenhandlung

Meike Winnemuth gewinnt bei Günther Jauch 500.000 Euro und nimmt das als Startschuss für eine einjährige Weltreise, von der sie parallel in ihrem Blog Vor mir die Welt … (Werbung) berichtet und später dieses Buch daraus gemacht hat. Sie bereist zwölf Großstädte für jeweils einen Monat, die sie entweder noch nicht kennt oder dort tiefer eintauchen möchte als bisher.

Da sich ihre Arbeit von jedem Ort der Welt mit Laptop und WLAN erledigen lässt, zieht die Arbeit mit um die Welt. Am Ende steht die Erkenntnis, dass sie den Geldgewinn für die Reise gar nicht gebraucht hätte, ohne diese Sicherheit aber nie losgeflogen wäre.

Perspektive

Mir gefällt die Sicht, aus der die zwölf Kapitel zu den jeweiligen Reisezielen geschrieben sind. Es sind zwölf Briefe aus zwölf Städten an zwölf verschiedene Menschen aus ihrem Leben. Sie schreibt in der Einleitung zur Form des Buchs

“Wie man eine Stadt erlebt, hängt von derart vielen Zufällen ab, dass es eigentlich verboten sein müsste, ein Buch darüber zu schreiben.”

Das führt dazu, dass das Buch keinesfalls ein Reiseführer ist, sondern eher ein Abbild des Stimmungsbarometers der Autorin. Du findest kaum Tipps zu den Dingen, die man dort gesehen haben muss. Hingegen kannst Du lesen, was Orte mit einem Menschen ganz individuell machen können. Weil ich mich gerade von vielen Dinge trenne, hat mich auch der Aspekt interessiert, wie es sich zwölf Monate aus einem Koffer mit nur 22 kg leben lässt.

Fazit

Mich hat an dem Buch gefesselt, wie die Gedanken der Autorin sich während der Reise verändert haben und zu was für einer Entwicklung das für ihr weiteres Leben geführt hat. Du kennst das Buch noch nicht? Los! Lesen!

P.S.

Im Buch findest Du irgendwann die Frage, zu der die Antwort Dank des einzelnen Publikumsjokers das Geld eingebracht hat. Die Antwort kann ich Dir aktiv im Schlaf nennen. Aber so ist das mit Spezialwissen und man muss auch erstmal bis dahin kommen.

(Affiliate Link)

23 Gedanken zu „12 Länder – 12 Briefe

  1. Danke für die Buchvorstellung – das hört sich nach einer Lektüre für mich an. Ich lese Reiseberichte total gerne, da kann ich Länder erforschen, in denen ich selbst noch nicht war, Städte kennenlernen, die ich selbst noch nicht besucht habe und etwas über die Lebensweise der Menschen an unbekannten Orten erfahren. Aber ich schreibe auch selbst gerne über Reisen, die ich gemacht habe und kann dabei das Erlebte so schön Revue passieren lassen. Wenn dieses Buch nicht nur eine Aneinanderreihung von Sehenswürdigkeiten bietet, sondern auch auf das Flair der Städte und die Mentalität der Menschen eingeht, dann ist es einfach perfekt für mich. Ich freue mich schon auf‘s Lesen.
    Hab einen wunderbaren Tag und alles Liebe

    • Viel Spaß beim Lesen – Du wirst es lieben! Denn genau darum geht es – Flair und Mentalität und die eigene Entwicklung dabei, nicht um Sight Seeing. Ich wünsche Dir einen ebenso schönen Tag!

  2. Hört sich auf jeden Fall interessant an. Mich würde vor allem interessieren, wie man sowas ohne einen Gewinn finanziert. Bei uns in der Firma gäbe es zum Beispiel eine Sabbat-Regelung. Es muss ja nicht gleich ein ganzes Jahr sein.

    Liebe Grüße Sabine

    • Weil die Autorin von unterwegs – etwa halbtags, wie ich es verstanden habe – im Prinzip normal weiter gearbeitet hat, gab es kaum Verdienstausfall. Weil sie unterwegs produktiver und effizienter gearbeitet hat, kam sie mit weniger Arbeitszeit für wohl ähnlichen Output aus. Der Vorteil an einem Job, den man mit Laptop und WLAN von überall auf der Welt machen kann. Außerdem war das Leben in den meisten bereisten Ländern billiger als zu Hause. Die Wohnung zu Hause war in der Zeit untervermietet. Gewohnt hat sie fast die ganze Zeit über in günstigen Privatwohnungen, die sie für jeweils den Monat angemietet hat.

  3. Das Buch klingt sehr lesenswert und kommt auf meine Geburtstagsliste. Das dauert zwar noch ein bisschen, aber Vorfreude finde ich schön!
    Da sie ihre Berufstätigkeit verbinden konnte mit Ihren Reisen, wird sich die Geldfrage so geregelt haben. Der Gewinn ist dann ein schönes Polster der Sicherheit in allen Dingen und Wechselfällen, die einen auch beim Reisen ereilen können…
    Danke fürs Vorstellen, bin schon gespannt darauf.
    LG Sieglinde

    • Ich wünsche Dir schon jetzt viel Spaß beim Lesen, denn ich bin mir sicher: Es wird Dir gefallen.

  4. Schade, dass ich für meine Tante zum Geburtstag schon ein anderes Buch gekauft habe. Das könnte ihr auch gefallen. Hoffentlich kann ich es mir merken.
    Ich lese momentan lieber Romane als Reiseberichte. Wenn du ein Jahr so verbracht hast, dann ist dein Horizont sicher so erweitert, dass man fast Gehirn anbauen muss.
    Die Fragen bei G. Jauch finde ich meistens ganz interessant. Witzigerweise hapert es bei mir oft im Mittelteil, so dass ich schon ganz selten zur Hauptfrage käme. Aber die weiß ich manchmal aus unerfindlichen Gründen.

    • Ich führe im Smartphone bei den Notizzetteln eine Liste mit Geschenkideen – für bestimmte Menschen und allgemein, damit ich sowas nicht vergesse. Für mich hat sich das Buch fast romanartig gelesen. Wenn Du in die Leseprobe schaust, wirst Du direkt merken, ob Du es lesen magst. Mir geht es mit den Quizfragen ähnlich. Zu den späten würde ich nicht kommen.

    • Das ist ein guter Tipp von dir mit dem Notieren im Handy. Bei manchen Geschenken fällt mir spontan etwas ein. Bei Büchern kann ich mich meistens nicht mehr erinnern. Noch nicht mal, wenn ich in der Buchhandlung einen unbekannten Autoren lese. Bis ich daheim bin, weiß ich meist den Nachnamen nicht mehr. Mit dem Notizzettel wird sich das jetzt ändern.
      Ich hatte noch keine Zeit, in die Leseprobe zu lesen. Kommt noch.
      Schöne Grüße

    • Kommentar enthält Werbung ohne Auftrag (ergänzt vom Admin)

      ja, noch mal ich. Ich war heute in der Buchhandlung und habe dieses Buch noch mal in gebundener Form gekauft (e-book ja schon für meinen Mann). Denn ich wollte ein Buch jemandem schenken, der demnächst zur Reha muss und ich wollte nichts zu schweres und nichts zu seichtes. Da ist dieses Buch mir gerade recht gekommen.
      Vielen lieben Dank für den Tipp!!!
      Ich habe auch 2 Tipps für dich, muss aber dazu sagen, dass ich sie nur in der Buchhandlung durchgeblättert habe und nicht selbst gelesen (stehen aber auf meiner Merkliste).
      “Das rote Adressbuch” von Sofia Lundberg und
      “Solange es hell ist” von Alexandra Kui ( bei dem Buch hat mich vor allem der Einband angesprochen – ein Leuchtturm vor einem Abendhimmel – klingt kitschig, ist es aber nicht).Kannst du dir ja vielleicht mal angucken, wenn du magst.

    • Danke für Deine Tipps. Da schaue ich gerne auch mal rein. Es freut mich, dass der Beitrag sich so gelohnt hat, zumal das Buch an sich ja nicht neu ist.

      Zum Thema Werbung: Wenn Du es korrekt kennzeichnen willst, dann musst du das Wort Werbung (in diesem Fall ohne Auftrag, den Verlag könnte ja sogar etwas dagegen haben) schreiben, bevor Du den Markennamen (Buchtitel in dem Fall nennst. Der Leser muss sozusagen vor dem Markenwort erfahren, dass gleich Werbung kommt. Ich kann das in Beiträgen moderieren (bei Blogger-Blogs geht das nicht).

      Wenn ich die Buchtitel im Beitrag genannt hätte wäre es bei Empfehlung Werbung ohne Auftrag und bei neutraler Nennung Werbung durch Namensnennung. Meines Wissens nach … und die Rechtslage bzw. Interpretation ändert sich dazu ja gerne mal …

      Ob diese Kennzeichnung allerdings in Leserkommentaren von Privatpersonen (nicht von Firmen) auch notwendig ist, weiß ich nicht. Das weiß vermutlich keiner so genau. Wenn es zum Thema des Beitrags gehört und der schon als Werbung gekennzeichnet ist, kann ein Leser wohl davon ausgehen, dass die Kommentare sich darauf beziehen und dann ebenfalls werblich sein können.

  5. Liebe Ines, jetzt hast Du mich super neugierig gemacht! Ich liebe nämlich solche Bücher über Erfahrungen beim Reisen und ich muss mir daher dieses Buch unbedingt kaufen. Danke fürs Vorstellen!
    Liebe Grüße von Rena

  6. Ich glaube, ich habe mal einen Bericht in einer Zeitung zu dieser Weltreise gelesen, vielleicht waren es auch Auszüge aus dem Buch.
    Mir geht es oft ähnlich, auch ich mag selten Bücher von Journalisten, die sonst Kolumnen schreiben. Schön, dass es auch anders sein kann.
    Liebe Grüße
    Andrea

    • Schön, dass ich mit meinem (Vor-) Urteil nicht alleine bin. Hat schließlich seine Gründe aus Erfahrung.

  7. Bisher kenne ich nur den Blog, den sie während der 12 Monate geschrieben hat und liebe ihn. Den kann man immer wieder lesen. Auch wenn er aus heutiger Sicht optisch hoffnungslos altmodisch anmutet. Der Inhalt ist das, was in meinen Augen zählt und der ist einfach toll. Das Buch kommt auf jeden Fall auf die “Muss ich lesen”-Liste.
    Liebe Grüße
    Fran

    • Den Blog habe ich bisher nicht gelesen, nur kurz beim Verlinken angesehen. Sollte ich das nachholen? Herrlich retro ist er auf jeden Fall. Aber was einen Grimme-Preis gewonnen hat, lässt man wohl so :) . Was aber auch mal wieder zeigt: Inhalt zählt, auch wenn das Auge mit liest.

  8. Das Buch klingt ja sehr interessant! Ich habe schon in einige Großstädte gelebt und bin neugierig geworden, ob eine davon im Buch vorkommt! :) Es ist auch eine sehr gute Geschenk-Idee für einige meiner Reise-Freundinnen… Danke für den Tipp.
    Liebe Grüße,
    Claudia

    • In Südamerika ist Buenos Aires dabei. Wo hast Du überall gelebt? Spannendes Leben führst Du!

  9. Ines, das klingt nach einem tollen Tipp, danke! Für mich trifft ja da auch das Thema Reisen den Nagel auf den Kopf! :-)
    Bedenken möchte ich mich auch bei dir für deinen Kommentar von neulich – denn damit hast du mich zu etwas inspiriert, das mir sehr viel Spaß bereitet hat und das ich in meinem aktuellen Blogbeitrag zeige!
    Alles Liebe und natürlich wieder herzhafte Krauler an Paul <3
    Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2019/03/fruhlingsmodus-teil-1.html

    • Gehe ich sofort bei Dir lesen, was Du daraus gemacht hast. Ja, das Buch ruft geradezu nach Dir als Leserin!

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